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Hundeforum Der Hund
KleinerMann

Dringend (!) Hund will und kann nicht alleine bleiben

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Hallo, ich versuche es nun in dieser Sparte. Meine Frage hatte ich vorher bei "Lernverhalten" gesetzt und keine Antwort erhalten. In der Hoffnung, dass man mir weiterhilft, stelle ich erneut die Frage, da mir diese große Probleme bereitet:

Ich bin neu hier im Forum, im Internet bin ich auf euch gestoßen. Mein Hund ist ein spanischer Mischling, 7 Jahre, kastrierter Rüde, vom Tierschutz (April 2014) . Wir glauben, seine Vorfahren waren Pudel/Malteser/Terrier (?). Er ist ein absoluter Schatz. Gelernt hat er schon viel. Grundkommandos beherrscht er ganz gut. Wir üben auch gerne. Nur in einem werde ich ungeduldig: Er ist ein absoluter Kontrollfreak. Am Anfang lief er mir immer und ständig in der Wohnung hinterher und ließ mich nicht aus den Augen. Das haben wir etwas in den Griff bekommen, er kann für einige Zeit auf einem festen Platz ruhen ohne mich zu verfolgen. Seit einigen Tagen haben wir eine große "Höhle" (Transportbox), die wir ihm auch als festen Platz zuweisen (zweiter Platz Körbchen im Arbeitszimmer), habe gelesen, dass Hunde sich dort geschützt ausruhen. Manchmal schläft er auch darin, gestern Abend wollte er nicht, er bellte (die Box war verschlossen). Ist die Box nachts offen, geht er auf die Couch. Sehr beliebt ist die Höhle nicht bei ihm, trotz Leckerchen. Tagsüber darf er nicht auf die Couch, erst ab abends beim Fernsehen und dann wieder runter. So war unsere Vorstellung von Erziehung. Ich bin Rentner und zuhause, daher habe ich sehr viel Zeit für ihn. Er bleibt auch in seiner Box, wenn ich die Zimmer wechsle - kein Problem. Nur wenn ich mal (das heißt mal!) in den Keller gehen möchte, macht er Theater. Ich sage nichts zu ihm, sondern gehe. Auch Leckereien wie Kong oder so helfen nicht viel. Er nimmt sein Leckerchen mit zur Haustüre und bellt dann. Er lässt sich nicht überlisten. Ist die Box zu, ist das Theater noch schlimmer. Heute wollte ich nur die Wäsche draußen aufhängen, ging absolut nicht, nach Sekunden fing das Gebell an. Wir wohnen in einem Haus mit mehreren Mietern. Gebell wird hier nicht akzeptiert. Ich will ihn ja nicht alleine lassen, aber eine kurze Zeit müsste mal drin sein. Könnt ihr mir vielleicht noch andere Tipps geben? Viele Grüße vom KleinenMann

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Ganz ganz langsam anfangen. Mit 5 sek. Kurz raus. Wieder rein und für Ruhe loben loben loben. ÜBer ein paar Monate dann immer um kleine Schritte steigern. von 5 sek zu 10 zu 30 zu einer Minute. Wenn du Rückschritte bemerkst wieder einen Schritt zurück und langsamer weitermachen. Er muss begreifen, dass du immer wieder zurück kommst egal wie lang oder kurz du weggehst.

Das fällt mir spontan dazu ein.

Wenn er das Theater jedoch macht weil er es nicht duldet, dass du einfach ohne seine "Erlaubnis" das Haus verlässt ist das ein ganz anderes Problem

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Das Alleine bleiben würde ich in mini Schritten aufbauen.

Also zu Beginn mal in Hausschuhen die Wohnungstüre auf, raus gehen, Türe zu. Gleich wieder Türe auf, reinkommen und nix machen. Den Hund nicht großartig loben (höchstens ein ganz ruhiges "gut so"). Denn sonst machst du dein Zurückkommen zu was Besonderem.

Klappt es und der Hund bleibt entspannt liegen, dann Türe zu, ein paar Stufen runter, wieder rauf, Türe auf, etc.

Der Schlüssel wird wohl sein, dass du es langsam steigern musst, damit dein Hund nicht ins Bellen kommt.

Bellt er einmal, kein Beinbruch. Dann wieder zwei Schritte zurück gehen und wieder dort ansetzen und die nächsten Steigerungen kleiner ausfallen lassen.

Aber vielleicht hat noch jemand anderes eine bessere Idee :)

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Hallo Chrissi591! Danke vielmals für deine Antwort. Ich gehe eher davon aus, dass er es nicht duldet, dass ich gehe. Er schaut regelrecht empört, wenn ich zur Haustüre wieder reinkomme. Habe schon herausgefunden, dass es sich nicht um Angstverlust, sondern Kontrollverlust handelt. Dafür ist der Hund zu selbstbewusst. Draußen bin ich ihm auch ziemlich egal, da sind andere Hunde viel interessanter als ich und er läuft zu ihnen hin. Das würde ein Hund mit Angstverlust nicht machen, er weicht nicht von der Seite seines Besitzers. Was meinst du, könnte man in diesem Fall von Kontrollverlust machen? Viele Grüße KleinerMann PS: Ich habe das erste Mal im Leben einen Hund, weil ich bis zur Rente warten wollte wegen der Zeit. Daher meine Unsicherheit.

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Es gibt auch die Möglichkeit direkt in der Wohnung erst einmal zu üben. Sprich du gehst in die Küche = Tür zu einen Moment, du gehst ins Bad = Tür zu usw. Und die Zeiten nach und nach steigern wenn er es aushält.

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Hallo Darbain 78, danke, für die Antwort. Ich denke, das hat auch zu diesem Problem etwas beigetragen: Wir haben nur zwei Türen in der Wohnung - Bade- und Schlafzimmer. Der Rest ist offen. Und in diesen beiden Räumen darf er nicht rein. Viele Grüße KleinerMann

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Huhu,

ich würde dir auch dazu raten, erst einmal in minischritten anzufangen. Erst einmal nur in der Wohnung.

Ich würde aber auch den Raum begrenzen. Such ihm ein ruhiges Zimmer indem nicht zuviel Dinge zum Kaputtmachen sind. Es sollte auch ein ruhiges Zimmer sein, nicht das jeden Schritt der im Treppenhaus gemacht wird, hört.

Zum Thema Box, ich würde ihn dort rein schicken und wenn du dabei bleibst, auch mal die Tür zu machen. Ist er leise dann kannst du ihn auch belohnen, aber ruuuhiig. ;)

Meine war anfangs auch nicht begeistert von der Box. Ich hab die Tür immer zugemacht wenn ich mich hingesetzt hab, zum Fernsehen oder Lesen ... Dann merkt der Hund schnell, das nichts aufregendes passiert und kommt auch zu Ruhe.

Das Ganze dauert natürlich seine Zeit, aber wenn du konsequent bist, ist es zu schaffen. Ich hab das Ganze "Theater" schon 3 X mit ein und demselben Hund machen müssen. :Oo;)

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Hallo zusammen, ihr gebt mir Hoffnung! Es sind einige neue Ansätze von euch für mich dabei, die ich ausprobieren werde. Dankeschön! Viele Grüße KleinerMann

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Wenn Du der Ansicht bist, dass sein Verhalten aus Kontrollzwang resultiert, dann solltest Du genau dort ansetzen:

Lass nicht zu, dass er Dich kontrolliert! Im Haus.

Zeig ihm, dass Du in der Lage bist, Dein Leben selber zu kontrollieren und lass ihn nicht hinter Dir her dackeln ;)

Ich habe noch keinem meiner Hunde je das "Allein-Bleiben" bei gebracht, ich denke, dass dadurch unbewußt schon im Vorfeld eine unnötige Spannung aufgebaut wird (Auf die Uhr schauen-heute 5 Minuten, ob das wohl gut geht- zum Hund schauen- nochmal auf die Uhr- rausgehen...) Lass das Alleine sein einfach in den Alltag einfließen (wenn Du am Problem Kontrollzwang gearbeitet hast). Wenn Du Müll rausbringst, bleibt Hund drin. Fertig. Wenn Du duscht, bleibt Hund außerhalb des Badezimmers........

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Hallo Skita! Auch dir danke für die Antwort. Alles, was ich in der Wohnung tätige, das Duschen, Hausarbeit im Nebenraum interessiert ihn meist nicht, er bleibt liegen. Selten steht er auf und schaut. Das war am Anfang anders. Allerdings Müll rausbringen )-: Da fängt das ganze wieder an. Leider wird Bellen hier im Hause nicht akzeptiert. Die Zustimmung zur Anschaffung eines Hundes habe ich nur unter der Option erhalten, dass sich keiner beschwert. Sollte dies sein, muss ich ihn weggeben. Das könnte ich niemals mehr. Wohnungswechsel ist auch nicht einfach, wir haben die Wohnung gekauft. Also alles ein bisschen verzwickt für jemanden, der noch nie mit Hunden zu tun hatte. Viele Grüße KleinerMann

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