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Hundeforum Der Hund
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Es ist passiert, jahrelanges Training umsonst?

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Jeder Hund ist letztlich ein Raubtier und kann sich jederzeit so verhalten, wenn er nicht kontrollierbar ist.

Das ist für Menschen natürlich gefährlicher, je größer der Hund ist.

 

Generell sollte also das Kommando-Repertoire nicht von der Größe abhängig sein. Auch den niedlichsten Zwerg muss man sicher ablegen können!

 

Ich stimme Dir zu, dass Kommandos erforderlich sind. Das mit dem Raubtier...das gerade ist es..der eine mehr, der andere weniger.

Weil die Halte3r kleiner Hunde bedauert wurden, wollte ich nur zum Ausdruck bringen, dass ich froh bin, einen Hund zu haben, der weder das Aggressionspotential, noch den Jagdinstinkt, noch die Größe besitzt, die bei Ausfall eines Kommandos zur Katastrophe bei anderen führen würde. Nur das wollte ich sagen.

 

Es gibt nun einmal charakterlich verschiedene Hunde und sicherlich auch innerhalb einer Rasse viele verschiedene Charaktere...Allerdings kann man, wenn bestimmte Merkmale einer Rasse über hunderte Jahre herangezüchtet wurden, dieses Argument nicht ganz verwerfen....Ein Malli ist nunmal nicht ein Hund der dazu gezüchtet wurde, kleine Hundchen zu beschützen.

 

Klar wünschte ich mir, dass meine Kommandos besser befolgt würden....ich befinde mich hier ja offensichtlich unter Profis...... Bislang hat es halt gut funktioniert, offensichtlich hat er eine gute Kommunikation mit seinen Artgenossen (Welpenschule erfolgreich?). Er war aber schon von Anfang an ein Sonnenscheinchen und ganz begeistert von seinen Artgenossen. Menschen liebt er sowieso. ich werde dennoch Eure Anregung aufnehmen und zu seinem Schutz an den Kommandos arbeiten (weiss nur noch nicht wie).

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.Ein Malli ist nunmal nicht ein Hund der dazu gezüchtet wurde, kleine Hundchen zu beschützen.

 

 

 

aber auch nicht um sie zu jagen ;)

 

ursprünglich ist er ein Hütehund und auch seine Verwendung bei Polizei und Co macht ihn nicht automatisch gefährlich...

 

sie sind halt einfach kackenschnell! bei nem Molosser hätte Stephan wahrscheinlich in Ruhe aufstehen, sich den Staub aus der Hose klopfen und sich einen sicheren Stand suchen können bevor sie gestartet wären :kaffee:

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Woran machst Du denn fest, dass das Verhalten aus hundesicht sozial kompetent ist? Wenn sie zerbissen werden, waren da doch wohl einige Hunde anderer Auffassung? Oder waren die Beisser Deiner Meinung nach gestört?

Sorry, ich will nicht provozieren, sondern frage mich das ehrlich.

 

Gehen wir das mal Schritt für Schritt durch. Pünktchen wurde fast totgebissen, da war sie gerade mal ein Jahr alt. Ich hatte ein Kind im Kinderwagen dabei und sie an der Leine neben mir. Aus einem Grundstück heraus wurden zwei Schäferhunde rausgelassen zwecks Gassigehen, ohne Leine natürlich, beide schossen los, der eine mit gefletschtem Gebiss auf den Kinderwagen zu, ich hab den Wagen reflexmäßig gerade noch umgedreht, mittlerweile hatte der andere meinen Hund im Maul. Ob das viel damit zu tun hatte, dass dieser Hund eine Meinung über Pünktchens Sozialkompetenz hatte, wage ich in dieser Konstellation zu bezweifeln. Zumal ich später mitbekommen habe, dass der Halter nach weiteren ähnlichen Vorfällen auch Auflagen bekommen hat.

 

Glenny - der war wie gesagt einfach nur toll mit anderen Hunden. Er hat so ziemlich jede Situation deeskalieren können, wurde in Gruppen immer wieder angefragt wenn es schwierig wurde, und ging dabei immer so fein vor, dass man schon zweimal hinschauen musste um zu sehen, dass das alles Methode hat. Er wurde von einem Windhundrüden geschnappt, der ebenfalls schon mehrfach zugelangt hatte, und zwar kam dieser Hund einfach um die Ecke und hat ihn sich gegriffen, bevor Glenny sich auch nur richtig umdrehen konnte. Kommunikation - Fehlanzeige.

 

Kaya wurde von einer Airdalehündin in den Kopf gebissen, die unter einer Bank vorgeschossen kam. Da sie gerade mich angeschaut hat und die Hündin unter der Bank gar nicht bemerkt, hat sie auch da nix ausgesendet. Zumal wir nicht mal wirklich nahe waren. Hier war der Hintergrund, die Hündin war eine ehemalige Zuchthündin, hatte vorher nix kennen gelernt und war die erste Woche bei den neuen Leuten. Tja, und der Retriever, der sie überrollt hat, wollte ja eigentlich Sandor fressen und hat sich dann vor Frust, dass ich dazwischen stand, eben sie gegriffen. Dieser Hund ist auch in der Gegend bekannt, weil er schon so einige Hunde angegangen ist.

 

So weit dazu - und ja, ich glaube aufgrund dieser Konstellationen definitiv, dass es nicht an meinen Hunden gelegen hat. Zumal ich sie sonst in wirklich JEDE Begegnung lassen konnte. Im Gegenteil, wie oft habe ich völlig verblüffte Kommentare von Haltern gehört, deren Hunde sich freundlich mit Glenny beschnuppert haben: "Meiner ist eigentlich immer total unverträglich!"

 

Und dass das nicht pauschale Betriebsblindheit meinerseits ist solltest du daran erkennen können, dass ich mir ja über Sandor Terrorkrümel auch keinerlei Illusionen mache.

 

OT, aber noch zum Thema Rassen und Sozialisierung - ein Schnappschuss von Glenny als Junghund: ohneworte9iqx.jpg

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... wollte ich nur zum Ausdruck bringen, dass ich froh bin, einen Hund zu haben, der weder das Aggressionspotential, noch den Jagdinstinkt, noch die Größe besitzt, die bei Ausfall eines Kommandos zur Katastrophe bei anderen führen würde. 

 

 

Hm, das würde ich jetzt so nicht sagen. Wenn dein Hund dadurch dass er vielleicht nicht angeleint ist und sich deinem Einfluss entzieht, dann von meinem Hund zb. verletzt würde, wäre das eine Kastastrophe und zwar für mich und meinen Hund. Und das obwohl weder ich noch mein Hund verletzt wäre, sondern den Schaden dein Hund davon getragen hat. 

 

 

 

 

JEDER Hundehalter, egal ob großer oder kleiner oder kleinst Hund sollte dafür Sorge tragen dass durch den eigenen Hund keine Schäden entstehen. 

 

Das so blöde Sachen, so wie das hier im Beitrag der Fall ist, passieren können ist eine andere Sache. Das kann jedem von uns passieren, egal ob großer oder kleiner Hund.

 

Ich hab ja nun jetzt keinen kleinen Hund. Mein voriger Hund war um einiges größer und war von Artgenossen nicht wirklich begeistert. Ich bin mit ihr angeleint durch unseren Ort (Dorf)

gegangen und mir kam eine Dame entgegen mit 3 unangeleinten Kleinsthunden. Keine Ahnung welche Rasse, die waren nicht viel größer als meine Meeris und hatten extrem viel Fell und sahen niedlich aus.

 

Ich habe meinen Hund an der Leine kurz genommen und bin so weit wie möglich an der Hauswand gegangen um für den größtmöglichen Abstand zu sorgen. Die drei Hundchen stürzten  auf meinen Hund zu und zwickten mal hier mal da, bellten sie an, benahmen sich also unmöglich. Mein Hund hat den Kleinen nichts getan und darüber bin ich sehr froh. Ich habe drum gebeten die Hundchen an die Leine zu nehmen, sie hatte nicht mal eine dabei. Die Dame hatte für den ganzen Vorfall nur den Kommentar,..."Sie brauchen keine Angst um Ihren Hund haben, die tuen nichts"... Ich hab gedacht ich hör nicht richtig. 

 

Ich habe dann erst mal durchgeatmet und der Dame erklärt dass ich keinesfalls Angst um meinen Hund hätte, sondern eher um ihre drei, weil wenn meiner einmal wirklich zupackt, ist es mindestens einer weniger. Hab gedacht die Frau lässt sich davon beeindrucken, nö war nicht der Fall, sie meinte dazu nur ......"Nein das würde Ihr Hund sicher nicht machen, die sieht ja sooo lieb aus".....

 

Ok als mein Hund dann die Kleinen angefletscht und geknurrt hat, hat sie ihre Hunde schnell eingesammelt und sich verzogen. 

 

Damit möchte ich nur sagen, es sind nicht immer nur die großen oder nur die kleinen Hunde mit ihren Hundehaltern die sich streckenweise blöd verhalten, es gibt immer beide. 

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Was mir dazu einfällt ist der alte Spruch, es liegt immer nur am Halter. Das stimmt zwar nicht, was das Grundverhalten des jeweiligen Hundes angeht; aber wenn es um Situationen wie das mit diesem "Dreierpack" geht, dann stimmt es eben doch. Denn es ist nun mal die Verantwortung jedes einzelnen, bestmöglich dafür zu sorgen, dass der eigene Hund niemandem schadet oder ihn belästigt. Und das ignorieren leider viel zu viele Hundehalter.

 

Nett, wenn sie dann auch noch völlig verständnislos sind, wenn man selbst (bzw. mein Hund) nicht belästigt werden möchte. Dann darf man sich am Ende noch dafür rechtfertigen, das man einfach ungestört seines Weges gehen will...

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Groß und klein kann täuschen ... und schlimm die Ignoranz vieler Leute. So erzählte mir eine Tierpflegerin, die einen kleinen und einen großen Hund hat, von ihren Erlebnissen. Der Große ist lammfromm, sieht aber gefährlich aus, der Zwerg mag keinen aufdringlichen Kontakt mit Menschen und kann dann sehr zickig reagieren - aber er sieht nun mal sooo niedlich aus ... Die Halterin sagte, alle Ermahnungen, man möge sich dem kleinen Hund nicht nähern, wurden immer ignoriert ("Ach, warum denn, der ist doch so süß"), bis zur Gegenreaktion des Hundes.

Seitdem sie lügt und immer behauptet, "Vorsicht, der Große beißt!" bleiben die Leute endlich in respektvollem Abstand und ersparen dem kleinen Hund den Streß der ungewollten Begegnung.

 

Eigentlich eine lustige Anekdote ... aber letztlich doch eine traurige Wahrheit.

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Emanuela, ja, die Erfahrung hab ich auch gemacht, dass Hunde, die engen Kontakt mit Zwerghunden haben, ganz anders auf sie reagieren, meistens sehr gelassen und gleichgültig und siehe da, die Zwerge sind dann auch tiefenentspannt.

 

Was mich immer geärgert hat, dass die meisten Hundeschulen der Ansicht sind, dass die Zwerge lernen müssen, sich alles gefallen zu lassen und sehen müssen, wie sie alleine zurecht kommen, mir wurde ja regelrecht untersagt, mich einzumischen, selbst wenn sie über den Haufen gerannt werden, da müssen sie eben durch. Was sollen sie denn dabei lernen? Dass sie eh immer die A.karte haben und auf sich gestellt sind, logisch, dass sie dann anfangen sich alles vom Halse zu halten, indem sie nach vorne gehen, Angriff ist der beste Weg der Verteidigung, das haben die ganz schnell raus, wenn sie erstmal einen Hund auf diese Art und Weise auf Distanz bekommen haben.  Aber auf die Idee, dass die großen mal lernen müssten, auf kleinere Rücksicht zu nehmen, was sie übrigens recht schnell lernen, wenn die Halter wirklich dahinter stehen, genauso wie sie ja auch lernen müssen, sich gegenüber Kleinkindern gesittet zu benehmen, statt sie über den Haufen zu rennen, auf die Idee kommt keiner, vielleicht auch, weil die meisten Halter regelrecht empört reagieren, wenn sie in der Hundeschule ihren Hund wegen einem kleinen Hund anleinen müssen oder korrigieren müssen. Mit anderen Worten, es wird in vielen Hundeschulen bereit den Haltern gelernt, sich rücksichtslos gegenüber Zwerghunden zu verhalten.

 

Es gibt auch viele Hunde, die noch nie so kleine Hunde gesehen haben und trotzdem völlig freundlich sind, aber furchtbar neugierig, die wollen dann ganz genau untersuchen und schauen, sehr aufdringlich und das ist meinen z.B. einfach unglaublich lästig, wenn sich die Zwerge dann entziehen, versuchen diese Hunde sie mit den Pfoten festzuhalten oder runterzudrücken, noch unangenehmer. Solche Szenen gab es zur Anfangszeit meiner Hundehaltung, weil ich damals auch noch der Ansicht war, da müssen sie durch, dass müssen sie lernen, dass ich meine Hunde schützen muss, hat mir damals nie jemand gesagt.

 

Es gibt auch Hunde, die die Zwerge im Maul aportieren, ohne ihnen ein Haar zu krümmen, aber sicherlich kann sich jeder vorstellen, dass einem als Halter erstmal der Atem stockt.

 

In der Hundeschule hab ich meine Hündin ins Platz abgelegt und bin hinter die Sichtmauer, in dem Moment hat sich aus der anderen Gruppe ein Hund aus dem leinenfreien Bei Fuß gelöst und sich auf meine Hündin die artig im Platz war, gestürzt und beide Trainer haben das geschehen lassen.

 

Man erlebt schon einiges.

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Es gibt auch Hunde, die die Zwerge im Maul aportieren, ohne ihnen ein Haar zu krümmen, aber sicherlich kann sich jeder vorstellen, dass einem als Halter erstmal der Atem stockt.

So einen Kandidaten hab ich hier. So lange sich die kleinen Hunde ruhig bewegen, bleibt er total gelassen, aber wenn sie das Wuseln anfangen, spielt er den Beutegreifer. Wir hatten in früheren Jahren bisher zwei Fälle dieser Art und jedes Mal aus heiterem Himmel - der Kleinhund war vorher nicht zu sehen, ist bei der unverhofften Begegnung sofort abgehauen und der Große hinterher. Er hat ihn dann im Fang zurückgetragen, der Hund hatte eine kleine Schramme, weil er sich dagegen gewehrt hat, aber sonst nichts. Natürlich blieb uns das Herz stehen, und das Ganze hat dazu geführt, dass er nun bei nicht einsehbaren Ecken hinter mir und zum Teil sogar an der Leine bleibt. Und dass wir das "Platz" überall auf Distanz üben, ob mit oder ohne Anlass. Damit sind wir bisher gut gefahren *klopfaufholz*

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Auweiha, da denke ich mit Schrecken an so manche Vereinsmässigen Gruppentrainings zurück.

Ich hatte immer meine Beiden gleichzeitig mit am Platz. Die gingen zu zweit einwandfrei Unterordnung, ohne sich dabei je zu verdünnisieren. Ich ging extra in den verein, nach Beißvorfällen, die meine Hündin schwer weggesteckt hatte. Würde rücklings, im Kommando mich anguckend, von einer freilaufenden Hündin, deren Besitzerin sie einfach losließ, als wir aneinander vorbeigegangen waren, attackiert. Die biß sich im Brustkorb meiner Hündin fest. Diese HH hat schon viele Anzeigen. Und das passierte nicht nur einmal! Das wäre nur zu verhindern gewesen, wenn ich meine Hündin - 20kg - hochgehoben hätte. Und ja - lacht, schimpft, könnt mich auch vollkommen doof bezeichnen: Bei den folgenden Begegnungen, als diese Hündin wieder unkontrolliert rangeschossen kam und ich es rechtzeitig bemerkte, hab ich meine Hündin tatsächlich hochgenommen und die andere kassierte einen Tritt.

 

Nun wollten wir im Verein gezielt daran arbeiten, dass meine Hündin wieder entspannter in Hundekontakten werden könnte - aber was passierte in so ziemlich jeder Übungsstunde?

Irgendein rüpeliger Fluffy machte sich regelmässig aus dem Kommando, riss sich los und ging die Hunde, die angeleint oder ordentlich im Kommando waren, an. Manchmal nur spielerisch, manchmal in eindeutigen Absichten, je nach Hundetyp.

 

Das war sowas von kontraproduktiv, das konnte man echt in die Tonne kloppen.

Einerseits hatten meine Beiden gelernt, brav die Klappe zu halten und "nichtmal an Böses zu denken" - andererseits konnte ich sie in diesem Chaoshaufen kaum davor bewahren, bedrängt, belästigt oder angegriffen zu werden.

Das versaut Dir jedes noch so gut sitzende Kommando für den Ernstfall - außer Du deckelst extrem aversiv.

Meine Hündin hat ne ganze Zeit lang nach ein paar solcher Stunden dort absolut keinen Hund mehr in Sichtweite geduldet. In der Zeit hätte sie auch ungehemmt zugepackt und beschädigt, wenn ich das nicht verhindert hätte. Da hab ich mehrfach kleine rangeschossene Fremdhunde auf den Arm genommen um sie vor meiner Hündin zu beschützen und wurde dabei sogar von ihr getackert, als ich sie einmal neben der Straße festhalten musste, weil sie aus Geschirr mit gekoppeltem Zugstopphalsband geschlüpft war, weil ein Westy es schaffte, an mir vorbei an sie ranzukommen!

Ob Mauli drauf oder nicht: 20 austickende, blindwütende Kilo würden so einem Minizwerg einfach zerdrücken, beim Versuch zu packen und auf dem Boden zu halten.

 

Dieser Hündin dann "die Gedanken" zu verbieten, OHNE Vorarbeit, sie wieder im Bezug auf Hunde in eine positive Gefühlslage zu bringen, wäre unmöglich gewesen. Das war Arbeit, Geduld, Arbeit und noch mehr Geduld...................

 

Und dennoch - im Hirn meiner Hündin ausgelöscht sind die Attacken der einen Hündin und die Situationen, in denen ich versagt habe, sie zu beschützen, nicht. 

Schlüsselreiz ist zB: Wenn wir an einem anderen Hund, der sich aufbaut und deutlich auf Spannung im Passieren fixiert, vorbeigehen und sie brav und ohne zu kommunizieren in einem Kommando vorbei gegangen ist, und DANN plötzlich hinter uns der andere Hund zu knurren und geifern anfängt ...........DANN wird sie zur unkontrollierbaren Furie, die auch zupacken würde, wenn der andere näher käme. Da legt sich ein Schalter um. Da tackert die alles erreichbare, auch mich, wenn ich blockiere.

Erst gestern aktuell seit JAHREN das erstemal wieder geschehen (der Rüde hat uns im letzten halben Jahr regelmässig schon angekeift, als wir ihn kommen sahen, meine bisher ohne Komentar)  und ich musste sofort an diesen Thread hier denken. Sie hat meine Wade zwar nicht getackert, ich spürte aber ihre Zähne dran. Wäre ich ausgerutscht und hätte sie losgelassen...............die hätte sich auf den anderen gestürzt und zwar in eindeutigen Absichten, hemmungslos!

Und das nach vielen Jahren ohne jegliche Zwischenfälle, in denen sie bewiesen hat, wie sozial kompetent, wohlwollend und souverän sie IST, in vielen Hundegruppen, freilaufend, angeleint und zusammenlebend! 

 

Kurz nach dieser Situation gestern begegneten uns noch mehrere kläffende Kleinhunde, zwei davon mussten wir ohne ausreichend Abstand passieren und sie ging ohne Kommando, von sich aus nahe an meinem Bein und ignorierte die völlig. Auch die anderen, die schon von Weitem kläffend in den Flexis hingen. keine Reaktion meiner Hündin.

 

Aber der andere - der hätte sein fett abgekriegt, beziehungsweise hätte das eine ganz böse Rauferei gegeben, weil die Beiden ungefähr von gleicher Statur sind, nur ist sie 12 und der andere vielleicht gerade mal 3.

 

Was ich damit sagen will: Man steckt nicht drin im Hund. Und die anderen hat man nie vollkommen unter Kontrolle. Auch den eigenen nur bedingt, aber es ist gut zu wissen, WAS den Hund auslösen kann.

Ich hatte das Erlebnis von früher eigentlich vergessen und auf Grund des unkomplizierten Verhaltens der Hündin in den ganzen letzten Jahren gar nicht mehr dran gedacht.

 

Shit happens. 

 

Hätte ich, auf meine Hündin "gehört", anstatt zu korrigieren und unter Kommando zu stellen, als sie sich anspannte, weil sie nämlich vor mir den Hund schon gerochen hatte und anfing zu staxen, wäre diese Situation vermeidbar gewesen.

Klar - ist nix passiert - hätte aber können.

Kommunikation verbieten ist nicht immer die Lösung, meiner Meinung nach.

Bei einem Kleinsthund - ok, den hält man leichter falls er doch austickt, weil ein Schlüsselreiz evtl. einfach viel zu hoch ist.

Nicht auszudenken, wenn sowas mit zB einer 70kg Dogge passieren würde............

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Nachdem hier jetzt einige Postings gefallen sind, die auch Fragen aufwerfen und vor allem Vorwürfe gegen mich aufbringen, hier einmal folgendes:

 

- Chibambola, ich finde deine Postings sehr sachlich und interessant. - Danke dafür!!

- Der Mali gilt nicht als aggressive Rasse, ist es nicht und wird auch "für normal" nicht dafür gezüchtet. Die Problematik liegt bei der Schnelligkeit und vor allem

  der entsprechenden Muskelmasse.

- Es war das erste mal, dass ein Hund verletzt wurde, bis jetzt blieb es bei pöbeln und rempeln, wenn es überhaupt dazu kam in letzter Zeit.

 

Was das hochheben bzw. in dem Fall Hochstellen angeht, so wäre meines Erachtens ein Ableinen (so das der kleine die Beine in die Hand nehmen kann) wahrscheinlich besser gewesen. Ein hochheben zum Körper, hätte nach Einschätzung meines Trainers dazu geführt, dass meine Hündin vor dem Menschen Halt gemacht hätte und nicht gewusst hätte was sie jetzt tun soll.

 

Frau Presley möchte ich noch fragen, wenn man es nicht versteht wie man mit "so einem Hund" spazieren gehen kann, ohne vernünftiges Abbruchsignal. - Soll man den Hund anketten? Soll man ihn einsperren und nur rausgehen wenn es stockdunkel ist um ja niemandem über den Weg zu laufen? Man sollte den ganzen Thread durchlesen oder darauf hinweisen dass man es nicht gemacht hat, bevor man solche schweren Vorwürfe in den Raum wirft.

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