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Hundeforum Der Hund
Bella2014

Wie trainiere ich, dass mein Hund sich nicht alles schnappen darf was herumliegt?

Empfohlene Beiträge

Also, es geht mir um folgendes:

 

Bella (12 Wochen alte Appenzeller Sennenhündin) schnappt sich alles was wir aus versehen mal rumliegen lassen und schleppt es gleich in ihr Körbchen, sie hat also Beute gemacht. Fände ich jetzt nicht so tragisch, wenn sie dann nur draufrumkauen würde, auch noch schlimm genug, aber ich habe anderen Grund zur Sorge. Alles was klein genug ist, versucht sie nämlich schlichtweg runterzuschlingen, und das kann ganz böse nach hinten losgehen. Gestern hat sie eine Socke meiner Tochter (2Jahre) ergattert und versucht sie runterzuschlucken. Wir konnten ihr noch das Maul öffnen und die Socke wieder aus dem HALS ziehen. Sie hatte sie schon fast runtergeschluckt !!!! Das kann doch tötlich enden :heul: ! Ich hab ja schon jedem eingeschärft nichts rumliegen zu lassen und habe auch selber immer ein Auge drauf, aber Bella muß auch irgendwie lernen, dass sie nicht einfach alles runterschlingen darf was rumliegt.

 

Von der Hundeschule aus haben wir auch schon angefangen ein Nein zu trainieren. Heißt Leckerlie auf die Hand, dem Hund vor die Nase halten, wenn er zuschnappen will schnell schließen und "Nein" sagen, wieder Hand aufmachen und solange wiederholen bis er seinen Blick abwendet, dann loben und Lerckerlie frei geben. Gleiches Modell mit Leckerlie auf dem Boden. Das hat Bella auch schon gut verstanden. Wenn sie allerdings auf irgendetwas losstürmt, reagiert sie nicht auf das Nein, dazu ist es wahrscheinlich noch nicht genug gefestigt. Reicht es wenn wir das weiter ausbauen oder habt ihr noch andere Vorschläge?

 

Ich hab halt Angst, dass wir mal nicht mitbekommen dass sie etwas verschluckt und das dann wirklich fatal ist. Auch beim Spazieren gehen stürzt sie sich auf alles was nicht niet und nagelfest ist. Zu 99% können wir sie abhalten, aber der 1% macht mir Sorgen.

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Gleiches Modell mit Leckerlie auf dem Boden. Das hat Bella auch schon gut verstanden. Wenn sie allerdings auf irgendetwas losstürmt, reagiert sie nicht auf das Nein, dazu ist es wahrscheinlich noch nicht genug gefestigt. Reicht es wenn wir das weiter ausbauen oder habt ihr noch andere Vorschläge?

Ausbauen!

Und möglichst in so kleinen Schritten üben, dass es wirklich jedesmal klappt. Find ich gut, dass ihr das in der Hundeschule schon trainiert!

Ich hab den Aufbau des NEIN beim Welpen, um das es ja hier geht, schon mal beschrieben und kopier das einfach mal hierher:

Nein oder pfui oder lass es, egal welches Signal. Es muss nur immer dasselbe sein.

Es bedeutet: lass das sein, was du gerade vorhast ...z.B. den Hasenknödel fressen.

Der Aufbau des Signals beginnt zuhause ohne Ablenkung.

Ich nehme ein Leckerchen in die Hand, halte es dem Hund vor die Nase. Er wird versuchen, es zu fressen, ich verhindere das immer wieder, indem ich die Hand rechtzeitig schließe. Irgendwann wird er frustriert zurückweichen oder seine Versuche einstellen, in exakt diesem Moment erhält er ein Lob und eine Futterbelohnung aus meiner anderen Hand .  Hier ist genaues Timing besonders wichtig. Anfangs belohne ich schon kleinstes Innehalten von einer viertel Sekunde!

Entscheidend ist, dass ich nur Innehalten /Zurückweichen beim Anblick des Leckerchens belohne, welches der Hund von sich aus zeigt. Nicht, wenn ich ihn mit der Leine zurückgezogen habe oder die Hand gerade geschlossen war.

Irgendwann kapiert er und ich führe das Signal ein. Ich sage also "nein", halte ihm das Leckerchen vor die Nase, wenn er keine Versuche macht, es zu nehmen, lobe und belohne ich (anfangs immer ein anderes Leckerchen aus der anderen Hand, das dargebotene erhält er anfangs nie).

Versucht er, es doch zu nehmen, scheuche ich ihn mit einer Handbewegung und einem „ksch“ weg. Allerdings ohne ihn zu verunsichern, er soll weiterhin Spaß an der Übung haben. Ich mache aber deutlich, dass mir das wichtig ist. Das ist mehr als ein lustiger Trick, das kann lebensrettend sein, wenn er mal einen Giftköder im Maul hat.

Wenn das nun perfekt klappt, fange ich mit der Generalisierung an. Andere Leckerchen, auch mal auf dem Boden liegend (Fuß daneben zum schnellen draufstellen, der Hund darf das Leckerchen nie ergattern!).

Ich spiel mit dem Leckerchen vor seiner Nase rum. Werfe es in die Luft. Ich nehme Käse, Bratwurst, Leberwurstbrötchen.

Ich rolle es auf dem Boden vor seine Füße oder von ihm weg (immer auf Sicherung achten, er darf es nie bekommen, evtl. mit Helfer arbeiten).

 

Wenn das drinnen perfekt sitzt, verlagere ich das Training nach draußen. Beginne wieder mit den einfachen Übungen mit der Hand, je nachdem wie gut das klappt, steigere ich den Schwierigkeitsgrad.

Lege "Köder" am Wegrand aus, sichere den Hund aber immer noch mit Leine, und ich belohne in der Lernphase (die mehrere Wochen, sogar Monate dauern kann) jedesmal.

Das erste Ziel ist, dass der Hund auf ein zugerufenes "nein" alles, was am Boden liegt, ignoriert und zum Mensch kommt, um sich seine Belohnung abzuholen (die später -ganz viel später-  nur noch sporadisch gegeben wird).

Das Endziel ist, dass der Hund auf ein "nein" das lässt, was er gerade vorhatte.

Erst wenn der Hund das Signal verinnerlicht hat, kann ich es in nahezu jeder Situation einfordern.

Manche Hunde verallgemeinern das sogar und nehmen von sich aus überhaupt nichts mehr vom Boden auf, das ist natürlich der superoptimale Lernerfolg :)

Gretel hatte das Signal in ein, zwei Wochen gelernt. Inzwischen kann ich ihr ohne Sicherung die feinsten Sachen vor die Füße werfen, mit einem gleichzeitigen "nein" lässt sie alles liegen.

Auch Katzensch***, Pferdeknödel  und andere Leckereien unterwegs lässt sie sich verbieten.

Na dann viel Spaß beim trainieren :)

 

 

 

 

 

Edit

total kontraproduktiv vor allem in der Lernphase, aber auch später  sind diese Suchspielchen, bei denen der Hund versteckte Leckerlis auf dem Boden, im Gras oder so suchen soll.

Damit lernt er ja gerade, Gefundenes zu fressen. Deshalb mache ich Suchspiele draußen nur mit Futterdummy, den sie mir erst bringen muss, um die Belohnung zu bekommen.

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Ich sehe das nicht ganz so eng. Selbst wenn sie mal Erfolg hatte, kann sie zuverlässig lernen, nicht alles aufzunehmen. Ich finde auch die Mäglichkeit, die ich am liebsten habe nebenbei, dass der Hund gezielt Futter und anderes Zeug sucht und anzeigt. Dann ggf. die "Beute" tauscht.
Das sind aber alles Sachen, die viel Zeit brauchen. Für den Anfang ist es wichtig, dass du über Situationsmanagement es so hinbekommst, dass sie nichts mehr findet, was rumliegt, was sie inihr Körbchen tragen kann. Mit jedem "Erfolg" verfestigt sich das Verhalten, der Hund übt es ein.

Viele sind Fans des "Versuch und Irrtum"-Lernens, dabei wird aber auch der Irrtum mit der Ausführung unbewusst eingeübt.

 

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Geht mir bei meiner Kleinen genauso :-(, sie frisst draußen alles was sie findet.

Ich habe mich jetzt bei meiner Hundeschule zu einem "Anti-Giftköder-Kurs" angemeldet.

In der Wohnung nehme ich ihr die Dinge weg die sie nicht haben darf und unterstreiche das mit einem "Nein". Oft sehr anstrengend, weil man es immer wieder machen muss, aber ich weiß noch von unserem letzten Hund irgendwann klappt es dann schon.

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Die Gefahr ist halt, dass du im ständigen Wettebewerb mit deinem Hund stehst. Siehst du es vor ihm? Bist du schneller? Reicht ein strenges "Nein"?

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Es gibt auch die Methode des Verbotene Dinge verhauens.

Vielleicht kann das jemand schildern, ich kenne es nur sehr grob, möchte da nicht wichtige Schritte auslassen.

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Eure Socken müssen aber lecker stinken?

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