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Hundeforum Der Hund
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Es ist passiert, jahrelanges Training umsonst?

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jeder hat mal einen doofen Tag, auch unsere Hunde.

Hallo Stefan, es ist genau so wie Chrysal es geschrieben hat. Der falsche Hund zur falschen Zeit am falschen Ort. Übe weiter, lass dich nicht von Rückschlägen entmutigen. Klar ist das ganze ärgerlich , erst Recht für den anderen Hund und Halter.

Aber....

Ein Beispiel (ist natürlich bei weitem nicht so drastisch)

Ich habe im Frühjahr einen Deutsch Drahthaar zur Jagdeignungsprüfung geführt. Der Hund war vorher immer top, 100% zuverlässig, absolut verträglich.

Am Prüfungstag , bei der Wasserarbeit ( tote Ente aus dem Wasser holen) kommt er mit Ente raus, sieht rechts von sich in ca. 100m einen anderen Hundeführer mit Hund. Lässt die Ente los, 100m unter 4 Sec. auf den Hund los. Der andere Hundeführer konnte gerade noch schlimmeres verhindern. Prüfung natürlich beendet.

 

Warum ? Weil unsere Vierbeiner Lebewesen sind und keine Roboter. Man steckt nicht drin, man kann nicht erahnen warum genau dieser fremde Hund den eigenen so aufregt.

 

Und nein, Vorwürfe bringen niemanden was !!!

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Sorry, das ist jetzt OT(aber das ist man ja von mir gewöhnt): Die Signatur mit dem Specht ist zu gut!

Und ja! Vorwürfe bringen niemanden was. Da sollte man in der Gemeinschaft der HH Mut und Zuversicht zusprechen finde ich. Das hilft jetzt mehr.

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Ah, klasse, Stefan!

 

So, wie Du antwortest, ziehe ich folgendes heraus (ich=wenig Erfahrung mit artaggressivem VH u. jetziger Hund als Vergleich und nur zum Festhalten):

 

- Beschränkung auf Interaktion mit von Dolly für gut befundenen Hunden reicht aus (finde ich bei intakten erwachsenen Hündinnen jetzt auch nicht soo ungewöhnlich)

 

- dominant wirkende Hunde lösen überreagierendes VH aus; ich habe bei Tosch Unterschiede festgestellt: bei sehr souveränen Hunden (haben sich nicht mal umgedreht zu ihr, sondern nur ihre "schnelle, prollige" Annäherung aus dem Augenwinkel gesehen) hat ein tiefes Brummen gereicht, um sie in 1 m Abstand stoppen zu lassen u. keinerlei weitere Annäherung od. aggressives VH auszulösen. 

 

- sie steht bei Fremdhundbegegnungen unter VHkontrolle Deinerseits u. hat keine eigenen Vhweisen entwickelt (oder entwickeln können), mit verschiedenen Situationen umzugehen (wenn sie "neutrale" Hunde eh ignoriert, könntest Du eigentlich ja auch ohne Intervention vorbeigehen)

 

Zu letzterem KÖNNTE helfen, sie durch schrittweise Annäherung (Massstab der Entfernung ist das noch entspannte VH ihrerseits bei Sichtkontakt) zu entspannen und sie daran gewöhnen, dass es keinen Grund zu grösserer Anspannung gibt. Das ganze mit verschiedenen fremden Hunden.

Und bei dominant auftretenden Hunden (nicht immer gleichzusetzen mit Souveränität): eine Art "zeigen und benennen" an der Leine noch bevor sie hochfährt. Also so nach dem Motto: "Ok, ich sehe auch, das ist ein Möchtegern, da lassen wir uns nicht drauf ein, lass den mal gehen, das hast Du nicht nötig" etc...

Einfach, weil Du somit keine Anspannung signalisierst und souverän bleibst.

NICHT, dass das unter freien Bedingungen dazu führt, dass sie sich nicht mehr provozieren liesse...aber zusammen könnt Ihr evtl. damit variabler reagieren und sie lernt zumindest mittels Deiner Kontrolle entspannt (ohne Fuss, Sitz, Platz) am anderen vorbeizugehen. Fuss, Sitz, Platz sind Kommandos, die sie normalerweise entweder im Arbeitsmodus bekommt (Anspannung) und die in solchen Situationen eigentlich ablenkend wirken. Sie soll aber lernen, halbwegs entspannt sich der Sache zu stellen...falls Du verstehst, wie ich das meine  :) ?!

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Gundi, Dolly hat es in den ersten 8 Monaten nie gelernt zu interagieren wie es Hunde solten. Ich sehe den Unterschied deutlich bei Gina, die kann das und interagiert auch entsprechend. Dolly hingegen ist in Ihrer Körpersprache durch die Vorgeschichte etwas verkrüppelt, auch wenn ich in letzter Zeit eine gewisse Besserung zu bemerken geglaubt hatte. 

 

Dominante Hunde lösen aggresives VH aus. Souveräne Hunde lösen es nicht aus, sondern führen eher zu friedlichem auseinandergehen mit nachfolgender Totalignorierung oder folgendem VH. Erst letzte Woche bei dem Hund einer bekannten, die Dolly nicht vorher kannte gesehen, dort wurde sie zum Folger!

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Jepp - so ist das :) !

Ich habe keine Ahnung, wieviel ein Hund da noch dazulernen kann (Tosch hat das möglicherweise ca. 5 Jahre lang nicht gelernt...) - ich weiss nur, dass ich fremde Hunde dem nicht aussetzen kann und daher managen MUSS. Und dass ich sehe, dass sie sich niemals länger als 1,2 min selbst mit befreundeten Hunden abgibt. Dann verliert sich das Interesse und sie geht ihrer Wege. Rüden mit guter Einschätzung des anderen, nordet sie (ausserhalb der Hitze) hinter sich ein und die dürfen dann im Abstand von ca. 2 m hinter ihr herdackeln. Übertreten sie diese Distanz, gibts nen Blick oder ne Ansage. Aber sie toleriert zumindest die Anwesenheit. Das lasse ich aber überhaupt nur zu, wenn ich die Hunde und deren Sozialverhalten meine, einschätzen zu können. Bisher lag ich mit den Prognosen gut...brauchen tut sie das mMn nicht.

 

Dass Gina anders reagiert, MUSS nicht unbedingt nur an ihrem anderen Aufwachsen liegen. Mit Sicherheit gibt es auch bei den Malis grössere individuelle Unterschiede u. den Gegenvergleich kannst Du bei beiden nicht mehr antreten. 

 

Mein letzter Hund hat trotz sehr guter Sozialisierung sein Leben lang keine Kontakte zu anderen gesucht - nur ist er Auseinandersetzungen von vorneherein aus dem Weg gegangen, sprich: er hat andere Hunde eingeschätzt und sich dann auf SEINE Weise verhalten (ohne meines Wissens schlechte Erfahrungen gemacht zu haben). Das war sozus. das Gegenteil. Je dominanter ein anderer aufgetreten ist, desto eher hat er die Situation umgangen...sehr angenehm für mich!

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Offenbar hast Du hier einen Freundschaftsbonus, üblicherweise werden hier ja Postings wie Deine rigoros abgewatscht ;-)

 

Ich betrachte es jetzt mal von der Gegenseite:
Dein Hund hat einen Kleinhund schwer verletzt. Völlig egal, ob dieser ihn durch eigenes Verhalten dazu brachte, oder nicht. Völlig egal, ob Dein Hund dazu eine Vorgeschichte hat, oder nicht. Fakt ist: Du konntest ihn weder kontrollieren, noch halten.
Klar ist es dumm gelaufen, sollte aber nicht passieren und Du kannst froh sein, wenn Du keine Anzeige und möglicherweise einen Wesenstest und andere Auflagen bekommst.
 

Ich würde Dir auf jeden Fall einen Maulkorb für die Hündin empfehlen, zumindest solange, bis Du sicher bist, sie in jeder Situation kontrollieren zu können. Wenn ich Dein Eingangspost richtig gelesen habe, bist Du gestürzt, weil der andere Hund mit nach vorn ist?

Auch das kann bei nassem Wetter ja immer mal passieren, könntest Du nicht einzeln gehen?

 

Ich verurteile Dich nicht, aber die Schuld liegt ganz allein bei Dir und auch die Verantwortung, dass so etwas nicht noch einmal passiert.
 

Sei froh, dass der kleine Hund davon gekommen ist, das war echtes Glück.

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Offenbar hast Du hier einen Freundschaftsbonus, üblicherweise werden hier ja Postings wie Deine rigoros abgewatscht ;-)

 

Ich betrachte es jetzt mal von der Gegenseite:

Dein Hund hat einen Kleinhund schwer verletzt. Völlig egal, ob dieser ihn durch eigenes Verhalten dazu brachte, oder nicht. Völlig egal, ob Dein Hund dazu eine Vorgeschichte hat, oder nicht. Fakt ist: Du konntest ihn weder kontrollieren, noch halten.

Klar ist es dumm gelaufen, sollte aber nicht passieren und Du kannst froh sein, wenn Du keine Anzeige und möglicherweise einen Wesenstest und andere Auflagen bekommst.

 

Ich würde Dir auf jeden Fall einen Maulkorb für die Hündin empfehlen, zumindest solange, bis Du sicher bist, sie in jeder Situation kontrollieren zu können. Wenn ich Dein Eingangspost richtig gelesen habe, bist Du gestürzt, weil der andere Hund mit nach vorn ist?

Auch das kann bei nassem Wetter ja immer mal passieren, könntest Du nicht einzeln gehen?

 

Ich verurteile Dich nicht, aber die Schuld liegt ganz allein bei Dir und auch die Verantwortung, dass so etwas nicht noch einmal passiert.

 

Sei froh, dass der kleine Hund davon gekommen ist, das war echtes Glück.

 

Wie du richtig bemerkt hast, konnte ich die bzw. den Hund zu diesem Zeitpunkt nicht kontrollieren. Auch wenn hier mehrere Faktoren zusammengespielt haben.

Das mit dem halten sehe ich anders, sonst hätte ich einfach losgelassen. Ich lasse mir nicht vorwerfen nicht alles getan zu haben um die Situation noch irgendwie umzudrehen, andere hätten wahrscheinlich auch nicht mitten in die Beißerei gefasst um den eigenen Hund von dem anderen abzubringen.

 

Den Unterschied zwischen dem "Ich verurteile dich nicht, aber die Schuld liegt ganz allein bei dir" verstehe ich nicht ganz, denn genau das machst du gerade.

 

Ich habe nie bestritten dass die Schuld bei mir liegt, auch nicht dass ich die Hunde in dem Fall nicht kontrollieren konnte.

Den sogenannten Freundschaftsbonus habe ich hier auch nicht, habe immerhin genügend "watschen" kassiert und das zurecht, wie ich finde.

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Was hilft abwatschen, wenn jemand sich eines Problems bewusst ist, daran arbeitet, über einen Vorfall bestürzt ist und nach möglichen Gründen fragt?!


Zum MK wurde auch bereits mehrmals geraten...


Und natürlich liegt es in der Verantwortung des HH. Dieser hat sich wohl aufgrund lange nicht mehr vorkommenden VHs zu sicher gefühlt. Das ist der Fehler. Und der scheint ihm bewusst zu sein.


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Naja, ich finde es schon einen bedeutenden Unterschied, ob jemand einen Hund an der Leine sichert und nur durch unglückliche Zusammenhänge stürzt, dabei die Leine trotzdem nicht loslässt und dann durch einen weiteren unglücklichen Umstand der andere, eigentlich in Sicherheit gebrachte Hund, dem angreifenden Hund doch noch quasi in's Maul fällt.

Das ist schon anders als "ich habe den Hund ausnahmsweise mal abgeleint und war gerade eine Sekunde abgelenkt und konnte ja auch nicht um die Ecke gucken, wo gerade ein anderer Hund kam ..."

Für den Kleinen ist es trotzdem schlimm, das ist doch allen klar.

Ganz ehrlich, Tiere sind immer ein Restrisiko für andere Menschen und Tiere. Völlig egal, wie gut wir versuchen, sie zu sichern - 100% Sicherheit gibt es mit Tieren nicht.

Und dass es einfacher ist, die Situation einzuschätzen, wenn man den TE und seine Hunde kennt (persönlich oder durch lang andauernde Begleitung von Auf's und Ab's via Forum), versteht sich auch von selbst.

Wenn ich zum Beispiel eines Tages schreiben müsste (hoffentlich nicht) "das hat er noch NIE gemacht", dann könnte das für so einige Leser glaubhafter sein, als wenn ein Neueinsteiger das schreibt ... bei dem fragt man vielleicht noch einmal mehr nach, ob es vorher doch schon Anzeichen gab, die er übersehen hat etc. Was auch wichtig ist, denn je mehr Infos man hat, desto besser kann man antworten. Bei vielen Usern hat man eben schon einen Haufen Infos, weil sie regelmäßig schreiben. Da erübrigen sich manche Fragen.

Einen "Freundschaftsbonus" würde ich das nicht nennen, sondern einen Informationsvorteil.

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ach herrjeh - wird hier wieder zerfleddert?

 

Ich lese glaube ich lieber nicht nach ;)

 

Mir ist noch ein weiterer Gedanke gekommen: Stefan, du bist ja selber weggerutscht und das war sicher wenig zuträglich für eine ruhige, souveräne Ausstrahlung, derer es in dieser Situation eigentlich bedurft hätte, oder ;)

 

DAS hat sicher auch einen Teil zur Gesamtsituation und deren Folgen beigetragen.

 

Wenn wir glaubhaft/authentisch auf unsere Hunde wirken wollen, brauchen wir "festen Boden" unter den Füßen - in diesem Fall nicht nur bildlich, sondern tatsächlich ;)

 

Vielleicht auch ein Tipp, der für die Zukunft hilfreich sein kann ;)

 

Noch was Anderes: Die Halterin des Hundes hat doch gesagt, dass ihr sowas schon mehrfach passiert ist. Ich finde, damit ist zumindest die MÖGLICHKEIT nicht von der Hand zu weisen, dass irgendwelche Signale des anderen Hundes Dolly zu dieser Reaktion veranlasst hat. 

 

Das ist jetzt keine Absolution und erst recht kein "Der andere Hund ist selber schuld"!!!!

 

Aber Hunde sind Hunde, und ich finde, deine Aufgabe besteht jetzt darin, Dolly ein angemessenes Verhalten zu lehren. Ein bedrohliches Knurren diesem Hund gegenüber hätte ausgereicht zum "Zurechtstutzen".

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