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Hundeforum Der Hund
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Panische Angst vor Pferden, was hilft?

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Ich habe nicht ausdrücken wollen, das ich es für Sinnvoll halte, immer soweit zugehen, das der Hund flüchten will. ich habe nur ausdrücken wollen das es individuell ist und eine grundsätzliche Aussage das ich das Stresslevel, oder

 ab jetzt nach Donald Broom, Aufregungslevel am Flucht- oder Fressverhalten festmachen kann, als nicht zutreffend halte.

 

Bei Konfrontrationen ist es wichtig, das sie mit Erfolg beendet werden. Wenn die Situationen nicht zu bewältigen sind, entstehen Langzeitschäden. Vollkommen richtig.

 

Danke für die Links, werde sie mir noch zu Gemüte führen.

 

Das Pdf von Nordsiek habe ich schon mal überflogen, Grundsätzlich nicht falsch, jedoch widerspreche ich beispielsweise der Trennung zwischen Eustress und Disstress. siehe auch dem Link aus WUFF. Zudem wird die Auswirkung des daraus entstehenden Stresscocktails ausgelassen.

Zudem widerspreche ich der Wertigkeit von Cortisol zu Adrenalin und Noradrenalin. Cortisol wird erst bei anhaltener Aufregung ausgeschüttet, Adrenalin und Noradrenalin sofort.

 

Aber geht dieses nicht hier am Thema vorbei? Wenn du Lust auf eine Grundsatzdiskussion hast, gerne in einem eigenen Thema.

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Hallo, oh bei der Panik kann ich mit machen. 
Ich hatte ein ganz ähnlich Problem mit Neo, allerdings wollte der nicht panisch wegrennen sondern ging auf Gegenangriff. Ich habe mich schon gar nicht mehr getrau irgendwo lang zu gehen wo ich eventuell einem Pferd begegnen könnte. Das Problem war - er hat meine Angst als seine gefühlt. Ich wusste zwar vorher schon das mir Pferde nicht geheuer sind, aber ich dachte eigentlich ich wäre souverän genug um meinem Hund zu vermitteln, dass die uns eigentlich nicht fressen wollen. Das war wohl nix :/
Für mich war klar, dass es für uns nur über mich geht - also ich muss mich dem zuerst stellen. Und genau das habe ich dann auch gemacht. Beim nächst besten Pferdehof angerufen und um Hilfe gebeten, und sehr nette und kompetente bekommen. Die Frau bei der ich gelandet bin, war großartig und hat mich gut abholen können und mir ihre Pferde näher bringen können. Also ich ansatzweise soweit war haben wir Neo dazu genommen.

Die Frau kennt ihre Pferde ganz genau - sie hat diese als Therapiepferde ausgebildet und früher auch einen Hund hatte - heißt die Pferde kannten sich auch gut mit Hunden aus. Neo war anfangs nur verdutzt als ich dieses riesige Monster gestreichelt habe, dann bellte er wie verrückt - also mehr Distanz. Dann waren wir dabei als alles Pferde von den Weiden getrieben wurden und in ihren Stall gebracht werden mussten. Dann sind wir mit den Pferden spazieren gegangen. Es ging dann relativ schnell das er sich daran gewöhnt hatte und ist zum Schluss sogar ein kurzes Stück neben dem Pferd mit gelaufen. Stand heute: Enthäuschter Blick wenn wir in der Nähe des Pferdehofes parken und nicht zu den Pferden gehen, jedes blonde Pferd wird genau angeguckt ob es nicht doch unser Pferde-Freund ist. Ich bin froh, weil er selbst wenn ein Pferd auf uns zu galoppiert kommt ansprechbar ist und neben mir bleibt.

Also, lange Rede kurzer Sinn, ich würde dir raten, such dir auf einem Pferdehof Hilfe. Dort sind die furchteinflößenden Monster, dort sind Menschen die ihre Tiere kennen, dort findet man Menschen die einem helfen wollen und ganz oft auch andere Hunde. Bei Pferden die da auf irgendeiner Weide stehen, weiß man nie wie gut die Hunde kennen, oder ob die vielleicht gar keine Hunde mögen, blöde Erfahrungen können wirklich kontraproduktiv sein.

Bei uns war es zB gut das dort auf dem Hof auch andere Hunde rum liefen, zwischen und um die Pferde herum, da konnte sich Neo prima orientieren und zwischendurch ein wenig spielen um den Stress wieder los zu werden. 

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Aber geht dieses nicht hier am Thema vorbei? Wenn du Lust auf eine Grundsatzdiskussion hast, gerne in einem eigenen Thema.

Nein - mir geht es da nicht um eine Grundsatzdiskussion, sondern um die Gefahr, dass unerfahrene Hundehalter mittels Konfrontation mehr Schaden als Nutzen anrichten können und ich wollte ganz einfach anregen, sich etwas näher mit dem Thema auseinannder zu setzen, bevor man da rumtherapiert, wenn man sich nicht sicher ist, welche Massnahme was bewirkt.

 

Oft wird Unsicherheit schon fehlinterpretiert, geschweige denn Furcht/Angst/Panik - und  je nach "Fehler" die dann begangen werden MACHT man sich dann schnell einen "Problemhund".

 

Konfrontation ist EINE Möglichkeit - die aber ausschließlich von sehr erfahrenen Hundeleuten durchgeführt werden sollte, eben WEIl Man nur mit Erfolg beenden kann, wenn man den Hund wirklich richtig einschätzt UND die Situation, in der man konfrontiert dies auch möglich macht. Man hat nix davon - zB im bezug auf Pferde - wenn man den Hund in höchster Erregung fixiert und sich dann das Pferd ausm Staub macht, bevor die Situation in allen Stufen durchlebt wurde. Das würde dann eine Sensibilisierung zur Folge haben können, was alles noch schlimmer macht.

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Ist Ok. ;)

Übrigens kannst du auch mit positiven Verstärkern oder Meideverhalten oder Desensibilisierungsverfahren Probleme / Verhaltensauffälligkeiten schaffen..

Und wenn das Pferd mal zu schnell ist, macht das auch nicht gleich einen Problemhund.

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Ist Ok. ;)

Übrigens kannst du auch mit positiven Verstärkern oder Meideverhalten oder Desensibilisierungsverfahren Probleme / Verhaltensauffälligkeiten schaffen..

Und wenn das Pferd mal zu schnell ist, macht das auch nicht gleich einen Problemhund.

 Mit allem, was man falsch anwendet, kann man Verhaltensauffälligkleiten schaffen  :whistle

Sogar vom Hundehalter selbst falsch angewendete Schnitzel können Schaden anrichten, wenn er sich damit den Bauch zu voll stopft  :D

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Ein wunderschönes Schlusswort zu unserer Diskussion.

Also Vorsicht vor Schnitzeln in der Hunddeerziehung.

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So, wollte mal berichten was sich bei uns getan hat.

 

Als erstes hat sie jetzt ein neues ausbruchsicheres Geschirr.

Heute waren wir in einer Hundeschule die Hunde und Pferde aneinander gewöhnt.

 

Das erste Pferd zum Angst überwinden war ein Shetlandpony :clown, auch die Hunde der Trainerin waren mit dabei um unserer Kleinen zu zeigen man braucht keine Angst vor Pferden zu haben und sie hat sogar an dem Pony geschnüffelt und es zum Spielen aufgefordert. Die Pferde wurden dann größer, schnüffeln traute sie sich zwar nicht mehr, aber sie lief neben den Pferden her :moehre  und von Panik keine Spur mehr. Ich bin froh das wir diesen Schritt getan haben, denke selber hätte man vielleicht unbewusst ihre Angst verstärkt.

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Super!! :klatsch:

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Prima!

Das freut mich für Euch!

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Na das ist doch ein tolles Ergebnis! Prima! :)

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