Jump to content
your dog ...  Der Hund
gast

Hysterie

Empfohlene Beiträge

Hysterie

Ich laufe morgens mit Nelly meist in einem sehr gemischten (Alter, Größe, Rasse, Geschlecht) Rudel von 5-8 Hunden, darunter auch eine sehr emotionslos wirkende eher kleine Labmixhündin. Man merkt deutlich, dass sie mit Nelly nichts zu tun haben möchte, da sie ihr zu wild und groß ist. Sollte Nelly, unbedarft wie sie ist, ihr zu Nahe kommen, reicht ein Blick (sehr unfreundlich) und meine läuft einen Bogen.

Jetzt gab es folgenden Vorfall: Der „wilde“ Teil des Rudels überrannte im Spiel diese Hündin, die dann vor Schreck laut „schrie“. Das Frauchen ging in die Knie um zu trösten und die Schuldigen kamen um zu sehen was sie wieder mal angerichtet haben. Vorneweg Nelly total freundlich und die Hündin zeigte ihr die Zähne und schnappte nach ihr. Worauf Nelly völlig hysterisch reagierte und da die kleinere Hündin im Schutz ihres Frauchens sich nicht unterwarf, kam es zu einer wilden Keilerei (keine Bisswunden) .

Musste Nelly dann da rausziehen, da sie überhaupt nicht mehr abrufbar war. Für mich ist ihre Reaktion nachvollziehbar, was mir nur Sorgen macht ist, dass sie so hysterisch wird.

Wir laufen übrigens weiter zusammen !!!!

Noch ein Zitat über Nelly von unserem Hundetrainer : …..eine schon fast zu gutmütige DSH….(nur damit ihr wisst, dass sie wirklich gut sozialisiert ist)

Tipps ?????

LG

Katja

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Am Anfang einer jeden Unterrichtsstunde bei uns im Verein machen wir das sogenannte freie Spiel, bei dem alle frei laufen und spielen können. Das ist ja eine ähnliche Situation wie Euer Gassi-Haufen.

Wir haben es so gelernt (bei Perdita Lübbe-Scheuermann), daß man mit seinem Hund möglichst keinen Kontakt hat, solange mehrere Hunde miteinander frei beschäftigt sind. Das bedeutet, kein Anfassen, kein Knuddeln, keine Leine, kein Futter, noch nicht mal intensiver Blickkontakt.

Dadurch entstehen solche Situationen bei uns höchst selten, da kein Hund seine Ressource (Futter/Spielzeug/Frauchens tolle Taschen) verteidigen muß.

Wir Trainer haben Besenstiele in der Hand, mit denen wir Grenzen setzen, wenn z.B. Mobbing auftritt oder andere Situationen entstehen, die wir als unerwünscht empfinden. Dabei sollte aber nie der eigene Hund begrenzt werden.

Wichtig ist noch, daß diese Besenstiele nie zum Schlagen verwendet werden. Man stellt sie nur auf den Boden oder verwendet sie als kleine Schranken.

Somit verhindern wir, daß Starke noch stärker und Schwache noch schwächer werden.

Ihr solltet Eure Hunde gut beobachten, wie sie miteinander umgehen, welche Signale sie untereinander einsetzen und dann möglicherweise auch Grenzen setzen. Bei gut erzogenen Hunden kann man es dann auch mit abrufen regeln, bevor eine blöde Situation entsteht. Das ist dann zwar eine Kontaktaufnahme, aber man bricht dann auch unerwünschtes Verhalten anderen Hunden gegenüber ab, lobt den Hund, wenn er kommt und schickt ihn wieder weg.

Mein Ansatz wäre bei diesem geschilderten Fall, daß in dem Moment, in dem das Frauchen sich so intensiv mit der überrannten Hündin beschäftigte, alle anderen dafür sorgen, daß ihre "Rüpel" da gar nicht erst hinrennen. Also Deine Hündin gar nicht in die Situation zu bringen, eine kurze Schwäche der anderen auszunutzen.

Ob diese Trostaktion des anderen Frauchens so sinnig war, steht wieder auf einem anderen Blatt. Ich behaupte, daß die Hündin da in dem Moment für was bestätigt wurde, was gar nicht not tat. Aber aus der Entfernung, wenn man nicht dabei war, klingt es sicher anders, als es letztlich war.

Wünsche Euch konfliktfreies Gassi-Gehen für die Zukunft!

Anja und Bärenkind

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Wir halten es bei uns auf dem Platz auch so, wenn die Hunde spielen, wird weder der eigene noch ein fremder Hund geknuddelt oder Leckerchen verteilt!

Wir Hundebesitzer stehen auch immer recht weit auseinander, damit wir überhaupt keinen "Schutzwall" bilden können.

Allerdings haben wir immer ne Schüssel mit Wasser bereit stehen, haben diese aber noch nie gebraucht!

Aber die Idee mit den Besenstielen find ich auch nicht schlecht, ist halt auf ner Hundewiese nicht ganz zu praktizieren.

Wer geht schon mit Besenstiel spazieren!:klatsch:

Wenn meine auch mal im Eifer des Gefechtes "über den Haufen gerannt" werden, dreh ich mich um und mach, als wenn ich es nicht gesehen hätte.

Hat sich schon früher bei meiner Tochter auf dem Spielplatz als gute Idee erwiesen!

Wenn sie mal gestubst wurde, kam direkt der Blick zu Mama, und wehe ich hab geguckt! Schon fing die Heulerei an!:heul:

Hab ich nicht hingesehen oder weggeguckt, kam kein Ton, wurde sofort wieder weiter gespielt.

LG Renate mit Shelly und Boomer

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich habe das früher auch so gehandhabt, wurde dann aber etwas verunsichert.

Wir waren bei einer Trainerin von Martin Rütter, die uns übrigens sehr geholfen hat und tolle Tips gegeben hat.

Wir schilderten Abas verhalten und, daß sie mti anderen Hunden, vor allem Hündinnen, meistens nicht gut auskommt. Wird sie in die Enge getrieben oder weiß nicht mehr weiter greift sie an.

Naja, lange Rede, kurzer Sinn, im Endeffekt hat sie mir erklärt, daß es bös nach hinten los gehen kann, den Hund in solchen Situationen immer allein zu lassen, da sich dadurch der Hund u.U. allein gelassen und nicht beschützt fühlt; aber ein anständiger Rudelführer beschützt seine Leute...

Unser Fall war der, daß Aba und ich vor Jahren zum Gassi auf eine Wiese gingen und dort eine Frau mit ihrer Staffordshirehündin spielte. Ich fragte sie dann , ob ich Aba los machen solle, oder sie ihre lieber ran (bis dahin hatte Aba KEINE Probleme mit anderen Hunden).

Die macht nichst und ich soll sie los machen. Kaum war sie ab, ging ich zu der Frau auf die Wiese, die Hündin fixierte Aba und ging schnurstracks auf sie zu und biß los.

Aba hat seitdem ein Problem und ist sehr unsicher. Sie durfte zwei Woche nicht richtig Gassi gehen, wegen der Wunde. Im Nachhinein bekam ich dann noch mit, daß die Hündin der Versicherung schon wohl bekannt war....

Und da war eben die Aussage der Trainerin, daß ich in so einem Moment meinen Hund im Stich gelassen habe, so fühlt sie sich.

Klar kann man bei einer Keilerei nicht immer viel machen, aber irgendwas wird ja dran sein; denn die bei Rütter wissen eigentlich wovon sie reden...

Was meint Ihr dazu?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Nicky, in dem Fall musstest du dich ja auf die Aussage der Frau verlassen, dass ihr Hund nichts macht!

Also kein Verschulden bei dir!

Klar, dein Hund hat das vielleicht anders gesehen in dem Moment!

Der Rudelführer passt aufs Rudel auf und sichert ab, das Gefühl hatte dein Hund in dem Moment nicht, war aber meiner Meinung nach, unvermeidbar in der Situation.

Ich hoffe, sie fasst irgendwann wieder Vertrauen zu anderen Hunden und ihre Angst legt sich.

LG Renate mit Shelly und Boomer

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ja, wir arbeiten ja täglich daran, aber es ist einfach sehr schwer, weil sie oft durch nicht gehorchende Hunde erneut verunsichert wird.

Aber im Moment läuft es toi.toi,toi, ganz gut:)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Kannst du nicht mal ne Weile mit einem Hund gehen, der gehorcht und Aba nichts macht?

Vielleicht wird dann ihr Vertrauen wieder aufgebaut.

Mit der Zeit kann man den Kreis ja dann vergrössern, wenn es klappt.

LG Renate mit Shelly und Boomer

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Sie hat mit allen Hunden die sie vorher kannte, egal wie gut sie sie kannte, auch heute noch keine Probleme.

Mit Rüden geht es soweit, weil die einfach akzeptieren, wenn sie ihnen zeigt, sei nicht so aufdringlich (dieses in die Luft schnappen). Das klappt auch ganz gut.

Wir haben scheinbar echt so ein Pech, oder es hat wirklich so schlimme Auswirkungen, daß Aba keinen Schwanz hat und alle denken, da kommt ein Angsthase den sie unterbuttern können, daß fast immer, wenn ich dachte ich laß sie mal machen, die Hündinnen sie attackieren. Am Anfang dachte ich immer Aba ist "Schuld", aber mittlerweile achte ich ja auf das Verhalten etwas mehr, so gut ich das in dem Moment kann, und sehe, daß sie oft gar nichts dafür kann. Bei uns ist wohl Zickenalarm:??? in der Gegend...

Jetzt gehen wir in eine Gruppenstunde, wo sie einfach nur bei Fuß geht, Sitz, Platz, halt alles das was sie kann, aber eben mit vielen fremden Hunden um sich. Das hat sie schon etwas entspannter gemacht. Hoffentlich bleibt es so! Toi,toi,toi!

Wenn sie einen Hund ein paar mal gesehen hat, in Ruhe und vielleicht erst beide an der Leine und dann frei, geht es meistens ganz gut. Man sieht ja halbwegs, ob sie sich leiden können oder gar nicht.

Also, es ist schon besser geworden, aber ich würde einfach gerne selbst entscheiden, ob sich zwei Hunde frei begegnen oder nicht, und da geben mir leider einige Herrchen/Frauchen keine Chance dazu, weil der Hund vorneweg rennt und dann nicht einmal gehorcht und schon bei uns ist, bevor einer etwas machen kann.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo Bärenkind,

vielen Dank für Deine Antwort. Vieles von dem was du geschrieben hast, machen wir intuitiv richtig.

Ich habe Nelly eigentlich immer im Auge und rufe sie auch zwischendurch ab, wenn das Spiel zu wild wird. Das Trösten von dem anderen Frauchen war mit Sicherheit genau das Falsche, aber keiner hatte in diesem Moment mit dieser Reaktion gerechnet. Deshalb war es für ein vorheriges Einschreiten zu spät. Aber das nächste Mal…..weiß ich es!!!

Ich glaube allerdings nicht, dass sie sich in die Enge getrieben gefühlt hat, sondern eher meiner mal zeigen wollte was sie von ihr denkt. Seit dem Vorfall versucht sie immer wieder unbemerkt Nelly`s Haufen zu markieren. Sobald sie sich aber beobachtet fühlt, lässt sie es. Nelly registriert das aber nicht, ich glaube sie hat noch nicht die Bedeutung davon kapiert.

Gruß

Katja

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.