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Hundeforum Der Hund
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Welpe oder erwachsener Hund?

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Hallo liebe Hundebesitzer,

 

momentan bin ich in der heißen Phase an Familienzuwachs in Form eines Hundes zu arbeiten. Zu uns:

 

- mein Mann und ich wohnen sehr ländlich auf einem ehemaligen Bauernhof

- es existiert bereits ein Hofhund, der dem Onkel meines Mannes gehört

- wir verbringen unsere Freizeit gerne draußen mit Wandern, Radfahren und ich gehe auch Reiten

 

Unsere berufliche Situation:

- ich bin Lehrerin, arbeite normalerweise nicht länger ca. 6 Stunden am Tag, je nach dem, wie der Stundenplan aussieht

- mein Mann ist im Schichtdienst und hat jeden zweiten Tag 24-Stunden Freischicht

 

Nun habe ich mich sehr in den Entlebucher Sennenhund verliebt und spiele mit dem Gedanken einen Welpen ins Haus zu holen. Meine Frage an Euch:

 

Ist das in unserer Lebenssituation sinnvoll? Ich kann schlecht einschätzen, wie viel Zeit die Erziehung eines Welpen in Anspruch nimmt. Zur Eingewöhnung des Hundes hätte ich 6 Wochen Sommerferien zur Verfügung. Ab dann muss ich aber wieder vollzeit arbeiten. Wir hätten zur Not eine Oma im Haus, die nach dem Welpen schauen kann. Außerdem könnten wir auch meine Mutter oder Schwiegermutter darum bitten sich um unseren Hund zu kümmern während wir nicht da sind. 

 

Allerdings möchte ich meine "Helferlein" ungern zu lange beanspruchen. Ab welchem Alter kann denn ein Hund, selbstverständlich nach sorgfältigem Einüben, im Normalfall bis zu 6 Stunden alleine bleiben?

 

Ich bin sehr gespannt auf Eure Antworten

 

Liebe Grüße

 

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Ich finde, das hört sich nach einem Paradies für Hunde an! Meine konnte mit 1/2 Jahr problemlos alleine bleiben  - und ob es dann 2 h waren oder 6 h, war ihr egal. Hunde haben kein Zeitgefühl.

Irgendwann drückt dann nur die Blase  - aber vllt. habt ihr ja die Möglichkeit, dem Hund auch ein Stück umzäunten Garten zugänglich zu machen. Dann ist das Problem auch gelöst und er kann sich lösen, wann er will.

 

Falls er Probleme hat mit dem Alleine-bleiben-lernen, sind ja noch Oma/Mutter/Schwiegermutter da, es reicht ja, wenn jemand im Haus ist, der Hund muss ja in der Zeit nicht 6 h Gassi gehen und bespasst werden.

 

Denk nur daran - dass es u.U. unterschiedliche Vorstellungen von Erziehung gibt, wenn der Hund von mehreren Menschen betreut wird. Was der Hund bei der Oma darf, ist bei euch vllt. unerwünscht oder umgekehrt. Das muss der Kleine dann halt erst lernen.

 

Wenn bereits ein Hofhund da ist, dann würde ich den bzw. den Onkel in die Entscheidung mit einbeziehen, denn wenn die beiden Hunde nicht miteinander können, endet das meist im Streit.

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Auch wir haben lange überlegt Welpe oder ausgewachsener Hund und wir haben uns dann für einen Welpen entschieden, da es schwierig ist einen ausgewachsenen Whippet zu bekommen.

Wir haben unsere Kleine jetzt seit dem 25.07.14 und haben uns auch 6 Wochen Urlaub für den Anfang eingeplant. Auch wir gehen Beide arbeiten, können aber zwischendurch von der Arbeit nach Hause und planen nach dem Urlaub, dass die Kleine 4 Stunden alleine bleiben kann. Wir üben jetzt jeden Tag schon fleißig, auch wenn es schwer fällt wenn man eigentlich Zeit für den Hund hat sie alleine zu lassen, aber nur so lernt sie es :-(. Wir hatten ein schönes Hundezimmer für sie eingerichtet, aber da bleibt sie überhaupt nicht gerne :-(. Also haben wir noch eine riesen Hundebox gekauft, darin schläft sie auch nachts bei uns im Schlafzimmer und da kommt sie auch tagsüber rein und es klappt jetzt schon für 3 Stunden ohne das man was von ihr hört :-). Die Züchterin sagte zu uns der Hund muss sich an den Menschen anpassen und nicht der Mensch an den Hund, sie muss es von Anfang an lernen, nicht erst wenn sie ein halbes Jahr alt ist. Dazu muss ich aber noch sagen, die Züchterin gibt ihre Hunde erst mit 12 Wochen ab und wir konnten sie bis Anfang unseres Urlaub noch bei ihr lassen, sie war  dann 18 Wochen alt.

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Zur eigentlichen Frage kann ich nicht so viel beitragen, sorry.

 

Was ich aber zu bedenken geben möchte: Auch wenn du 6 Wochen Sommerferien zur Verfügung hast, ist die Wahrscheinlichkeit nicht so groß, daß du genau zu Ferienbeginn den Welpen abholen kannst.

 

Ich habe keine Ahnung wieviel Züchter es für die Entlebucher gibt. Aber man will sich ja den Züchter aussuchen, zu dem man das größte Vertrauen hat und nicht unbedingt den, bei dem das Wurfdatum passt. Ganz abgesehen davon, dass man sich bei guten Züchtern zum Teil schon vor dem Deckakt anmelden muss und dann noch nicht mal klar ist, wann die zukünftige Mutterhündin tatsächlich läufig wird, geschweige denn, wann dann die Welpenabgabe stattfinden wird. Das kann dann schon mal um ein ganzes Monat oder noch mehr variieren.

 

Nur so als Denkanstoß ...

 

 

 

 

 

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Danke für Eure Antworten!

 

@Chrystal: Sicher muss ich mit unserem Vermieter erst sprechen, bevor wir einen Hund ins Haus holen. Ich bin aber immer noch ganz am Anfang der Planung und wollte erst mal alles abchecken und selber sicher sein, um mit ihm zu sprechen. Zum Glück ist unser Hofhund sehr brav und hat sich bis jetzt mit jedem Hund vertragen. Ich stelle mir da keine großen Probleme vor.

 

Der Hofhund ist rund um die Uhr, außer nachts, draußen. Das würde ich mit meinem Hund natürlich auf keinen Fall machen. Aber evtl. klappt es, zumindest im Sommer, ihn während der Arbeit draußen zu lassen. Dann hätte er sogar etwas Gesellschaft eines Artgenossen.

 

@vizsla01 und @Frau Mücke: Das ist ein guter Einwand. Es wäre natürlich super, wenn ich einen Züchter finde, der bereit ist den Hund evtl. länger zu behalten, bis wir "bereit" sind. Als Lehrerin ist es leider nicht möglich, sich die Ferienzeit auszusuchen. Möglich wäre im Notfall dann noch, dass mein Mann sich Urlaub nimmt. Allerdings ist er nicht unbedingt der aktive "Hundeerzieher", wenn man das so sagen kann. Ich würde am Anfang schon gerne selbst dabei sein.

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Wir hatten einen Welpen der hat das sehr schnell gelernt. Es war innerhalb weniger Tage 1 Std möglich. Bis heute hat er kein Problem mit dem Alleinbleiben.

Unserer anderer Welpe hat bin Anfang an gebrüllt so bald ich nur außer Sichtweite war. Es war ein Kampf von Anfang an. Heute ist er 10 Monate alt und es ist trotz viel üben immer noch nicht alles gut. Immerhin kann ich mich nun frei durch die Wohnung bewegen bzw ihn alleine im Zimmer lassen.

Allerdings ganz aus dem Haus oder ihn außer Sicht draußen kurz anbinden unmöglich. Genauso wie Sitz und bleib und sich ein paar Meter entfernen.

Das dauert noch etliche Trainingseinheiten.

Pauschal würde ich es nicht an Welpe oder Erwachsene fest machen. Manchen Hunden fällt es einfach schwerer als anderen.

Was spricht für euch noch für einen Welpen? Oder würdet ihr euch mit einem erwachsen Hund wohler fühlen?

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Hallo liebe Namenlose - konnte Deinen Namen nicht finden?

 

Du hast jetzt nicht erwähnt, ob das Dein erster Hund sein würde und ob Du bereits Hunde-Erfahrung hast. In Deiner Situation würde ich mich für einen erwachsenen oder jungen Hund aus dem Tierheim entscheiden, dessen Charakter man einschätzen kann, der dem Hofhund sympathisch ist und der bereits alleine bleiben kann und bestenfalls schon eine Grunderziehung hat.

 

Schau mal nach, ob es bei dem Entlebuchener Zuchtverein nicht auch eine Notvermittlung gibt, bei der erwachsene Hunde, die ihr Zuhause verloren haben vermittelt werden. Bei den meisten Zuchtvereinen gibt es so eine Notvermittlung, eventuell auch bei Züchtern, die einen Hund zurückgenommen haben.

 

In Eurer Abwesenheit würde ich persönlich nicht meinen Hund auf dem Hof mit dem anderen Hund ohne Aufsicht laufen lassen. Das kann schnell zu Ärger führen und da Du selbst nicht da warst, kannst Du nicht mal einschätzen, ob Vorwürfe oder Vorfälle die Dein Hund eventuell verursacht hat, so stimmen.

 

Bei unseren Nachbarn lief der große Hund während der ganztägigen Abwesenheit der Besitzer auf dem Grundstück und im ganzen Dorf verselbständigt herum, was letztendlich dazu führte, dass der Hund von der Dorfjugend geärgert wurde und er dann anfing nach Kindern zu schnappen. Nach 2 Jahren biss er seinen eigenen Besitzer im Affekt als der nach seinem Halsband griff und der Hund wurde dann auf Geheiss des Besitzers von seinem Bekannten erschossen!!!

 

Die Tage sind vorbei, wo man einen Hund ohne Aufsicht rumlaufen lassen konnte. Es besteht ja auch eine Gefahr für Deinen Hund, dass er von einem Pferd getreten werden könnte, dass er angefahren werden könnte oder dass er einen Giftköder erwischen kann.

Auf Bauernhöfen wird ja auch Mäusegift ausgelegt.

 

Ich weiss jetzt nicht, wo Du wohnst. Wir haben hier ein Vorarlberger Tierheim (Dornbirn) in der Nähe, da gibt es immer wieder mal Entlebuchener oder Mixe daraus.

 

Liebe Grüße

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Hallo zusammen,

 

ich bin mit einem Hund aufgewachsen. Allerdings war der leider ganz und garnicht erzogen. Ein unkastrierter Rüde, der tagtäglich das ganze Dorf unsicher machte und auch nach den Nachbarskindern schnappte. Für meinen Hund hätte ich schon den Anspruch ihn so zu erziehen, dass er abrufbar ist. Es gibt nichts schlimmeres als unerzogene Hunde.

 

Konkret in der Erziehung von Welpen habe ich keine Erfahrung, obwohl ich mir das schon zutrauen würde.

 

@Cony: Der Hofhund bei uns bewegt sich keinen Millimeter vom Haus weg und wir wohnen sehr abgelegen. Hier kommt auch normalerweise niemand vorbei. Aber, Du hast schon recht. Man weiß ja nicht, wie unser Hund dann sein wird.

 

Wir sind auch gerade am überlegen, ob es nicht vielleicht doch sinnvoller wäre, sich später einen Hund anzuschaffen. Vielleicht, wenn wir selbst Kinder haben und ich auch ganztägig zuhause bin. Allerdings hoffe ich dann auf brave Kinder, damit mir genug Zeit für den Hund bleibt ;-)

 

Liebe Grüße

 

 

Kathrin

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Hallo Kathrin,

 

wie wäre es denn, wenn Du Dich in der Zwischenzeit in einem Tierheim in der Nähe ehrenamtlich engagieren würdest. Das würde Dir mehr Hunde-Erfahrung bringen und mit etwas Geduld würdest Du dort eventuell auch Deinen zukünftigen Traumhund finden. Leider ist in der realen Welt nicht immer alles planbar, das betrifft Hunde genauso wie Kinder. Aber ich denke, dass Dir das auch bewusst ist und Du weisst, dass man einfach mit der Situation wachsen kann, wenn man bereit ist, Zeit und Geduld einzubringen.

 

Keiner kann im voraus wissen, ob der Hund eher beim Haus bleiben wird wie der Hofhund oder ob er sich aus Langeweile dafür entscheidet, immer grössere Kreise zu erkunden um dann zu streunen.

 

Frag doch einmal beim Tierheim in Deiner Nähe nach, ob Hilfe gebraucht wird - eventuell als Gassigängerin an den Wochenenden oder nachmittags, falls Du noch Zeit freischaufeln kannst.

 

Liebe Grüße

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In Deiner Situation würde ich mich für einen erwachsenen oder jungen Hund aus dem Tierheim entscheiden, dessen Charakter man einschätzen kann, der dem Hofhund sympathisch ist und der bereits alleine bleiben kann und bestenfalls schon eine Grunderziehung hat.

 

 

 

Da würde mich jetzt glatt mal interessieren in welcher Situation du denn denkst dass man sich einen Welpen von einem Züchter holen sollte....

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