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Hundeforum Der Hund
Gast Nenimaare

Die pure Lust am Kläffen

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Hallo ihr Lieben,

dies ist mein erster Beitrag hier in diesem Forum. Ich halte seit März eine Kleinspitzhündin namens Maya. Maya wird jetzt am 13. Juli sieben Monate alt und ist auch nicht mein erster Hund. Also, mein erster eigener schon- aber ich bin dennoch mit einem Familienhund (Münsterländer) groß geworden.

Maya ist an und für sich ein ziemlicher Traumhund. Kann ein paar Grundkommandos, ist stubenrein, eine total liebe Begleitung in der Stadt, ein sportlicher Wirbelwind im Park... beim Essen wird ab und an gemäkelt in letzter Zeit, aber darüber können wir hinwegsehen.

Nun ist es so, dass sie eine Macke hat, die ihr sogar schon den Spitznamen "Kläffi" eingebracht hat: Das ständige schrille Kläffen. Also sie kommentiert sowieso viel- wenn sie genervt ist grummelt sie vor sich hin, beim Spielen knurrt sie wie wild etc. Alles schön und gut.

In der letzten Zeit aber, gerade wenn sie in der Situation irgendwie "reizüberflutet" ist, stellt sie sich irgendwo hin und bellt einfach in die Luft. Einfach nur um des Bellens wegen. Sie macht auch aus jeder Mücke einen Elefanten á la "Oh ein wehendes Blatt- erstmal kommentieren. Und das lautstark!"

Ich weiß ja, dass das Belle ein Merkmal der Rasse sein soll... aber kann man ihr dieses überdrehte Bellen irgendwie abgewöhnen? Anschlagen wenn es an der Tür klingelt oder Besuch in den Garten kommt ist ja okay, aber dieses hysterische Kläffen bei jedem Mist nervt schon sehr.

Sie steigert sich da auch teilweise extrem rein. Zurechtweisen mit einem schwarten "Nein!" hilft nicht. Dann werden wir finster angewufft. Schnappen würde sie nie, aber sie dreht sich dann schon zickig und ruckartig zu uns um. Nimmt man sie hoch, kläfft sie dort weiter. Selbst das "Einsperren" in ihre Box (die sie wirklich gern hat!) hilft dann nichts. Sie kommt also nur sehr schwer zu ruhe und kläfft oft um des Kläffens Willen :o

Hat hier vielleicht jemand Erfahrung mit einem solche dünnen Nervenkostümchen?

Ist es die Pubertät? Anstehende Läufigkeit? Ich bin etwas ratlos...

Liebe Grüße

Nenimaare

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Ich würde dir ja gerne helfen, kann aber nur die Schulter tätscheln und sagen "Mein schwarzer Labrador-Mix ist jetzt 13 und hat das auch."

Hilft dir nicht, vielleicht als kleiner Trost, dass ich ihn erst mit 6 Jahren bekam, und bei einem Welpen sicherlich noch mehr Chancen bestehen, dieses Verhalten ein wenig angenehmer zu bekommen ;) (Und ja, bei uns ist es auch Reizüberflutung - allerdings weniger draußen als im Haus/im Garten)

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Wenn Du als Ursache Reizüberflutung vermutest, würde mir zuerst einfallen diese abzustellen. Dem Hund einen ruhigen Raum bieten wo sie runterkommen kann. Mit anstehender Läufigkeit könnte es was zu tun haben, weil Hormone auch bei Hunden immer was mit Gefühlen zu tun haben.

Weil ich aber noch nie eine Hündin hatte, fehlen mir da eigene Erfahrungen.

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Naja, wenn man die Reize abstellt, dann fängt sie drinnen in ihrer Box an zu kläffen. Ich hab gestern schon wirklich geschimpft.... ("Gibt es keine Baldrianhalsbänder für Hunde?!") weil sie wirklich total unter Strom stand. Wir waren auf einem Geburtstag, auf dem auf zwei andere ältere Hunde herumliefen (alles im Garten). Die Dackeldame war eher ruhig und sehr souverän, der Jack-Russel Mischling sehr aufgedreht und hat meine Maya zusätzlich angestachelt mit seinen 7 Jahren oÔ

Ich weiß auch nicht, wieso ich hier schreibe. Ich wünschte nur, es gäbe eine Möglichkeit, sie in solchen Situationen zu beruhigen. Es passierte ja nichts spannendes. Den Garten hatte sie, bevor die anderen zwei kamen, über zwei Stunden inspizieren können. Sie hätte sich doch, ebenso wie die Dackeldame einfach zu uns unter den Tisch legen können...

Irgendwelche Tips wie man ihr das begreiflich machen könnte? Irgendeine Methode mit der sie lernt, herunterzufahren und zu entspannen...

Kauartikel sind in Zus. mit anderen Hunden eher kontraproduktiv :Oo

Liebe Grüße

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(bearbeitet)
und kläfft oft um des Kläffens Willen

Kläffen kann auch eine Form von Stressbewältigung sein. Danach klingt das, was du beschreibst.

Ich hatte den gleichen Gedanken wie Dog, evtl. hat sie zuviel um die Ohren?

Kommt sie von einem Züchter? Wie hat sie die ersten Wochen verbracht?

Was habt ihr zur Sozialisation des Welpen beigetragen?

Wie ist heute euer Tagesablauf?

In welchen Situationen ist sie ruhig und entspannt?

Und last not least, ganz wichtig: was genau tust du, wenn sie kläfft?

Edit hat sich überschnitten, ich lass das trotzdem mal so stehen und noch eine Frage obendrauf: kannst du ihr ein Verhalten, das dir nicht gefällt (außer das Kläffen), verbieten /es abbrechen?

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Also ein paar Ideen hab ich doch :)

Hast du sie mal zu dir genommen, wenn sie so kläfft? Einfach an deine Seite, festhalten (mit Leine oder vielleicht durch Körperkontakt, was besser wäre) und bei dir behalten.

Meinem Hund hilft das, wenn ich ihn neben mir platziere, und ich kann ihn dann soweit beruhigen dass er sich neben mir entspannt.

Um nochmal meine Aussage zu konkretisieren: Lemmy kläfft nicht wirklich immer - in Situationen mit anderen Hunden oder auf fremdem Gelände ist er sehr cool.

Was ihn immer reizt (und was ich nie verstehe) ist wenn zB meine Mutter in den Geräteschuppen geht. Oder wenn jemand den Rasen mäht. :D

Ich persönlich glaube ja, er will nur dass alle ruhig herumliegen und schlafen ;)

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Ich kann Dir zwar nicht wirklich bei der Problemlösung helfen, weil ich mit meinen Rackern solche Probleme nie hatte, aber Du erwähntest ja was "gibt es für Hunde keine Baldrianhalsbänder" oder so. Ich habe bei meinen manchmal etwas hippeligen Hengst sehr gute Erfahrungen mit Bachblüten gemacht. Er ist dadurch viel ruhiger und gelassener geworden - könnte evt. erstmal helfen, um Euren Rabauken ein bisl runter zu bekommen.

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Ich habe das gleiche Gefühl wie Juline.

Und schlag mal in die gleiche Kerbe.

Gruss elseX

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Originalbeitrag

Ich würde dir ja gerne helfen, kann aber nur die Schulter tätscheln und sagen "Mein schwarzer Labrador-Mix ist jetzt 13 und hat das auch."

Meine beiden Terriermix haben das auch, hab es auf die Zwingerhaltung geschoben. Im Garten dachte ich dass wir mit teilweisem Sichtschutz das Problem eindämmen könnten, aber dann sitzen sie eben hinterm Sichtschutz und kläffen oder versuchen drunter durch zu schlüpfen.

Zumindest im Haus wirds langsam weniger bzw. kürzer, aber sie *müssen* einfach kläffen wenn wer bei der Tür reinkommt, egal obs die Badezimmertür ist (hinter der die Tochter mal kurz verschwindet) oder die Terrassentür oder die Windfangtür.

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Hallo,

erstmal, ein Hund kläfft nie um des Kläffens willen.

Für ihn gibt es immer einen Grund. Den heißt es nun zu finden und dann kann man beginnen zu trainieren.

Wenn du eine Reizüberflutung vermutest, dann stell das ab. Nimm den Hund aus der Situation. Ruhig, aber bestimmt. Ich würde auch nicht großartig mit Stimme arbeiten. Fängt er an zu Kläffen, nimm ganz langsam die Leine und geh so weit vom Objekt der Begierde weg, bis dein Hund wieder still ist. Dann kannst du Loben.

Wenn du das IMMER machst sobald er Kläfft, wird das Problem mit der Zeit von selber geben.

Wenn er andere Hunde ankläfft, dann musst du dafür sorgen, das sie ihm nicht zu nah kommen.

Beobachte die Situation in denen er bellt mal ganz genau und aus Hundesicht, dann kommt man meist von selber auf die Lösung.

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