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Hundeforum Der Hund
Mark

Beschleunigung statt Entschleunigung

Empfohlene Beiträge

 

Wir kennen ja beide ein Forum, wo zumindest vor 5 Jahren die beliebtesten Begriffe "Social Walk" und "Stressi" waren.  :D Scheiß Geister...  :mund

 

 

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So lange die Geister da bleiben, wo sie hingehören... :D

 

Zurück zum Thema:

Ich geh jetzt ma meine Hunde beschleunigen.

Will sagen: Wir gehen Gassi ;)

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Es kommt eben immer drauf an, auf Hund und Halter, was denen grade guttut, der eine braucht mehr Ruhe und ist gut beraten, alles im Zeitlupenthempo zu  machen, der andere braucht eher einen Tritt in den A, dem tut es gut, den zweiten oder dritten Gang einzulegen.

 

Das heutzutage zunehmend mehr Hektiker unterwegs sind, ist nicht verwunderlich und Zeit für Kontemplation und Müsiggang wird ja auch eher negativ gesehen, ich selber nehm mich da gar nicht aus, muss mich auch immer wieder zwingen, einen Gang runter zu fahren, aber Selbsterkenntnis ist bekanntlich ja der Weg zur Besserung. Daher fruchtet die Verordnung "Entschleunigung" durchaus bei vielen. Die Gefahr, dass es nun ins Extrem umschlägt, und die Hunde keine Auslastung mehr erfahren, ist leider gegeben, typisch Mensch, da er immer nur in schwarz und weiß denken kann und  gerne Anweisungen von Pseudokompetenzlern entgegennimmt, statt eienverantwortlich sich die Mühe zu machen, selbst nachzudenken und Entscheidungen zu treffen.

 

Alles zur rechten Zeit, mal ist es richtig, runterzufahren, mal ist es richtig hochzufahren. Selbstreflektion hilft da meistens weiter, als die Fehler beim Hund zu suchen.

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Ich geh jetzt mal entschleunigt den Terrorkrümel beschleunigen.
JA, die Kombi geht nämlich auch....lach....

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Hey

Dieses "Der Hund muß da durch" kann man auch hundegerecht gestalten, wenn es um etwas geht was wirklich elementar ist. Bei uns waren es Traktoren, Busse u.ä. - Jacki mußte da durch, weil die tagsüber auf einem Pferdehof ist, wo nunmal viele Traktoren o.ä. unterwegs sind. Allerdings haben wir das "die muß da durch" so gestaltet, daß der Hund es verkraften konnte - ich habe nicht umsonst in einem Buswartehäuschen an der Strasse gesessen.

 

Nun ja, wie wahr, leider wissen vRS-Anhänger offensichtlich nicht im geringsten, was Desensibilisierung ist.

Deshalb erkennen sie nicht, was du zum Wohle deines Hundes auf dich genommen hast.

Deinem Hund Zeit zu geben für die Reizbewältigung, ist für sie Entschleunigung, da sie es nicht besser Wissen.

Daher glauben sie auch zu kommunizieren, wissen aber nicht das sie Konditionieren usw.

 

 

"Hilf mir, es selbst zu tun! (Maria Montessori)."

 

 

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hab grad die Definition von RS für Entschleunigung gelesen "Das bedeutet, er wird weitgehend von Ausßenreizen abgeschirmt, sollte möglichst nicht rennen, nicht spielen", die ich regelrecht grausig finde.

 

Ich - ihr vermutlich auch, versteh unter Entschleunigung einfach, dem Hund die Zeit zu geben, die er braucht, ihn also nicht ständig weiterzuzerren, sondern auch mal schnuppern zu lassen,dabei einfach mal dumm in der Gegend rumstehen, so dass der Hund nicht ständig hinter einem herspurten muss, wenn er sich wo festgeschnuppert hat, ihn beobachten lassen, wenn er was interessant findet, oder auch seinen Lösungsweg für ein Problem selbst erarbeiten lassen, statt sofort die Lösung zu präsentieren, nicht ständig am Rad rennen lassen, sondern einfach mal die Gegend erschnüffeln, dass es nicht auf die Km ankommt, die man in einer Stunde abreißt, den Hund einfach Hund sein lassen, bei Kommandos abwarten, bis der Groschen gefallen ist, und nicht sofort eine Reaktion zu erwarten (ist Trainern und erfahrenen HH sicherlich nichts neues, dass viele Hunde ein paar Sekunden länger brauchen, bis was im Hirn ankommt, je nach Rasse auch noch länger, man also ruhig bis 3 zählen darf, statt sitz, sitz,sitz im Stakato zu rufen, wie man es landläufig ja oft mitbekommt), selber auch alles gemütlicher machen, z.B. Hund ins Auto rein oder raus, anleinen etc. alles mit mehr Ruhe und Zeit. die RS-Definition ist nichts, was ich gut heiße.

 

Das dauerhafte Entschleunigen wie ich es verstehe, hat aber auch seine Tücken. Denn wenn man sich zu sehr an den Hunden orientiert, haben sie keine Veranlassung mehr, sich an uns zu orientieren. Ying und Yang wie immer! bzw. es kommt drauf an.

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Ich habe "entschleunigen" bisher für meine Renn-Semmel (seit Ende Mai im Haushalt und Senior) benutzt, allerdings im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Hund, der alles nur "im Galopp" macht, dazu bringen zwischendurch auch mal zu trödeln, locker zu lassen, Zeit zu haben.

 

Kann man das Wort wohl nicht mehr als Handlungsbeschreibung benutzen, wenn es so merkwürdig belegt ist.

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Ich denke, dass Problem liegt hier in der Absolution dieser Erziehungsethik. Und dem Gedanken diese Eins zu Eins auf seinen Hund zu übertragen.  Das ist wohl das Hauptproblem in der Hundeerziehung gerade für Änfanger. Man sucht den ultimativen Weg um seinen Hund ein möglichst erfülltes entspanntes Leben zu bieten. Doch wird man diesen nie ohne Abstriche finden, denn jeder Hund ist anders und auch ich als Mensch werde nie in der Lage sein die Erziehungsethik von jemand anderen perfekt um zu setzen.

 

Die Einsicht kommt vllt manchmal zu spät und doch wird sie bei den meisten kommen. Bei uns nach dem dritten Welpenbuch, ich merkte bei jedem Buch ne das und das passt mir nicht. Also Bauchgefühl wieder an seinen eignen Hund und das eigne Verhalten betrachtet. Mit Sachverstand versucht zu betrachten und eigne Lösungen gesucht. Hat bisher in 95% unserer Probleme so super funktioniert.

 

Wenn ich die Entschleunigung als Gedankenstoß betrachte und dies manche Hundehalter dazu führt nicht gleichzeitig Agi, ZOS, Longieren usw. zu machen finde ich es nicht schlecht. Und auch ich achte darauf mich einfach mal auf die Wiese zu setzen oder auf die Bank damit wir beide die Welt betrachten können.

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Also ich sehe das ganz einfach:

 

Durch mein Handeln signalisiere ich dem Hund überhaupt erst mal: Ich sehe dich, ich beachte dich, ich berücksichtige dich und deine Befindlichkeiten.

 

Klar lasse ich dabei auch das Vermitteln von Gemeinschaftsregeln mit einfließen - aber zunächst einmal schaffe ich damit überhaupt erst die Grundlage dafür, dass der Hund eine Veranlassung hat, auch auf mich zu sehen, mich zu beachten, mich zu berücksichtigen.

 

Ich gehe mit gutem Beispiel voran.

 

"Gutes" Beispiel liegt hier natürlich im Auge des Betrachters - aber Hunde spiegeln uns auf ihre (art)eigene Weise ... und vielleicht sollte mensch immer mal wieder überdenken, ob seine derzeitige Einstellung von "gut" auch wirklich gut ist.

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