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Dein Hundeforum  Der Hund
ips

Negativanzeige aufbauen

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ips   

Wie baut ihr eine Negativanzeige auf?

 

Also wenn der Hund in einem Bereich angesetzt wird, wo von der gesuchten Person keine Spuren zu finden sind, weil sie schlicht nicht da war?

 

Üblich ist ja wohl in der Regel das Vorsitzen beim Führer.

 

Voraussetzung natürlich, daß der Hund genug eingearbeitet ist, daß er erwartet, etwas zu finden.

 

Daß der Führer ihn soweit lesen kann, daß er erkennt, wenn der Hund nix findet.

 

Wartet man besser, bis der Hund von selbst herkommt und vorsitzt? Oder kann man ihn schon nach der dritten Runde, wenn er einen fragend anschaut, sacht herziehen und ins Sitz manövrieren?

 

Oder läßt man das Vorsitzen besser ganz, und vertraut auf die Eindeutigkeit des Verhaltens?

 

Und wieviel Belohnung ist angebracht? Dabei seh ich die Gefahr, daß der Hund irgendwann meint, er soll nur ein bissel herumlaufen, und wenn er keine Lust mehr hat, sitzt er vor und kriegt Leckerli.

 

Und schließlich: wie oft übt ihr das? Sicher nicht zu oft, aber wie oft ist zu oft?

 

Und: immer mit positivem Trail im Anschluß, oder auch mal nur ein Intensity, oder auch mal gar nix danach? 2 Negativ nacheinander möglich? Oder auch im Anschluß an einen gut gearbeiteten Trail?

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Lemmy   
(bearbeitet)

:think:
 

Ich habe so etwas noch nie geübt und sehe auch die Gefahr darin, dass sich der Hund dann eine Strategie aneignen kann, wenn er nichts mehr findet.

 

Normalerweise, wenn einer der Hunde mal nichts findet und etwas hilflos "herumirrt"  - der HF also merkt dass der Hund Probleme hat - wird dem Hund eine Stelle angeboten, an der eventuell Geruch zu finden sein wird (Vegetation, Hausecken, Kantstein, feuchte, schattige Stellen...sowas halt) und wenn dann dort immer noch nichts kommt was auf Trailverhalten hindeutet, wird abgebrochen.

 

Das soll nun aber nicht heißen, dass das der Weisheit letzter Schluss ist - im Gegenteil, ich hab es halt noch nie bewusst getestet, was mein Hund dann tut.

 

Ganz generell würde ich dem Hund nichts vorgeben an Verhalten. Schlicht, weil ich NIE wissen kann, ob er nicht doch etwas riecht, bzw nicht weiß was er da genau tut. Man nehme also mal ganz platt an, der Hund hätte gerade an einem Pipifleck gerochen als man das Sitz einfordert - und nun setzt sich der Hund bei jeder Pipistelle wieder hin?

Wenn ich so etwas wie eine Negativanzeige haben wollen würde, würde ich immer das nehmen, was der Hund mir anbietet.

 

 

Ich erweitere also die Frage nochmal: Hat hier überhaupt jemand einen Hund mit Negativanzeige bei nicht-vorhandenen Spuren?

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Siobhan   

Wir machen das bei jedem Hund in der Gruppe ein oder zweimal, um zu sehen, was sie dann anbieten.

Sie kriegen also einen Geruchsartikel von jemandem, der definitiv nicht da war wo wir sind. Aragorn setzt sich dann neben mich und guckt mich an, ein anderer Hund aus der Gruppe springt seinen Besitzer an (was er sonst nie tut) usw. Ein gezieltes Verhalten antrainieren tun wir nicht, es geht nur darum zu verstehen wie der Hund das eben anzeigen würde.

Und wir machen dann hinterher eine normale Suche, für das Erfolgserlebnis.

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Kugeltroll   

Wir hatten nur ungeplant zwei mal das Neo sich auf der Spur total verirrt hat - also irgendwann zu weit von der Spur weg war und nichts mehr wahrgenommen hat.  Einmal war unser Wisser, der absoluter Neuling war dann auch "verschwunden" und da standen wir nun verloren im Nirgendwo. Neo hat es eigentlich ganz gut gelöst, er hat sich vor mich gesetzt und angefangen zu fiepsen. Ich wusste auch nicht wirklich wie ich damit umgehen sollte, denn da wurde mir dann auch klar das wir ne ganze Weile der Spur von nem Kaninchen gefolgt waren. Ich hab ihn dann abgeleint (von seinem Suchgeschirr) und bin mit ihm zum Startpunkt zurück gegangen und hab´s von vorne gestartet, also neu angesetzt - unser Wisser war nämlich auch nicht mehr aufgetaucht und ich hatte keinen Plan wo sich irgendwer befindet. Das hat dann zum Glück auch gut geklappt. Scheiß Aktion, aber es war halt  nun mal schon doof gelaufen und wir haben versucht noch irgendwie das Beste draus zu machen.

 

Beim zweiten Mal, war die Trail eigentlich etwas zu lang für Neo und er kam mit dem Pool der VP durcheinander, hat versucht sie einzukreisen und hat´s dann irgendwie nicht mehr gepeilt. Da hat er sich vor unseren Wisser gesetzt und gefiept. Fand ich richtig cool von ihm und war mega stolz das er das hinsetzten und fiepen als Lernerfolg für diese völlig missraten trail für sich mitgenommen hat. Wahrscheinlich müssen wir jetzt nur aufpassen, das er das nicht anfängt aus Methode zu machen, nur weil´s was schwerer wird.

Will sagen, bei uns hat der Zufall das Problem gut gelöst. Aber vielleicht ist es mal nicht verkehrt den Hund extra in eine Art Sackgasse laufen zu lassen um zu schauen was er anbietet?

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Lemmy   

Hmm, ich würde es aber nicht oft machen, denn den Hund zu "verarschen" ist einfach nicht fair und wird ihm auch nicht weiterhelfen.

 

:think:

 

Ich habe einmal versehentlich meinem Hund meinen eigenen Geruch vor die Nase gehalten, hatte die Proben verwechselt. Da hat Lemmy sich dann hingestellt und mich mit gerunzelter Stirn (so kam es mir vor - nicht wörtlich! :D ) angeschaut.

 

Vielleicht kann ich das mal probieren und euch erzählen was mein Hund dann macht? :think:

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Siobhan   

Wenn der Hund unterwegs nicht mehr weiterweiß ist das anders, als wenn er jemanden suchen soll der da nie war - er startet ja gar nicht erst.

Falls doch macht er irgendwie was anderes :-D

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ips   

Danke schon mal für die verschiedenen Situationen. Dann werd ich das mit dem Vorsitzen wohl bleiben lassen. Und auch nicht allzu oft üben.

 

Hab grad heut vormittag nochmal so eine Situation probiert. Sie sucht fleißig um die Ansetzstelle herum und bleibt  nach einer Weile stehen und schaut mich an. Wie die 2 Mal vorher auch. Ich hab sie dann noch ein paarmal zum Suchen aufgefordert, Sie hat den Radius etwas erweitert (mit dem Wind!) und ist jedesmal wieder nach ner Weile stehengeblieben und hat mich groß angeschaut. Ich denk, dabei werd ich's bewenden lassen. Hab sie dann gelobt und belohnt und noch einen Intensity draufgesetzt. Mit Jackpot.

 

 

Das Anschauen macht sie halt auch gern, wenn sie beim Spazierengehen ne Fährte findet, und wissen möcht, ob wir das interessant finden. Drum war ich mir unschlüssig, ob ich es nicht eindeutiger möchte, wen sie nix findet.

 

Andererseits, wenn sie tatsächlich die Spur hat, zieht sie ohne Rückfrage los, das ist eindeutig, und das wird mir dann wohl genügen müssen.

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gast   

Ich denke, wenn dein Hund so eindeutig dir zeigt, ob da was ist, oder nicht, dann braucht man kein bestimmes Verhalten fordern.

Es geht ja darum, ob du es erkennst, ob da eine Spur ist, oder nicht.

Ein Negativ habe ich leider noch nicht probiert. Wenn wir wieder etwas im Training sind, dann werde ich es mal testen.

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Lemmy   

Ich hab mich heute nochmal über die Negativs ausgetauscht und bin dann mit meiner Freundin zu dem Schluss gekommen, dass ein Hund, der bei der Arbeit saubere negative anzeigt (bei Kreuzungen etc) auch kein spezielles Negativ braucht für den Start.

Denn - wie hier schon mehrfach gesagt - wenn der Hund vernünftig trailt und der Halter ihn auch ordentlich lesen kann, dann wird er schlicht nicht loslaufen wenn keine Spur da ist :zunge:

Oder aber er wird euch ratlos angucken, oder er gibt an allen möglichen Wegen ein negativ - was dann logischerweise heißt, dass hier nix ist :)

 

Also - bleib dabei was der Hund jetzt macht, und übe das nicht bewusst weiter. Speicher es ab für die Zukunft und ab jetzt wird "normal" getrailt. Sonst kommt der Hund sich ja auch veräppelt vor :D

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Lilli   

Also so Negative trainiere ich niemals mit meiner Hündin...die kommt dann womöglich in die Frustration und dann haben wir das *Schlamassel*

Warum sollte man das auch üben?...nur weil Mensch zu doof/unaufmerksam usw. ist, seinen Hund zu lesen? :wall:

 

Sorry, nix persönliches...ich bin auch nur ein Mensch und Lilli badet gerade meine letzte Unachtsamkeit aus... :heul:   

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