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Hundeforum Der Hund
Giftzwerg

Epilepsie, SDU (Schilddrüsenunterfunktion) - Anfälle, Aggression, Verhalten

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

Epilepsie und Schilddrüsenunterfunktion (SDU) beim Hund

Tricky ist 4 Jahre alt, kastriert und ein Pinscher-Windspiel-Mix. Er wurde von der Polizei von seinem Vorbesitzer aufgrund eines Beißvorfalls ins Tierheim gebracht. Wir haben ihn seit knapp 4 Monaten, er hat uns mehrfach gebissen - während seiner Anfälle. Wir wussten zu Beginn nicht, was die Ursachen hierfür waren.
Nach einem Hinweis unseres Trainers wurde beim Tierarzt SDU festgestellt, die aber zunächst vom TA nicht als "schlimm" bezeichnet wurde, er uns aber dennoch die Medikamente gegeben hat.

Nachdem es zwar besser wurde, aber er noch immer seine Aussetzer bekam, wechselten wir auf Anraten des Trainers den Tierarzt. Diese stellte SDU fest, die noch nicht richtig eingestellt war. Darüber hinaus auch noch Epilepsie, also beides. Sollte die Behandlung nicht anschlagen, besteht noch die Möglichkeit des Euthyroid sick syndrom (ESS). Er behandelt nach Ausschlussdiagnose.

Um zu zeigen, was es bedeutet, einen solchen Hund zu haben und da ich Tricky während seiner fokalen Anfälle nicht filmen kann, habe ich Videos gesucht, die andere Hundehalter von ihren Hunden bei YT hochgeladen haben.

Video 1:
Hier seht ihr ein typisches Verhalten, wie es auch bei Tricky ist - bis zur etwas 12.Sekunde. Danach beißt er, wenn man ihn nicht "runter" bekommt. Anders als in dem Video lässt er sich dann nicht anfassen und beißt sofort zu, meist in die Arme, verbeißt sich dann auch und ist nicht zu stoppen. Ab der 50sten Sekunde ist das Verhalten schlimmer, was seine Aggression betrifft. Er krampft nicht so stark wie der Hund in dem Film, statt dessen schreit er panisch. 
https://www.youtube.com/watch?v=5qmzHixdcNU

Video 2:
Ein anderes Typisches Verhalten ist bei ihm das "Fliegenschnappen". Auch hierzu habe ich ein Video gefunden. Bei Tricky entfällt oft Phase 1. 
Durch einen Reiz (Türklingeln, schnelle Bewegung, Klopfgeräusche, andere Geräusche im Flur oder draußen) springt er unvermittelt auf und verhält sich, wie der Hund im Video. Dieses Springen und schnappen kann auch durch übermäßige, positive Erregung (z.B.Freude, wenn wir nach Hause kommen oder Besuch, den er mag) ausgelöst werden.
Er ist währenddessen nicht abrufbar oder zu beruhigen oder zu stoppen, oft schnappt er auch nach uns und die Steigerung in Aggressionen ist ebenfalls nicht aufzuhalten.

https://www.youtube.com/watch?v=Dn-ZpfCcl88

Video 3:
Manchmal beginnen seine Anfälle auch, wie in dem folgenden Video, leider wird das hier als lustig dargestellt, der Hund steht aber unter großem Stress. Tricky verhält sich so, wenn einer von uns heim kommt oder weg geht, also positiver oder negativer Stress. Aus diesem Kreiseln wird dann oft - nicht immer - das "Fliegenschnappen" wie in Video 2 und er schraubt sich manchmal weiter hoch bis in Schnappen und zubeißen.

https://www.youtube.com/watch?v=kby3j6cU7vI

Video 4:
Kleinere, leichte Anfälle kann ich mehrmals am Tag beobachten, nicht immer knickt ein Bein weg wie in diesem Video:

https://www.youtube.com/watch?v=zpud7FtrpoY

Video 5:
Auch das ständige Lefzen-Kratzen mit Pfoten lecken ist ein schwacher Anfall. Er kann kaum damit aufhören. Das ist bei ihm so, wie in diesem Video:

https://www.youtube.com/watch?v=46YvOoGi-i0

Trickys Schilddrüsenwerte sind im unteren Grenzbereich, durch Medikamente hat sich dies leicht gebessert. Seine Unterfunktion der Schilddrüse (SDU) zeigte folgende Symptome:
-Körperzittern
-offene Ohrspitzen
-sehr dünnes Fell, fast fehlendes Bauchfell, allgemein schlechte Fellqualität, schuppige Haut
-trauriges, faltiges Gesicht
-Gangart nur eiliger Trab mit angespanntem, aufgezogenen Rücken (Kann auch von der Epilepsie kommen)
-friert schnell
-leichte Reizbarkeit
-nervöses, hibbeliges Verhalten
-ängstliches, schreckhaftes Verhalten, Panisches Verhalten
-Angstagression, kreischendes Bellen, Schnappen
Durch Medikamente sind viele Symptome verschwunden, er ist aber noch nicht richtig eingestellt.

Dazu kommt noch teilweise "manisches" Kauen auf Gegenständen (Kauknochen, Knoten, Kong). 
Im Normalzustand kaut er friedlich und langsam, lässt sich auch alles wegnehmen; im "Anfallzustand" ist er nicht von dem Kauobjekt weg zu bekommen, verteidigt es durch Umdrehen oder Weggehen, um gleich darauf wieder wie irre zu kauen. Er deutet dann auch Schnappen an, beißt aber nicht.

Zusätzlich bekommt er ein Präparat gegen die Epilepsie, seitdem hat er bisher keinen starken Anfall mehr gehabt, nur noch leichte, die ein außenstehender nicht mal bemerken würde.

Familie und Freunde sind entsetzt, wenn sie sehen oder mitbekommen haben, dass Tricky uns wieder so heftig gebissen hat, dass wir im Krankenhaus behandelt werden mussten. Oft kamen Worte wie "zurückbringen", "zeigen, wer der Herr im Hause ist", "einen auf den A...geben" usw. Zurück ins TH wäre sein Todesurteil, da er nicht vermittelbar ist. Den Hund zu schlagen ist niemals eine Option.
Natürlich kamen auch Kommentare von Bekannten oder Nachbarn wie "einschläfern lassen". Natürlich gab es auch viel Zustimmung und Freunde, die uns verstehen.
Sollten alle Behandlungen nicht anschlagen und der Hund dauerhaft leiden, müssen wir das erwägen, aber erst dann, wenn nichts anderes hilft und es dem Hund immer schlechter geht.

Um Stress zu vermeiden, ist Tricky ein "Gelber Hund" (http://www.gulahund.de/), auch, wenn seine Anfälle bisher nur zu Hause aufgetreten sind.
Zusätzlich trägt er gelegentlich Maulkorb (z.B. beim TA), Besuch ist für ihn tabu, da bleibt er in seiner Box, um ihm den Stress zu nehmen.

Ansonsten ist er ein lernbegieriger, verschmuster, kleiner Hund, der viel Bewegung, abwechslungsreiche Spaziergänge und viel Körperkontakt braucht. Klare Strukturen in den Tagesabläufen helfen ihm ebenfalls, sich besser zu entspannen. Er ist ein kleiner Dickkopf, ziemlich quirlig aber ein lieber Kerl.

Wir werden ihn nicht aufgeben und alles tun, damit es ihm besser und gut geht.
Eine genaue Diagnose kann nur ein TA stellen - nicht jedes ungewöhnliche Verhalten ist einen Krankheit. Im Idealfall ist der TA spezialisiert, was Diagnostik und Behandlung angeht.

Ich habe das jetzt so zusammengefasst, um anderen, denen es ähnlich geht, zu helfen und Mut zu machen und allen, die auf meine vorherigen Posts geantwortet haben, durch meine Erklärungen und diese Videos einen Einblick zu gewähren, was bei uns so tagtäglich abgeht. Mehr über Tricky findet Ihr hier: http://www.facebook.com/Tricky.dog

Wir bleiben dran!

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Danke dafür, dass du dir die Mühe gemacht hast :)

Sehr informativ für jemand, für den das Thema neu ist.

 

Ich habe damals schon deinen Thread verfolgt, den mit der Beißattacke, als ihr offenbar noch nicht so weit wart mit eurem Wissen.

Da meine auch ab und zu fokale Anfälle hat, interessiert mich das natürlich.

 

Ich wünsche euch, dass auch die leichten Anfälle noch verschwinden, wenn er erst perfekt eingestellt ist!

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Bitte nicht falsch verstehen - solange der Hund Lebensqualität hat und ihr euch damit arrangieren könnt - super. Aber: Die Grenzen des Machbaren sind manchmal schnell erreicht. Das darf man nicht aus den Augen verlieren.

Euch weiterhin alles Gute. :)

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Ja....die Grenzen des Machbaren....

 

Die Anfälle sind seltener und nicht mehr so massiv - Dank der Medis.

Zusätzlich trägt er jetzt, wenn er besonders hibbelig oder verstört ist, einen Mauli. Das stört ihn zum Glück nicht, wir haben das gut trainiert mit dem Maulkorb - manchmal freut er sich sogar, wenn ich ihm den hin halte, dann gibt es nämlich immer Entspannungsmassagen und besonders langes Streicheln mit Calming-touches. Auch diese Stellen musste ich bei ihm erst einmal finden, da reagiert jeder Hund anders.

 

Ansonsten ist er fröhlich und aufgeweckt, manchmal etwas stur, sehr verspielt und schmusig.

 

Nächsten Monat nochmal zu TA, Kontrolle, eventuell müssen die Medis für die SDU angepasst werden, die für die Epi vielleicht auch. Mal sehen, was die Ergebnisse so hergeben.

Danke Euch!

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Wenn er eh noch nicht optimal eingestellt ist, würde ich definitiv noch abwarten bis es soweit ist und alles anschlägt. Gerade bei der subklinischen SDU ist dies wichtig. Ist diese autoimmun? Wenn ja, auch mit der Ernährung aufpassen (Seelgenmehl und dergleichen vermeiden).

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Video 4:
Kleinere, leichte Anfälle kann ich mehrmals am Tag beobachten, nicht immer knickt ein Bein weg wie in diesem Video:

 

Hallo ihr Lieben, 
mein Hund ist 13 Jahre alt und macht genau das gleiche, wie der Hund in diesem Video. Bei einem großen Blutbild stellte der Tierarzt fest, dass mein Hund eine Schilddrüsenunterfunktion hat. Nun bekommt er Tabletten dafür. Ich würde allerdings gern wissen woher diese leichten Krämpfe bzw. Zuckungen kommen. Kann mir vielleicht jemand weiterhelfen??? 

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Nur habe ich um etwas Bedenkzeit gebeten um es mit meinem Mann zu besprechen, sich über das neue Medikament schlau zu machen und evt über eine zweite Tierarztmeinung nachzudenken.   23.12. siebter Anfall ( 10 Tage Abstand) wieder ein recht doller Anfall bei dem er sehr stark gekrampft hat. Zudem war er nach diesem Anfall blind. Es hat zwei drei Minuten gedauert bis er wieder sehen konnte und nicht frontal gegen die Türen gelaufen ist.   30.12. achter Anfall ( 7 Tage Abstand!!! ) nun hatte er grade seinen achten Anfall... dieser hat mich sehr erschreckt, da dieser nicht wie sonst die anderen ca. 40-60 Sekunden gedauert hat sondern auf einmal 2:20min gedauert hat. Ich hatte wahnsinnige Angst, dass es sich um einen Grand Male (oder wie es sich schimpft) handelt. Er hat sehr starkt gekrampft - ich hatte wirklich Angst er bekommt keine Luft - aber wir konnten direkt nach dem Anfall Kontakt zu ihm aufnehmen und ihn beruhigen und dazu bewegen nicht direkt aufzustehen - da er dann vermutlich wieder umgefallen wäre.     Die Anfälle hat er immer wenn er ruhig in seinem Körbchen liegt, dauern idR 40-60 Sekunden (Außer heute) und bisher habe ich leider keine besonderen Auslöser finden können trotz Tagebuch.     Nun hoffe ich hier Erfahrungen, Tipps und gute Ratschläge zu bekommen....   Ich habe bisher im Internet nur davon lesen können, dass ENTWEDER Luminal ODER Pexion gegeben wird - aber zusammen???? Außerdem hatte ich an Bromid gedacht. Die Tierärztin meinte mit Pexion wäre besser... und bei dem Luminaspiegel ist doch auch noch Luft oder?   Nun wollen wir vermutlich eine zweite Meinung einholen. Wir haben hier eine große Tierklinik, allerdings müsste man da auf einen Termin warten, außerdem haben wir im Nachbarort noch eine andere ganz tolle Tierarztpraxis - aber ob sie sich wirklich mit Epilepsie auskennen? Einen Tierneurologen habe ich im Umkreis nicht finden können... oder sollen wir doch auf unsere bisherige Tierärztin hören und zusätzlich Pexion geben?   Ich weiß momentan einfach nicht so recht wie wir jetzt weitermachen sollen, da es finanziell gesehen auch nicht einfach wäre jetzt mal eben nochmal ein paar Hundert oder tausend Euro für den Hund auszugeben, da wir in den letzten Wochen einige andere unvorhergesehene Zwischenfälle hatten die ein großes Loch in die Kasse gerissen haben - wie das dann immer so ist - wenn es kommt dann richtig...   Entschuldigt bitte diesen ellenlangen Text... ich bin mittlerweile echt verzweifelt und mich verlässt langsam die Hoffnung... schließlich ist er doch auch erst 11 Monate alt... würde ja eigentlich auch gegen eine primäre Epilepsie sprechend, aber es gibt keinen Hinweis was es sont sein kann...   allerdings habe ich beim Durchsuchen des Forums noch einen anderen Hinweis bekommen... unser Jaro hat als er ca 4 Monate alt war simparica (Tablette zum einnehmen) bekommen. 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