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Hundeforum Der Hund
Karen

Zurück vom Seminar mit Hans Schlegel

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Hallo Karen

@Shari + Trial: ja....es wurde im Seminar mit den Hunden gearbeitet, so dass sie akzeptierten im 4m Abstand vom HF zu laufen. Auf dem Platz....und dann natürlich auch auf dem Spaziergang.

Das interessiert mich nach wie vor:

- War das ein Wochenseminar oder ein 1 bis 2 Tage-Seminar?

- Wie wurde den Hunden das vermittelt, dass sie den Abstand zuverlässig einhalten?

Immerhin bewegen sich die meisten Hunde außerhalb des 4 Meter-Radius und die Seminarhunde haben das vermutlich ihr Leben lang anders praktiziert. Und diese Gewohnheit ändern sie in ein paar Tagen? (Wenn ich so an meine Gewohnheiten denke… :Oo )

- Wurde auch an der Verträglichkeit der Hunde „gearbeitet“?

- Es wird hier eine Kappe oder Käppi erwähnt. Was ist das?

Und wie viele andere interessiert mich auch die Frage: ist der 4 Meter Radius als Dauerzustand gedacht?

Und: in welchem Zusammenhang verwendet Schlegel noch die Signalleine? Ich dachte, er hätte die Verwendung bei Familienhunden inzwischen eingestellt?

Gruß Trial

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Hallo nochmal,

@Iris: das Seminar war in Jungingen

@Shari + Trail: die Hunde wurden mit dem "Schauch werfen" an den Abstand gewöhnt....liefen sie zu weit nach vorne - flog der Schlauch. Es gibt dazu noch ein Zisssssch geräusch vom Hundeführer und ein Ritual beim wiederaufnehmen des Schlauches - aber das führt jetzt hier zu weit. Jedenfalls klappte das erstaunlich gut.

Also so wie ich das verstanden habe muss ein Hund (und sollte auch nicht) "spazieren" gehen. Er soll sich schnell lösen....möglichst auf Kommando und dann bei seinem Hundeführer laufen. Kein Schnüffeln. Und nach dem Lösen wird gearbeitet! Dann ist das kein Spaziergang sondern ein Training und der 4m Radius ist auf jeden Fall einzuhalten es sei denn der HF gibt seinen Hund in der Arbeit frei um voraus zu rennen, apportieren oder ähnliches.

Und nein Shari....ich werde das für meine Hunde nicht übernehmen. Meine Hunde dürfen auch schnüffeln. Ich selbst gehe so gerne mit den Hunden spazieren - das ist für mich Entspannung. Mir würde ein ganzes Stück Lebensqualität fehlen wenn ich auf Spaziergänge verzichten würde. Aaaaber....meine Hunde sind aubrufbar! (Bis jetzt jedenfalls) auch am aufspringenden Wild! Wie soll man seinen Hund zuverlässig "lesen" oder auf ihn einwirken wenn er 30m vor einem durch die Büsche springt??

@Trial: das Seminar ging 2 Tage. Sa.Familienhunde und So. Problemhunde

Das mit der Signalleine hatte ich so gehört, dass die von Hans Schlegel nicht mehr verkauft wird (es sei denn man war auf einem seiner Wochenseminare) also ich habe sie bei den Familienhunden im Einsatz gesehen.....

LG,

Karen mit Bonny + Isa

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Hallo zusammen,

Vor einigen Wochen war in 3SAT, das Thema Schweiz, unteranderem auch eine Doku über Hans Schlegel, ca. 1Std. die ich mir angeschaut habe. Also nicht Hörensagen.

Dazu habe ich Folgendes, siehe unten, geschrieben.

Dagegen war Hans Schlegel ein ganz anderes Kaliber, für Freunde der „positiven Verstärkung“ ein Schock, aber es gab auch Erfreuliches und das eine oder andere zum Schmunzeln. Sehr informativ, es gab ansatzweise einen guten Einblick in die Methoden von Hans Schlegel.

Ein Beispiel:

Hans Schlegel hat in den USA einen DSH in der Mangel gehabt, anders kann man das nicht nennen, ich glaube über eine Stunde oder länger, der seinen Besitzer mehrfach gebissen hatte.

Der Hund trug die ganze Zeit einen Maulkorb, in eine Situation, der DSH stellte sich auf die Hinterbeine und griff H. S. an, daraufhin schlug er dem Hund mit einer Kampfsporttechnik die Beine weg, sodass dieser auf dem Rücken landete, und H. S. versuchte sich sofort auf ihn zu knien. Der Schäfer war schneller so konnte er sich nur auf dessen Rücken platzieren usw.

Fazit von H. S. sinngemäß:

In der Hand von diesem Besitzer, wird der Hund früher oder später wohl eingeschläfert werden.

LG Hans Georg

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Hallo

Dagegen war Hans Schlegel ein ganz anderes Kaliber, für Freunde der „positiven Verstärkung“ ein Schock,

Meiner Meinung nach wird diese Seite der Schlegel´schen Arbeit hier etwas zu oberflächlich geschildert. Liest man den Seminarbericht, dann erweckt das den Eindruck, als würden die Hunde auf wundersame Weise bekehrt. Das finde ich persönlich schön gefärbt.

Wenn er aversiv arbeitet (und das tut er), sollten er und Seminarteilnehmer auch offen dazu stehen. Nicht jeder muss mit Wattebäuchen schmeißen – aber jeder sollte zu seiner Methode stehen.

Aber trotzdem würde es mich interessieren, was die Kappe und der Schlauch sind :Oo

Gruß Trial

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Hallo zusammen!

Ich war letzte Woche auch auf einem Schlegel Seminar "therapeutisches Lernen" dabei ging es um Problemhunde aller Art. Hauptsächlich Artagression und Jäger.

Das Seminar ging über 3 Tage und fand in Köln statt.

H.S. sagte, dass in diesen drei Tagen das Fundament gelegt wird an dem man dann selber weiter arbeiten muss und zwar genausolange wie das Problem bereits besteht. Also mein Hund ist seit ca. 2 Jahren erfolgreicher Jäger und zeigt Agressivität, also kann ich mich auf zwei Jahre einstellen bis das Problem sicher behoben ist, Erfolge sieht man aber vom erstern Tag an.

Wir haben auch diesen oben beschriebenen Spaziergang gemacht und es funktionierte genauso.

Wir mussten uns nicht an den 4 m Radius halten, 10 m war auch möglich, das muss jeder für sich entscheiden.

Zum Jagen: Mitten in einer Art Longierkreis, der aber mit ca. 30 cm hohen Brettern abgesteckt war stand ein gesicherter Hasenkäfig. Man musste mit seinem Hund in den Kreis und sobald dieser die Nase auf dem Boden hatte um die Spur der Hasen aufzunehmen mußte man ca. 3 min lang genau diese Stelle mit einer zusammengeknoteten 10 m Leine verprügeln. Und zwar mit Überzeugung und Gebrüll. Die Reaktion der Hunde war immer die Gleiche: erst erschrocken, dann interessiert, dann wollten sie mitspielen (wenn es keine ängstlichen Hunde waren) und dann haben sie sich im Abstand von einigen Metern ruhig aufgehalten, die Hasen waren uninteressant.

Das wurde bei Bedarf noch zwei bis dreimal wiederholt.

Dann musste der Hund im Abstand von ca. 3 m neben dem Käfig sitzen, der Hundeführer den Käfig gegen den Uhrzeigersinn umkreisen und mit den Hasen sprechen (Hallo Hasi usw.) wenn der Hund aufgestanden ist wurde er sofort korrigiert durch Schlauch, zischlaut oder nochmal mit der Leine auf den Boden schlagen. Das war es!

Ich laufe mit Stuart jetzt natürlich immer noch an der 10 m Leine, bei unserer ersten Katzenbegegnung reichte ein Zisch und Stuart war bei mir. Gestern ist ein Hase erst gut sichtbar übers Feld gelaufen dann hat er vor uns den Weg gekreuzt. Stuart ist im Fuß geblieben, kein Zisch war nötig. Dazu muss ich sagen, dass er bis letzte Woche kein Fuß beherrschte.

Also der Grundstein ist wirklich gelegt jetzt liegt es an mir dass ich dran bleibe.

Ich berichte gerne weiter über meine Erfahrung auf dem Seminar. Wer sich eine Meinung über Schlegel bilden will sollte selber ein Seminar besuchen. Ich denke für viele ist seine Tour zu hart, aber diese Leute hatten vielleicht auch noch nie einen beißenden Hund der mehr Probleme macht als an der Leine zu ziehen.

Ich empfehle ebenso das hier beschriebene nicht einfach nach zumachen sondern sich bitte auch auf einem Seminar zeigen zu lassen. Denn es gab soviele Details die man über das Internet gar nicht rüber bringen kann.

Ich bin erst wieder am Mittwoch im Internet, als bitte nicht wundern wenn es zwei Tage dauert bis ich evtl Fragen beantworte.

Liebe Grüße

Nicole

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Danke Karen und Nicole,

Eure Berichte steigern meine Vorfreude auf den Workshop mit HS in vier Wochen noch um einiges.

Thema: "Schwieriger Hund im Problemlösungsprozess" und ich bin schon gespannt was mich dort erwartet! :)

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Mh, ich hoffe der Hase hat das überlebt und keinen Herzinfakt bekommen..

Nee mal ehrlich, so ein Hase ist doch sehr sensibel.

Das mit auf einer Stelle einprügeln hatte glaube ich Anita hier schonmal geschrieben,

da ging es glaube ich um Fressen aufsammeln oder so.

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Ich finde immer das es wichtig ist das man dazu steht und es aus Überzeugung macht denn nur so kann es klappen und wenn ich dafür den Boden verprügeln muß dann ist es halt so.

Besser als hinterher entnervt den Hund zu verprügeln weil man nicht weiter weiß.

@Nicole

mich würde schon Interessieren wie es bei euch weitergeht.

Lg Birgit

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Ich stell mir das grade sehr lustig vor, wie mein Hund schnüffelt und ich auf die Stelle zustürme und dann auf dem Boden rumprügele mit Geschrei, ok, viele denken hier wohl eh schon die mit den 2 Hunden hat nen Dachschaden, aber egal :D

Da muss man aber schon drauf achten nicht beobachtet zu werden, sonst wird man am ende des Spazierganges von Männern mit weißer Weste abgeholt :D

Ich wollt das Ganze hier nicht ins lächerliche ziehen, nur meine bildliche Phantasie ging wieder mit mir durch :D

Ich hoffe ich brauche sowas nicht machen, mit gluggernden Gullideckeln reden, Plastiktüten verhauen und wie eine Irre jubelnd über die Wiese rennen reicht mir schon :D

Was ist denn der Sinn des "verprügelns"? Also bei Gegenständen wo der Hund angst vor hat ok, da zeigt man dem Hund das man die Situation im griff hat, aber ein Jäger ist ja nicht ängstlich oder unsicher :???

LG Tanja

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Was ist denn der Sinn des "verprügelns"? Also bei Gegenständen wo der Hund angst vor hat ok, da zeigt man dem Hund das man die Situation im griff hat, aber ein Jäger ist ja nicht ängstlich oder unsicher :???

Wenn es so gemeint ist, wie Anitas/Karl *Leckerlie* verprügeln, soll dem Hund klar gemacht werden, das Kaninchen ist MEINS, und der Hund hat an MEINEM Eigentum nichts verloren!

Korrigiert mich, wenn es falsch sein sollte! ;)

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