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Hundeforum Der Hund
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Hunde sind auch eifersüchtig

Empfohlene Beiträge

 

Fusselnase: 

Zumal den Hunden/Tieren ja oft Emotionen abgesprochen werden und es ist doch besser, mit Forschungsergebnissen klugscheißen zu können als nur mit "Ich habe hier aber einen ziemlich eifersüchtigen Hund".

Ist das tatsächlich so?

 

Ich glaube, niemand hier im Forum und auch viele HuHa "draußen" würde sagen: mein Hund kann nicht denken und fühlen!

 

Wir erleben im Alltag mit unseren Hunden, dass sie denken und fühlen; schon Grzimek hat seit Mitte der 50er Jahre mit seinen Dokumentarfilmen anschaulich die kognitiven und emotionalen Fähigkeiten vor Augen geführt (unabhängig zu den Kontroversen, die bzgl. der Inhalte und Botschaften seiner Filme bestehen ;) ).

 

Trotz alledem wird aber unser HANDELN immer noch bestimmt von dem Bild, dass Tiere TRIEBGESTEUERT sind:

- mein Hund hat mir zu gehorchen

- mein Hund hat zu funktionieren

- ich bin das Leittier

...

 

Ich finde, diese Forschungen bringen das nötige Wissen in unsere Köpfe, und helfen uns bei dem, was wir doch alle schon wissen:

 

Einen Hund "hälst" du mit HERZ und VERSTAND ;)

 

Edit: Mein Vasco ist auch eifersüchtig ;) - und ich gehe jede Wette ein, Kerstin, dass DU nicht hingehst und sagst: Da muss sie durch ... sondern das berücksichtigst und versuchst, ihr zu vermitteln, dass sie keinen Grund zur Eifersucht hat ;):)

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Ich habe hier und in anderen Foren aber schon öfter gelesen, ein Hund könne nicht eifersüchtig sein, er könne keine Freude empfinden (das sei nur "positive Aufregung" :??? ) u.ä. Aber natürlich sind wir Hundeverrückten vielleicht nicht unbedingt repräsentativ für alle Hundebesitzer, und abgesehen davon gibt es ja auch Nicht-Hundebesitzer, die  trotzdem eine Meinung dazu haben. Und da finde ich es besser, wenn man mit entsprechenden Forschungsergebnissen aufwarten kann und nicht nur mit dem eigenen Empfinden, das schnell als Spinnerei abgetan werden kann.

Das mit dem Klugscheißen war natürlich nicht ernst gemeint. ;)

 

Das wolte ich damit nur sagen.

 

(Wenn Ylvi eifersüchtig ist, bin ich entzückt und streichle sie und sage: Ja, du bist die Allerwichtigste. :D )

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Ich erlebe oft, dass Hundehalter einen "eifersüchtigen Hund" haben - und dem Hund die Schuld daran geben, weil sie die Eifersucht als vom Hund absichtlich manipulativ einsetzend empfinden und sich selbst dadurch beeinträchtigt fühlen- ohne sich dessen bewusst zu sein, dass sie oft einen erheblichen Beitrag dazu leisten.

Da sehe ich Gefahr, dass so ein Hundehalter diese Erkenntnisse liest und sagt: "Ich habs ja immer schon gewusst. Die Zicke ist so eifersüchtig" usw. - und dann den Hund dafür ausschimpfen, strafen, weil sie genervt sind von der Eifersucht, die sie ja nun bestätigt bekommen haben.

Mir wäre es wichtig , darauf näher einzugehen.

 

Nehme ich meinen Ex-Pflegekrümel, der war ein Beispiel "extremer Eifersucht" als er anfing, sich hier einzugewöhnen und noch nicht begriffen hatte, dass jeder einzelne hier was gaanz Besonderes und Wichtiges ist.

Seit der die Sicherheit hat, nicht zu kurz zu kommen und weiß, er braucht sich Bedürfnissbefriedigung nicht erkämpfen, hat er keinerlei Probleme mehr mit Fremdhunde streicheln/füttern oder ähnliches. 

Das war ein wichtiger Lernprozess für ihn - ohne Schimpfen und Strafen , sondern mit gaanz viel Zuwendung, Lob, Bestätigung.

 

Leider passiert oft das Gegenteil...

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Der Volksmund sagt ja, dass der eigene Hunde einen nicht verteidigen darf, da man ja schließlich keine Ressource, sondern der Chef ist. Deshalb ist es auch furchtbar wichtig, in solchen Situationen den Chef raushängen zu lassen und den eigenen Hund sofort zu korrigieren und dann ausgiebig den Auslöser zu streicheln und zu verwöhnen.  :unsure:

 

 

 

 

Chemisch nahe verwandt, als Vorstufe zum Oxytocin, gilt das Vasopressin, nicht ganz zu Unrecht, als das Partnerschutz- und Eifersuchtshormon. Vasopressin führt aber nicht nur dazu, dass gerade eine sich neu entwickelnde soziale Beziehung geschützt wird und eventuelle Eindringlinge aus dem Umfeld des umworbenen Beziehungspartners ferngehalten werden. Es ist auch ganz entscheidend für die individuelle Erkennung des Beziehungspartners. Nur durch die Existenz von Vasopressin-Bindungsstellen in bestimmten Teilen des Gehirns wird es uns möglich, die individuellen Eigenschaften eines Beziehungspartners abzuspeichern und ihn dann an Aussehen, Stimme, Geruch oder anderen Merkmalen wiederzuerkennen. Zudem ist das Vasopressinsystem sehr eng verknüpft mit der Aktivität des dritten Geruchsorgans des Hundes, des sogenannten Jacobsonschen Organs im Gaumendach. Verknüpfungen des Jacobsonschen Organs mit dem Vasopressinsystem sind beispielsweise dann aktiv, wenn ein Hund einen erkrankten Halter besonders intensiv verteidigt. Über das Jacobsonsche Organ nimmt er beispielsweise die Entzündungsfaktoren im Körpergeruch seines Sozialpartners wahr, und wenn er zu diesem eine gute und stabile Beziehung oder gar Bindung hat, wird er ihn dann auch in gefährlichen Situationen besonders heftig verteidigen. Hat er dagegen nur eine oberflächliche Beziehung, besteht auch die Möglichkeit aus dieser derzeitig empfundenen Schwäche des anderen einen Gewinn zu ziehen und etwas aufmüpfiger aufzutreten.

 Quelle: http://hundemagazin.ch/beziehung-und-bindung-nichts-ist-umsonst-14/

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Danke Eva! Genau das ist es, was ich meinte!

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Wenn man dieses Vorgehen auf Menschen übertragen würde, die ja mit dem gleichen Hormoncocktail durchs Leben gehen, Prost Mahlzeit.  :o

 

Schatz, zieh Leine, lass den Scheiß: "Hallo Pedro/Uwe/Karl-Heinz mon amour :wub: "

 

:huh:  :rolleyes:  :blink:

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Ich denke nicht, dass man beim Hund von Eifersucht sprechen kann, sondern es um seine Ressource geht.

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Fühlt der Hund den Unterschied?

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Beim Menschen ists doch auch nix anderes als Ressource - nur wir Menschen spekulieren da mit dem Verstand rum und mACHEN was anderes draus, als es ist..

Von den Empfindungen ausgehend, denke ich, sind wir da nicht so sehr unterschiedlich zu den Hunden.

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Ja, eben! Vielleicht ist das zu einfach gedacht, aber solche Gefühle dienen doch bestimmt auch der Gruppenbildung. Vielleicht ist Eifersucht nur die Angst, allein zurückzubleiben, denn beim Menschen bedeutet es den Tod, wenn er allein gelassen wird (entwicklungsgeschichtlich gesehen).

Warum sollen nur Menschen das kennen? Weil nur sie in der Lage sind, dem Ding an sich einen Begriff zuzuordnen?

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