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Hundeforum Der Hund
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Es ist passiert, jahrelanges Training umsonst?

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Auch auf die Gefahr hin, dass irgendjemand wieder auf mich hinschimpft, möchte ich heute meinen Kummer los werden.Mei

 

Meine eigentlich rehabilitierte Hündin Dolly hat am Wochenende einen anderen Hund verletzt und ich konnte nichts dagegen tun.

 

Ich ging mit meinen Hunden spazieren als uns ein Tourist mit seinem Hund entgegen kam (Chihuaha Mix oder soetwas), alle drei Hunde

waren an der Leine, als Dolly plötzlich völlig austickte (in Folge der Rudeldynamik auch Gina) und aggresiv auf den Hund loszog, als dieser noch etwa 10 Meter von uns entfernt war. Da ich auf einem, leicht abschüssigen, nassen Schotterweg stand, zogen die beiden mich kurzerhand von den Beinen und schleiften mich hinterher, da ich die Leine nicht loslassen wollte.

 

Die Besitzerin des kleinen Hundes hob ihn hoch und stellte ihn auf ein vorbeiführendes Wasserrohr, wo er eigentlich nicht zu erreichen gewesen wär. Als Dolly hochzuspringen versuchte begann dieser jedoch nach unten zu bellen und beißen und rutschte ab, so dass Dolly ihn erreichen konnte. Sie biss ihm sofort in den vorderen Brustbereich und lies ihn nicht mehr los, bis ich mich auf sie warf und sie mit einem Griff packte, um sie zum loslassen zu zwingen.

 

Äußerlich waren bei dem kleinen nur 2 Löcher zu sehen, jedoch musste er operiert werden, da die Verletzungen erheblicher waren.

 

Dieses Verhalten kenn ich seit Jahren nicht mehr von ihr, auch beim nächsten Hund der uns nach dem Vorfall passierte zeigte sie keine Anstalten, irgendwie aggressiv zu agieren. Trotzdem beschäftigt es mich immer noch tierisch, warum sie verletzt hat. Genau diesen Punkt sah ich eigentlich als abgehackt in letzter Zeit, da wir auch ohne Probleme auf den Hundeplatz können und auch sonst andere Hunde zumindest friedlich ignoriert werden.

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Ach Stefan, das ist ja mal Sch... gelaufen.

Wie geht es dem kleinen denn? Wird er es einigermaßen gut überstehen?

 

Warum sie das getan hat kann ich dir nicht sagen. Manchmal passieren Dinge, auch schlimme Dinge, ohne erkennbaren Grund.

Fühl dich mal umärmelt. Ich denke das bekommt ihr wieder hin. Vielleicht war es nur ein Aussetzer, auch wenn dieser leider schwere Folgen hatte...

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Ich hoffe, der Kleine übersteht das Ganze ohne bleibende Schäden.

Dir würde ich in Zukunft für Dolly wirklich zum Maulkorb raten, wobei ein so kleiner Hund natürlich auch mit Maulkorb verletzt werden kann, aber zumindest wahrscheinlich nicht so schwerwiegend.

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Mist :(

 

Gerade bei diesem Größenunterschied können erheblich größere Verletzungen entstehen, als vielleicht beabsichtigt.

 

VIELLEICHT!

 

Ich weiß gerade jetzt mal gar nix über Dollies Vorgeschichte ... nur dass du an dieser Problematik erfolgreich gearbeitet hast .. bis auf eben jetzt diesen Vorfall.

 

Spontan hatte ich den Gedanken: KANN Dolly unterscheiden zwischen einem gleichwertigen und unterlegenen Gegenüber?

 

Evtl. hilft dir ja dieser Ansatz weiter? 

 

Großartig darüber nachzudenken, was genau jetzt Ursache für dieses Verhalten war, hilft dir jetzt nicht weiter - denn deiner Beschreibung nach hast du ja selber keinerlei Anzeichen mitbekommen für diese Aktion.

 

Ich könnte mir vorstellen, dass diese Situation jetzt große Unsicherheit bei dir auslöst, und selbst wenn dies nur ein leichtes Grumbeln bei Hundebegnungen ist, solltest du überlegen, wie du zunächst dir selber wieder Sicherheit in deinem Handeln gibst.

 

Kennt Dolly einen Maulkorb? Wäre vielleicht für die nächste Zeit eine Möglichkeit :)

 

Dem Chi gute Besserung - berichte mal bitte, wie seine Genesung verläuft.

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Das ist allerdings bescheiden ... wobei Hunde nun mal Hunde sind und wie verträglich auch immer sie sein mögen, eine Garantie haben wir doch alle nicht, dass irgendwann irgendwas doch mal Anlass gibt, zuzupacken. Nun ist das bei einem Chi natürlich noch viel schlimmer, als bei einem normal großen Hund, da ist es ja noch ein Glück, dass er es überlebt hat - was irgendwie dafür spricht, dass Dolly immerhin nur halbherzig attackiert hat.

Ich weiß nicht, ich habe ja zum Beispiel einen unfassbar lieben Hund, der noch nie bei einer Attacke reagiert hat und sich selbst von Chis oder JR in's Bockshorn jagen lässt ... aber WENN er nun irgendwann mal beschließen sollte, genug ist genug, dann ginge das ja schlecht aus für so einen Zwerg. Ich glaube nicht, dass ich daraufhin einen Maulkorb nutzen würde, aber der Hund bliebe sicher mehr an der Leine und bekäme deutlich mehr klassische Erziehung zuteil.

Nun war Dolly ja an der Leine (dumm gelaufen, dass Du gestürzt bist), aber offensichtlich kennt sie noch kein Stop-Signal, das immer und jederzeit zum einfrieren führt. (Ich finde da Platz am geeignetsten). Daran würde ich vermehrt arbeiten, aus jeder Situation heraus, in Hektik oder bei Langeweile, ob Du stehst oder sitzt oder liegst, ob Du weit entfernt oder nah dran bist, ob da gerade andere Hunde Rennen oder Pöbeln - Platz ist Platz, immer und ohne jegliche Verzögerung.

So haben wir es bei den Diensthunden immer gemacht, es gab ein Notsignal (das nicht Platz hieß, aber in der Ausführung "Platz" war) Warum ein einfrieren an der Stelle, an welcher sich der Hund gerade befindet, aber kein Rückruf? Weil es Mir als HH Zeit gibt, mich selbst aus der Gefahr zu begeben, mich um einen Kollegen zu kümmern, mich zu sammeln und meinen Hund dann in Ruhe wieder einzusetzen oder abzurufen. Und weil der Rückweg bei Abruf womöglich mitten durch die Gefahrenquelle führt, die ich gerade erkannt habe. Und weil zurückkommen immer noch eine sehr dynamische Handlung ist, ich aber gerade in diesem Moment vom Hund absolutes Stillhalten brauche, bis ich die Situation managen kann.

Allerdings muss ich einräumen, dass es (meiner Erfahrung nach) in seiner Absolutheit auch nicht nur mit Kekse werfen einzutrainieren ist, denn wenn es auch bei Mega-Stress und sehr hoher Reizlage absolut sicher sitzen soll, dann muss der Hund nicht abwägen können "lieber Keks abholen oder doch erst den Chi platt machen".

Und zur Ausgangsfrage: nein, dein jahrelanges Training war nicht für die Katz, denn es klappt ja normalerweise. Dass es nun einmal richtig schief gelaufen ist, sollte nur Anreiz sein, beim Spazieren gehen noch aufmerksamer zu sein und das Training nochmal aufzunehmen und ggf zu erweitern.

Weißt Du, wie es dem Chi geht? Ich hoffe, er erholt sich körperlich und auch seelisch gut, ist ja auch ein Schock für Hund und Halter.

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Dem Chi dürfte es gut gehen, da die Hundehalterin am Sonntag Abend schon sehr entspannt und sachlich geklungen hat.

Es dürfte auch nicht das erste 'mal gewesen sein, dass der Chi auf die Mütze bekam, da sie nach der Attacke, während ich noch zitternd, ohne Atem und blutend dastand, sie ganz ruhig meinte: "Ihr müsst ja auch in die Richtung, ich brauche dann mal ihre Versicherungsdaten."

 

Das Abbruchsignal gibt es, es lautet "Hey" allerdings ist dieses nicht so leicht hervor zu bringen wenn man auf den Knien hinterhergezogen wird und die andere Hundehalterin durch die Gegend springt.

 

Wie ich sagte, dem nächsten Hund der uns unmittelbar danach passierte, ca. 1 Minute später, wurde nicht annähernd Beachtung geschenkt.

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Ohje, was für ein Horror für alle Beteiligten!

 

GsD hat der Chimix überlebt!

 

Ich kann es dir sehr gut nachfühlen, denn auch, wenn wir mit Shannon schon so viel erreicht haben, 100% trauen können werde ich ihr NIE und genauso muss ich mich leider im Alltag verhalten.

 

Gib dennoch nicht auf weiter zu trainieren!

 

Cartolina's Post finde ich klasse, aber @Cartolina: könntest du bitte etwas genauer beschreiben, wie ihr das Einfrieren trainiert habt?

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Oh man.....riesen großer Mist. Ich drücke dem Chi-Mix die Daumen.

 

Meine Gedanke zu Dolly, ohne ihre Vorgeschichte zu kennen:

Rehabilitiert ist sie nicht, wenn sie nur gelernt hat andere Hunde zu ignorieren.

Für mich wäre das Ziel, dass sie (wieder) lernt, mit anderen Hunden umzugehen und zu kommunizieren. Auch ohne Leine und ohne deinen Einfluss. Das lernt sie nur, wenn sie gesichert (Maulkorb) freien Hundekontakt hat. 

Ich schaffe es auch Spinnen zu ignorieren, aber ich habe nicht gelernt, wie ich mit Spinnen umgehen muß. 

 

Vielleicht hast du in deinem Umfeld Möglichkeiten Dolly mit vernünftigen Hunden "reden" zu lassen?! 

 

Jetzt verdau den Schock mal und dann nimmst du Anlauf und startest einen neuen Versuch, die Dolly wieder zu "rehabilitieren". 

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Noch als Ergänzung: ich würde dir empfehlen mit verschiedenen Hunden spazieren zu gehen, erst angeleint, später frei und mit Maulkorb. Das alles ohne Leckerchen, Bälle oder Kommandos, ihr Menschen quatscht und lasst die Hunde einfach mitlaufen.

Wenns an der Leine entspannt ist, ableinen und weiterlaufen.

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Tja, ich habe auch so einen scheinbar rehabilitierten Kameraden, der sich mit seinen Weibsen zwar sagenhaft gut verträgt, aber bei manchen kleinen Hunden, die kläffen und sich schnell bewegen, auch mal austickt und versucht, Beute zu machen. Genauso muss ich bei Hunden aufpassen, die Malis ähnlich sehen, von einem hat er mal im Alter von sieben Monaten eine auf die Mütze bekommen und das hat er sich bis heute gemerkt. Bei uns klappt das "Platz/Bleib" am besten, das trainiere ich immer und immer wieder auch ohne Anlass und auf weite Distanzen. Hat schon viel geholfen und gibt mir mit drei großen Hunden einige Sicherheit, auch bei Wild, Radfahrern, Traktoren, Joggern etc., denen wir draußen oft begegnen.

 

Einen Maulkorb hat er mal getragen, sich aber dann das Ding im geschlossenen Zustand über den Kopf abgestreift, was ihn schlussendlich beide Stehohren gekostet hat. Deshalb ist dieser nun verbannt und wird auch nicht mehr vorgeholt. Zuverlässiger Gehorsam ist mir lieber und der bedeutet auch mehr Freiheiten für den (pösen) Buben. ;)

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