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Hundeforum Der Hund
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Sinn und Zweck von Ausstellungen und Rassenhundschauen

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Sind an den Beurteilungen der Hunde auf Ausstellungen auch Tierärzte beteiligt? Das würde ich mir jedenfalls wünschen, weil dann wenigstens einer da ist, der die Gesundheit und das Wohlergehen der Hunde im Auge hat, und nicht nur die optische Erscheinung. Und ein Tierarzt könnte sicher auch ganze Bücher damit füllen, welches Leid die Erkrankung eines Hundes über den Hund selbst und über seine Menschen bringt. Ob das wirklich ein gutes Ziel ist? Es ist schon schlimm genug wenn ein Hund "einfach so" krank wird, wie kann man das nur von vorne rein in Kauf nehmen? 

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Für die Zuchtzulassung brauchst Du ja zusätzlich zu den Ausstellungsergebnissen verschiedene gesundheitliche Befunde, ja nach Rasse, bei uns zum Besipiel u.a. den Herzschall. Von daher wird das nicht im Ring überprüft, sondern extra.

Wie das bei anderen Rassen ist weiß ich nicht. Ich fände jedenfalls einen Tierarzt am Ring der wenn nötig einschreitet gar nicht verkehrt.

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Entspricht das wirklich dem aktuellen Standard? Oder wird das nur so ausgelegt?

 

Bei vielen anderen Rassen wird das ja leider auch so gehandhabt, obwohl das im Standard so gar nicht steht.

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Sind an den Beurteilungen der Hunde auf Ausstellungen auch Tierärzte beteiligt? Das würde ich mir jedenfalls wünschen, weil dann wenigstens einer da ist, der die Gesundheit und das Wohlergehen der Hunde im Auge hat, und nicht nur die optische Erscheinung.

 

Schön, dass diese Frage kommt :)

 

Es war angedacht, dass bei den CACIBs Tierärzte mit dabei sein müssten.

Ohje - in den einschlägigen Züchterzeitungen (die ich mit lese) haben beide Vorstände der beiden VDH-Vereine dermaßen darüber gewettert.

Tenor: "Ein Tierarzt kann das gar nicht beurteilen, da er sich rassetypisch gar nicht auskennt" - ich dachte ich lese nicht richtig.

 

Auf einer CACIB Aaustelung hat ein Richter sich (muss Herbst/Winter 2013/2014  gewesen sein) erlaubt, einen Chowie zu disqualifizieren, weil er dermaßen geröchelt hat.

Dieser Richter wird leider nicht mehr in Deutschland zum richten geladen.

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Unglaublich...

 

Naja, was will man davon halten? Wenn schon Oberzuchtwarte 2 mal mit einem Hund durch den Wesenstest fallen und vor dem 3. und letzten Versuch so lange üben, bis der arme Hund sein erlerntes Verhalten abspult und die Züchterin tatsächlich darüber nachdenkt, diesen Hund in die Zucht zu nehmen und kein, kein einziger Verhaltenstester dazu etwas sagt. Obwohl das Problem bekannt ist.

Man kann einfach nur dort wegbleiben und keinen Hund kaufen.

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Es war angedacht, dass bei den CACIBs Tierärzte mit dabei sein müssten.

Ohje - in den einschlägigen Züchterzeitungen (die ich mit lese) haben beide Vorstände der beiden VDH-Vereine dermaßen darüber gewettert.

Tenor: "Ein Tierarzt kann das gar nicht beurteilen, da er sich rassetypisch gar nicht auskennt" - ich dachte ich lese nicht richtig.

 

 

 

Es müsste eher heißen, das ein Tierarzt auf rassetypisches Gedöns keinen Wert legt, sondern nur auf die Gesundheit und das Wohlergehen des Hundes, ein neutraler Beobachter, sozusagen. Und das wäre mehr als wünschenswert, wenn man sich die Krankenakte so mancher Hunde ansieht, und wie viel davon typisch für eine bestimmte Rasse ist. Alleine  bei meinem ist es das Herz, die Zähne und die Patellageschichte, die typisch für seine Rasse sind, und es geht ja noch viel schlimmer. Wenn der Hund z.B sein Leben lang niemals richtig Luft bekommt, weil eine Nase unerwünscht ist :no:

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Ist das wirklich alles wahr?

Bin ehrlich gesagt etwas fassungslos das es anscheinend um alles geht nur nicht um die Gesundheit.

Ich bleib dabei Eitelkeit und Geltungsbedürfnis. Wer solche Standards unterstützt und sich daran beteiligt....ich sag mal lieber nix:weiter

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Schön, dass diese Frage kommt :)

 

Es war angedacht, dass bei den CACIBs Tierärzte mit dabei sein müssten.

Ohje - in den einschlägigen Züchterzeitungen (die ich mit lese) haben beide Vorstände der beiden VDH-Vereine dermaßen darüber gewettert.

Tenor: "Ein Tierarzt kann das gar nicht beurteilen, da er sich rassetypisch gar nicht auskennt" - ich dachte ich lese nicht richtig.

 

Auf einer CACIB Aaustelung hat ein Richter sich (muss Herbst/Winter 2013/2014  gewesen sein) erlaubt, einen Chowie zu disqualifizieren, weil er dermaßen geröchelt hat.

Dieser Richter wird leider nicht mehr in Deutschland zum richten geladen.

 

 

Das ist jetzt nicht wahr - oder?  :wall: :wall:

 

Da braucht man sich wirklich nicht mehr über die vielen Qualzuchten wundern!!!

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Snowflake, nicht alle Hunde einer Rasse sehen gleich aus, jeder ist ein Unikat, nicht nur Mischlinge.

Für mich sind die Vorteile eines Rassehundes klar: ich bekomme einen Hund von gesunden Eltern (und Ahnen), somit kann ich (wenn ich mich denn gebührend damit auseinandergesetzt habe) viele genetisch bedingte Krankheiten weitestgehend ausschließen. Bei einem Mischling ist das ausgeschlossen, im Gegenteil, da weder Eltern noch Ahnen jemals auf irgendeine genetische Krankheit getestet wurden, kann es den Hund ziemlich böse treffen und wenn die Ausgangsrassen unbekannt sind, dauert die Suche nach dem Defekt womöglich ewig.

Ich persönlich habe eine große Anzahl von DSH und Malis gehabt, jetzt einen Labbi, keine davon hatte HD (oder ED), Herzprobleme, Augenkrankheiten, Allergien ... also zumindest die den Rassen nachgesagten typischen Krankheiten kann man bei ordentlicher Auswahl fast ausschließen - 100% sicher nicht, aber nun gut.

Zum anderen ist es mir (zumindest solange ich berufstätig bin), relativ wichtig, einigermaßen die Grundeigenschaften des Hundes absehen zu können. Denn bestimmte Rassen (oder deren Mischungen) haben Anforderungen, denen ich derzeit nicht gerecht werden könnte. Dazu zähle ich bei mir im Moment Jagdhunde, Huskys und andere nordische, aber eben auch DSH und Malis, die ich 20 Jahre lang hatte und liebe. Beim Mischling kann man natürlich von den Eltern ausgehen, sofern bekannt und Rassehunde, aber bei einem echten Mix ist es halt ne totale Überraschung - was spannend und interessant ist, aber unter Umständen dazu führt, dass ich für den Hund komplett ungeeignet bin ... wenn ich mit vorstelle, auf einmal einen HSH-Mix zu erwischen, der würde mich vermutlich derzeit überfordern und ich könnte ihm nicht gerecht werden. Ja, mir kann auch ein rasseuntypischer, nervlich angekratzter und aggressiver Labbi passieren ... aber da ich Eltern und Vorfahren kenne (persönlich oder aus Beschreibungen im Wesenstest oder von anderen, die die Hunde unter anderem von Ausstellungen kennen), ist die Wahrscheinlichkeit eben auch hier extrem klein, einen unpassenden Hund zu wählen. Noch dazu hilft der erfahrene Züchter auch noch, aus dem Wurf den passendsten heraus zu finden ... noch ein Schritt mehr zu einem nicht nur gesunden, sondern auch ausgefülltem Hundeleben. Ein ordentlicher Deutsch Kurzhaar Züchter würde mir einfach keinen Welpen geben. Der Mischling von nebenan würde mir vermutlich sehr wohl anvertraut und dann hätten wir die Bescherung.

Was nichts daran ändert, dass die Auslegung des Standards ja offensichtlich bei vielen Rassen inzwischen vollkommen ausgeufert ist, die Bilder der Chows sind dafür ja ein eindrucksvoller Beleg (meine Güte, der letzte sieht TOLL aus, aber tatsächlich hätte ich als Laie ja fast Mühe, den als Chow zu erkennen, weil ich offensichtlich bisher nur (sehr wenige) überzüchtete gesehen habe).

Wobei ich auch sagen muss, dass ich viele Rassen echt mag, aber eben niemals halten würde ... Englische und französische Bulldoggen zum Beispiel finde ich knuffig, aber ich bezweifele, dass es da überhaupt gesunde Exemplare geben kann (Sorry, ich kenne mich nicht aus mit den Rassen, aber so rein vom Anblick her habe ich diesen Eindruck).

Übrigens finde ich es nun auch nicht soooo schlimm, dass man einen Hund (ob Mischling oder Rasse) AUCH nach der Optik aussucht. Immerhin leben wir miteinander und wenn ich den Hund auch äußerlich zumindest ansprechend finde, ist das doch ok.

Wobei ich immer sage: sollte ich jemals in Rente gehen können (was ich zu bezweifeln wage), dann gehe ich in's Tierheim und nehme irgendeine kleine Kröte mit 1000 Problemchen und stelle mich eben ganz und gar auf deren Bedürfnisse ein, dann habe ich ja viele andere Einschränkungen nicht mehr :) DANN kann ich einem Überraschungsei ein zu Hause geben, mag kommen, was da kommen mag.

Also wird wohl mein erster und mein letzter Hund ein Mischling sein ... hoffe ich.

Nochmal sorry, ich KANN nicht kurz ... [emoji16]

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Ich habe die Rasse meines Hundes vor allem wegen der zu erwartenden Eigenschaften ausgesucht - insofern kann ich sagen, ich bin überzeugt davon, dass es sinnvoll ist, Rassestandards festzulegen und einzuhalten.

 

Sicherlich gibt es fragwürdige Zuchten. Wenn ich aber davon ausgehe, wie es bei Airedales gehandhabt wird, finde ich das gut. Es wird zwar darauf geachtet, dass die Hunde dem Standard entsprechen (übrigens sehen sie noch genau so aus wie vor 100 Jahren), vor allem aber wird Augenmerk auf Gesundheit und Wesensfestigkeit geachtet.

 

Ausstellungen sind zwar auch nicht unbedingt mein Ding, ich habe aber die für die ZZP nötigen SGs gemacht. Zur ZZP gehört neben bestimmten Gesundheitszeugnissen (ED, HD, oft auch PRA sowie DNA-Profil) vor allem auch ein Wesenstest dazu. Die Züchter, die ich kennengelernt habe, legen vor allem großen Wert auf Gesundheit und Vermeidung von Erbkrankheiten, sofern das irgendwie möglich ist.

 

Ein sogenanntes Überraschungsei ist sicher für manchen toll, ich fand es jedoch wichtig, zu wissen, worauf ich mich einlasse. Schließlich muss ich ja auch leisten können, was der Hund für sein Wohlbefinden braucht.

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