Jump to content
Hundeforum Der Hund
Merlin2005

Territorial-aggressive Hündin - Maulkorb? Wie macht ihr das?

Empfohlene Beiträge

Ich dachte immer, dass es dann in Ordnung wäre, wenn sie dann den Besuch begrüßen darf?

Du machst es deiner Hündin damit nur unnötig schwer, sie sobald sie entspannt ist, zum Besuch zu lassen.

Sie hats nicht so drauf mit Begegnungen ;) , nimm ihr die Verantwortung ab und zieh ne gerade Linie: Besuch geht den Hund nix an, das ist allein dein Job.

Umso schneller werdet ihr Erfolg haben mit dem Training.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Originalbeitrag

Wofür soll denn ihr Verhalten ein Symptom sein? Wir haben momentan eigentlich 3 Baustellen. Der Rest läuft super... 1. Jagen, 2. Geräuschangst und Unsicherheit 3. Territorialverhalten

Ich habe gelesen, dass sich das Territorialverhalten erst zwischen dem 2. und 3. Lebensjahr entwickelt... Das würde vom Alter schon passen. Evt. hat die neue Umgebung das Verhalten dann noch verstärkt?! In der alten Wohnung hat sie allerdings auch schon Ansätze gezeigt...

Ich versuch das mal zu erklären.

Das, was allgemein als Territorialverhalten bezeichnet wird, kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Klar abgrenzen ist auch nicht immer möglich, oft spielt da mehreres mit rein.

Möglich sind zB. schlechte Erfahrungen mit Besuch (Gefühl des Bedrängtseins, nicht ausweichen können, ungewollte Assoziationen), Unsicherheit gegenüber Fremden (oder allen Nicht-Familienmitgliedern) die sich in der Enge der Wohnung besonders bemerkbar macht, Verteidigung des Rückzugsortes, Verteidigung der Wohnung als Ressource,...

Die Gründe, warum der Hund das macht, können also recht verschieden sein.

Aber unabhängig davon, zeigt ein Hund, der Besuch an der Tür "angeht" vor allem auch eines:

Er vertraut oder folgt dem Urteil seines Halters nicht!

Nicht der Hund öffnet die Tür und lässt Besuch ein, sondern der Halter.

Manchmal liegt das zB daran, dass dem Hund nicht die Möglichkeit gegeben wird, sich mit dem Besuch "zufriedenstellend" zu arrangieren. Bei ängstlicher, unsicherer Haltung oder einer hohen Individualdistanz kann ein ruhiges Zimmer helfen, wo der Besuch nichts drin verloren hat.

Fühlt sich der Hund für die Einlasskontrolle verantwortlich, dann gibt es in aller Regel noch mehr Bereiche, in denen er Verantwortung "trägt". So etwas nimmt der Halter oft gar nicht wahr, weil es eben kein richtiges Problem gibt.

Wie du so schön schreibst: Es ist keine Baustelle.

Wenn Hunde erwachsen werden, dann übernehmen sie auch öfter Aufgaben, die in ihren Augen nicht "ordentlich" gelöst werden. Auch das eigentliche Territorialverhalten zeigt sich - je nach Rasse - erst mit dem Erwachsenwerden.

Wenn ich mir bei dir die 2. Baustelle anschaue: "Geräuschangst und Unsicherheit", dann vermute ich, dass das zum großen Teil in ihr "Territorialverhalten" mit reinspielt.

Ein unsicherer Hund braucht klare Linien, an denen er sich orientieren kann.

Versuch das Verhalten deines Hundes im Ganzen zu sehen, und nicht als Mosaik von "funktioniert" und "funktioniert nicht" Stücken.

Manchmal sind es kleine Änderungen in anderen Bereichen, die plötzlich die großen Baustellen verschwinden lassen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Originalbeitrag

Wenn Hunde erwachsen werden, dann übernehmen sie auch öfter Aufgaben, die in ihren Augen nicht "ordentlich" gelöst werden. Auch das eigentliche Territorialverhalten zeigt sich - je nach Rasse - erst mit dem Erwachsenwerden.

...

Ein unsicherer Hund braucht klare Linien, an denen er sich orientieren kann.

Das möchte ich mal besonders hervorheben und unterschreiben, ist bei unserer Jacki auch so (gewesen). Die fing auch verstärkt das Melden (Bellen) an, zumal wir auch den Fehler gemacht haben, sie darin zu bestärken.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstmal vielen Dank für eure Antworten ;)

Ich denke schon, dass ihr Verhalten gegenüber dem Besuch vor allem aus ihrer Unsicherheit entstanden ist. Unsere Trainerin meinte, dass sich unsere Hündin in unserer Wohnung besonders sicher fühlt und es auch daher kommen könnte, dass sie ihre Sicherheit in Gefahr sieht...

Bei uns gab es auf jeden Fall noch keine schlechten Erfahrungen mit Besuch. Da sie aber ein "Second-hand-Hund" ist, kann es natürlich sein, dass sie in ihrer Pflegestelle mal schlechte Erfahrungen gemacht hat. Ihre grundsätzliche Unsicherheit resultiert meiner Meinung nach aus der fehlenden Sozialisierung (Auslandshündin aus Griechenland; kam erst mit ca. 6 Monaten nach Deutschland).

Grundsätzlich achten wir darauf, dass wir agieren und nicht reagieren...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Dann würde ich sie aber keinesfalls anbinden.

Ein fester Platz und angebunden, dass muss sich wie ausgeliefert anfühlen.

Habt ihr nicht ein Zimmer, in das sie gehen kann?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich würde gezielt Besuch forcieren! Und zwar in Unmengen. Heißt, ner Hand voll Freunden Bescheid gesagt, dass sie sich mal nen Tag nichts vornehmen.

Dann kann der Spaß beginnen.

Besuch klingelt, Hund abgelegt, Besuch kommt kurz rein, ignoriert den Hund vollkommen, Besuch geht wieder. 2-3 Minuten warten, nächster Besuch kommt. Wieder gleicher Ablauf. Nach ner Zeit 6-7 Minuten warten. Wieder nach ner Zeit 12-13 Minuten warten.

Wenn das dann mal 5-6 Stunden oder länger (zwischendurch mal ausgiebige Pause für den Hund mit rumlaufen Spielen etc.) so gehandhabt wurde, wird auch der hartnäckigste Hund bemerkt haben wie langweilig das doch ist.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Moinsen,

da sie ja scheinbar aggressiv nach vorne geht und auch schon Trainingserfolge mit dem Verbleiben ihrerseits auf dem Platz erzielt sind, bleibt meine Meinung zur Anbindevorrichtung bestehen.

Selbst wenn sie sich ausgeliefert fühlen sollte, welches, wenn sie sich dort ja trotzdem entspannen kann, nicht so schlimm sein kann, darf sie dieses aushalten und am Erfolg lernen.

Das verbringen in ein anderes Zimmer sehe ich nicht als Zielführend, da es eher einem Meideverhalten nahekommt.

Gruss elseX

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Von hier aus kann niemand beurteilen, ob die Hündin sich tatsächlich auf dem Platz entspannt und warum sie nach vorne agiert.

Wichtig wäre ja auch zu wissen, wo sich dieser feste Platz befindet - das hat noch niemand gefragt.

Fühlt sie sich dort sicher oder ist sie dort nur notgedrungen.

Solche Dinge kann man nur vor Ort feststellen.

Ich sagte nicht "ins Zimmer einsperren", sondern als Rückzugsort anbieten. Das macht einen gewaltigen Unterschied.

Meine Hunde haben verschiedene Rückzugsorte, mir ist wurscht welchen sie wählen.

Aber ich verlange, dass sie sich zurückziehen, wenn es ihnen zuviel wird.

Keiner hier muss Besuch begrüßen oder mögen. Sie müssen sich auch nicht mit dem Besuch auseinandersetzen. Wer keinen Bock hat, oder Angst hat, der kann einen Platz aufsuchen, der völlige Ruhe ermöglicht. Oder einen, bei dem man noch etwas am Geschehen teilnimmt, aber dennoch genug Abstand hat.

Oder direkt dabei ist.

Besuch darf weder kontrolliert, noch eingeschränkt, angeknurrt, angebellt oder bedrängt werden. Sehe ich soetwas auch nur im Ansatz, gibts nen Rüffel und ich schick den Hund auf Abstand.

Im Gegenzug sorge ich dafür, dass sich der Besuch entsprechend benimmt. Bestimmte Plätze sind für den Besuch tabu (zB die Körbe oder Hundehütte), es wird den Tieren nicht nachgelaufen, sie werden nicht bedrängt, hektisch abgegrabbelt, umklammert, versucht Kommandos zugeben etc pp.

Wir fahren mit dieser Strategie sehr gut. Duman bleibt freundlich in der Nähe und sucht Kontakt. Ihn muss man hin und wieder zur Ordnung rufen, weil er auf freundlich-charmante Art versucht Besuch zu kontrollieren. Das wird immer gleich im Keim erstickt und kommt kaum noch vor. Mehrfach blieb er schon liegen, obwohl Besuch kam.

Yeliz ist unsicher und reagierte gleich zu Anfang sehr heftig "territorial".

Bei ihr machen wir es genauso. Entspannt ist sie zu Anfang noch nicht, aber sie fällt nicht mehr ins Drohen, sondern zieht sich zurück. Und nach ein paar Minuten siegt dann immer die Neugier und sie kommt soweit her, dass sie beobachten kann.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Im Gegenzug sorge ich dafür, dass sich der Besuch entsprechend benimmt. Bestimmte Plätze sind für den Besuch tabu (zB die Körbe oder Hundehütte), es wird den Tieren nicht nachgelaufen, sie werden nicht bedrängt, hektisch abgegrabbelt, umklammert, versucht Kommandos zugeben etc pp.

Ich finde den Punkt auch sehr wichtig! Bei Mine, die auch immer gerne die Leute an die Wand gestellt hat, war das Instruieren und Kontrollieren der Gäste unsererseits ein entscheidender Punkt, um ihr Verhalten in eine positive Richtung zu lenken.

Vom Anbinden halte ich so gar nichts.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Puh... Jetzt gibt es ja doch verschiedene Meinungen :kaffee: ... Generell ist es natürlich immer schwierig Ratschläge übers Internet zu geben, wenn man die konkrete Situation nicht gesehen hat.

Also zum Platz: Sie hat ihr Körbchen im Wohnzimmer am Rand an einer Wand. Die Trainerin meinte, dass der Platz gut gewählt wäre. Da sie so mit dabei wäre aber nicht zentral liegt.

Ich werde nochmal mit unserer Trainerin Rücksprache halten und fragen, was sie empfiehlt. ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

  • Das könnte Dich auch interessieren

    • Maulkorb: Giftköderschutzmaßnahme

      Hallo Forum,    da bei uns in der Stadt derzeit vermehrt Giftköder auftauchen (gab bereits mehrere Todesfälle) und ich leider teilweise in den bisher betroffenen Gebieten unterwegs bin (es ist vermutlich nur noch eine Frage der Zeit, bis welche direkt bei uns ausliegen  - wenn das nicht schon der Fall ist) möchte ich auf Nummer sicher gehen und einen Maulkorb nutzen. Zusätzlich benötige ich einen Maulkorb, um ggfs. die Vorschriften beim Zugfahren einhalten zu können. Es muss nicht zwin

      in Hundezubehör

    • Hündin markiert aufs Bett meines Mannes

      Hallo ihr Lieben,   wir haben da ein Problemchen. Wir haben im September die 3 jährige Schwester unserer ersten Hündin aus der Zucht frei gekauft, alles soweit prima sie verstehen sich prächtig. Romy, die neue Hündin ist sehr sehr dominant gegenüber anderen Hunden und draußen generell immer. Sie verhält sich exakt wie ein Rüde, es wird alle 2 Meter beim Spazieren markiert draußen, im Geschäft, bei meinen Eltern im Haus, beim Tierarzt. Gesund ist sie vollkommen, sie hebt sogar das Bein

      in Körpersprache & Kommunikation

    • Hündin läuft sporadisch aus

      Balena hat seit einiger Zeit alle paar Wochen mal ein, zwei Tage, wo sie ziemlich undicht ist. Sie tröpfelt dann nicht nur, sondern hinterlässt meist in kurzen Zeitabständen mehrere Pfützen. Dazwischen tröpfelt sie dann auch, also von so einer Pfütze führt dann ein Tröpfelpfad weg. So plötzlich, wie der Spuk kommt, ist er auch wieder vorbei. Ich kann mir nicht wirklich einen Reim darauf machen. Wenn sie anatomisch bedingt inkontinent wäre, wäre sie es doch ständig? Und eine Blasenentzündung

      in Gesundheit

    • Meine Hündin wurde gerade gedeckt

      Ich war gerade mit ihr spazieren. Sie ist ein Jack-Russel / Dackel Mix. Der Rüde war leider 6-7 cm grösser als meine Hündin. normalerweise rennt sie nicht weg. Aber als Sie den anderen Hund sah, war sie weg. Ich hatte ca. 10-12 mal gepfiffen und irgendwann kamen beide aus der Ecke gekrochen. Ich hab echt Schiss das der Rüde getroffen hat. Zudem würde mich interessieren ob der Größen Unterschied zu unrealistisch ist. Ich möchte nicht, das die kleine Schmerzen hat 😔 könnt ihr dazu etwas s

      in Hundewelpen

    • Hündin hat eines ihrer Welpen erdrückt

      Unsere Hündin hatte vor 3 Tagen ihren ersten Wurf. 6 Welpen.  Und vor knapp 2 Stunden hab ich gemerkt das eines fehlte und ich fand es schließlich leblos und ihr. Konnte nix mehr machen. 😢 Kam zu spät.  Hatte schon die ganze Zeit Angst das so etwas passieren könnte. Ich höre sonst jedes fiepen der kleinen.  Werd jetzt noch besser aufpassen.   

      in Hundewelpen

×
×
  • Neu erstellen...

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.