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Hundeforum Der Hund
SarahLoe

Probleme mit Manni

Empfohlene Beiträge

Hallo ihr Lieben,

 

ich bin gerade sehr verwirrt, sehr traurig und irgendwie überfordert.... Unser Zwerg ist nun 16 Wochen alt.

Und da hier viele, viele Leute sind, die vielleicht ähnliche Erfahrungen oder einfach nur gute Ratschläge haben... Pack ich hier mal all meinen Frust aus.

 

Wir haben ein Jahr lang auf Manni gewartet, um von einer ganz tollen Hündin einen Welpen zu bekommen, welcher später als Therapiebegleithund meine Arbeit unterstützen kann und einem zukünftigen Kinderwunsch nicht im Weg steht. Er sollte leichtführig, freundlich und ein eher ruhiger Vertreter seiner sonst sportlichen Rasse sein; eine Auslastung durch Hundesport sollte natürlich auch dazukommen, aber in erster Linie waren erstmal die ersten Punkte wichtig.

 

Dann wurde uns Manni von der wirklich sehr lieben und tollen Züchterin empfohlen, aber irgendwas ist da nicht richtig gelaufen.

Ja, er war eher ruhig zurückhaltend und eben nicht derjenige, der als erstes nach vorne rannte, wenn die Welpen gerufen wurden. Mir hätte schon da auffallen sollen, dass es eben nicht nur positiv ist, wenn der Welpe immer der letzte ist, der kommt. Dass er nicht so fröhlich angerannt kam, wenn wir ihn gelockt haben. Dass er irgendwie etwas desinteressierter wirkte, als die anderen. Dass er mehr gejammert hat.

Wir fanden diese Eigenschaften nicht schlecht, haben sie falsch eingeschätzt, weil wir darauf vertraut haben, dass uns der richtige Hund empfohlen wurde. Und wir dachten, das sei einfach normal, schließlich war er ja noch ein Baby und wir haben das erste Mal einen so kleinen Welpen ausgesucht. Klar, diese Tests mit dem Hinlegen und Festhalten kannten wir, das war auch unauffällig.

Für uns war ganz klar, Manni ist der Richtige.

 

Ein paar Wochen später waren wir bei einer sehr versierten Frau, die selbst züchtet und die Hunde anderer Züchter einschätzt. Sie hat ein unglaubliches Händchen für Hunde und ein tolles Gespür und viel Wissen. Ihre Einschätzung: Manni war nicht der ruhigste und liebste im Wurf, er ist nur nicht so aufgefallen. Die ruhigen sind gerne mal die, die einfach nur ihr eigenes Ding machen und es nicht nötig haben, überall mitzumischen. Also im Endeffekt das Gegenteil von dem, was wir gesucht haben.

 

Nun hat er von Anfang an bei uns ein paar Eigenschaften gezeigt, die wir von unseren anderen Hunden (Selbst von Charly nicht, und der war in der Tat ein Rambo) alle nicht kannten.

Mit 10 Wochen ist er das erste Mal aufgeritten. Okay, wir dachten uns, er probiert eben aus, haben es unterbunden und er hat es nicht wieder getan.

Von Anfang an (Nachdem er sich eingelebt hatte) hat er wahnsinnig protesiert, wenn ihm etwas nicht gepasst hat. Knurren, Schnappen, Kläffen... Wir haben konsequent weitergemacht, mit wirklich versierten Leuten gesprochen und meiner Meinung nach alles richtig gemacht. Manni hat alternative Verhaltensweisen erlernt, macht sich in der Summe ja auch gut. Er hört gut, folgt, wird in der Hundeschule gelobt, alles schön, so nach außen hin.

Aber es kommen immer wieder Situationen, die mich völlig überfordern.

Er ist unglaublich schnell frustriert. Wenn er etwas will, dann will er das auch. Und zwar sofort. Natürlich üben wir das, aber das Problem ist, dass Manni im Zweifel immer mit Aggression und Hochdrehen reagiert; auch das Beibringen von Alternativverhalten bringt da im im Endeffekt nicht viel, bisher. Das kann dazu führen, dass ich mich unterhalte, er auf einmal in die Leine beißt und zerrt wie verrückt. Und wenn ich ihm die Leine dann aus dem Maul nehmen möchte, spannt er sich an und knurrt mich an? Oder die Tage, da ist er an Lukas hochgesprungen und hat gebissen, Lukas hat reagiert, ihn daran gehindert und Manni hat ihn richtig giftig angeknurrt, weil er mit der Korrektur nicht einverstanden war.

Wir lassen dieses Verhalten NIE durchgehen, aber trotzdem hört es nicht ganz auf. Ich sehe auch jetzt schon manchmal diesen Blick.... Es erinnert mich an Charly, wenn er sich verspannt hat und etwas durchsetzen wollte. Kopf runter, Blick über die Nase geradeaus... Irgendwie merkt man dann, dass es gerade rumort im Hund.

 

Streicheln, auch so eine Sache. Wenn Fremde versuchen, Manni anzufassen, lässt er sich das kurz gefallen (geht auch selbst hin). Wenn er nicht mehr will, geht er nicht etwa weg. Nein, er schnappt eben. Teilweise auch bei uns. Anfassen findet er sowieso nicht sooooo toll, Streicheln ist einfach nicht sein Ding (Auch nicht so klasse für Kinder). Warum ist uns das am Anfang nicht aufgefallen? Oder hat es sich erst so entwickelt? Ich weiß es nicht.

Bürsten, Ohren gucken, Zähne gucken... Das geht alles recht problemlos. Probleme tauchen nur dann auf, wenn ihm etwas nicht gefällt und er eben nicht mehr will.

Vorhin habe ich auch mal getestet: Streicheln am Bauch. Er legt sich auf den Rücken und sobald eine Stelle kommt, die er jetzt nicht so gut findet, beißt er eben. Ich reagiere darauf nicht... Aber statt wegzugehen oder sich wegzudrehen, versucht er immer zu schnappen.

 

Es ist tatsächlich so, dass sowohl Lukas und ich, als auch andere (Trainer, Bekannte, besagte Welpen-Frau) unsere Erziehung für richtig halten und der Meinung sind, dass wir das gut machen. Wir sind auch durchaus selbstkritisch, holen uns viele Ratschläge. Wir sind hundeerfahren und haben ja gerade erst Elmo und Knuth großgezogen. Selbst der Mann meiner Mutter, der.... ich glaube 10 Schäferhunde hatte, hat baff reagiert: "Sarah, so war keiner unserer Hunde in dem Alter. Keiner!" Als er das gesagt hat, war Manni etwa 12 Wochen alt. Er sollte an einem Platz bleiben, weil er Elmo und Knuth zu stark bedrängt hat und ich habe ihn zwei- oder dreimal zurückgeschickt. Daraufhin hat er sich vor mich gestellt und richtig fies geknurrt...

 

Und es ist auch wirklich(!) so, dass wir erziehungsmäßig keine allzugroßen Schnitzer fahren. Sicher machen wir nicht alles perfekt, aber es ist nicht unser erster Hund und wir reagieren weder überzogen oder brutal, noch lassen wir ihm sein Verhalten durchgehen. Er hat mit Knurren und Schnappen bei uns noch nie etwas erreicht und trotzdem macht er es immer wieder, wenn er sich durchsetzen will.

 

Was soll daraus nur werden? Wir versuchen alles. Aber ich habe Angst, zu versagen. Obwohl wir so vieles richtig machen. Und er kann ja nichts dafür wie er ist. Es sind Eigenschaften, die er mitbringt. Und wir versuchen alles, damit vernünftig zu arbeiten. Das mit dem Therapiebegleithund habe ich mir erstmal abgeschminkt. Aber was ist, wenn bei uns mal Kinder ins Haus stehen und sich das Verhalten nie ganz abstellen lässt. Er ist noch so jung, aber es ist ganz deutlich zu sehen, dass er alles andere als unterwürfig ist. Er mag keine körperliche Nähe, er will immer mit dem Kopf durch die Wand.

 

Gibt es Hunde, die einfach so sind? Warum haben wir das nicht früher gemerkt? Machen wir etwas falsch? Kann es sein, dass wir in zwei Monaten plötzlich einen lieben Hund haben, der sich auch mal gerne anfassen lässt? Wohl kaum, oder? :(

Haben wir unüberlegt gehandelt, als wir ihn zu uns genommen haben? Wir dachten, wir hätten uns super informiert, seien perfekt vorbereitet. Wie kann es sein, dass es jetzt so läuft?

Es ist ja nicht so, dass er nur am Rad dreht. Wir waren gerade mit ihm 5 Tage zelten. Vieles hat super geklappt, er hat sich bestens benommen und keine Probleme gemacht. Es ist wirklich nur dieses Durchsetzen-Wollen, mit allem was geht. Und dass er sich nicht gerne anfassen lässt. Mir macht auch die Endgröße Sorgen. Dieser Hund wird mal über 40 kg wiegen. Was, wenn wir das nicht in den Griff bekommen?

 

Ich schließe übrigens Schmerzen beim Streicheln aus. Er lässt es sich ja gefallen, solange ER das möchte. Und ich glaube auch nicht, dass er nur schnappt, weil er zahnt.

 

Seufz. :(

 

Und bitte reagiert nicht á la "Du bist überfordert und selbst schuld, weil du keine Ahnung hast". Wir geben uns unglaublich viel Mühe, mir macht einfach die Zukunft Angst.

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Hallo :)

 

Habt ihr mal mit der Züchterin darüber geredet?

Ich finde es immer schwierig ohne das Verhalten gesehen zu haben Tipps zu geben. Gibt es einen guten Gebrauchshundeverein in eurer Nähe? Oder eben einen guten Trainer der mal drüber schauen kann? Das würde warscheinlich am meisten helfen.

Viel Erfolg

 

Lg Silvi

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Wenn er nach der Korrektur von euch knurrt und euch fixiert, was macht ihr dann?

Korrigiert ihr nochmal?

Wie korrigiert ihr?

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Wenn er mich anknurrt, werde ich kurz deutlich. Er landet dann auch mal auf dem Rücken (Kann jeder von halten, was er möchte. Bei ihm erscheint es mir angemessen, bei Elmo und Knuth würde ich es niemals machen!) und wird kurz ignoriert. Danach ist das Thema durch und wir machen wieder etwas Positives.

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Ihr habt einen Hund mit einer riesig hohen Erwartungshaltung aufgenommen die er jetzt nicht erfüllt und das frustriert euch. 

 

Wenn ich das so lese, dann erscheint es mir auf die Ferne so, als wäre er von seinem grundlegenden Verhalten her einfach gar nicht für das geeignet was ihr machen wollt und trotzdem versucht ihr noch irgendwo ihn zu etwas zu machen, was er nicht ist.

Warum wird er überhaupt noch von Fremden gestreichelt, wenn er dann schnappt? Ist es nicht auch ok, wenn ein Hund nichts mit Fremden zu tun haben möchte? Reicht es nicht, wenn er die Anwesenheit von Fremden duldet? Daran kann man arbeiten... 

 

Warum unterbindest du das Knurren? Dein Hund kommuniziert mit dir. Er tut dir nichts böses. Du musst ihm ja nicht alles durchgehen lassen nur weil er knurrt, aber dadurch weißt du wenigstens, dass er etwas scheiße findet. Euer Hund hat eine Tendenz zum Schnappen, ist es dir lieber wenn er nicht mir knurrt und gleich schnappt? 

Warum machst du dir so einen Druck? 

 

Ja, ich denke es gibt Hunde die einfach so sind, grade bei den Hütern habe ich mehrere kennen gelernt. Und ich denke, dass man mit diesen Hunden sehr gut leben kann. Nur sie sind halt nicht für alles geeignet.

 

Ein Welpe ist eben ein Überraschungspaket und es kann so oder so enden. Nicht umsonst wird hier im Forum jedes Mal gesagt, dass man sich nicht auf das Thema Therapiehund fixieren soll, bevor man weiß, ob der Hund auch wirklich geeignet ist. Klar, das hast du jetzt eingesehen, aber man merkt dir deine Enttäuschung an. Und das tut mir sehr leid für den Hund. 

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Ok zugegeben, mein Beitrag klingt sehr hart und es soll keine Anklage sein. Aber Hundeerziehung ist - auch beim Welpen - nicht immer so schön einfach wie man es geplant hat. 

Ich wollte nur sagen, dass man, wenn man seine Ansprüche an das anpasst was der Hund mitbringt, trotzdem einen ganz tollen Hund haben kann. 

 

Sei nicht so frustriert und so ängstlich mit dem was kommt sondern lerne mit deinem Hund zu arbeiten statt gegen ihn  :kuss:

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Es geht nicht darum, dass der Hund auf jeden Fall meine Arbeit begleiten soll, auch wenn wir gezielt versucht haben, einen passenden Welpen zu finden (Was durchaus auch möglich ist, aber wir haben eben daneben gegriffen). Das ist auf Eis gelegt, auch wenn es schade ist. Natürlich finde ich das traurig, aber das ist nicht das Wichtigste.

Und die Erwartungen enthielten eigentlich in erster Linie, dass wir einen eher leichtführigen Hund wollten und eben nicht denjenigen, der möglichst alles selbst bestimmen will. Das kann man durchaus auch schon beim Welpen erkennen und natürlich verunsichert es mich und macht mich traurig, wenn wir das Gegenteil erhalten haben. Ein Hund, der eine solche Tendenz zu aggressivem Verhalten zeigt, ist aus meiner Sicht auch problematisch für Kinderwunsch und Co.

 

Es zwar schade, dass er sich nicht gerne anfassen lässt, aber nicht dramatisch. Und es ist auch kein Weltuntergang, wenn er eben nicht der leichtführige Hund ist, den wir uns gewünscht haben. Aber ich muss ihn händeln könnnen. Und ich muss ihn auch dann händeln können, wenn ich mal Kinder haben sollte. Und er darf keine Gefahr sein.

Und wo steht, dass er sich gegen seinen Willen von Fremden streicheln lassen muss?

Folgende Situation: Ein Mensch lockt ihn an, er kommt freudig herbei und lässt sich kurz kraulen, mag es anscheinend auch. Dann möchte er es aber nicht mehr und statt wegzugehen, schnappt er. Das geht meiner Meinung nach nicht!

 

Das mit dem Knurren sehe ich leider komplett anders. Wenn der Hund knurren würde, weil ihm etwas weh tut, dann wäre das etwas ganz anderes. Wenn ich ihm aber eine Grenze setze und er mir droht, weil er diese nicht akzeptiert, dann ist das kein Spaß. Soll ich ihm dann sagen "Okay. Du hast so freundlich mit mir kommuniziert, dann geh doch deines Wegs"?

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(bearbeitet)

Himmel... Der Welpe ist 16 Wochen alt!!!

Der wird Euch mittels Knurren sicher nicht die Weltherrschaft entreißen ;)

Ich würde das ganze etwas unverkrampfter, nicht mit dem Ziel des perfekten Endhundes (möglichst mit 6 Monaten, so klingt das irgendwie) angehen, eher etwas spielerischer.....

Ich glaube, der Lütte fühlt sich genauso verzweifelt und unverstanden wie ihr...... :(

Ernsthaft: ihr erwartet von einem 12 Wochen alten Welpen, dass der bei Ablenkung brav auf seinem Platz bleibt?

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Aber ist es nicht normal, dass man das heftig findet und sich Sorgen macht, wenn alle im Umfeld sagen, er sei eine wirklich harte Nuss? Wenn selbst erfahrene Leute solche Sprüche ablassen, er sei auf keinen Fall ein Anfängerhund?

Haben deine Cattles so etwas auch gemacht, Skita?

Habe ich so falsche Erwartungen, wenn ich vergleiche und sehe, dass unsere anderen Hunde nicht so waren? Wenn ich mir deswegen Sorgen mache und Angst hab, dass sich das so durchzieht?

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Ich hatte angenommen das es sich um einen Tippfehler handelt und nicht von 16 Wochen, sondern Monaten die Rede ist.

 

Ansonsten wäre der Hund ja gerade 6 Wochen da und mir bleibt bei dem Pensum was er da alles gelernt haben und können muss schon beim Lesen die Luft weg.

 

Vielleicht ist der Welpe auch einfach überfordert, kann man natürlich von außen und ohne einen der Beteiligten persönlich zu kennen, schlecht beurteilen.

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