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Hundeforum Der Hund
SabineG

An die Fotografen und alle, die gern Bilder gucken ;-)

Empfohlene Beiträge

Soeben bei FB gepostet möchte ich auch hier Folgendes zur Diskussion stellen:

Ich wüsste gern mal eure Meinung dazu:

Mir scheint dass die künstliche Verfälschung (und das meine ich wertungsfrei!) eines Bildes immer mehr Raum einnimmt und von der Mehrheit der Menschen die es betrachtet auch als positiv bewertet wird.

Ich meine damit nicht das Betonen und Verstärken von Farben, sondern das VERÄNDERN. Also Farben verändern, Hintergründe einbauen die nicht da waren als das Bild gemacht wurde etc...

Was las ich heute als Kommentar auf die Gegenüberstellung zweier Bilder, Original und verändertes Bild:

"Das Original sieht langweilig aus"

Ich persönlich fand das nicht, aber es ist eben meine persönliche Meinung und alles andere als ein Maßstab. Ich mag im Grunde viel Natürlichkeit in Bildern, drehe aber selbst auch manches Mal an den Farbreglern.

Gegenstände, Hintergründe und ähnliches einfügen - da fehlt mir das Interesse. Noch. Noch?

Wer weiß wohin sich das bei mir entwickeln wird.

Ich habe einfach ein wenig Sorge, dass sich die Fotografie, besonders von Tieren und Menschen, zu sehr zum Künstlichen hin entwickelt. Braucht man dann irgendwann nicht mal mehr den lebendigen Hund, das Reh das man mehr oder weniger zufällig gefunden hat?

Für mich ist das alles sehr zwiespältig, ich bin gespannt auf eure Meinungen!

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Ich mag auch natürliche Fotos lieber, selbst mit kleinen "Fehlern".

Allerdings denke ich, dass man irgendwann die gefakten für natürlich hält. Wie es bei Models oder Promis mittlerweile so ist: viele glauben, dass die Damen in der gezeigten Perfektion wirklich so sind, maximal ein bisschen Photoshop, aber DIE ist doch nun ganz sicher nicht operiert. Dabei waren schon Marylin Monroe und Cary Grant operiert ... es ist aber so normal geworden, dass man es für natürliche Schönheit hält.

So ist es mit den Fotos sicher auch heute schon, aber es wird immer doller :)

Der gute alte Schnappschuss ist verschwunden.

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(bearbeitet)

Ich stehe auch eher auf natürliche Fotos. Aber es kommt darauf an, für wen ich die Fotos mache und welches Motiv.

Ich habe kürzlich auf der Hochzeit von Bekannten fotografiert und leider habe ich ein Bild so überbelichtet, dass das Brautpaar zwar nach der Bearbeitung recht schön aussah, aber der Himmel war weiß. Da hätte ich gerne einen Himmel hin gezimmert, um es dem Brautpaar schöner zu machen. Und auch störende Dinge im Hintergrund retouchiere ich weg, wenn es geht. Vor allem dann, wenn der Hintergrund zu unruhig ist oder es die Aufmerksamkeit vom eigentlichen ablenkt. Wie z.B. hier:

19002461wo.jpg

19002462be.jpg

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(bearbeitet)

Ich sehe diese ganze "Bearbeiterei" auch durchaus kritisch.

Fotos bedeuten für mich u. a. Erinnerungen/Gefühle - sie sollen etwas wiedergeben und rüberbringen, so wie sie aufgenommen wurden. Fotos müssen nicht perfekt sein und dürfen ruhig auch ein paar Fehler haben. Natürlich ist es auch mal schön, etwas zu bearbeiten oder auch wirklich komplett zu verändern (Kunst). Aber gerade bei der Portrait/Hundefotografie wirkt das auf mich eher befremdlich! Gerade das "Unperfekte" macht manche Fotos wirklich zu etwas Besonderem und wunderschön!

Wir sind gerade auf der Suche nach einem Hochzeitsfotografen und ich finde es ist mittlerweile ganz schön schwer geworden, jemanden zu finden, der eben nicht "überbearbeitet" - sondern wiedergibt, was wirklich ist! Ein bisschen Bearbeitung ist ja ok, aber eben nicht zu viel ;)

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@asti

das ist ein wirklich wunderschöner Hund:)

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(bearbeitet)

Das war eine Fotografie für die Homepage des Tierheims. Der Hund Jamie sollte schnell ein gutes Zuhause finden. Da finde ich es schöner, wenn er im Vordergrund steht und so fand ich die Leine sehr störend.

Was mir überhaupt nicht gefällt, sind Bilder, bei denen das Model irgendwo im Studio aufgenommen wird und dann via Photoshop in irgendeine Landschaft gestellt wird. Das hat bei mir nicht mehr viel mit Kunst zu tun. Für mich gehört eben zur Fotografie auch dazu, sich die Orte zu suchen, an denen man fotografieren mag. Und dann muss man das Beste aus den Begebenheiten machen.

Und auch massive Typveränderungen (z.B. ein Model dünner machen) ist nicht meins. Da liebe ich die Natürlichkeit, denn jeder Mensch ist hübsch so wie er ist.

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Witzig - ich hab da grade gestern schon drüber diskutiert, Sabine!

Ein wenig "herumfummeln" an den Farben, oder das Entfernen einer Fliege auf dem Objektiv oder so - absolut in Ordnung.

Aber wenn jemand ein Pferd fotografiert und da ein Haus im Hintergrund steht (und das Bild ist jetzt nicht für eine Hochzeit, da sähe ich es zB auch noch wieder lockerer), dann darf das Haus da bleiben, finde ich.

Wenn man es nicht auf dem Bild will, soll man sehen, dass man sich einen besseren Standpunkt sucht.

Ich bin ja nun wirklich kein begnadeter Fotograf, und meine Kamera ist ne kleine Digi-Knipse. Aber ich geb mir immer Mühe, ein Motiv und eine Situation zu wählen, die interessant sind und denk nicht "Oh, ok... da kann ich dann ja zu Hause noch ein Lagerfeuer reinkopieren, sieht bestimmt schick aus" oder ein Lichtschein der nicht da war, etc.

Komerzielle Fotos, bzw Fotos für ein bestimmtes Ziel (Hochzeit, Homepage etc) ist wieder ein wenig anders.

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Originalbeitrag

Für mich gehört eben zur Fotografie auch dazu, sich die Orte zu suchen, an denen man fotografieren mag. Und dann muss man das Beste aus den Begebenheiten machen.

Und auch massive Typveränderungen (z.B. ein Model dünner machen) ist nicht meins. Da liebe ich die Natürlichkeit, denn jeder Mensch ist hübsch so wie er ist.

Astrid, das sehe ich ganz genau so!

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Ich finde, dass etwas Nachbearbeitung durchaus in Ordnung ist und ich mache es auch bei meinen Bildern.

Ich habe auch schon störende Objekte aus dem Bild entfernt, aber ansonsten arbeite ich nur damit, was das Bild so hergibt. (zB Kontrast, Helligkeit etc.)

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Zu den Farben zitier ich mal kurz Feininger:

"Es kommt aber nicht darauf an, ob die Farben 'naturgetreu' sind. Strenggenommen gibt es so etwas wie eine 'naturgetreue' Farbe überhaupt nicht. [...] Deshalb muß ein Fotograf, der gute Farbaufnahmen machen will, sich von dem Bestreben frei machen, Farben 'naturgetreu' wiederzugeben; er muß Farben vielmehr mit den die äußerliche Realität durchdringenden Augen des schaffenden Künstlers sehen."

Inzwischen muß man dafür nicht mehr zwischen verschiedenen Filmen und Korrekturlinsen wählen, sondern kann das später am PC einstellen wie es einem beliebt.

Natürlich ist es klar, daß ein gutes Foto schon im Vorfeld etwas in Sachen Licht und Farbe überlegt sein sollte.

Bei der Retusche von störendenden Bildobjekten kommt es einfach darauf an, welchen Zweck es hat. In vielen Fällen sind die Retuschen zu ersichtlich, zu offenkundlich und zerstören allein damit schon die Authentizität des Bildes. Gleiches gilt für nachträglich eingearbeitete "Bildfehler", also die "Instagrammisierung" des Bildes.

Aber es kommt drauf an, was man damit bewirken will. Manchmal soll halt eine Vignettierung den Blick auf was lenken, und wenn der Bildaufbau es nicht anders hergibt - why not? Ein Bild soll verträumt wirken? Vaseline auf dem UV-Haze vergessen - na, dann halt Photoshop... wenn es passt... (tut es halt oft nicht, aber das ist auch Geschmackssache)

Womit ich mich nicht anfreunden kann sind HDR und Tonemapping. Die Ergebnisse sind für meine Sehgewohnheiten einfach grauselig. :so

so weit

Maico

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