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Hundeforum Der Hund
DerOlleHansen

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten ...

Empfohlene Beiträge

Obwohl es mit aggressiv erscheinendem Verhalten anfing, sortiere ich den Beitrag mal unter "Körpersprache & Kommunikation" ein.

 

Wenn eine so schöne Entwicklung wie bei Silence in den letzten Tagen "gestört" wird, ist man als Mensch leicht enttäuscht, mindestens aber sehr verwundert, eventuell auch leicht frustriert. Ja, ich weiß, soll man alles gar nicht -  von "sowas" muss man sich frei machen ...

Aber wie steht es schon geschrieben: "... der werfe den ersten Stein."  ;)

Aber es bedurfte schon 3-17 mal tief durchatmen, um sachliche Ursachenforschung zu betreiben und einen Lösungsansatz zu finden. Aber ein Gefühl von "Verwirrung" bleibt.

 

Also, was war passiert:

 

Wir waren gestern auf abendlichem Spaziergang. Unterwegs hatte sich zufällig "Katzentraining" ergeben. Eine furchtlose Katze hatte sich unter dem noch warmen Motor eines geparkten Lieferwagens niedergelassen. Gute Gelegenheit, mit Silence zu üben, ruhig zu bleiben, ja - schnüffeln erlaubt, nein - jagen verboten. So haben wir ziemlich lange damit verbracht, die völlig gelangweilte Katze aus 2-3 m Abstand zu beobachten. Silence hat meist im "Platz" gelegen, geschaut, geschnüffelt, gezittert - nicht gejault oder gar geschrien wie früher, nur gefiept, war aber leicht zur Ruhe zu ermahnen und die "Ausbruchsversuche" konnte ich im Ansatz stoppen.

Dann einmal beide nicht aufmerksam - Katze weg. Auch Silence hat sie nicht wieder entdeckt. Alles noch mal abgeschnüffelt und nach Hause.

Als Lob für insgesamt guten Spaziergang (ich habe den Eindruck, dass Silence das tatsächlich auch so versteht) durfte er bisher sein Halsband, das ich ihm im Hausflur abnehme, bis in sein Körbchen tragen. Das habe ich seit 2 Tagen erweitert: Ich schicke Silence mit "Bring nach Hause" vor, er soll dann vor der Tür sitzen und auf mich warten. Zwei Etagen die Treppe hoch macht Silence wie eine Rakete  :D, oben sitzen und warten ... da ist er noch zu sehr freudig erregt, "zappelt" herum und spielt mit dem Halsband - aber das wird schon werden.

 

Dann Abendessen, Hund gefüttert. Dabei habe ich schon bemerkt, dass seine Mimik "anders" war, irgendwie angespannt.

Am Abend hat Silence meine Nähe gesucht - blieb aber trotzdem auf Distanz ... schwer zu beschreiben.

Die ganze Nacht blieb Silence unbedingt vor meinem Bett (sonst trottet er oft in der Nacht in sein Körbchen) - aber beim Versuch der Berührung ängstliches Knurren. Nun macht man da kurz vorm Einschlafen ja kein "Fass" auf ...

 

Heute morgen keine Änderung. Meine Nähe will Silence, Berührung nein. Da ich weiß, dass es einen Unterschied macht, ob ich zu Silence gehe, oder ob er zu mir kommt, habe ich ihn zu mir gerufen. Er kommt zwar, wendet sich aber sofort ab, versteift sich, knurrt bei Berührung ...  :???

Ich versuche dann immer zu vermitteln: "Ich nehme deine Befindlichkeit zur Kenntnis, aber dein Knurren und Zähnezeigen beeindruckt mich nicht."

 

Irgendwann kommt man ja auf die Idee, dass der Hund Schmerzen haben könnte ... also sind wir zu unserem "Behandlungsplatz" (eine Ecke vom Wohnzimmerteppich) gegangen. Alle Pflege, Untersuchung, Verarztung mache ich immer dort. Silence legt sich meist schon ohne Kommando auf die Seite. So auch heute. Hier "durfte" ich den ganzen Körper abstreichen - keine Reaktion. Nur an den Vorderpfoten kam auffällig starkes ängstliches Knurren ("normal" sind es die Hinterläufe, da Silence früher vermutlich aufs Hinterteil geschlagen wurde).

 

An den Pfoten nichts wirklich auffällig. Insgesamt sehr rauh und ein minimaler, sehr oberflächlicher Riss in der Hornhaut eines Ballens. Melkfett kann nicht schaden, Silence war heute aber extrem empfindlich beim Eincremen. Manchmal denke ich auch, wenn ich zu vorsichtig bin, kitzelt es ihn und er reagiert deshalb.

Das Melkfett zieht ja schnell ein, trotzdem wollte ich nicht, dass er sich alles wieder von den Pfoten leckt. Aus dem sanften Wegdrücken der Schnauze entwickelt sich ein Spiel - Silence entspannt immer mehr ... und da ist er wieder, der welpenhaft verspielte Blick, bei dem man einfach weich wird ...  :yes:

 

Seither herrscht wieder "Friede, Freude, Eierkuchen"  :sun

Habe ich gerade noch mal "getestet": Silence döste während ich schrieb im Körbchen, ich wende mich zu und bekomme sogar die Einladung; "Au ja, komm und streichle mich!"

 

Aber ich wüsste gern, was das für seltsame "Anwandlungen" waren (War der "Katzenstress" zu viel? Und dann noch die Aufregung wegen des neuen "Bring nach Hause" ...) und was letztlich die Änderung bewirkt hat. War wirklich was mit den Pfoten und das rasch wirkende Fett hat Linderung gebracht? Oder war es nur die Hinwendung, das ruhige Zureden und die sanften Berührungen?

 

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Hallo!

 

Da wird man wohl nur raten können - es ist schon wirklich schade, dass wir nicht wie Dr. Doolittle mit unseren Tieren reden können, das würde uns manches Raten sehr erleichtern.

 

Vielleicht wären wir aber auch überrascht, was unsere Tiere über uns denken:

 

z. B. was für ein Volltrottel, der/die kapiert mal wieder gar nicht, was mit mir los ist oder was ich will!! :rolleyes:

 

oder    "was hab ich die/den gerade mal wieder an der Nase herumgeführt, immer wieder lustig, auf was die hereinfallen!"

 

oder  " so langsam habe ich meinen Menschen ganz gut trainiert und eine zusätzliche Kuschelstunde herausgekitzelt!"

 

Spass muss sein :)

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