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Futteraggression gegen andere Tiere

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Moin zusammen,

 

jetzt hab ich mal ein Thema in eigener Sache und brauch mal euren Input-

 

Fressen ist für meinen Hund das Größte - es gab Zeiten, da hätte er mich für ein Stück Pansen eiskalt verkauft :huh:

 

Wir hatten anfangs auch ein paar ernste Diskussionen um die Frage, ob ich ihm einen Knochen wegnehmen darf. Seitdem ist es mir gegenüber ok - ich kann ihm sein Fressen wegnehmen, wenn es sein muss - er ist deutlich unbegeistert, läßt es aber zu.

 

Jetzt - nach zwei Jahren - wird er langsam entspannter und es kommt vor, dass er Kausnacks auch mal liegen läßt und nicht sofort hektisch wird, wenn ich dann beispielsweise in die Richtung gehe. Das freut mich total - allerdings provoziert dies ein anderes Problem - ich habe zwei Katzen und denen ggü. verteidigt er sein Futter nicht nur deutlich, sondern übertrieben. Sprich, der Hund läßt einen Knochen im Garten liegen und legt sich ins Wohnzimmer - sobald er registriert, dass eine Katze in Richtung seines Futters geht, geht er ab. Ist eine Katze im Garten, läßt er sein Futter nicht allein, sondern bewacht es. Es sind nicht nur die katzen - letztens erst ist er durch den garten geschossen, weil sich eine Fliege (!) auf seinem Knochen nieder gelassen hatte ...

 

Dieses Thema betrifft eigentlich nur Kauartikel - bei seinem Napf ist er deutlich entspannter (dasselbe seinerzeit bei mir, Napf war kein großes Thema)  - kommt ihm eine Katze dort zu nah, dann knurrt er vernehmlich und die Katzen vergößern sofort den Abstand und alles ist gut. Er würde auch nie auf die Idee kommen, an den Katzennapf zu gehen - er ist beim fressen äußerst korrekt - er klaut nichts,aber seins ist seins :D

 

Bei Kauartikeln ist er aber ultranervös- solange was zu essen da ist, findet er einfach keine Ruhe.

 

Klar räume ich weg was übrig bleibt - ich möchte meine Katzen gerne behalten. Aber ich möchte halt auch, dass er mit dem Thema Futter entspannter wird und nicht um des Fressens willen frisst damit nichts liegen bleibt. wenn ich jetzt alles einsammel, was er liegen läßt, ist das nicht besonders konstruktiv. Er läßt sich auch durchaus korrigieren, wenn ich dabei bin - ich hab aber Bedenken, dass irgendwann mal was liegen bleibt, was ich nicht mitbekommen und das mal zu einer ernsthaften Verletzung führt. Wir hatten schon eine schmerzhaft dicke Backe, wegen eines Knochenstücks unter der Liegedecke, von dem ich dachte es wäre gefressen. Von daher würde ich gerne weg von "deckeln" und hin zu "tolerieren".

 

Aber wie? Wie habt ihrs gemacht?

 

LG
Christina

 

 

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Mira hat sich erst vor Kurzem genau wegen diesem Problem mit einem Ridgebackrüden angelegt. 

Sie war dort in Betreuung weil ich drei tage weg war. Jeder bekam einen Markknochen von den dreien (zwei Rüden und Mira) 
Der Knochen von ihr blieb liegen und sobald der Rüde aber zum knochen kam rannte sie hin und schwubs waren die beiden aneinander geraten. 

Knochen gibt es also nur wenn keine anderen Tiere dabei sind. Futter generell ist mit den Katzen auch Problematisch wobei ich dann eben dabei stehen bleibe

 

Vielleicht nimmst du den knochen einfach weg wenn er liegen bleibt? Sodass dein Hund merkt oh wenn ich den nicht gleich fresse ist er eben weg und ich bekomm ihn wann anders wieder!?

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Das ist interessant.

Ich habe keinerlei Erfahrung mit VH wie Seinem.

 

Erstmal kam mir der Gedanke, die Katzen zu erziehen...aber das wird wohl eher unbefriedigend verlaufen, :no: ?!

Dann kam mir die Idee, mehrere (sehr viele) Kauartikel zu verteilen. Vielleicht wird es ihm egal, wenn er Kaubares im Überfluss hat...vielleicht versucht er dann aber auch, alles auf einmal zu fressen oder jedes Einzelne zu verteidigen (halte ich für nicht abwegig  ;)  ).

 

Eigentlich sollte seine Erziehung der Katzen das Beste sein und sie lernen zumindest zu flüchten, wenn er kommt. Bei genügend Fluchtmöglichkeit haben die Katzen gute Chancen.

 

Andere Variante wäre, Situationen herzustellen, Dich dazu zu setzen und Ansätze seines VHs zu unterbinden und Umorientierung zu belohnen. Ob das funktionieren kann (auch wenn Du später nicht dabei bist), weiss ich nicht.

 

Bisher fällt mir nichts Sinnvolleres ein.

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Ich habe leider keinen Weg, nur etwas Neid. Ich weiss nicht mehr, wo ich schon überall Kauarrikel gefunden habe, weil Madame sich gerne etwas für später aufhebt. Pansen war mal 2Wochen im Garten verbuddeltbund Blättermagen hat sie mir mal ins Bett geoackt

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Poh!

Wenn das so heftig ist, dass er schon wegen einer FLIEGE in Aufruhr gerät, würde ich auch bei erfolgreichstem Training in deiner Anwesenheit niemals nicht darauf vertrauen, dass er in deiner Abwesenheit nicht doch mal eine Katze packt, die sich seinem Knochen nähert.

 

Hm, schwierige Sache, ich hab ja hier auch so eine Trulla, die ab und an meint, unsere zwo jungen Kater belauern und reglementieren zu müssen-dürfen-sollen. Das macht sie aber sehr gezielt, schnappt vor die Katze, aber berührt sie nicht mal. Ich kann ihr das verbieten, wenn ich nebendran bin (Tschuli lass das, der Kater DARF hier rumlaufen, der wohnt hier!)

 

 

Du könntest ihn jedesmal belohnen, wenn eine Katze sich dem Knochen nähert, also klassisch konditionieren, so dass er Knochen + Katze = noch mehr Fressbares = super verknüpft und die Annäherung der Katze als tolle Geschichte wahrnimmt. Weiß nicht ob das funktioniert bei ihm oder ob ihm der Ressourcenbesitz wichtiger ist.

Oder ihn für ruhiges, entspanntes Verhalten belohnen.

 

Aber auch wenn das funktioniert, bist immer DU ein wichtiger Teil der Konditionierung, bist du weg, gilt das vielleicht alles nicht mehr in seinem Hundehirnchen und er tut was er  meint tun zu müssen  ^_^

 

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Ich bin bei dem Thema geschädigt, daher sage ich:

Fester, zugewiesener Kauplatz und was übrig ist, wird weggeräumt.

 

Bei Duman reicht die Palette von: "Ich teil mein Essen" bis paranoide Wutbeissattacken.

Dauerkauartikel sind deshalb einfach tabu, alles was er bekommt, muss binnen 1h essbar sein.

Knochenreste, die er liegen lässt, räume ausschließlich ich weg. Oder ich kontrolliere sie vorher, ob noch Interesse seitens Duman besteht (zB wenn noch Fleischreste o.ä. dran ist). Blanke, harte Reste kann ich auch liegen lassen. 

Sobald er allerdings anfängt damit zu spielen, verschwinden sie. 

Ich "frage" ihn immer vorm Wegräumen:

Ich heb das Corpus Delicti auf, zeig es ihm, frag: "Willst dus noch?"

Dann kann ers nehmen oder nicht. Im letzteren Fall kommt es weg, im ersten Fall wiederhol ich das Ganze, wenn er es wieder liegen lässt.

 

Er bekommt Knochen ausschließlich im Garten auf wechselnden Plätzen, die ich zuweise. 

Ist er fertig, also steht er auf und geht zum Liegeplatz, dann geh ich kontrollieren.

 

Inzwischen ist der Rhytmus bei ihm super gefestigt. Aufstehen und Weggehen heißt: "Habe fertig."

Dann wird auch nicht mehr verteidigt oder gegiert.

Aber es gibt ein paar Sachen, die ich ihm einfach nicht geben kann. Weil er dann in einen richtig paranoiden Zustand fällt und einfach nur brandgefährlich ist. 

Klar könnte ich noch versuchen, daran rumzutrainieren. Aber mir reicht der Status Quo.

Und ich mag keine Rückschritte riskieren, weil der Saubatz nicht vorwarnt. 

 

Sorry, bin etwas vom Thema abgekommen :)

Nimm einfach die Reste weg und gut ist.

 

 

 

 

 

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Hallo,

 

vorab, bei uns besteht das Thema nicht, aber ich schreibe mal auf, wie ich es machen würde.

 

Eigentlich ist es ja so, dass ein Kauartikel Freude machen soll, auch der Beschäftigung dienen soll und womöglich auch entstresst, wenn der Hund im Kaumodus ist und gemütlich vor sich hinmümmelt.

 

Bei euch habe ich aber das Gefühl, der Kauartikel ist Auftakt für etwas anderes.

Es ist gar nicht mehr vorrangig, dass er der Hund sich freut und kaut, sondern er erhält etwas, was sich lohnt verteidigt zu werden und das geschieht auch immer dann, wenn etwas übrig bleibt.

In einfacher Form zeigen sicherlich viele Hunde dieses Verhalten, dass sie "ihr Eigentum" schützen, aber hier fängt das schon bei der Übergabe an, dass der Hund hektisch wird.

 

Ich würde dem Ganzen nun Raum nehmen und den Ort, wo geknabbert wird, stark eingrenzen. Ich würde mit dem Hund in einen, wenn möglich auch kleinen, Raum gehen und dort mit Ruhe den Kauartikel übergeben. Evtl. auch erst Sitz oder Platz machen lassen, wenn das dann geht, damit von Anfang an Ruhe herrscht. Je kleiner der Raum, je kleiner die Fläche, die der Hund beim Kauen überwachen und verteidigen muss, so dass das Verhältnis - ich muss hier nichts mehr verteidigen, sondern kann entspannt kauen, wieder hergestellt wird. Die Türe würde ich dann auch schließen, so dass der Raum für den Hund gesichert ist und ihm Ruhe bringt. Es ist also nicht als Wegsperren gedacht, sondern quasi wie eine Höhle.

 

Nach einer gewissen Zeit (so gesteckt, dass man davon ausgehen kann, der Hund hat fertig gekaut) würde ich nachsehen gehen, ob aufgefressen wurde. Wenn nicht, Kauartikel einkassieren und am nächsten Tag unter den gleichen Bedingungen wieder geben.

Das dann so lange, bis der Kippschalter im Kopf Hund wieder so geschaltet ist, dass er merkt, wie schön es ist, ein Leckerchen zu haben und relaxed vor sich hin zu kauen. Dann kann man irgendwann versuchen, den Raum für den Hund zu vergrößern.

Klappt das immer noch nicht, dann gibt es den Kauartikel nur noch im "Schutzraum". :)

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(bearbeitet)

Den Ansatz von Astrid finde ich schon mal recht gut. Ein separater Raum, um zu lernen, in Ruhe zu kauen, ist sicherlich schon mal entspannter als die jetzige Situation.

Ich würde vermutlich aber noch ein Schritt weiter zurück gehen und die Gabe von Kauartikeln extrem einschränken, bzw. sie so klein halten, dass es binnen weniger Minuten aufgegessen ist.

Läuft das irgendwann mal entspannt ab, würde ich langsam die Größe anpassen, so dass sich die Zeitspanne erhöht, wo gekaut werden darf.

Kauartikel gibt es ja GsD in sämtlichen Größen, eine elektrische Laubsäge, oder eine Astschere können da auch gute Dienste leisten.

Olivia hat Louis auch zu gerne mal seine Kauteile abnehmen wollen und ob man es nun glaubt oder nicht, Louis hat sich vor dieser Kröte geängstig, dass an stressfreies kauen nicht mehr zu denken war.

Olivia habe ich dann kurzerhand weggesperrt und gleichzeitig Louis seine Kauartikel verkleinert, damit er schneller fertig ist.

Nach und nach habe sie wieder vergrößert, so dass es dann kein Problem mehr war.

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Ich würde erstmal Kauartikel in der Größe / Art besorgen, dass er sie schnell weg hat. Im Zweifel, Reste sofort wegnehmen.

Auch, um den Hund selbst zu schützen! Denn wenn er wegen einer FLIEGE(!!!) so ausrastet, ist das "nur" noch eine an das ursprüngliche Ressourcen-Verteidigen absolut übersteigerte Reaktion.

Sie entsteht aus Stress und ruft wiederum Stress hervor, für den Hund kein schöner Zustand.

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Benny war auch so.

Ohne Vorwarnung in alles reinbeissen, was sich seinem Kauartikel nähert :Oo

 

Ich habs so gemacht, wie Gundi es oben geschrieben hat:
 

Kauartikel im Überfluß.

 

Sammy und Maya ist Futter nicht wichtig genug, dass sie sich dafür kloppen würden.

 

Also hab ich ne große Tüten Ochsenziemerabschnitte gekauft und jedem Hund einen gegeben.

Benny konnte sich ganz zu Anfang über STUNDEN an ein so nem Teil aufhalten- weil er im Stehen gekaut hat...

 

Sobald aber irgendwo was raschelt, lässt er es fallen und rennt dahin, in der Hoffnung, noch mehr abgreifen zu können.

 

Ich bin also mit meiner Tüte 2 Stunden lang durch den Garten gewandert :so

 

Am Ende lagen da 15 Abschnitte rum- 5 hatten die Schwarzen gefressen.

Die lagen wirklich im kompletten Garten und Benny hatte jede Menge zu tun, sowohl Sammy als auch Maya und mich von "seinem" Fressen fernzuhalten.

 

Der wäre am Ende gerne im Stehen eingeschlafen, aber ging ja nicht, lag ja überall was rum.

 

Zum Schluß ist er reingegangen. Wenn er gekonnt hätte, ich bin mir sicher, dass er uns die Mittelkralle gezeigt hätte :D

 

Das Ganze hab ich eine Woche später wiederholt.

 

Jetzt, nach 5 Monaten, lässt er Kaukram einfach liegen, wenn er nicht mehr mag/keine Lust mehr hat.

Dann beobachtet er (mit entspannter Körperhaltung), wie entweder Sammy oder Maya sich das holen.

 

Leckerlisuche im hohen Gras mit anderen Hunden ist auch möglich, da motzt er zwar mal vor sich hin, geht aber niemanden mehr an.

 

Anfangs hat er versucht, alle Hunde, die im Umkreis von 5m waren, zu beißen.

 

Futterneid ist übrigens etwas, wo ich nen Hund auch für auslache.

 

Klar, Benny hatte ne blöde Zeit, bevor er bei mir gelandet ist.

Und sehr, sehr dünn war er ja auch.

 

Aber nach 5, 6 Wochen, in denen er 3x täglich gefüttert wurde, find ich das dann echt albern.

Vor allem, weil Sammy und Maya niemals einem Hund etwas klauen würden, der gerade aktiv frisst.

Und dass die sich nicht mehr rühren dürfen, nur weil Monsieur in der hinterletzten Ecke liegt und etwas bewacht, was er eh nicht mehr fressen will, nö, seh ich nicht ein.

 

Dann muss man eben damit leben, ausgelacht zu werden...

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