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Hundeforum Der Hund
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Streunermodus

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Pino hat ja wahrscheinlich 6 Monate auf der Straße gelebt und dann 2 Jahre im Tierheim bevor er zu mir kam.

 

Innerhalb von "19,8" Metern ist Pino abrufbar egal von WAS. Er kommt zwar nicht schnell, aber er kommt zuverlässig bzw. steuert nicht weiter das andere an.

 

Ab "19,9" Meter geht bei ihm irgendwie ein Schalter um und er schaltet auf Streunermodus. Reagiert null auf mich und geht in die von ihm gewählte Richtung. Er macht das ohne erkennbares Ziel und auch nicht schnell. Es ist also im Alltag kein Problem, da ich nur ein paar Schritte schnell in seine Richtung gehen muss und ihn dann wieder abrufen kann oder ihn gar nicht in den Bereich kommen lasse.

 

In Burbach konnten einige das sehr gut beobachten und ich glaube Jessy sagte so nett "Jetzt schaltet er auf Streunermodus um" .

 

Kennt das jemand von seinen ehemaligen Streunern und wenn ja, kann man das irgendwie selbst arbeiten oder arbeitet die Zeit daran oder muss man sich damit abfinden?

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Hm ,

 

eventuell ist es mal an der Zeit , dem Pino etwas von der Verantwortung zu übertragen.

Will sagen :

 

 .... da ich nur ein paar Schritte schnell in seine Richtung gehen muss und ihn dann wieder abrufen kann oder ihn gar nicht in den Bereich kommen lasse.

 

 

 

ist es denkbar , das dein Hund sich drauf verlässt -das eine minimal-betagte Blondine, ihm (Maestro-auf-Brautschau )

absolut 120%-zuverlässig hinterher-hechelt.... :rolleyes: ...????

 

Basierend auf dem Versuch-macht-kluch-Prinzip , könntest du (im ungefährdetem Gebiet ) den Spieß mal umdrehen...

 

 

 

 

 

jörg

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Ich kenne das von meinem Hund. Der war aber nie Streuner. Bei ihm ists der Jagdtrieb. Wenn er einen bestimmten Abstand zu mir hat stellt er die Ohren auf Durchzug wenn er etwas in der Nase hat.

 

Eine Bekannte hat einen Streuner aus Serbien. Dieser Hund ist mega ängstlich und klebt ihr am Bein. Ihr vorheriger (auch Streuner) war so wie du deinen Hund beschreibst. Hab ihn aber nur durch Erzählungen "kennen gelernt". Sie hat ihn an der Schlepp gehabt und immer wenn er das Ende erreicht hat musste er zu ihr kommen und ein Stück im Fuß gehen. Irgendwann hat er das automatisch gemacht, auch ohne Schlepp. So hatte sie nie mehr Probleme.

 

Ob das für dich eine Option ist musst du selber entscheiden. :)

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Hr. Rumsi lebte grundsätzlich nach diesem Modus, er hatte 6 Jahre auf Bukarests Straßen überlebt und später nie eingesehen, warum er nicht schnell mal kucken kann, was hinter dem nächsten Hügel ist. Da war er komplett unbeirrbar, und da er sowieso ein Sturkopf sondersgleichen war... nun, das war fast schon eine Nebensache.

 

so weit

Maico

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@Jörg: Werde ich bei nächster Gelegenheit, also wahrscheinlich Burbach 2015 probieren. Aber ich denke er wird seiner Wege gehen.

 

Jagdtrieb ist es bei Pino mit ziemlicher Sicherheit nicht, zumindest nicht nach Wild . Wir laufen ab und zu mit den Hasen Rennen und er bleibt bei mir unangeleint und ohne das ich eine große Ansage machen muss, es reicht ein leises "neinnein".  ;)  Einzig bei Hunden muss ich etwas strenger werden, wobei auch das mit einem NEin geht. ;)

 

Ich habe die Ansprechbarkeit ja auch an der Leine aufgebaut und wie bereits geschrieben, im 20 Meter Bereich ist das kein Problem.

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Wenn er keinen Jagdtrieb zu haben scheint, wo ist das Problem, wenn er mal weiter als 20 Meter weg sein Ding durchzieht?

Würde er da nie von selbst wieder den Streunermodusschalter auf "bin mit Katja unterwegs-Modus" umschalten und abhanden kommen?

Wäre interessant  zu erfahren, was Du bisher schon "dagegen" unternommen hast, wie Ihr gemeinsam unterwegs seid, welche Motivation hinter dem Streunermodus steckt und ob man evtl. eine Motivation finden könnte, sich nicht im Kopf ausklinken zu wollen.

Wie lange ist er schon bei Dir?

Wie wurde der Rückruf aufgebaut?

Wie oft ist dieser auf einem Spaziergang nötig?

usw...

 

Ich hab hier zwei so eigenständige Exemplare - allerdings mit ausgeprägtem Jagdtrieb.

Hat einiges erfordert, damit die zwei das ausklinken minimieren konnten und das gemeinsame Streunen mit mir bevorzugen lernten.

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Innerhalb von "19,8" Metern ist Pino abrufbar

Wäre noch interessant zu wissen, wie das bei euch genau mit dem Rückruf läuft.

 

Mir fällt immer wieder auf, was für unterschiedliche Aktionen die Leute  unter dem Begriff Rückruf verstehen.

 

Es stellen sich hunderte von Fragen :)

Ist er richtig tiefsitzend konditioniert?

Oder über sog. Kommunikation aufgebaut (die -man verzeihe mir- in diesem Fall meist nichts anderes darstellt als eine Wischi-waschi-Konditionierung)?

Ist er mit steigender Entfernung /Ablenkung erlernt worden?

War das Training so aufgebaut, dass sich die richtige Reaktion gut im Hirn festigen konnte -oder ist das Signal durch zu viele "Fehlversuche"  versaut worden?

 

Und die fast wichtigste Frage: warum kommt der Hund, wenn er gerufen wird? Was erwartet er, was geht in ihm vor, welche Motivation treibt ihn zu dir?

 

 

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Wir hatten einen Streuner, auch einen, der vorher auf der Straße lebte, dann zu einer span. Tierschützerin kam. Dort durfte er aber weiterhin streunen. Nun ja, er hat das sein ganzes Leben lang nicht abgelegt. Bei jeder ihm sich bietenden Gelegenheit legte er nen Zahn zu und dann half kein Rückruf mehr. Mr. Hund kam dann nach Stunden wieder nach Hause. Mit der Zeit haben wir diesen Zeitpunkt aber sehen gelernt, nämlich an seiner Ohrstellung  :lol:

 

Für mich hört sich das mit Pino nicht nach Streunermodus an. Eher nach üblichem Hundeverhalten, das im Laufe der Jahre weniger wird. Emma lässt sich z.B. gut abrufen. Wird ihr Radius aber immer größer, reicht manchmal ein normaler Ruf nicht mehr. Dann kommt mein "Aber ganz schnell Frollein!"  :D  und dann weiß sie, Frauchen meint es nu ziemlich ernst. 

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Ist er richtig tiefsitzend konditioniert?

 

Jein .... ich erwarte nicht, dass ein Hund wie Pino schnell angerannt kommt, ich erwarte nur das er kommt. Das hat er verstanden.

Oder über sog. Kommunikation aufgebaut (die -man verzeihe mir- in diesem Fall meist nichts anderes darstellt als eine Wischi-waschi-Konditionierung)?

 

Eher ja

 

 

Ist er mit steigender Entfernung /Ablenkung erlernt worden?

 

Entfernung bis "19,8" (symbolisch), Ablenkung wie Katzen, Hasen und Hunde ja und Abruf beim mäuseln.

 

War das Training so aufgebaut, dass sich die richtige Reaktion gut im Hirn festigen konnte -oder ist das Signal durch zu viele "Fehlversuche"  versaut worden?

 

Der finale (wenn ich es ernst meine)  Abbruch/Rückruf innerhalb der 19,8 Meter klappt.

 

 

Und die fast wichtigste Frage: warum kommt der Hund, wenn er gerufen wird? Was erwartet er, was geht in ihm vor, welche Motivation treibt ihn zu dir?

 

Ich stelle Dir mal ein Bild ein von heute morgen, auf seinem Rückweg zu mir. Dann können wir mal gemeinsam spekulieren.

 

 

post-187-0-99817500-1411308409.jpg

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Wenn er keinen Jagdtrieb zu haben scheint, wo ist das Problem, wenn er mal weiter als 20 Meter weg sein Ding durchzieht?

 

Es ist nur dann ein Problem wenn z.b. plötzlich ein Traktor kommt. Auf seiner Mäuschenwiese kann er das machen.

 

Würde er da nie von selbst wieder den Streunermodusschalter auf "bin mit Katja unterwegs-Modus" umschalten und abhanden kommen?

 

Wenn, was ich nicht weiß, würde es wohl ewig dauern. Ich habe das Experiment aber noch nicht mit zum Ende gemacht. Er war einmal "richtig" jagen, da kam er grinsend zu mir zurück, da war er aber in einem ganz anderem Modus.

 

Wäre interessant  zu erfahren, was Du bisher schon "dagegen" unternommen hast, wie Ihr gemeinsam unterwegs seid, welche Motivation hinter dem Streunermodus steckt und ob man evtl. eine Motivation finden könnte, sich nicht im Kopf ausklinken zu wollen.

 

Unternommen?

 

Ich sehe ja wenn er umschaltet, dann "hole" ich ihn wieder in meinen Bereich.

 

 

 

Wie lange ist er schon bei Dir?

 

knappes Jahr

 

 

Wie wurde der Rückruf aufgebaut?

 

Hat er an der längeren Leine gelernt.

 

 

 

Wie oft ist dieser auf einem Spaziergang nötig?

 

Wenn wir alleine unterwegs sind kein - bis 3 x, bin ich abgelenkt öfter.

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