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Hundeforum Der Hund
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Streunermodus

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Hä, ich dachte Pino wäre 3!!! :D

 

Also das mit dem Modus ist nicht gut, denn wenn er nicht bemerkt, dass du fehlst, dann kannst du die Versteckgeschichte vorerst vergessen.

 

Vielleicht versuchst du mal ihn stärker bei dir zu beschäftigen. Unterordnung, aber nicht als Befehl gesehen, sondern als Übung, damit er merkt, bei Tante Katja ist was los und so auch die nachfolgenden Dinge.

Ballspiele, oder worauf er sonst Lust hat, oder auch Dummyarbeit, damit er MIT DIR suchen kann. Sowas, um die Bindung zu festigen.

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Ich bin froh das er es mittlerweile nicht mehr gruslig findet, wenn ich ihn beim mäuseln "anfeuere". :D

 

 

Danke Emma :)

 

Merkt er im noch- nicht -Streunermodus denn, wenn Du umdrehts und orientiert er sich dann noch an Dir? Oder geht ohne aktives Aufmerksam machen keine Orientierung an Dir?

 

Das Umdrehen und Beute machen ohne Hund, dass  muss natürlich an den Hund angepasst gemacht werden. Wenn er so leicht zu verunsichern ist, dann könnte man ja auch vor sich hinflüstern, umdrehen und schleichend Beute suchen und finden.

Von mir aus tanzt man ne Runde Tango, wenns dem Hund gefallen würde oder man legt sich einfach nur ins Gras und guckt in den Himmel - egal - der Hund muss es gut finden, was man macht.

Es geht dabei einzig und allein darum, dem Hund den Menschen ohne Kommando ins Bewusstsein zu rücken, sodass er aus eigener Entscheidung heraus nicht ganz die Leitung nach hinten kappt, weil er  immer wieder erwarten könnte, dass er etwas FÜR IHN SPEZIELL etwas ganz besonderes verpassen würde.

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Ich habe mit Ben ja auch so ein Exemplar hier. Im Radius von 15 m alles OK, danach lief er einfach (allerdings nicht langsam, sondern schnell). Mich nahm er über haupt nicht mehr wahr. Irgendwann fiel ihm dann *zuhause* ein und er rennt schnurstracks nach Hause.

Selbst wenn er dabei meinen Weg kreuzte nahm er mich nicht wahr.

Der einzigste der ihn aus dem Rennmodus herausholen kann ist Fin, aber nur wenn er schnell genug hinterher kam.

 

Ich habe ihn dann konsequent im 15m Radius gehalten, belohnt durch Lob oder Leckerchen wenn er sofort zu mir kam und gaaaaaanz langsam diesen Radius ausgeweitet.

Nach nun 4 Jahren ist dieses das erste, wo er mir nur 1x von der Fahne gegangen ist, ich muss allerdings schon drauf achten, ob er wieder kurz vorm Ausblenden ist, dann kommt er an die Leine.

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Hm ... Ich bekomme das Bild nicht aus dem Kopf, dass Pino die durch die Schleppleine vorgegebene Distanz irgendwie nicht in deinem Sinne verknüpft hat ...  :rolleyes:

 

So nach dem Motto: Bis hier ging die Schleppleine, bis hier wurde der Rückruf geübt - alles was darüber hinaus geht, ist der Rückruf nicht mehr gültig ... :unsure:

 

Hast du schon mal selber die Richtung gewechselt, ohne Pino darauf aufmerksam zu machen?

 

Was würde er tun, wenn du dich umdrehst und weggehst, evtl. auch mal weg rennst?

 

Hat er dich noch "im Blick", wenn er die 19,8 m überschreitet - oder bist du dann komplett "ausgeblendet"?

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Hm ... Ich bekomme das Bild nicht aus dem Kopf, dass Pino die durch die Schleppleine vorgegebene Distanz irgendwie nicht in deinem Sinne verknüpft hat ...  :rolleyes:

 

Ich habe das nicht an der Schlepp trainiert, sondern nur an einer 3 Meter Leine und ihm dann nach und nach mehr Radius gegeben.

 

Hast du schon mal selber die Richtung gewechselt, ohne Pino darauf aufmerksam zu machen?

 

Ja, klappt mit dem Fahrrad, aber nicht wenn wir zu Fuß unterwegs sind.

 

 

Was würde er tun, wenn du dich umdrehst und weggehst, evtl. auch mal weg rennst?

 

Wenn er außerhalb meines Radius ist geht er weiter seines Weges.

 

Hat er dich noch "im Blick", wenn er die 19,8 m überschreitet - oder bist du dann komplett "ausgeblendet"?

 

Bei dem "Test" an der Nordsee schaute er nochmal zurück und ging dann weiter seinen Weg.

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Ich lese mir jetzt mal die Beiträge bewusst nicht durch, um meinen (kurzen) Eindruck von Pino in Burbach "frisch" aufzuschreiben (wenn sich somit etwas wiederholt, entschuldige).

 

Ich habe mit Streunern bisher nur in unserem Tierheim zu tun - habe aber einen Hund im Schneckenhaus vor 2 Jahren bekommen (grosser Unterschied: Pino wirkt auf mich nicht depressiv u. scheint sich nicht unwohl zu fühlen, so wie es bei Tosch war).

 

Vielleicht ist dennoch etwas dabei, was Euch irgendwo be"trifft".

 

Ich hatte den Eindruck, Pino ist ein selbstständiger u. sicherer Hund. Die Menschenwelt hat sich ihm bisher nicht recht erschlossen. Somit hat er seine (pinocharakteristisch ruhig - überlegten) Pfade eingeschlagen u. kam wohl gut klar. Gezielte Anleitung/Erfahrung im "dechiffrieren" von Menschen hat es wohl wenig gegeben.

Er fühlt sich wohl bei Dir und weiss, dass da absolut nichts Schlechtes kommt. Das ist schonmal sehr gut u. war für mich ganz offensichtlich.

Er kann erst jetzt mit Dir (weil Du konstant da bist) lernen, was man mit einem Menschen anfangen kann und Deine Äusserungen/Bewegungen/Gestik/Mimik verknüpfen beginnen. 

Das funzt mMn am besten über Emotionen. Und zwar über seine (u. somit auch über Deine). Und kann lange dauern (aber das weisst Du ja)...wie weit er "raus" kommt, kann Dir niemand sagen u. bleibt spannend. 

Du weisst das alles sowieso - ich kann mir trotzdem vorstellen, dass Du ganz hinten im Herz eine gewisse Erwartungshaltung hast (wer hat die nicht?!)

Bei Tosch konnte ich (abgesehen natürlich von der vielen gemeinsam verbrachten Zeit u. mich als "Studierobjekt" für sie) Emotionen erstmals erleben, als ich anfing, mit ihr ganz simple Agi - Übungen zu machen (die sie anfangs nicht sonderlich interessierten). Als sie mitgekriegt hat, dass ich mich WIRKLICH freue, wenn sie mitkam, meiner Hand folgte u. die 2,3 einfachen Hindernisse nahm, kam Bewegung in den Hund.

Das nächste mal war es ein Tunnel. Sie wollte nicht rein. Gut. Ich habe sie zusehen lassen, wie die beiden ihr bekannten Sparringspartner mit Wonne durch den Tunnel sausten. Sie hat es nachgemacht (bei Pino könnte ich mir seeehr gut vorstellen, dass er sich viel von Hunden abguckt - würde ich nutzen) - und war happy. Meine Freude darüber war spontan und echt. DAS ging auf den Hund über. Sie hat neue (auch neue taktile) Erfahrungen gemacht - das wurde dann ein Selbstläufer u. sie konnte endlich etwas mit Freude (zumindest scheint es mir so) machen. Wie ein Türöffner.

 

Neue Sinnes - Erfahrungen, verknüpft mit meiner Freude darüber hat offenbar bei uns viel auf den Weg gebracht.

Pino ist zwar zurückhaltend und mag es vielleicht nicht gerne laut. Ich denke aber, dass er DICH (und Deine Emotion/säusserungen) lesen lernen wird, wenn Du ihn NEUE Erfahrungen machen lässt. Möglicherweise ist es gar nicht sooo wichtig, was das im Detail ist. 

 

Wenn Du ihn beim Mäuseln anfeuerst, ist das erstmal völlig ok - aber er bleibt in seiner Welt (was ok sein kann - das hängt aber wiederum von der Erwartungshaltung ab, die vielleicht jeder irgendwo an seinen Hund hat).*Argggh* - ich hoffe, Du verstehst, was ich meine  :)  !

 

Was das alles mit seinem Streunermodus zu tun hat? 

 

Hab ich jetzt nicht beantwortet. Oder vielmehr ist das, was ich (mal wieder zu lang u. umständlich) geschrieben habe, meine Antwort.

 

In Kurzfassung: wenn er erlebt, wie sich (gemeinsame) Freude anfühlt, kann man ihn auch mal eher aus seinem "Streunermodus" rausrufen.

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@Fangmich: Nennt sich "Bindung", oder :);)

 

Katja, ich glaube nicht, dass zwischen Pino und dir keine Bindung ist - nur damit du mich nicht falsch verstehst :)

 

Was Gundi beschreibt, ist eine weitere Qualität, die sich auf den Faktor "gemeinsam" auswirken kann. 

 

Hier scheint Pino ja noch "in seiner eigenen Welt" zu sein - und die fängt, aus welchen Gründen auch immer, ab diesem bestimmten Abstand zu dir an.

 

Hast du Versteck-Spielchen mit ihm gemacht, also wo du dich versteckt und gefreut hast, wenn er dich gefunden hat?

 

Dieser Gedanke der "überspringenden Freude", wie Gundi ihn beschreibt, gefällt mir sehr. Mein Vasco hat so den Spaß am Apportieren bekommen, und er liebt es dort gezielt seinen Kopf einzusetzen,  und mir dann ganz stolz die Beute zu bringen: Da Mama - gefunden, für DICH :D

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Ich hatte den Eindruck, Pino ist ein selbstständiger u. sicherer Hund. Die Menschenwelt hat sich ihm bisher nicht recht erschlossen.

 

 

Der Satz gefällt mir. :)

 

Wir hatten eben eine Situation: Meine Söhne, eine Freundin und ich sitzen im Esszimmer, Pino ist dabei. Irgend jemand sagt was total lustiges und wir bekommen ALLE einen richtigen Lachanfall. Pino verlässt das Zimmer und legt sich in ein Menschenbett und bleibt da. Ja, laut braucht er nicht.

 

@Marcolino: Klar haben wir eine Bindung, diese ist aber noch ausbaufähig.

 

Mit einem verfressenem Hund oder einem Hund der auf Spielis abfährt ist es einfacher und sichtbarer.

 

Verstecken habe ich schon versucht, hier greift wieder der Satz von Gundi. Kommt aus der Menschenwelt, erschließt sich ihm nicht. ;)

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Dann mach es ihm interessant! 

 

Versteck dich, mach da irgendwelche komischen Geräusche, kram im Laub rum (... und versteck dort ein Leckerchen), freu dich wenn Pino kommt, motiviere ihn, gemeinsam mit dir zu Wühlen, ist nicht schlimm, wenn erst mal nur DU wühlst, Hauptsache er kommt irgendwann mit der Nase und - Taddaah!!! Da liegt ein Leckerchen.

 

Vielleicht findest du dabei ja auch mal zufällig ein Mäuseloch - manchmal spielt das Glück einem solche "Geschenke" in die Hände :D

 

... sagt die, die schon mal (vor Zuschauern ...) ein Rad geschlagen, sich anschließend juchzend auf dem Boden gewälzt und dabei mit Armen und Beinen in der Luft gestrampelt hat ... nur damit sie nicht den Welpen holen muss, sondern er zu ihr kommt :D

 

Edit, weil meine Gedanken schneller als meine Finger waren ...

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Pino ist ja mit Renate+Jule und mir+Joey eine Runde in Burbach mitgelaufen!

 

Wir haben ihn immer viel früher als 20m  (19,8 ;) ) zurückgerufen - mehr als 10m machten mir Schweißausbrüche, auch wenn er ja eigentlich nicht wirklich weg konnte! Aber wir wollten halt auch nicht ohne ihn zum Platz zurückkommen! ;)

 

Ich hatte das Gefühl, solange er uns sehen konnte, war es für ihn okay, zurückzukommen, aber selbst wenn er nur bei 5m vor uns wegen einer Wegbiegung außer Sicht war, hat er erst mal sein Ding gemacht und war dann im hohen Gras verschwunden! Sobald wir wieder irgendwie ein Stückchen von ihm gesehen haben, kam er auch wieder näher, wenn wir gerufen haben.

 

Da kam natürlich auch noch hinzu, dass er uns ja so gut wie gar nicht kannte! Aber dafür hat es doch gut geklappt, dass er immer wieder zu uns kam und mit lief!

 

Dass er Dich beim Fahrradfahren mehr beachtet, wenn du die Richtung wechselst, liegt bestimmt daran, dass er da schon weiß, dass Du ihm damit schneller entkommen kannst, als zu Fuß! Wenn Du zu Fuß bist, kann er sich ziemlich sicher sein, dass Du nicht sehr weit gekommen bist, wenn er Dich mal 30m hinter sich gelassen hast! :D Also muss er auch nicht so sehr aufpassen, dass er Dich nicht verliert! Wäre so mein Gedanke!

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