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Hundeforum Der Hund
Mark

Beschleunigung statt Entschleunigung

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Ich halte es für essentiell, dass Hunde ausreichend körperlich ausgelastet werden und auch verschiedensten Reizen ausgesetzt werden. Anspannung und tiefe Phasen der Ruhe und Entspannung führen zu Wohlbfinden bei Hunden, ähnlich wie bei Menschen auch.

 

Das Augenmerk vorrangig auf Entschleunigung zu legen ist dauerhaft sicher der Gesundheit abträglich und schädlich.

 

Sollte man im Blick haben, wenn man auch im höheren Alter einen gesunden und agilen Hund haben möchte.

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Das seh ich genau wie du.

 

Eine Zeit lang habe ich ihn geschont weil er immer mal gelahmt hat und schon meinte mein TA das er etwas mehr Muskeln am Popo vertragen könnte. Also gibts wieder ordentliche Ausflüge.

 

Insgesamt gibts bei uns ein Programm aus außreichender Beschäftigung in Form von Spaziergängen, Wanderungen und Stadtgängen. Dafür wird für genug Ruhezeiten, Pausen und Kuschelstunden gesorgt in denen verarbeitet werden kann.

 

Mein Hund ist 8 Jahre, toll bemuskelt und ein absolut agiles Packet Hundepower!

 

Ich würde es immer wieder so machen und ich bin mir sicher das mein Spatz das auch nicht anders möchte ;)

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Das ist wohl wahr. Von nichts kommt nichts. Unter anderem ist es, aus meiner Sicht, Sinn und Zweck der Hundehaltung, dass man sich mit dem Hund in der Öffentlichkeit bewegt, ohne das er kollabiert oder die Nerven verliert. Dazu muss man ihn schon gewissen Reizen aussetzen, sonst geht es nicht.

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Immer wieder lese ich nun von Entschleunigung. Was ist denn überhaupt damit gemeint? Den Hund gar nicht mehr rennen und toben lassen? Oder gehts um überforderte Hunde, weil Menschen meine, Hund braucht auch einen vollen Terminplan? Irgendwie stehe ich aufm Schlauch.

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Entschleunigung = Minimierung von Außenreizen, Minimierung von Spaziergängen bzw. richtiger körperlicher Auslastung

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Ich denke, es ist da wie überall, die Menge machts. Wichtig ist doch vor allem, den jeweiligen Hund genau anzuschauen und dann zu sehen, wie viel er wovon braucht. Die jeweiligen "Kategorien" habe ich für mich mal so zusammengefasst:

 

* Sozialkontakte - zu Menschen und auch zu Hunden.

* Exploration: Schnüffeln, gucken,  die Welt erkunden.

* Strecke machen: Einfach laufen, und zwar ausdauernd.

* "Beine strecken": Spurten und sprinten in voller Geschwindigkeit.

* Kopf anstrengen: Die geistigen Fähigkeiten je nach Veranlagung ausleben, Aufgaben haben.

* Pausen haben: Wirkliche Ruhezeit, und zwar ausreichend und auch am Stück.

 

Was das für den jeweiligen Hund bedeutet, wie viel er jeweils wovon braucht, ob man das kombinieren kann oder nicht - das kann man glaub ich nicht pauschal sagen. Bei vielen Hunden geht einiges davon auf einem einzigen Spaziergang, bei anderen muss man trennen. Wichtig ist doch lediglich, dass nicht eines (oder gar mehreres) davon völlig untergeht und dafür anderes völlig überzogen wird. Deshalb finde ich schlimm, wenn manche Sporthunde keine ausreichende Möglichkeit für Exploration, Sozialkontakte oder Pausen haben (natürlich immer auch abhängig von der jeweiligen Sportart). Die haben dafür dann oft ein Übermaß an Strecke, Spurten und Kopf anstrengen. Anders so mancher geliebte Sofawolf, dem fehlt es eher an Strecke, Kopfarbeit oder Spurt. Die Reihe ließe sich fortsetzen, das waren jetzt nur Beispiele.

 

So genaue Gedanken dazu habe ich mir aber auch erst durch meinen Terrorkrümel gemacht. Hier war klar, dass ich ihm eben nicht alles auf einmal auf einem Spaziergang ermöglichen kann. Dadurch habe ich genau hingesehen, welche Elemente eigentlich unerlässlich dazu gehören, und dann geschaut, wie ich die alle in sein Leben integrieren kann, ohne ihn zu überfordern. Mit dem Erfolg, dass sich Tierarzt und Osteopathin immer freuen, wie toll er bemuskelt ist, er mit seinen Hundefreunden (die er gut kennt) eben auf einem abgezäunten Gelände toben darf, die Treibball-Trainerin stetige Fortschritte bewundern darf, er auf unseren Runden inzwischen wirklich entspannt schnuppern gehen kann, er danach daheim friedlich schläft - und das alles, ohne ihn psychisch zu überfordern. Schwierig, aber machbar!

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Ok danke. Wusste nicht, dass das mit Entschleunigung gemeint war. Dachte eher an Überforderung.

 

Wenn man Entschleunigung so definiert, dann bin ich auch dagegen. Außenreize - die sind nun mal da und wenn man den Hund nicht dran gewöhnt, wird er die ewig schrecklich finden. Also ich möchte meinen Hund mitnehmen können und dafür muss er lernen, Außenreize gelassen hinzunehmen. 

 

Jo und tägliche Spaziergänge (und nicht nur Minirunden um den Block!) samt körperlicher Auslastung halte ich für sehr wichtig. 

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Meiner Meinung nach braucht es beides...

 

so sehr ich die ruhigen Spaziergänge, mit ganz viel stehen bleiben zum Schnüffeln, Pausen unter dem Apfelbaum oder an Brombeerhecken und das gemeinsame Ausbuddeln von toten Bäumen genieße, so sehr freue ich mich daran mit den Hunden joggen oder radeln zu gehen oder sie beim Training Alles geben zu sehen :)

 

Nur Ruhe ist genauso doof wie ständige Auslastung... Entschleunigen muss ich ja nur, wenns zu schnell und zu hektisch geworden ist... bin ich oder sind die Hunde nicht im Zen und es herrscht Anspannung, dann kann uns ein ruhiger Spaziergang gut tun :) Allerdings kann ich nicht erwarten, dass ein Hund seine ganze Energie nur anstaut und nie los wird ;)

 

Je nach Hund geht die Wage dann mehr in die eine oder die andere Richtung...

 

Helena

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Helena, das kommt ja auf den Hund an. Meine Kimba (vorige Hündin) hätte mir eins gehustet, wenn ich mit der Bummelrunden veranstaltet hätte. Die musste Rennen was das Zeug hält - und das durfte sie auch, warum auch nicht. Ich glaube, hätte ich ihr das nicht erlaubt, das wäre alles andere als gut gewesen. Sie war übrigens immer schnell unterwegs.

 

Emma braucht beides. Morgens muss sie erst einmal richtig Gas geben, um dann ruhiger weiterzugehen. Nachmittags ist eher Bummelrunde angesagt. 

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Eigentlich resultiert "Entschleunigung" ja aus der Erfahrung, dass viele Hundehalter nicht genügend emphatisch für die Bedürfnisse ihres Hundes sind.

Da wird gezogen und geeilt, wo der Hund sich eigentlich gerne noch mehr Zeit nehmen möchte, da wird mit Reizen überflutet, entweder ohne es überhaupt wahrzunehmen oder man macht zu viel mit der Begründung: Der Hund MUSS so viel kennenlernen, damit er mit der Welt des Menschen zurecht kommt.

 

Deshalb gefällt mir auch der Kommentar von Helena so gut: Alles braucht seine Zeit, sowohl die Beschaulichkeit als auch die Action - und das ist von Hund zu Hund verschieden und oftmals auch Tagesform-abhängig.

 

Dass nach einer Action-Phase, vor Allem wenn hier viele neue Eindrücke vorhanden waren, eine Phase der Ruhe notwendig ist, um die gewonnenen Eindrücke auch verarbeiten zu können, sollte eigentlich Allgemeinwissen sein.

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