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Hundeforum Der Hund

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Hallo ihr Lieben!

 

Ich suche noch mal ein paar Tipps und Anregungen, wie ich Bella (Appenzeller Sennenhund, jetzt 12 Wochen alt) das mit der Beißhemmung noch besser beibringen kann. Wenn sie schnappt, in welcher Sitution auch immer (Spiel, in ruhe kuscheln etc.), breche ich sofort ab, drehe mich weg und ignoriere sie. Sie ist aber von der hartnäckigen Sorte. Sie kommt dann von hinten und beißt mir in die Waden, sie puscht sich dann richtig hoch. In der Hundeschule wurde mir gesagt, ich solle sie dann etwas bedrängen und wenn sie dann zurückweicht Ruhe einfordern, z.B. durch ein Sitz und dann ganz doll loben wenn sie es macht. Wenn das auch nicht klappt, kurzerhand an die Leine oder in die Box, bis sie runtergefahren ist. Habt ihr vielleicht noch andere Vorschläge?

 

Liebe Grüße

 

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Wenn die Kleine in die Hand schnappt, die Hand kommentarlos tiefer in den Rachen schieben, anstelle weg zu ziehen. Jede Aktion provoziert eine Gegenreaktion, Hand im Hals finden Hunde doof und spucken aus. Und es ist auch nicht lustig, so dass Hundi eher nicht animiert ist, danach froehlich weiter zu machen. Eine einfache Methode, die dem Hund nicht weh tut, ohne Stimme und Aufregung abläuft und normalerweise nach wenigen Malen schon funktioniert, weil's halt zur Selbsterkenntnis beim Hund führt, dass das eine doofe Art zu spielen ist.

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Die Hand kommt gerade bei Welpen immer mal ins Spiel; dass meine Hand kein Kauartikel ist, habe ich meinen Welpen so beigebracht: Landete die Hand mal im Maul, dann habe ich ein kurzes "Au" von mir gegeben, die Hand entzogen und dem Welpen etwas Anderes, Weiches ins Maul gegeben, wo er drauf rumkauen konnte.

 

Ich sehe das bei Welpen so: Das Kaubedürfnis ist reflexähnlich da, diesen "Reflex" meiner Hand gegenüber kontrollieren zu können, muss ein Welpe erst lernen. Wenn du das Spiel/die Beschäftigung immer sofort beendest - dann beendest du das oftmals nur aus DEINER Sicht - gerade Welpen empfinden das aber als Fortsetzung des Spiels und schnappen dann nach anderen Dingen, wie in deinem Fall die Wade.

 

Ob das bei deinem Welpen jetzt noch funktioniert, weiß ich nicht - weil ich diese Vorgehensweise vom 1. Tag an so durchgeführt habe.

 

Du kannst das aber mit dem Vorschlag von Cartolina kombinieren.

 

Dabei kannst du auch direkt das Signalwort "Au" konditionieren, indem du es in dem Moment nutzt, wo du die Hand tiefer in den Rachen schiebst.

 

Selbstredend, dass Cartolina damit nicht ein gewaltsames, schmerzhaftes "Reindrücken" in den Hals meint ;)

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Vielen Dank für eure Antworten.

@ Cartolina: Habe gerade bei Bella versucht, als sie mal wieder zuschnappen wollte, die Hand tiefer in den Rachen zu schieben. Einzige Reaktion war ein bisschen würgen und dann versuchen meine Hand runterzuschlucken, aber kein Rückzug. Die ist echt hammerhart manchmal. Mal sehen wie es nach ein paar Malen aussieht. 

 

@ marcolino: Ich versuch ihr dann mal was anderes anzubieten. Ein "Au" ist ihr übrigens auch total egal, hab ich am Anfang immer mit eingebunden, auch quietschen wie ein Welpe wenn er gebissen wird (Tipp Hundeschule) hilft nicht.

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Das AU! muß aber auch genauso beim Hund ankommen, also lieber einmal ein "AUA! Verdammter Mist!" als ein gesäuseltes AU...

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Moinsen,

mhm, im Netz ist es schwierig dies zu beschreiben.

Ich sehe zwei unterschiedliche Thematiken, einerseits die normalen 5 Minuten eines Welpen verbunden mit fehlender Frustrationstoleranz

Junge Hunde haben mal ihre 5 Minuten, mal mehr, mal weniger. Je nachdem ist es schon auch sinnvoll dies auch laufen zu lassen. Wenn sie dann allerdings euch mit einbezieht, ist es sicherlich Zeit entgegen zu wirken.

- Ignorieren kann helfen, ist jedoch sehr langwierig und teilweise einfach nicht praktikabel. Zum einen gehört zum Ignorieren, nicht anschauen oder andersweitig auf den Hund zu reagieren. Zum anderen ist es normal, das der Hund dadurch erstmal noch mehr aufdreht. Und am Hosenbein zu zerren ist beispielsweise für den Hund selbstbelohnendes Verhalten.

- Wenn du den Hund zurück treibst, übst du einen langanhaltenden Druck aus, Langanhaltender Druck führt zu Gegendruck. Der unter Spannung stehende Hund wird dadurch oft nur noch mehr gepusht und dreht noch mehr auf. Mal abgesehen davon das der Hund dies oft als Spiel empfindet. Insbesondere dann, wenn der Mensch verunsichert ist, dadurch das sich kein Erfolg einstellt.

- Ich gehe anders damit um. Wenn der Hund so aufdreht und ich ich es nicht laufen lassen kann, weil er mich darin involviert oder es in der Situation nicht passend ist, hole ich den Hund ganz nah an mich ran und fixiere ihn an meinem Körper. Ob der Hund steht, liegt oder sitzt ist dabei nebensächlich. Eine Köperhälfte des Hundes ist an meinem Körper, an der anderen Körperhälfte fixieren meine Hände. Wenn der Hund aufhört rumzukaspern, fange ich an zu streicheln. Mit deutlicher Ruhe und ausschliesslich mit dem Strich. Zu schnelles Streicheln, Wuscheln, oder zu kurzes Streicheln erregt den Hund eher als es beruhigt. Langes langsames Austreicheln, welches durch sehr ruhiges verbales Loben unterstützt werden kann.

Die eigene innere Befindlichkeit ist dabei nicht zu unterschätzen (Stimmungsübertragung), wichtig ist es also selbst zur Ruhe zu kommen und sich durch die Hüdischehektik nicht anstecken zu lassen.

Im Prinzip das gleiche, welches Eltern mit ihren Kleinstkindern machen, wenn sie in einem Erregungszustand sind, in welchem sie nicht mehr ansprechbar sind. Einfach stoisch halten.

Andererseits Beisshemmung:

Die Finger im Rachen wurde schon genannt, genauso wie Aua und ignorieren zur Beisshemmung.

Spreche dies aber doch bitte mit deiner Hundeschule ab und beobachte das Verhalten eures Hundes genau, in wie weit es sich verändert, bzw. ewtl. verschlimmert.

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Deine Kleine verhält sich völlig normal.

Alle Welpen spielen mit den Zähnen. Sie kann nichts dafür, dass sie jetzt ihre Geschwister nicht mehr zum Spielen hat.

Mit anderen Welpen würde sie spielend die Beisshemmung lernen. Darum würde ich für viele Spielkontakte mit Welpen sorgen.

 

Die Tipps hier finde ich für die Tonne. Was soll der grobe Umgang mit einem Welpen, der sich nur naturgemäss verhält?

Ein Welpe muss lernen, dass er beim Spiel mit dem Menschen die Zähne SANFT einsetzt.

Das kann er nicht lernen, wenn jegliches Spielbeissen verboten wird.

 

Das Spielbeissen wird also erlaubt und nur dann abgebrochen, wenn es zu grob ist.

Nur so erhält ein Welpe ein Feedback.

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Na hoer mal, Bubuka.

 

Ich bin ein MENSCH und kein Hund und dann kann ich einem Welpen auch beibringen, wie er mit MENSCHEN zu spielen hat. Naemlich WIE und OHNE den Einsatz von Zaehnen.

Manche Welpen koennen in dem Alter nicht so schnell zwischen grob und sanft unterscheiden, aber sehr schnell zwischen verboten und erlaubt.

Dann wird eben gezeigt, WORAN er seine Zaehne einsetzen kann. An Spielzeug, Kauartikeln und wenn er das Verhalten auf andere HUNDE uebertraegt, werden die ihm auch den rechten Weg weisen.

 

Bei uns wurde es am Menschen absolut verboten und dafuer umgelenkt auf andere Dinge, die dafuer herhalten durften.

In zunehmenden Alter sind die Zaehne dazugekommen, von ihr aus alleine, aber erst, als sie das Feingefuehl dafuer hatte und sie wirklich spielerisch und vorsichtig  agieren konnte. Da hab ich es auch zugelassen.

 

Zu den Welpenkontakten...

Wenn du so nen Derwisch hast ist es sinnvoller ihn mit souveraenen, erfahrenen Adult-Hunden zusammenzulassen. Da kriegt er fuer Fehlverhalten sofort, klar und knackig einen hinter die Loeffel. Das sitzt und regt zum Nachdenken an.

Nur mit Welpen kann es sein, dass alle anderen kuschen und das Getackere einstecken.. Da erziehst du dir dann wunderbar einen Mobber heran.

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Deine Kleine verhält sich völlig normal.

Alle Welpen spielen mit den Zähnen. Sie kann nichts dafür, dass sie jetzt ihre Geschwister nicht mehr zum Spielen hat.

Mit anderen Welpen würde sie spielend die Beisshemmung lernen. Darum würde ich für viele Spielkontakte mit Welpen sorgen.

 

Die Tipps hier finde ich für die Tonne. Was soll der grobe Umgang mit einem Welpen, der sich nur naturgemäss verhält?

Ein Welpe muss lernen, dass er beim Spiel mit dem Menschen die Zähne SANFT einsetzt.

Das kann er nicht lernen, wenn jegliches Spielbeissen verboten wird.

 

Das Spielbeissen wird also erlaubt und nur dann abgebrochen, wenn es zu grob ist.

Nur so erhält ein Welpe ein Feedback.

 

Ähm ... Bubuka ... offensichtlich ist es ja bereits zu grob, sonst würde Bella ja nicht fragen ;)

Und die Frage ist ja: WIE kann sie es abbrechen. Denn die allseits empfohlene Methode des Ignorierens funktioniert ja nicht, Und im Spiel mit anderen Welpen lernen sie NICHT dass Menschenhaut viel empfindlicher ist als Hundefell.

 

Also nur zu sagen, die anderen Tipps sind für die Tonne, aber selber gar nix dazu beitragen ist nicht sehr hilfreich.

 

Wo ich dir zustimme: die Kleine verhält sich aus Hundesicht normal. Jetzt muß sie aber noch verstehen, was Mensch von ihr möchte.

 

Meine Leonberger Hündin hatte selbiges Problem. Wobei es bei ihr immer nur dann passiert ist, wenn sie übermüdet, überreizt, überfordert und überhaupt ... war. :rolleyes:. Eben wie diese von ElseX beschriebenen Kleinkinder war sie dann wie von Sinnen und nicht mehr ansprechbar.

 

Anfänglich war es ein leichtes Zwicken, welches sich im Laufe von ca. 2 Wochen - durch fehlendes Eingreifen meinerseits - immer weiter verstärkt hat, bis ich bergeweise löchrige T-Shirts hatte und meine Arme von oben bis unten in blau, gelb und lila leuchteten. Ich habe ausgesehen, wie eine mißhandelte Ehefrau :o.

 

Sämtliche Versuche, dies auf die nette Art zu beenden (ignorieren, umlenken, Aua quietschen, Knotentau anbieten) sind gescheitert. Warum? Weil sie durch diese Dinge einfach nicht verstanden hat, daß sie das nicht tun soll. Auch Festhalten hat nicht funktioniert, weil sie mit ihren 16 Wochen schon ca. 18 kg hatte und sich aus Leibeskräften gewehrt hat (und dabei um sich geschnappt hat)

 

Mückes Züchterin hat mich dann gefragt: warum läßt du dir von dem Zwerg gefallen, daß er dir wehtut und dich terrorisiert? Und damit hatte sie recht.

 

Als Mücke das nächste Mal zu einer Attacke ansetzte, hatte ich im Kopf: "Ganz sicher nicht, vergiss es. DU wirst mir nicht mehr wehtun". Ich hab mich ihr entgegengestellt, breitbeinig, leicht nach vorn gebeugt. hab ihr aus tiefster Seele ein "Aus" entgegengeschleudert und hab sie anständig weggerempelt. Sie hat dann unmitelbar darauf noch zwei mal Anlauf genommen,  bis sie kapiert hat, dass ich es ernst meine. Aber dann war das Thema ein für alle mal durch. Da sie mich vorher immer nur lieb und sanft kannte, hat sie das wohl nachhaltig beeindruckt :so

 

Ich möchte aber betonen, dass das NICHT darum geht, dem Hund weh zu tun. Es spielt sich vielmehr im Kopf ab. Man muß selber richtig verinnerlicht haben: SO NICHT. Dann passt die Stimmlage, die Körperhaltung und die gesetzte Aktion zusammen und dann kann es Welpe auch verstehen.

 

Ich weiß nicht, ob das für eure Situation passt. Aber manche Hunde brauchen eben auch mal eine ganz klare Ansage, damit sie es verstehen (können).

 

Ich wünsch dir trotzdem noch ganz viel Spaß mit dem überaus süßen Zwerg und ein gutes Händchen bei der Wahl der für euch und zu euch passenden Methode :yes:. Das wird schon.

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Gniiihiiiihiii, Frau Muecke. 

 

Genauso lief es bei uns auch  :sun

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