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Hundeforum Der Hund
gast

Bedeutung von Unterwerfung

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Der Titel klingt vielleicht blöd, also beschreibe ich die Situation mal näher.

Wir waren letztens mit einer anderen Hündin gassi und die beiden haben sich ignoriert. Heute haben sie sich auch erst mal ignoriert und dann ist Mirza auf die andere Hündin zu und hat sie unterworfen. Kein großes Getöse, kein Biss, einfach auf den Rücken befördert und unten gehalten. Die andere Hündin hat sich nicht gewehrt, einfach still gehalten und gewartet, bis Mirza weiter ist. Ich habe dann Mirza zu mir gerufen und an die Leine genommen, da die andere Hündin gerade gesundheitlich nicht ganz fit ist. Da haben sich die beiden dann wieder ignoriert. 

 

Wie ist das jetzt zu verstehen? Für mich (!) hatte Mirzas Verhalten nichts von Aggression, es war kein auf sie losgehen, kein Reinbeißen usw... Sie stand einfach über der anderen Hündin. 

 

Vielleicht können mir die Leute die in Hund-Hund Kommunikation besser sind etwas auf die Sprünge helfen. 

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Ich interpretiere das so, dass deine Hündin der anderen unmissverständlich klar gemacht hat, was sie von ihr hält und wie sie sich ihr gegenüber zu benehmen hat. Vielleicht hat die andere Hündin deiner was "mitgegeben", was ihr Menschen gar nicht bemerkt habt. Das sind ja manchmal ganz kleine Feinheiten, die da kommuniziert werden.

 

Finde es übrigens gut, dass du deine dann an die Leine genommen hast. Hätte ich auch gemacht, vor allem weil die andere Hündin momentan ja nicht so fit ist. :yes:

 

Ich bekomme bei meinen beiden auch nicht immer alles mit, hab ja nebenbei noch ein eigenes Leben. ;)  Aber spätestens wenn der Dobi schreit, weil die Labradine ihm wieder mal die Lefzen lang zieht, weiß ich, ER hat wieder Schissbossen angestellt. :D

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Es kann gut sein, dass für Mirza die Rangfolge zwischen sich und der anderen Hündin nicht klar war.

Vielleicht jetzt auch durch die Schwäche der anderen Hündin "provoziert".

 

Deshalb erfolgte dann diese Unterwerfung, in der beide Hunde sich völlig richtig verhalten haben. In dem Moment, wo die Hündin still hält, gibt sie das Signal dafür, dass sie sich unterordnet und die Situation wird aufgelöst.

Alles also völlig richtig aus hündischer Sicht.

 

Ich hätte Mirza dann auch angeleint, auch wenn es sehr wahrscheinlich nicht mehr notwendig gewesen wäre.

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Okay, danke für die Info. Im Grunde sind beide sehr ähnlich (beides Border), auch ähnlich zickig :rolleyes: , aber wie gesagt, die andere ist noch in der Genesungsphase und etwas schlecht zu Fuß... Denke da war es schon fair, dass Mirza dann an der Leine blieb. 

 

Die andere Halterin hat es übrigens genauso interpretiert - Mirza will zeigen wer hier Chef ist und ihre findet es okay.

 

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Eben!

Auch wenn das Prozedere ordentlich vollzogen wurde, man möchte ja nicht, dass womöglich die Genesung dadrunter leidet, das wäre ja schlimm.

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(bearbeitet)

Ich wäre da jetzt etwas vorsichtig. Und zwar in dem Sinne.

 

Im Tierreich hat der Schwache keine Chance. So hat Mirza die Gunst der Stunde genutzt um der anderen Hündin mal zu zeigen was Sache ist. Wenn die andere Hündin genesen ist kann die Geschichte anders ausgehen oder eben nicht mehr vorkommen weil Mirza erkennt das die Hündin wieder fit ist und das gar nicht mehr versucht.

 

Gerade weil Du schreibst das sich die Hunde ansonsten ignorieren.

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Sie ignorieren sich beim Gassigehen (in eine Richtung, ob mit oder ohne Leine), die andere Hündin ist sonst eine ziemliche Pöblerin (am Grundstück), da habe ich Mirza so weit, dass sie ruhig bleibt - anfangs wollte sie mitpöbeln. 

 

Mirza ist sonst kein Hund der einfach so unterwirft, deshalb hat es mich sehr gewundert. Sie ignoriert Hunde beim Gassigehen wenn es geht, wenn andere Hund ihr zu aufdringlich werden warnt und zickt sie. (Spielen tut die alte Lady hier nur mit 2 sehr charmanten Herren) 

 

Danke für den Hinweis Riko :)

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Es gibt keine Rangfolgen unter fremden Hunden, wenn es überhaupt welche unter Hunden gibt.

Auf den Rücken drehen als hätten sie Menschenhände tun sich andere Hund auch nicht, das passiert in dem Tumult einfach. Das Drüberstehen ist das sogenannte "Pinning" - der Gegner wird unten gehalten, um selbst eine bessere Position in dem Zwist zu erlangen. Das hat NICHTS mit "Unterwerfung" zu tun.
Auch das Stillhalten ist kein Zeichen, irgendeinen Rang der anderen anzuerkennen, sondern dient lediglich dazu, den Aggressor zu besänfigen. Was soll sie in dieser Lage auch sonst tun? Künftig kann die nun so bedrängte Hündin deiner Meideverhalten gegenüber zeigen, das heißt aber nicht, dass sie sich ihr "unterordnet". Das ist so eine Primateninterpretation, zu der wir neigen.


Ich habe das Gefühl, dass deine Hündin die momentane Angeschlagenheit der anderen ausgenutzt hat, eher ein Zeichen davon, dass deien Hündin unsicher ist oder aber die andere eh nicht mag und zu oft mit ihr zusammen sein muss. Ich würde das nicht mehr so handhaben.

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Kein großes Getöse, kein Biss, einfach auf den Rücken befördert und unten gehalten.

Von meiner Hündin kenne ich genau dieses Verhalten als Maßregelung des anderen Hundes.

Von weitem kann man natürlich nicht sagen, was das in eurer Situation war, welche Motivation deine Hündin hatte. Weißt du vielleicht noch, was in den Minuten vor dem Ereignis passiert ist? Das könnte aufschlussreich sein.

@ kareki

 

Auf den Rücken drehen als hätten sie Menschenhände tun sich andere Hund auch nicht, das passiert in dem Tumult einfach.

Ich hab ein kurzes Video dazu, in dem man ziemlich gut sieht, dass es nicht "einfach im Tumult passiert", sondern dass Zwerg ganz absichtlich umgebügelt und festgetackert wird.

Als Maßregelung, weil sie genervt und die Signale der Älteren missachtet hat:

http://www.youtube.com/watch?v=AV_7cl5QIa4&feature=youtu.be

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Das ist genau das, was ich mit im Tumult meine. Das Festpinnen wird durch durch einen Nackengriff des Hundfangs eingeleitet (und oft mit dem Drüberstehen hinausgezogen). Dabei kann es sein, dass der Hund im Tumult auf den Rücken fliegt. Aber der Hund dreht den anderen nicht absichtlich um. Genau mein Reden. Das Video veranschaulicht es ganz wunderbar.

Übrigens ist eine *passive Unterwerfung* (auf den Rücken liegen) etwas, was der unterlegene Hund freiweillig tut, das wird niemals körperlich erzwungen. Fremde Hund machen das nornmalerweise nicht untereinander, da es eine sehr ungünstige bis lebensgefährliche Pose ist (große Ausnahme sind Hunde, die das aus ihrer Welpenzeit als Stategie übernehmen und sich prophylaktisch bei jeder Hundebegegnung auf den Rücken werfen).

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