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jakomaho

Wie definiert ihr Dominanz???

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genau das ist das Definitionsproblem. Dominant bist du, wenn du deinem Hund was sagst und er es klaglos ausführt. Es ist sozusagen ein Zustand.

Was du meinst ist das Streben nach Dominanz.

Auch ich verwende beides oft synonym, aber es ist wohl doch ein Unterschied.

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jo, da habe ich bestimmt noch Lernbedarf...

und wie kann man einen Hund in eine Verantwortung "drängen" wie es so oft heißt?

z.B.: das der Hund meint auf alle/s aufpassen zu "müssen" aber total überfordert ist?

In der Familie (mit 4 Kindern) erlebe ich es beinahe stündlich, dass sich niemand für Dinge "verantwortlich fühlt" wenn er nicht explizit dazu angewiesen wird...

Ich habe bei unserem Hund den Eindruck der "Drang" liegt im Tier selbst drin.

Ich gebe doch dem Hund keine Anweisung z.B. auf mich aufzupassen. Ich kann nur Signale senden, dass ICH die Verantwortung habe und der Hund dafür nicht zuständig ist (sein muss).

Oder wie ist das zu sehen?

LG

Rike.

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wenn der Hund der Meinung ist, dass du nicht ordentlich aufpasst wird es das tun.

Abgesehen davon wurde der Hund vornehmlich dazu verwendet, das Lager, die Horde, die Herde, die Truppe, seine Familie, den Hof zu bewachen.

Sehr schwer, ihm klar zu machen, dass er das nicht soll.

Er sucht ne Aufgabe, will sich im Rudel nützlich machen, eine Funktion erfüllen. Naturgemäß liegt ihm da das Bewachen am nächsten (dem einen Hund, der einen Rasse mehr als der anderen).

Du kannst ihm andere Aufgaben zuteilen.

Das mit den Kindern kenne ich. Die testen deine Konsequenz und deine Durchsetzungsfähigkeit :D

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das tue ich, ich gebe meinem Hund viel Suchaufgaben, bin seit einem halben Jahr in der RH-Ausbildung, komme auch sehr gut mit unserer Hündin klar.

:)

Nochmal zurück zur Abschaffung der Dominanztheorie.

Steckt da also die Logik dahinter, dass der Hund nur die Dinge übernimmt wo der Hund der Meinung ist, das Herrchen tut das nicht ordentlich...? (wie z.B: aufpassen)

Das würde folgerichtig heißen, bei einem "perfekten Herrchen" würde der Hund keine "dominanten"Verhaltensweisen zeigen...?

oder was steckt dahinter...??

LG

Rike.

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keine Ahnung. Da musst du die Fragen, die diese Theorie vertreten. Soweit ich das verstanden habe, wird gesagt, dass dadurch, dass der Mensch kein Artgenosse ist, es zwischen Mensch und Hund wohl gar keine Rangordnung oder Dominanzbeziehung gäbe.

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Hallo Rike,

beim aus Hundesicht "perfekten Herrchen/Frauchen" wird sich der Hund gerne unterordnen und auch froh drüber sein, dass er nicht die Verantwortung übernehmen muss.

Das macht das Hundeleben einfacher und stressloser, da der Chef ja alles im Griff hat.

In den Büchern von Jan Fennell wird das ganz gut beschrieben. Die Autorin hat zwar einen etwas planlosen Schreibstil mit ineinander übergehenden Fallbeispielen, wenn man sich deren Erklärungen aber rauszieht, ist die Gesamtaussage, dass die meisten Hunde sich gerne unterordnen, wenn sie merken, dass der Chef alles im Griff hat.

Das setzt meiner Meinung nach eine gewisse für den Hund nachvollziehbare Konsequenz des Chefs voraus und dass dieser Chef mit offenen Augen durch die Welt geht und in brenzligen Situationen so rechtzeitig und vorausschauend reagiert, dass der Hund nicht von sich aus reagieren muss!

Ich habe beim Hundetraining schon öfters Situationen z. B. im Begegnungsverkehr gesehen, wo der Mensch bei rechtzeitigem Reagieren ein Problem hätte verhindern können.

Wie sagen doch viele: "Mein Hund ist ganz grundlos und ohne Vorankündigung los gegangen!"

Wer so was sagt, hat die Vorankündigungen (fixieren, steife Körperhaltung, Mimik) oft schlichtweg verpennt, weil er grade im Kopf ganz woanders war ?!?

Cony

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Hallo zusammen,

Im Moment wird hier wieder mal einiges was man trennen muss, zusammengewürfelt.

Als Erstes ist das, was den Hund durch den Menschen einschränkt, die generelle Macht (man sollte hier den Begriff Macht wertfrei besetzen), das liegt in der Natur der Sache, da er alle Ressourcen des Hundes verwaltet, das hat also mit Dominanz nicht viel zu tun.

Macht übt der Mensch auch dem Hund gegenüber in den unterschiedlichsten Situationen aus, ganz einfache Beispiele, Du verlangst das er SITZ, oder PLATZ machen oder KOMMEN soll oder Du nimmst ihm einen Knochen weg usw. usf.

Auch das Lehrerbeispiel, da wird keine Dominanz ausgeübt, sondern die Kinder (Jugendlichen) erkennen eine natürliche Autorität an, das sind dann Kompetenzen und Wertschätzungen, wie z. B. Können, Fähigkeiten, Wissen die eine wichtige Rolle spielen usw. usf.

Dominanz kann man nur auf die intraartlichen Interaktion anwenden, zwischen Hund - Hund oder Mensch - Mensch usw. usf., denn Hunde bilden mit dem Menschen, heute zumindest, keine natürliche, sondern eine kulturelle Gemeinschaft.

Daraus lässt sich ableiten, dass der Mensch den Hund nicht dominiert, sondern er kann ihm gegenüber seine Macht ausüben oder es lassen.

LG Hans Georg

Verstehen stellt besondere Anforderungen, Missverstehen nicht (G. Roth).

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Hallo Hans Georg,

da bin ich etwas anderer Meinung. Ich habe schon Hundeführer gesehen, die ihre Hunde sehr wohl dominieren (leider auch mit körperlicher Gewalt, runterdrücken, Kettenhalsband umdrehen, dass der Hund fast keine Luft bekommt) bei solchen Sachen bin ich immer stinkesauer, da es ja auch anders geht ?!? Auch Fusstritte gegen den Hund habe ich schon gesehen ?!? Solche Hunde schleichen dann oft nur noch in geduckter Haltung neben ihren "Herren" :[

Cony

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Hallo Cony,

Das sind doch genau die Beispiele, die ganz deutlich aufzeigen, dass es sich um Macht ausüben dreht und nicht um Dominanz handelt.

Bleiben wir mal bei den Hunden untereinander, ein dominanter Hund hat es nicht nötig mit Gewalt oder durch Kampf einem anderen Hund gegenüber seine Position zu behaupten, er hat das sagen, ansonsten ist er nicht dominant. Muss er aber darum kämpfen, hat das mit Dominanz nichts zu tun, dann ist das ein Machtkampf, wer gewinnt behauptet seine Stellung oder erringt sie in der Hierarchie des Rudels. Erst ein exponierter Rang in der Hierarchie eines Rudels ist mit Dominanz verbunden, um weiter Machtkämpfe vorzubeugen.

LG Hans Georg

Verstehen stellt besondere Anforderungen, Missverstehen nicht (G. Roth).

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habe schon Hundeführer gesehen, die ihre Hunde sehr wohl dominieren (leider auch mit körperlicher Gewalt, runterdrücken, Kettenhalsband umdrehen, dass der Hund fast keine Luft bekommt) bei solchen Sachen bin ich immer stinkesauer, da es ja auch anders geht Auch Fusstritte gegen den Hund habe ich schon gesehen

DAS sehe ich hin und wieder leider auch, nur ist das alles, aber keine Dominanz (aus Hundesicht). Sowas ist nichts weiter als schreiende Dummheit :[ . Dominanz hat schon was mit Körpersprache zu tun, aber ganz sicher nicht mit körperlicher Gewalt.

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