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Hundeforum Der Hund
merle06

Wir haben einen selbstbewussten Welpen

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

Hallo allemiteinand,

wir haben nun den 6ten Pflegewelpen (immer nacheinander), zumeist waren das Jagdhundrassen. Die Welpen kamen oft aus schlechten Verhaeltnissen und waren sehr aengstlich. Wir haben sie fit gemacht, so dass sie gut vermittelt werden konnten.

Nun haben wir jedoch einen sehr selbstbewussten Welpen genommen (Schaeferhund, Australian Shepherd). Er ist jetzt 3 Wochen bei uns und kam mit 12 Wochen. Er ist lieb und verschmust, aber ich habe bei ihm Probleme mit dem Grenzen setzen. Dort wo er aufgewachsen ist, hat er vllt. von anderen Hunden die Meinung gesagt bekommen, aber die Menschen scheinen ihm alles durchgehen lassen und so verhaelt er sich auch.

Bin das gar nicht mehr gewoehnt dass es nicht reicht den Hund boese anzusehen und schon hoert er auf. Und aengstliche Hunde muss man ja eher ermutigen und nicht bremsen...:redface.

Nun wollte ich eure Meinung hoeren, ob das Verhalten noch ok ist und wie man ihm Einschraenkungen beibringen kann ohne dass er gleich defensiv oder frustriert wird.

1. Freundliche Begruessung: Er ist sehr nett Fremden gegenueben und sehr aufgeschlossen. Er freut sich ueber jeden. Hier ist er sehr ueberschwenglich, springt, versucht zu lecken und zieht an den Haaren.

Jedoch wenn ich ihn nicht hinlasse, ist er frustriert und faengt an zu bellen oder macht einen Spoekes (huepft herum, beisst in die Leine, ...)

Wi haben schon Begruessung geubt indem die Anderen Schrittweise auf uns zukommen. Das macht er gut und wartet brav. Aber auf der Strasse halten sich die Leute natuerlich nicht daran und sind meist dran bevor man sie bremsen kann.

Mit der Balance habe ich hier meine Probleme: Wenn er zu frustriert wird, ist er Menschen vllt. nicht mehr so wohlgesonnen. Aber er soll sich nicht angewoehnen an Fremden so rumzukaspern.

Habt ihr da ne Idee?

2. Bereiche wo er nicht hindarf:Wenn es etwas gibt was er nicht darf (Zum Beispiel in die Kinderschlafzimmer soll er nicht gehen, oder Moebel anfressen), dann klemmt er sich sehr behaarlich dahinter. Er stand letzten morgen 15 Minuten vor der Tuere meines Sohnes und hat gekratzt, gejault und gegraben um in das Zimmer zu kommen. Er steigert sich da richtig rein und faengt an boese zu knurren. (Das Bett interessiert ihn, da soll er aber nicht rauf - als er es einmal geschafft hat, hat man ihn ohne schnappen und in die Kleider beissen nicht mehr runterbekommen). Hausleine hatten wir nicht mehr, da er schon drei durchgeknabbert hat. Wegziehen oder wegtragen geht nicht, dann faengt er an feste zu schnappen und den Arm festzuhalten. Weglocken mit Leckerlie oder Spielzeug interessiert ihn nicht.

Wie koennen wir hier vorgehen?

3. Wutanfaelle:Ich nenne das mal so, da hat er insbes. abends seine 5 Minuten. Aber es geht schon darueber hinaus. Er rennt herum und beisst bei allen menschlichen Objekten wild um sich, schappt nach Gesicht und Haenden, Reitet auf und steigert sich auch wieder rein.

Das Schnappen wird auch immer fester. Am Anfang dachten wir es waere wegen des Hochhebens... Aber es ist vor allem kurz bevor er muede wird und wenn er dann eingeschraenkt wird. Ihn zu beruhigen ist zwecklos, erst wenn alle aus dem raum sind und einige Minuten vergangen sind entspannt er sich...

Ist das noch ein normales Verhalten (bins ja leider so nicht gewoehnt) oder muss ich einen massiven Kurswechsel vornehmen?

Freue mich schon auf eure Antworten.

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Das habe ich bei Aussie Welpen schon häufiger gelesen...

Viel mehr als "Konsequent sein" kann man da wohl nicht machen

Was macht ihr denn ansonsten so mit ihm?

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Haette ich jetzt nicht gedacht, dass der Kleine so frech wird.

Ansonsten spielen wir mit ihm und gehen Gassi,sowie sind im Garten. Wir versuchen die Aktivitaeten nicht ausufern zu lassen,damit er noch genug Ruhe bekommt. Er hat dann und wann sein Solitaer-Spielzeug wie Kauknochen, Knabberspielzeug.

An Spielen haben wir die Zerrspiele jetzt sein lassen, da er danach abdreht und nur noch beisst. Also Zergeln wir und ich lassen ihn Dinge suchen.

Das Beissen macht mir schon Sorgen alleine der Kinder wegen.

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(bearbeitet)

Hallo Leidensgenossin :)

... naja fast. Manni ist nicht so extrem, aber wir steuern auch sehr gezielt gegen.

Mein Welpe ist ebenfalls 12 Wochen alt und hat sich, als er erstmal Sicherheit gewonnen hat, als kleiner Rowdy entpuppt. Einige Dinge ähneln deinen Beschreibungen.

Wenn er etwas nicht darf, will er das UNBEDINGT durchsetzen :Oo

Sieht er einen Keks auf dem Boden liegen und ich halte die Leine so kurz, dass er nicht heran kann, macht er ein Riesentheater mit Fiepen und Jaulen.

Begrenze ich ihn, schicke ihn also immer wieder aus einem Raum oder auf seine Decke bzw. in die Box, dann passiert Folgendes:

- Erst immer wieder aufstehen und losgehen (Nützt nix, er wird zurückgeschickt)

- Dann Bellen

- Wenn ich ihn dann wiederum zurückdränge: Schnappen und Knurren

Einmal hat er versucht aufzureiten, das kam nicht wieder vor.

Das Knurren wird er sich - denke ich - in dieser Form auch nicht mehr trauen. Er darf knurren, aber nicht gegen mich und schon gar nicht als Reaktion auf ein Verbot.

Und ich habe nach einem Wochenende bei meinen Eltern festgestellt, dass er anfängt, uns hier daheim zu instrumentalisieren: Als Riesenspaß! Er beißt gerne mal im Vorbeigehen in alles hinein, klaut irgendwas, provoziert, ignoriert ein "Nein"... Jaja, ein Kind eben. Er probiert alles aus, aber mit mehr Nachdruck als alle Welpen, die wir bisher ind er Familie hatten.

Anfangs haben wir versucht, alles freundlich und mit Geduld zu machen. So wie bei unseren bisherigen Hunden. Wir arbeiten mit ihnen immer sehr ruhig und nett und sehr liebevoll. Erhebt jemand die Stimme gegen sie, beschwichtigen sie sofort, weil sie keinen rauen Umgang von uns kennen. Allerdings war auch bisher keiner so frech wie der kleine Manni.

Nun findet aber ein Kurswechsel statt. Der sieht so aus:

1. Im Haus wird nicht mehr getobt. Punkt, Ende, aus. Wenn Manni im Haus tobt, halte ich ihn ruhig (ohne wehtun!) an den Schultern, bis er aufhört sich hochzufahren und zur Ruhe kommt. Alternativ geht er in die Box, dort wird er auch ruhig. Begleitet von der kurzen Ansage "Schluss!"

2. Ich achte mehr darauf, WARUM er wann was macht. Oft ist sein Dauergejammer nämlich nicht ohne Grund: Hunger, Pipi, Durst (er wirft seinen Napf manchmal um...)? Ich gehe dann mit ihm zum Futter oder auch zum Wassernapf oder zeige ihm die Leine und er soll mir dann anzeigen, ob es das ist, was er braucht. Klingt komisch, klappt aber. Er setzt sich dann neben mich und schaut das Objekt der Begierde an.

Insgesamt gucke ich jetzt viel intensiver auf die Kommunikation.

Ach süß, während ich hier schreibe, habe ich ihn nebenan fiepen gehört. Daraufhin ist er zu mir gekommen und hat mich angeguckt. Ich bin also zum Wassernapf gegangen und siehe da: Leer! Er lernt also, dass er auch sinnvoll mit mir "reden" kann, statt durchzudrehen, wenn etwas nicht klappt.

Oh und Beschwichtigungssignale schneller erkennen. Ich habe gemerkt, dass ich den Zwerg manchmal bedränge, ohne es zu merken.

Ziel ist also: Er lernt, sich mir mitzuteilen. Aber ohne Blödsinn machen, sondern sinnvoll. Eben, weil er sich mit seinem Blödsinn ganz schön hochfährt.

3. Mehr Regeln. Er darf nicht mehr ins Bad, er darf nicht mehr ohne Erlaubnis ins Schlafzimmer. Und durch die Terrassentür auch nur nach Aufforderung.

4. Mehr Freiraum. Auf der anderen Seite schaffe ich jetzt einmal am Tag die Gelegenheit, richtig Stoff zu geben und Hund sein zu dürfen. Ab aufs Feld, Welpe raus und mit vielen Richtungswechseln querfeldein, nebenbei die Gelegenheit geben, in Ruhe alles zu erkunden. Das hatte er vorher in der Form nicht, weil er noch nicht so weit laufen darf. Den Kilometer ins Feld überbrücke ich jetzt daher mit dem Auto, statt den Kleinen nur an der Leine durch die Siedlung zu führen. Das braucht er, auch wenn er noch ein Baby ist :)

5. Vertrauen schaffen und Bindung stärken. Mit netten kleinen Übungen und ruhigen Spielen (Pfeffern darf er ja jetzt im Haus nicht mehr).

6. Kurze Sanktionen, für die mich der eine oder andere hier sicher steinigen würde. Er hat nach mir geschnappt und mich angeknurrt. Für das Knurren ist er schnurschnacks und nicht sehr sanft auf dem Rücken gelandet. Gezieltes Schnappen (Gegen mich gerichtet und nicht im Spiel, sonst wäre ein Spielabbruch ja völlig ausreichend) gibt nen gezielten Griff ins Fell oder einen unsanften Schubser (Es geht mir auf keinen Fall darum, ihm wehzutun! Erschrecken soll er sich und das hat er auch).

Ich weiß, dass das weder bei jedem Hund, noch in jeder Situation sinnvoll ist. In unserem Fall hat es sofort Ruhe rein gebracht und Manni wirkt jetzt in der Summe entspannter.

Wenn es Mecker gab, nach einem kurzen Moment ein Alternativverhalten (z.B. einfach ein "Sitz" oder "Platz" und Lecker) anbieten und auf keinen Fall "böse" sein. Kurze Ansage, dann ist alles wieder gut.

7. Nicht veräppeln lassen. Wenn er in verschiedene Dinge, auch Kleidung, beißt und Schuhe klaut und damit herumrennt, muss das Resultat für ihn unerfreulich sein. Und das "Nein" und Wegnehmen, das ich vorher gemacht habe, ist für ihn zum Spiel geworden. Also gibt es für ein ignoriertes "Nein" einen Schubser oder einen funktionierenden Abbruch, etwa das sanfte Festhalten oder die Box. Letzteres finde ich besser, da ich 1. nicht dauernd körperlich sanktionieren will und 2. keine Gegenreaktion provozieren oder ein Spiel daraus machen möchte.

Man darf das nicht falsch verstehen: Mit 12 Wochen muss der Kleine nicht viel können, er ist ja ein Kind! Er probiert aus und macht hier und da Spöks. Hier und etwas klauen oder ein bisschen durchdrehen ist für einen Welpen ja absolut normal. Aber Knurren und schnappen, wenn es nicht im Spiel, sondern zum "Durchsetzen" ausgetestet wird, würde ich sehr deutlich unterbinden. Seitdem wir diese klare Linie fahren, scheint Ruhe einzukehren. Es bringt aber nichts, an dem Kleinen herumzusanktionieren ohne darüber nachzudenken, warum er sein Verhalten zeigt!

Bei uns waren zum Beispiel Spiel- und Ruhephasen nicht klar getrennt. Da Manni das aber selbst nicht gut managen kann und dann Unfug macht, der hier zu einem schiefen Haussegen führt, bekommt er nun eben klare Strukturen:

Raus = Ich darf auch mal aufdrehen, die Welt entdecken und einfach nur Spaß haben!

Drin = Entspannung. Wenn ich was will, sage ich Bescheid, ohne alles zu zerbeißen.

Bis jetzt (!) bringt der Kurswechsel eindeutig Ruhe rein und der Kleine wirkt 1. zufriedener und protestiert auch viel weniger. Im Endeffekt soll er verstehen, dass ein paar Regeln befolgt werden müssen, auf der anderen Seite lernt er mich langsam als verlässlichen Partner kennen, der seine Bedürfnisse respektiert.

Wenn er an der Tür so abdreht, würde ich es entweder ignorieren (Wenn das Material nicht zu sehr leidet?) oder mich mit einer Wasserpistole oder irgendetwas , das Krach macht, verstecken und ihn damit aus diesem Hochdrehen herausholen (Sofern er kein schreckhafter Hund ist). Dann, wenn kurz Ruhe ist, ein Alternativ-Verhalten anbieten und dieses belohnen, indem zum Beispiel die Tür aufgeht.

Oder ihm nebenbei beibringen, dass er seinen Willen bekommt, wenn er es vernünftig mitteilt: Zum Beispiel durch Hinsetzen und warten an einer bestimmten Stelle. Das muss er aber erstmal beigebracht bekommen, das dauert ein paar Tage.

Bei solch einem Wutanfall würde ich ihn einfach anfassen und festhalten (Hat er ein Geschirr? Daran kann man auch festhalten, ohne gleich gelocht zu werden) Ruhig und ohne Wehtun natürlich. Oder eine Box. Ich liebe Boxen :D

Hast du eine Idee, warum er das tut? Das wäre ja schon wichtig. Vielleicht hat er am Tage zu viel erlebt und bekommt es nicht verarbeitet? Vielleicht hat er sich auch zu wenig austoben dürfen? Viele sagen, ein so kleiner Welpe müsse nur ganz wenig am Tag tun; Manni zeigt mir, dass das nicht ganz stimmt. Die Grenze ist einfach wichtig: Wann ist Action, wann nicht?

Das hier basiert alles auf meinem eigenen "Versuchskaninchen". Der Weg, den wir einschlagen, scheint zu funktionieren, vielleicht hilft dir das eine oder andere. Vielleicht auch nicht. Es sind ja doch Individuen; ich würde auf jeden Fall mit vielen erfahrenen Leuten darüber sprechen und schauen, welche Tipps mir nutzen und welche nicht. So machen wir es derzeit und es scheint Früchte zu tragen :)

Achso: Mein kleines Monster ist übrigens ein Altdeutscher Schäferhund. Er ist sehr cool und lernt rasend schnell, wir lieben ihn einfach :)

Aber er braucht klare Grenzen, an denen er sich orientieren kann und er braucht uns als Kommunikationspartner, damit er nicht dauerhaft frustriert wird. Sprechen kann er ja nicht, aber es gibt nettere Wege als Knurren und Schnappen, um sich mitzuteilen :D

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Hallo Merle,

ich hatte auch so einen Kroko-Dale ... er hat sich die Leine hochgebissen, hat mit seinen Zähnen in meinen Unterarmen versucht, sich durchzusetzen etc. ... Er war da aber glaube ich schon ca. 1/2 Jahr alt.

Das einzige, was half, war: Grenzen setzen und durchsetzen. Methoden ähnlich, wie sie Sarah beschrieben hat. Und die können (müssen) durchaus auch körperlich sein, ohne Schmerzen zuzufügen.

Beispiel:

Wenn ich ihn kurzzeitig allein gelassen hatte, hat er mich beim Wiederkommen mit voller Wucht angerempelt und angesprungen. Nicht gerade zärtlich, und ich konnte durchaus Angriffshaltung sehen. Mein Gegenmittel: blitzschnell Knie hochziehen, damit er dagegen läuft. Das hat er dann recht schnell gelernt, dass ich mir diese Rempelei nicht gefallen lasse.

Die ewige Beißerei hat nachgelassen, nachdem ich gelernt hatte, mit Körperhaltung mitzuteilen, dass ich durchaus ernst meine, was ich sage. Also, straffe Körperhaltung und begrenzen und zurückdrängen, immer wieder auf seinen Platz schicken. Solche "harmlosen" Sachen wie "Nein" oder Ignorieren haben ihn schlichtweg nicht interessiert. Rücken zudrehen - na, da dachte er wohl, wenn ich nicht an die Arme rankomme, nehm ich eben die Beine ... In einer Hundeschule hat eine Trainerin zu mir gesagt: Stell Dir vor, das wäre Dein 16jähriger Sohn, würdest Du Dir das von ihm gefallen lassen? Dann doch sicher auch nicht von Deinem Hund.

Um meine Enkel musste ich trotzdem nicht fürchten. Obwohl er an allen Erwachsenen herumgebissen hat, hat er das nie bei den Kindern getan.

Als er ca. 1 1/2 war, habe ich begonnen, ihn hundesportlich auszubilden. Das hat weitergeholfen. Er ist zwar immer noch (inzwischen 3) ein ziemlicher Frechdachs, aber ich bekomme keine blauen Flecken mehr davon. =)

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Ich seh auch jetzt erst, dass er ja bereits 15 Wochen alt ist. Dann wird es umso wichtiger sein, klare Grenzen zu setzen; je eher er das lernt und akzeptiert, desto besser :)

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Hallo!

Ich bin absolut kein Profi - Mücke ist mein erster Hund - und zu den ersten beiden Punkten kann ich gar nichts beitragen.

Die "Wutanfälle" allerdings kenne ich nur zu gut :kaffee: .

Bei Mücke war das, als sie ca. 4 oder 4,5 Monate alt war. Es fing eigentlich recht harmlos mit hochspringen an und steigerte sich dann im Verlauf von vielleicht 2 Wochen über zerrissene T-Shirts hin zu richtig heftigem in die Arme schnappen.

Mücke machte das immer dann, wenn sie übermüdet und überreizt war. Sie steigerte sich dann dermaßen rein, dass sie auf nichts mehr reagierte, kein Nein, kein Abdrängen, kein Alternativ-Kommando - sie war außer Rand und Band.

Festhalten war auch keine Lösung - sie steigerte sich noch mehr rein, versuchte mit aller Gewalt mich irgendwie mit den Zähnen zu erwischen und da sie zu dem Zeitpunkt schon fast 20 kg hatte, war das jedesmal ein Ringkampf der uns beide erschöpft hat, aber keinerlei Lernerfolg brachte.

Ich hatte dann schon an allen strategisch wichtigen Punkten Knotentaue liegen, damit ihr ich diese im Fall des Falles ins Maul "stopfen" konnte :Oo

Irgendwann haben meine Arme von oben bis unten in allen Farben geschillert, geschmerzt und ich war verzweifelt.

Nun bin ich bekennende und überzeugte Wattebauschwerferin, aber da hatte ich dann so eine Mordswut auf die Kleine, daß ich irgendwann dachte "So, du Mistvieh, ich lass mir das jetzt nicht länger von dir gefallen. Auf gar keinen Fall wirst DU mich nochmal beissen"

Als sie dann wieder auf mich zustürmte stellte ich mich ihr entgegen, breitbeinig und leicht nach vorn gebeugt, ging noch einen Schritt auf sie zu und brüllte ihr ein herzhaftes "nein" entgegen. Sie drehte verwirrt ab, nahm noch mal Anlauf und ich brüllte ihr nochmal ein Nein entgegen und rempelte sie relativ grob an. Sie war sichtlich verwirrt, ging dann verunsichert ein paar Schritte weg von mir und legte sich hin.

Danach hat sie niemals wieder nach mir geschnappt. :D

Letztendlich war es wohl meine innere Einstellung. Ich hab nicht lang nachgedacht, wie ich es mache oder was genau ich mache. Ich dachte einfach nur "vergiss es, du Mistkröte" dadurch hatte ich dann vermutlich die richtige Körpersprache und das hat sie wohl verstanden :kaffee:

Aber natürlich habe ich parallel daran gearbeitet, die Ursachen zu beheben: d.h. rechtzeitig auf ausreichend Ruhephasen und Schlaf zu achten, nach aufregenden Tagen habe ich einen Ruhetag eingelegt usw.

Und ich habe dann sehr darauf geachtet, rechtzeitig zu erkennen, wenn sie anfängt überdreht zu werden. Ich habe ihr dann immer Pappkarton angeboten. Die hat sie dann mit Wonne geschreddert und ist danach meist in tiefen Schlaf gefallen.

Später hat sie sich dann die Pappe schon selber aus der Altpapierkiste geholte, wenn sie sich abreagieren wollte :D

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Wow Sarah,

danke fuer die so umfangreiche Antwort.

und auch Helga und Frau Muecke,

das ist sehr hilfreich von euch beiden.

Warum er abdreht ist ganz unterschiedlich. Meist wenn er zu wenig geschlafen hat oder dabei gestoert wurde. Aber auch wenn es um Futter oder Trinken geht. Es reicht schon wenn ich 2-3 Mal nicht an sein Futter lasse, weil ich den Napf kaum abstellen kann, dann ist er voellig frustriert und schnappt, bellt und jault.

Wenn wir weniger machen, beruhigt er sich auch schneller und hat weniger Wutanfaelle, so habe ich es bis jetzt empfunden.

Die meisten Punkte kann ich umsetzen.

Mal schauen wie ich die Kinder integriere, die wollen ja doch (gerade jetzt zur Ferienzeit mit Mistwetter) im Haus toben.

Das mit dem Beissen hatte mir eine Bekannte genau anders erzaehlt; wenn der hund schnappt, dann weil er mir noch nicht vertraut. Wenn ich ihn dann hart angehe, verliert er nochmehr das Vertrauen. Dadurch, dass das mit dem Schnappen aber heftiger wird, kann ich dem nicht ganz folgen.

Ruhig festhalten ist bei ihm auch mit Geschirr nicht ganz so leicht wegen des Beissens. Aber ich koennte es mit Handschuhen versuchen. Er schnappt dann wie wild um sich, insbes. wenn er etwas moechte. Er laesst auch nicht mehr los.

Das Aufreiten hatte er sich leider von anderen aelteren Hunden abgeschaut.

Umrennen zur Begruessung macht er bei mir nicht, wie bei Fricco. Bin aber auch die meiste Zeit zu Hause. Wenn ich wiederkomme, ist er verhalten-freudig und springt nicht rum. Bei allen anderen macht er das mit dem Begruessungsritual.

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Ich weß nicht,... das klingt doch nach einem ganz normalen, selbstbewußten, humorvollen Welpen :D

Ich würde einfach mit viel Geduld liebevoll-konsequent Grenzen setzen und mich daran freuen, so ein kleines Teufelchen zu beherbergen :D

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Originalbeitrag

Das mit dem Beissen hatte mir eine Bekannte genau anders erzaehlt; wenn der hund schnappt, dann weil er mir noch nicht vertraut. Wenn ich ihn dann hart angehe, verliert er nochmehr das Vertrauen. Dadurch, dass das mit dem Schnappen aber heftiger wird, kann ich dem nicht ganz folgen.

Ruhig festhalten ist bei ihm auch mit Geschirr nicht ganz so leicht wegen des Beissens. Aber ich koennte es mit Handschuhen versuchen. Er schnappt dann wie wild um sich, insbes. wenn er etwas moechte. Er laesst auch nicht mehr los.

Das halte ich für ausgemachten Blödsinn....

Das macht ein Welpe mit 15 Wochen, weil er das mit seinen Geschwistern und anderen Rudel-Mitgliedern auch so machen würde.

Nur haben die andere Nehmer-Qualitäten oder sagen auch mal Bescheid, wenn´s zu doll wird. ohne sich üer die zerbrechliche Hunde-Seele viele Gedanken zu machen.

Bei meinen Hunden habe ich noch NIE erlebt, dass die Welpen nach Muddern oder anderen schnappen, weil das Vertauen fehlt!

Höchstens, dass reichlich Übermut und Mutwillen vorhanden ist. Entweder wird das angenommen (und mit gemacht) oder ignoriert oder sanktioniert. Völlig inkonsequent, je nach Laune des anderen Hundes.... Und so lernt der Welp, Stimmungen zu deuten... :)

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