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Hundeforum Der Hund
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Für mich total peinlich, irgendwie traurig, aber trotzdem auch schön

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Ich wollte mal erzählen was mir gestern passiert ist. 

Mir war die Situation vollkommen peinlich. 

Aber wenn man drüber nachdenkt ist es eigentlich traurig und schön zugleich. 

 

Manche von euch haben vielleicht mitbekommen, dass bei mir, vor ca. 2 Wochen, ein Welpe eingezogen ist. 

Und wie das so in der Prägephase ist, soll der kleine Hund ja einiges kennen lernen. 

Die kleine Lumi ist ein ziemlich mutiger und sicherer Hund und so haben wir gestern beschlossen mal zusammen vor einem Einkaufsladen zu warten und uns andere Menschen, Einkaufswagen, Autos und eine gewisse Hektik anzusehen.

 

Kristina, wie sie nunmal ist, mit ihrer etwas dreckigen Spaziergang-Kleidung an, hockt sich hin, damit Lumi, wenn sie es braucht Schutz zwischen meinen Beinen suchen kann. 

Einige Leute kamen vorbei und sagten immer "ach ist die süß".. "ach was für ein süßes Baby" etc. und Lumi wurde immer mutiger und munterer. 
Sie hat das super gemacht und hatte echt keine Angst. 

 

Jetzt zu dem Peinlichen: 

Wir hockten relativ lange dort. Haben gewartet bis mein Freund vom Einkaufen zurück war. In der Zeit kamen und gingen halt die Leute. 

Irgendwann kamen dann auch zwei Frauen (vielleicht Afrikanierinnen) wieder raus, die uns vorher lieb zugelächelt haben und auch zu den Leuten gehörten die Lumi so süß fanden. 

Sie brachten uns zwei Brötchen, Wasser und eine Dose Hundefutter mit. Sie dachten wir wären bedürftig und wollten uns etwas Gutes tun. 
Mir war das soooo extrem peinlich! Aber ich konnte mich da auch nicht rausreden, weil meine Phobie mich mal wieder gehindert hat. 

Wahrscheinlich hätte ich an ihrer Stelle das gleiche gedacht. Da hockt eine junge Erwachsene, mit dreckiger (Hunde) -Kleidung  und Hund auf dem Boden vor einem Geschäft, und wirkt wahrscheinlich noch hilflos dabei (Wegen meiner Sozialphobie mag ich solche Situationen wirklich gar nicht - aber was macht man nicht alles für die Hunde).

Wer von euch hätte nicht auch ähnlich gedacht. 

Mir ist es einfach so unglaublich peinlich und unangenehm.

Aber trotzdem wollte ich davon erzählen. 

Denn es ist traurig, dass es so etwas zu genüge gibt. Die meisten Menschen sehen auch weg. 

Aber dann, dann gibt es noch Menschen die nicht wegsehen, die helfen. Und das ist das schöne an der Geschichte. 

 

 

 

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Ach was - das ist nicht peinlich und braucht dir auch überhaupt nicht unangenehm zu sein... 

 

Ich glaube viele Hundebesitzer kennen Situationen in denen sie komisch angeschaut werden :)

 

Schlammig vom Gassi zurück mit den alten Klamotten, unterwegs die Blitzidee, doch noch schnell zum Bäcker OHNE vorher nochmal an sich selbst runterzuschauen und das erst bemerken, wenn der Kunde nebendran plötzlich einige cm mehr Abstand nimmt  B)  Und natürlich kein Hund nebendran (im Auto) der das auflösen könnte.

 

Und sehr nett von den zwei (afrikanischen) Frauen!!!

 

 

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Gnihihi, mach Dir nichts draus. Ich wurde auch schon zur Tiertafel geschickt, der arme Hund war ja so dünn.

War sie auch, aber nicht, weil sie kein Futter bekommen hat, sondern weil sie nicht gefressen hat.

Witzigerweise war ich gerade auf dem Weg zur Tiertafel, weil ich dort gearbeitet habe. Hatte sogar schon den Pullover mit dem Logo drauf an.

Freu Dich einfach, dass es Menschen gibt, die helfen möchten.

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Oh wie nett von den beiden!!!! Ich finde das nicht peinlich. Ist doch ein einfaches Missverständnis, leicht zu erklären, wie die beiden auf die Idee kamen.

Schade, dass Du es nicht richtigstellen konntest, aber nun gut, ging halt nicht. Biste also um zwei Brötchen und ne Dose Chappi reicher [emoji12]

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Ich finde die Geschichte lustig und schön zugleich :)  Und keine Sorge, Hundehalter, die sich in die Natur begeben, sehen nu mal nicht immer ordentlich und frisch gestriegelt aus :D

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Peinlich berührt werden kann man von der Geschichte schon. Denn warum waren es gerade diese beiden Frauen, die einfach so "geholfen" haben, weil sie glaubten, Hilfe sei nötig? Waren sie eventuell vor nicht allzu langer Zeit selber hilfsbedürftig? Und jetzt, wo es ihnen offensichtlich gut geht, wissen sie immer noch, wie sich Hunger anfühlt.

Ist natürlich reine Spekulation, aber ich glaube, nicht weit von der Wahrheit entfernt.

 

Was kann man tun, wenn sich die Situation nicht so einfach erklären lässt? Sich nett bedanken - nicht für die Brötchen, das Wasser (gut mitgedacht!) und das Futter - nein, für die Anteilnahme am Nächsten und für die Bereitschaft zur spontanen Hilfe! Davon können wir wohlstandsverwöhnten Menschen uns 'ne Scheibe abschneiden!

 

Die Brötchen hätte ich mir zuhause gut belegt und sie hätten mir besonders gut geschmeckt, denn sie waren mit Liebe gegeben.

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:-)  Die Geschichte rührt mich sehr und kann jetzt endlich ein bisschen weinen, nachdem ich heute vom Tod zweier guter Bekannter gehört habe. Ich danke dir dafür, dass Du uns teilhaben lässt. Ich werde mir ein Beispiel an dem Verhalten der beiden Frauen nehmen. Peinlich braucht Dir das wirklich nicht zu sein und traurig ist nur, dass meistens die geben, die sowieso schon wenig haben.

Es ist gut, dass Du´s nicht richtiggestellt hast, die Frauen haben sich bestimmt gefreut, dir vermeintlich zu helfen und wären eventell peinlich berührt gewesen, wenn Du´s richtiggestellt oder zurückgewiesen hättest. So hat das sein Gutes.

 

Übrigens gehe ich selbst immer recht zerzaust und vermatscht vom Hundegassi zum Einkaufen :-)

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Frisch gestylt sehe ich auch nicht aus, wenn ich mal eben nach dem Waldspaziergang, die Jungens noch völlig verdreckt im Auto, mein Gesicht evtl. mit Sommersprossen verschönt, die sonst nicht da sind und für die meine schüttelnden Jungs nach einem erfrischenden Schlammbad gesorgt haben ... und ich eben schnell bei Rewe rein, um mal eben noch was zu holen - ich hoffe dann immer, dass die Leut an der am Hals hängenden Pfeife erkennen, dass dieses Outfit nicht meine Ausgehkleidung ist :D

 

Obermegapeinlich war mir allerdings, als ich an der Kasse den skeptischen Blick der Kassiererin und des hinter mir stehenden Kunden an meinem Jackenärmel beim Bezahlen bemerkte - da hing doch tatsächlich fett und schleimig der Glibber von meinem Schlabberfritzen Amigo runter ... igittbahpfui  :o

 

Seitdem kontrolliere ich die Jacke vorm Betreten des Geschäftes, ob Amigo mir nicht wieder so ein kleines "Souvenir" verpasst hat ...  :rolleyes:

 

Die beiden Frauen waren furchtbar nett - wenn du die Geschichte aufgeklärt hättest, wäre es ihnen peinlich gewesen, und sie hätten vielleicht beim nächsten - tatsächlich! - Bedürftigen entschieden, dies nicht mehr zu machen aus Angst vor einer weiteren Peinlichkeit. 

 

Die Futterdose kannst du selber weiterspenden - und dem nächsten Bedürftigen, dem du begegnest, auch etwas Gutes tun. So pflanzt sich Gutes fort :) 

 

Nimms für dich selbst mit Humor - und freue dich, dass dir etwas Gutes begegnet ist.

 

Eine schöne Geschichte :)

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Komische Situation und mit Sicherheit sehr unangenehm! Aber was solls, man macht sich für den Hund schon mal krumm. Sieh es so später ist dein Hund tiefenentspannt und du hast eine ulkige Anekode aus der Welpenzeit :D

 

Als wir Einkaufscentertraining gemacht haben sind wir immer wieder zwischendurch raus zum lösen und zum entspannen. Und was macht der Herr beim vor der Apokthe stehen (genau da wo der Haupteingang ist) während ich auf meine Mutter warte. Kacken und zwar seelenruhig! Das war auch wahnsinnig peinlich, es sind gefühlte 1000 Menschen an uns vorbei gelaufen, aber was solls mittlerweile lache ich gerne darüber ;)

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Anzunehmen, dass "farbig" gleichzusetzen mit "vor kurzem noch arm und hungrig" bedeutet, ist aber auch ein dickes Vorurteil.

Also ich war vor 30 Jahren schon mit Farbigen in der Schule, in Deutschland geboren, Vater Gynäkologe und erheblich besser verdienend als meiner ... Also ich verknüpfe mit "farbig" nicht "gerade eben aus der Armut entkommen".

Gibt solche und solche Menschen, überall und jederzeit. Diese beiden waren einfach warmherzig, unabhängig von ihrer Herkunft.

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