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Hundeforum Der Hund
Yavera

Hunde aneinander gewöhnen

Empfohlene Beiträge

@chibambola:

Im Gegenteil ich sehe absolut kein Problem bei Zusammenführungen, wenn die Körpersprache der Hunde ausreichend berücksichtigt wird.

Da muss auch keiner ein "extremes Individualdistanzproblem" haben, dass es bei sofortigem an relativ kurzen Leinen geführtem gemeinsam Gehen ohne ausreichend Distanz schief gehen kann - Selbst wenn es bestens sozialisierte Hunde sind, kann es ihnen durchaus so schnell einfach zu nahe sein, was sich bei einem lockeren Gehen an langen Leinen in ausreichend Distanz, parallel, erübrigt.

Ziel ist doch, dass die Hunde sich auch ohne Einmischung und ständigem späteren Konfliktmanagement des Menschen konfliktarm miteinander beschäftigen können.

OB sie das können werden, zeigen sie, wenn man es zuläßt, dass sie vorerst auf ausreichende Distanz im Parallelgehen miteinander Signale austausxchen dürfen, gegenseitiges Interesse zeigen dürfen, man erkennt, ob sie sich in Anwesenheit des anderen Hundes beruhigen, falls sie zuerst aufgeregt sind und vor allem kann man dabei meist sehr zuverlässig erkennen, wie es später auch auf begrenztem Raum zwischen den beiden ablaufen wird.

Ich habe nicht gesagt, dass ich alle Ressourcen gleich frei rumliegen lasse - wo liest Du das aus meinem Beitrag raus?

Ich habe lediglich geschrieben, dass sozial kompetente Hunde durchaus einem neuen angemessene Grenzen aufzeigen dürfen - und ein sozial kompetenter Hund wird diese auch konfliktvermeidend beantworten, im fremden Territorium.

Und genau das - die sozialen Kompetenzen der Hunde - kann man auf einem gemeinsamen Spaziergang, ohne sie gleich miteinander zu konfrontieren, schon abklären, wenn man sie an langer Leine gesichert, aber ohne Kommandos, ohne sich von Anfang an dazwischen zu stellen, miteinander kommunizieren läßt.

Meist können sie dann sogar nach konfliktvermeidender Annäherung, die Beide kommuniziert haben, miteinander laufen lassen, weil sich erst gar keine großen Spannungen aufbauen - oder man sieht, da ist große Anspannnung da, die brauchen mehr Zeit.

Nach solchen Zusammenführungen hab ich zuhause danach nie groß intervenieren müssen, weil die Hunde sich schon gut vorab einschätzen durften und dann auch im Territorium eines Hundes die Kommunikation weiter konfliktvermeidend verläuft.

Narürliches Verhalten ist es nicht, dass ein fremder "ZackdieBohne" in ein Territorium reinplatzt, sich das alles alleine anguckt, erkundet und der Alteingesessene wird daran gehindert, ihn dabei zu begleiten, um ihm vorerst die Spielregeln zu erklären.

Wenn sie zuvor ausreichend Zeit hatten, sich gegenseitig kennenzulernen, gibts da auch keine Eskalationen dabei. Futter und andere Ressourcen, die dem Alteingesessenen wichtig sind - ok, die werden weggeräumt, weil man noch nicht weiß, wo sie gleiche Vorlieben haben, wo es zu Streitigkeiten kommen könnte - aber ansonsten kann das absolut easy und entspannt laufen.

Hunde sind doch keine Monster, die gleich kämpfen wollen - ausser, man bringt sie dazu, indem man falsch managt - oder sie haben bereits massive Probleme anerzogen bekommen.

Originalbeitrag

Andere Hunde liebt er, ist auch nicht aufdringlich wie unsere Kira.

Ich habe schon oft gehört dass man ein Kennenlernen ohne Leine machen soll, habe aber ein bißchen Bammel dass es eskaliert falls sie sich nicht verstehen.

Falls sie sich nicht verstehen , macht doch auch eine Aufnahme des Hundes keinen Sinn. Und OB sie sich verstehen, klärt man im Vorfeld ab.

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@duoungleich

da hab ich mich unklar ausgedrückt. Wir werden den Rüden nur nehmen wenn sie sich verstehen. Alles andere wäre den Hunden gegenüber verantwortungslos.

Ich meinte, dass sie sich gegenseitig verletzen könnten falls sie sich gar nicht mögen. Deshalb dachten wir an einen Spaziergang wo sie sich erst mal an der Leine beschnuppern können und wenn sie sich verstehen kann man sie ohne Leine spielen lassen.

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Originalbeitrag

Ich meinte, dass sie sich gegenseitig verletzen könnten falls sie sich gar nicht mögen. Deshalb dachten wir an einen Spaziergang wo sie sich erst mal an der Leine beschnuppern können und wenn sie sich verstehen kann man sie ohne Leine spielen lassen.

Und deshalb würde ich vor dem an der Leine beschnuppern lassen erstmal schauen, OB sie sich mögen.

Es gibt durchaus Hunde, bei denen würde es erstmal ordentlich krachen, wenn man sie zu schnell zu nahe zusammenbringt, obwohl diese Hunde sich sehr gut verstehen würden, wenn sie sich zuvor ausreichend und artgerecht miteinander kommunizierend abchecken dürfen, ohne dass der Mensch von Anfang an bestimmend das Ruder übernimmt und sie am artgerechten Austausch der Signale hindert.

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Ich hatte ja schon einige Besuchshunde hier - aber ein Bohei haben wir nie gemacht bei der Zusammenführung. Es ging zum Spazieren (offline) oder in den Garten und dann in die Wohnung. Und gut war's. :kaffee:

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Ja - offline, da können sie machen, wie sie wollen.

Aber nicht alle Hunde sind offline möglich - und nicht alle Leute verhalten sich richtig, falls es kracht.

Da wird oft schon hysterisch gebrüllt, wenn einer dem anderen ganz kompetent anzeigt, dass er sich mal gepflegt zusammenreißen und sich etwas rücksichtsvoller benehmen soll - und dann wird oft auch noch der Hund gemassregelt, der ganz einfach nur artgerecht und angemessen kommuniziert hat.

Taringa, denke, da gehörst Du sicher nicht dazu.

Und ein Bohei, wie erstmal den Alteingesessenen ablegen und den Neuen alles alleine inspizieren lassen, quasi die Hunde dabei kontrollierend anzuweisen, was wer tun darf - nö, sowas hab ich auch noch nie gebraucht.

Wenn aber schon jemand unsicher und ängstliches Kopfkino laufen hat - da besteht dann die Gefahr, es leider nicht richtig einzuschätzen, was die Hunde da nun tun und DANN gibts Probleme - vom Menschen gebastelte.

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Vom Grundsatz gehe ich auch immer an das Thema ran - "es klappt".

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Wir hatten noch nie Hunde bei uns zu Besuch aber Kira war schon öfter bei anderen Hunden. Sie hat sich immer gut benommen und ist nur die ersten Minuten aufgeregt.

Gerade weil ich eher ängstlich bin wird mein Mann das Kennenlernen übernehmen. Er geht viel lockerer an die Sache ran und sieht immer alles positiv.

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Das ist ein guter Ansatz.

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Man kann sich Probleme auch herbei reden. ;)

Wenn die Hunde sich kennen und anscheinend grün miteinander sind, dann braucht es keine tagelangen Vorbereitungen und Managementpläne, sondern einfach ein bisschen Vertrauen in die sozialen Fähigkeiten der Vierbeiner.

Leinen in der Erstbegegnung sind z.B. durchaus fatal, wenn die Personen am anderen Ende der Leine selbst komplett unsicher und "verängstigt" sind (Stimmungsübertragung). Und alleine mit zwei Hunden und zwei Leinen agieren, nun ja - Houdini könnte grüßen im blödesten Fall.

Es sind nur Anektdoten, aber wer was draus ziehen will:

Leonid und Aisha lernten sich mit Leine bei einem Spaziergang kennen.

Rumsi hab ich einfach zu Aisha und Leonid ins Haus gestellt (weil ich A&L gut einschätzen konnte).

Kyra war schon im neuen Haus, A,L,R kamen einfach dazu.

Fafnir lernte Aisha und Rumsi in meinem Auto beim Abholen kennen, Leonid und Kyra dann daheim im Haus.

Snotra lernte Fafnir und Rumsi direkt vor dem Tierheim kennen, wo wir sie abholten, Leonid und Kyra zuhause. (Aisha war verstorben)

Tuuli lernte Fafnir und Snotra beim Abholen noch vor Leine und Geschirr kennen, Rumsi dann zuhause (im Haus) (Leonid und Kyra waren verstorben)

Minyok hab ich auch einfach direkt im Haus mit Tuuli und Snotra bekannt gemacht (weil ich S&T in ihrem Verhalten gut einschätzen kann) (Rumsi und Fafnir verstorben).

Ich hab auch keine Probleme damit, generell fremde Hunde hier einfach ins Haus marschieren zu lassen. Wenn ich weiß, daß einer ggf. eine Resourcenraffnase ist, dann nehm ich die halt im Vorfeld weg.

Wichtiger erachte ich aber die Zeit direkt nach dem Kennenlernen, wo sich Verhaltensmuster einspielen und tradieren. Dieses Zeitfenster ist entscheidend für viele Weichenstellungen.

so weit

Maico

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Duonungleich, wenn die Hündin als ausgeglichen, führig etc. beschrieben worden wäre und die Halterin einen Eindruck hinterlassen hätte, die Dinge im Griff zu haben, würde ich dir Recht geben, dann würde ich sogar ganz ohne Leine dran vorgehen, vermutlich hätte sie dann aber erst gar nicht um Rat gefragt. Wenn ich einen Hund habe, der eh mit jedem klar kommt, souverän auftreten kann, sich nicht provozieren lässt etc. und dem ich vertrauen kann, muss ich mir keinen Kopf wegen Zusammenführungen machen, solche Hunde gehen sich einfach aus dem Weg, wenn sie sich nicht mögen oder man sieht, sie mögen sich und dann ist auch alles paletti.

Mir scheint das aber eben nicht der Fall zu sein und da geh ich persönlich eben keine Risiken ein.

Damit meine ich aber nicht mal, dass ich befürchte, dass die Hunde sich verletzen, sondern, dass die Halterinn gleich zu Anfang schon das Handtuch schmeisst oder nervös wird und falsch reagiert und die Sache dann tatsächlich eskaliert, wenn der Rüde der Hündin mal angemessen aber deutlich zeigt, wo es lang geht und das fände ich einfach schade. Meine Frage, wie denn die anderen Hunde auf die Hündin reagieren, wurde ja auch nicht beantwortet und die Befürchtung der Halterin, dass sie sich beißen könnten, kommt ja auch nicht von ungefähr, wenn ich eigentlich einen Hund habe, der immer friedlich mit allen klar kommt. Da denk ich mir dann auch meinen Teil.

Wie ich in meinem posting schon geschrieben habe, gehen viele davon aus, dass der, der zurechtweist, der Böse ist oder die Hunde sich nun nicht mögen. Damit wäre klar, dass der Rüde nicht einziehen darf. Geht man die Sache behutsamer an, macht der Hündin klar, dass man sie unter Kontrolle hat, und das täte dieser Hündin eben sehr sehr gut und der Halterin auch, dann hat man einfach bessere Chancen, dass es klappt.

Da sich aber der Mann der Zusammenführung annimmt, dürfte es vermutlich wirklich reibungslos klappen, hatte ich vorher ja auch schon erleichtert festgestellt.

Die meisten Leute meinen, wenn die Hunde sich begegnen, sofort anschnuppern, dann zum Spielen anfangen, möglichst noch recht wild, super, die verstehen sich prima, aber auch das kann ein Trugschluss sein.

Eine Hundebegegnung, wo der eine angeschossen kommt und unbedingt spielen will und sich aufdrängt ist nunmal nicht das, was ich als wünschenswertes normales Verhalten ansehe, das würde ich eben erstmal unter Kontrolle bringen. Generell bin ich der Ansicht, dass man erstmal den Ersthund erzogen haben sollte, bevor man sich einen zweiten dazuholt, gut hier ist es ein Notfall und zudem ist der Mann auch noch mit im Boot und hat offensichtlich eine ganz gute Art mit dem Hund umzugehen. Die Dinge aber einfach laufen lassen und warten bis die Pubertät ausgestanden ist, ist aber keine Lösung.

Und klar, hab ich auch schon Hunde einfach so in die Wohnung mitreinlaufen lassen oder sofort die Leinen losgemacht, es kommt eben drauf an, wie sie sich vorher miteinander verhalten haben, was für ein Typ der andere Hund ist etc.

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