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Hundeforum Der Hund
Anjani2014

Hund schreit bei anderen Hunden los

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Ich frage, weil es möglich ist, dass ihr wegen Reizüberflutung in ihrer neuen Welt zur Zeit alles zuviel ist, ihr Nervenkostüm überstrapaziert, was natürlich ihre Reaktionen drastisch verstärken kann.

 

Stimmt, ein guter Punkt! Es ist wichtig, die Reizmenge immer im Blick zu behalten. Die besten Erfahrungen habe ich damit gemacht, die Menge an Eindrücken pro Woche im Blick zu behalten. Hatten wir einen stressigen Tag, dann war für die nächsten Tage Ruhe und Entspannung ohne jede Aufregung angesagt. Wusste ich, dass uns etwas bevorstand, habe ich die Tage davor schon ruhig gestaltet. Das gilt selbst heute noch und funktioniert sehr gut.

 

Ach, und noch etwas: Es hilft, wenn man einen "Haltegriff" für den Hund gut konditioniert. Sandor nehme ich immer seitlich am Geschirr, während ich mich vor ihn hocke, das ist die gleiche Haltung wie morgens beim Knuddeln. So kann ich ihn fixieren, wenn er sich wieder völlig "verlieren" will, ohne ihn dabei aber unter Druck zu setzen.

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Juline,

 

ich bin schon recht lange unterwegs. Blöderweise hab ich kein Auto und kann so nicht mal in ruhige Gebiete fahren. Wir treffen also jeden Tag viele Hunde und Autos... Ich gehe so 2 Stunden am Vormittag bevor ich in die Arbeit gehe damit sie müde ist, am Abend dann ca. halbe bis eine Stunde...

 

Ich bin einfach zu optimistsich da ran gegangen. Die Frau vom Tierschutz meinte, dass sich das bestimmt bald legt oder vielleicht bei mir gar nicht so schlimm ist. Ich dachte, dass es viel leichter ist. Aber das Jammern hilft ja jetzt nichts....

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Silkies,

 

dass du so unter Hunde kannst und er erträgt es ist ja schon sehr toll! Danke für deine Hilfe! Dann bleibst du stehen wenn ein Hund kommt und setzt dich vor ihn?

Es hört sich nach einer Menge Arbeit an... Es hat betsimmt viel Kraft gekostet, dass so durchzuziehen! Wie lange hat es gedauert, bis es etwas besser wurde?

Ich bi selbst auch nciht gerade eine übermäßig selbstbewusste Person, das Ganze fordert mich sehr...

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Mal ein Tip für DICH: mach dich frei davon, Dich zu fragen, was die anderen Leute wohl denken.

Das ist TOTAL EGAL.

Kommst Du in eine Situation, in welcher Du eben am anderen Hund vorbei musst, dann singst du leise "alle meine Entchen" vor Dich hin (mit Text, nicht nur summen) und marschierst da durch. So kann Dein Hirn nicht in Panik verfallen, was wohl der andere HH denken mag und wenn Du nicht in Panik bist, tut das auch Deinem Hund gut.

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Das finde ich eine sehr gute Idee.

Wenn ich nicht gut drauf bin, muss bei mir Roland Kaiser mit "Hallo again" herhalten.

Warum gerade dieses Lied, weiß ich selbst nicht aber es klappt.

Und eines Tages, davon bin ich fest überzeugt, singt Blümchen mit! *grins* :moehre

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Ich danke euch für eure Kommentare! Es ist schon richtig, ich sollte selbstsicher vorbei laufen, mir ist es immer nur sehr unangenehm vor den Leuten... :unsure: Ich kann ja nicht mal was erklären, weil ich zügig dran vorbei laufe und nicht stehen bleibe...

 

Was ist besser: Ein lautes "NEIN" und zügig vorbei gehen oder eher langsam oder es komplett ignorieren und gar nichts sagen? JULINE: Ist es bei deiner Hündin denn dann irgendwann besser geworden?

 

Pauline kratzt sich auch ständig im Haus. Ursachen konnte man keine finden... Kann das psychisch bedingt sein?

 

Das ist das Problem und was beim Trainer eben anders ist. Beim Trainer ist es dir nicht so peinlich wie in der Öffentlichkeit, du rechnest mit mehr Verständnis, drum zeigt sie da das Verhalten nicht. Versuch dich frei zu machen von Gedanken, was andere denken, das führt zu keinem positiven Ergebnis, diese Unsicherheit vermittelst du dann auch an deinen Hund durch deine Körpersprache und Ausdünstung. Du musst auch gar nichts erklären oder dich rechtfertigen!!!

 

Mir ging es übrigens ganz genauso, hab auch einen Schreihund. Dachte früher, es sei Todesangst, es ist aber eine erlernte Strategie, sie weiß, dass sie damit ihre Helfer zur Seite rufen kann, die dann für sie regeln, ihr Rudel und ich. Ich schau jetzt auch, dass ich vor ihr die Dinge regel, Hunde komplett blocke und erst die anderen Hunde Kontakt aufnehmen lasse, am Schluss dann den Schreihund, wenn er will, meist reicht das Beispiel der anderen schon aus.

 

Seitdem ich im Herbst mal im Auto gefahren bin und mir auf dunkler enger kurviger Strecke nachts plötzlich ein schnelles Auto entgegen kam und in dem Moment meine Windschutzscheibe schlagartig heftig anlief, weiß ich wie schnell wir mit veränderter Atmung und Ausdünstung reagieren, die Hunde bekommen das mit!!!

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Dann bleibst du stehen wenn ein Hund kommt und setzt dich vor ihn?
 

 

 

 

 Dann bleibst du stehen wenn ein Hund kommt und setzt dich vor ihn?

 

Nur, wenn ich es versemmelt habe (oder ein der-tut-nix wieder völlig ungehemmt in uns reinkracht und ich einfach nicht mehr ausweichen KANN) und er doch wieder anfängt auszuticken. Das ist für uns eine gute Methode, ihn schnell und möglichst stressfrei wieder runterzufahren und in einen ansprechbaren Zustand zu bringen. Das eigentliche Ziel ist aber, deinen Hund möglichst immer unterhalb der Reaktionsschwelle zu halten. Am Anfang bedeutet das ganz oft ausweichen, Bögen laufen, Straßenseite wechseln... Je ruhiger dein Hund dann wird, um so mehr kannst du dich schrittweise der Situation wieder annähern - aber immer nur so weit, wie dein Hund es noch aushält ohne wieder auszurasten. Und ab dem Zeitpunkt, an dem dein Hund dich wieder richtig wahrnimmt, sind die o.g. Tipps von Cartolina und anastacia toll! Mehr noch den allerersten Rat kann ich generell nur unterstreichen: Vergiss, was die Leute denken!!! Sondern kümmere dich in diesen Situationen ausschließlich um dich und deinen Hund.

 

Was die Arbeit angeht, ja, das ist es. Und ich würde mir auch von keinem eine Wunderkur einreden lassen, die haben in der Regel alle böse Nebenwirkungen. Die gute Nachricht aber ist: Am allerschwersten ist der Anfang. Hast du den erst mal geschafft und die Entwicklung kommt ins Laufen, dann geht es zunehmend schneller und einfacher. Und vor allem, die ersten Erfolge beflügeln auch dich! Wichtig ist auch, dass du dann gut auf das achtest, was dein Hund dir zeigt. Ich war z.B. total begeistert, als Sandor zum ersten mal einen fremden Hund auf sich zukommen sah und statt ausrasten mir bedeutet hat, es wäre doch jetzt an der Zeit die Straßenseite zu wechseln? Toller Plan! Oder als er die ersten male in noch relativ ruhigen Situationen auf die Idee kam, sich hinter mich zu stellen - da hab ich ihn natürlich sofort abgeschirmt und aus der Situation geholt, und auch wenn das bisher noch sehr kurz und unauffällig von ihm gezeigt wird, so weiß ich doch, wenn ich darauf gleich eingehe dann eskaliert es nicht. Er lernt inzwischen also aktiv einzuschätzen, was er selbst sich zutraut, ich muss gar nicht mehr immer für ihn managen. Fnde ich für einen Hund, der vorher nicht mal denkfähig war, eine prima Leistung.

 

Also mach dich ruhig auf diesen spannenden Weg, du wirst ungeheuer viel über deinen Hund, Hunde allgemein und vor allem auch dich selbst dabei lernen. Es ist anstrengend, klar, aber es lohnt sich sehr!

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Vielen Dank euch allen! Es wird bestimmt sehr schwierig werden, aber ich versuche alle Tipps anzuwenden und hoffe, dass es sich irgendwann bessern wird. Heute hatten wir wieder 2 Begegnungen, bei denen  sie toal ausgerastet ist :ui  Momentan fehlt mir selber noch die nötige Ruhe, bin dann selbst uberfordert. Hoffe es wird alles besser...

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Huhu,

 

du hast den Hund erst seit ein paar Wochen. Verlange nicht zuviel von ihm und auch nicht von dir.

 

Ihr müsst ersteinmal zusammenwachsen. Der Hund muss auch erst einmal lernen, das er dir Vertrauen und sich IMMER auf dich und deinen Schutz verlassen kann. Das kann er aber jetzt, logischerweise, noch nicht. Sowas braucht Zeit und geht nicht hopplahopp.

 

Was machst du mit deinem Hund wenn ihr unterwegs seid? Ich würde an seinem Selbstbewusstsein arbeiten. Mach mit ihm körpernahe Spiele und auch Aktionen die dich mit einbeziehen. Im Moment bietet es sich an zusammen Nüsse zu sammeln. Wenn du einen Wald in der Nähe hast kannst du mit ihm Waldaggi machen, oder ihr "findet" gemeinsam Leckerlies. ....

 

Spielt er gern? Ist er Futter oder Spielzeuginteressiert?

 

Du versteifst dich zu sehr auf sein Problem, da bleibt der ganze Spaß auf der Strecke. Er merkt wahrscheinlich schon beim Verlassen des Hauses, dass du sehr angespannt bist und ist es dann, logischer Weise, auch.

 

Was schert dich was die anderen Menschen von dir und deinem Hund denken? Lass sie doch denken was sie wollen. Sollte ein anderer Hund auf euch zulaufen, bitte den HH ihn zu sichern, tut er das nicht, vertreibe ihn. Stell dich ihm in den Weg, mach zisch Geräusche oder ähnliches.

 

Mach dich groß und trete BESTIMMT auf, der Hund muss dich ernst nehmen. Keine Angst, mit der Zeit lernt das jeder ;)

 

Dein Hund ist nicht groß, da wirst du öfter mal Ziel anderer Hunde sein. Soll heißen, bei kleinen Hunden werden andere Hunde selten bis gar nicht angeleint. Bei großen Hunden leinen HH schneller mal den eigenen Hund an.

 

Nimm deinen Hund, sollte ein Fremdhund zu euch wollen, hinter dich. Wenn es, wie jetzt noch am Anfang eures Trainings, nicht geht das du deinen Hund schützen kannst oder er sich wieder ins Schreien "flüchtet", dann dreh um und gehe einen anderen Weg. Du merkst ja recht schnell bei welcher Distanz dein Hund unruhig wird. Den Moment, bevor er anfängt zu schreien, musst du nutzen und ihn aus der Situation nehmen, wenns geht. Mit der Zeit wird sich die Distanz immer mehr verkürzen, da bin ich ganz sicher. Aber du musst wirklich am Selbstbewusstsein arbeiten.

 

Hast du dich mal nach einer Hundeschule erkundigt?

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In ganz vielem stimme ich hier völlig zu, vor allem auch darin, sich Zeit zu geben und den Spaß am Hund nicht in den Hintergrund rutschen zu lassen. Da kann und sollte man für sich und seinen Hund Nischen finden, in denen man entspannt Spaß haben kann!

 

Sollte ein anderer Hund auf euch zulaufen, bitte den HH ihn zu sichern, tut er das nicht, vertreibe ihn. Stell dich ihm in den Weg, mach zisch Geräusche oder ähnliches.

 

Mach dich groß und trete BESTIMMT auf, der Hund muss dich ernst nehmen. Keine Angst, mit der Zeit lernt das jeder ;)

 

Dein Hund ist nicht groß, da wirst du öfter mal Ziel anderer Hunde sein. Soll heißen, bei kleinen Hunden werden andere Hunde selten bis gar nicht angeleint. Bei großen Hunden leinen HH schneller mal den eigenen Hund an.

 

 

Das wiederum, kann ich aus eigener Erfahrung sagen, ist nicht so einfach. Das Problem dabei ist, dass in diesen Momenten, wenn man dem Fremdhund entgegen treten will, der eigene das schnell als weiteres Stresszeichen nimmt. Klar, wenn der eigene Mensch auch nach vorne geht, dann MUSS es ja schrecklich sein! Auch meinen Hund hinter mich nehmen ist nicht unbedingt möglich bei einem Kandidaten, der eben nicht nur schreit, sondern nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" nach vorne schießt. Gerade bei denen ist es wichtig, beim Anblick fremder Hunde immer ganz viel Ruhe, wo möglich sogar leichte Freude auszudrücken.

 

Das Zauberwort heißt meiner Erfahrung nach eher vorausschauendes Handeln und viel Weitsicht. Und für diese Krisenfälle (und ja, die hat man mit kleinen Hunden leider wesentlich öfter) hat sich bei mir eher bewährt, immer eine Handvoll Schinkenwürfel o.ä. in der Tasche zu haben. Die bekommt der herannahende Hund mehr oder weniger ins Gesicht geworfen, die Bewegung/Berührung der Kekse erweckt die Aufmerksamkeit, der starke Geruch tut meist ein übriges. Und mein eigener Hund kann somit beobachten, wie der "böse Feind" ohne jedes laute Wort oder Aufregung meinerseits in ein deeskalierendes Verhalten (schnuppern, fressen) übergeht, während wir uns still und ruhig entfernen. (Das Entfernen ist dabei wichtig, erstens will ich nicht warten bis der andere sich wieder auf meinen Hund besinnt, und zweitens brauch ich auch keine Futteraggression.) Klar könnte man einwenden, ich weiß ja nicht ob der andere Hund das haben darf oder verträgt. Ich muss aber gestehen, ist mir in diesen Momenten echt schnuppe, und wenn es den Haltern nicht passt steht es ihnen ja frei, ihren Hund bei sich zu behalten!

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