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Hundeforum Der Hund
jakomaho

Wie definiert ihr Dominanz???

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Dominanz ím Hunderudel, also speziell, wenn mehrere Hunde in einem Haushalt sind definiere ich mit Ruhe, Gelassenheit, Durchsetzungsfähigkeit und Stärke, wie es ja bereits häufiger erwähnt wurde. Das ist jetzt allerdings sehr allgemein gehalten.

Ich habe ja nun das Glück zwei Rüden im Haus zu haben, die beide sehr dominant sind. Aber jeder von beiden zeigt diese Dominanz dem anderen gegenüber und dem Menschen gegenüber anders.

Jagger fordert z.B sehr oft zum spielen auf. Feli zeigt sich ihm gegenüber aber dominant indem er ihn völlig ignoriert. Jagger interessiert das meist nicht wirklich und er macht weiter, bis er von Feli einmal kräftig zurechtgewiesen wird. Das äussert sich dann in einem knurren oder kurzen Nackenstoss. Dann ist Ruhe. Fordert Feli aber zum Spiel auf, dann hat er bei Jagger immer Erfolg.

Andere Situation: Ein Knochen ist von zweien noch über. Feli hat seinen schon aufgekaut, Jagger knabbert an seinem noch herum. Feli möchte aber den von Jagger auch haben. Feli versucht also zunächst ihn mit Spielaufforderungen, meist erfolgreich, vom Knochen abzulenken. Nähert er sich aber dem Knochen, springt Jagger sofort dazwischen und macht Feli deutlich, das er es nicht duldet, das er sich an seinem Knochen vergreift. Das wiederum duldet Feli nicht und nimmt ihm den Knochen schlussendlich doch weg. Allerdings weniger aggressiv als Jagger, sondern er legt sich stumpf vor Jagger hin und fixiert ihn ununterbrochen. Jagger wild am drohen, wendet aber den Blick ab. Irgendwann kommt dann der Punkt, wo Jagger sich nichtmal mehr traut den knochen anzublicken. Dann steht Feli auf und holt ihn sich. Jagger würde dann aber nie wagen, diesen Knochen von Feli wieder zu holen.

Feli ist definitiv der dominantere unter den Hunden. Auch wenn Jagger immerwieder probiert, Felis Rang für sich zu gewinnen.

Menschen gegenüber ist Jagger der dominantere. Will man sich auf einen bestimmten Platz setzen, so versucht Jagger zunächst diesen Platz für sich zu beanspruchen. Besonders gerne macht er das auf Stühlen. Meist fordert er zu Spielen auf, wenn ihm zufällig ein Spieli zur Verfügung steht. Bei mir beißt er da leider auf Granit, die anderen geben seinen Forderungen dann schon nach.

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Hallo Felis Frauchen,

Wem gegenüber soll Jagger denn dominant sein, wenn er der ist, der immer nachgeben muss. Sinn von Dominanz ist doch gerade das Vermeiden von Machtkämpfen (Beißereien), hier ist Feli der Alpha und Jagger der Omega, so einfach ist das.

Dominanz bedeutet nicht, dass der Rangniedere alles, mal salopp ausgedrückt, kommentarlos hinnimmt.

Ob der Mensch nun seine Machtposition (Sonderstellung) den Hunden gegenüber wahrnimmt oder nicht, liegt in seinem Ermessen.

LG Hans Georg

Verstehen stellt besondere Anforderungen, Missverstehen nicht (G. Roth).

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Mal eine Frage an die "Dominanzgläubigen" ;) :

Denkt Ihr das ein "dominanter" Hund besonders intelligent ist oder eher nicht?

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Mal eine Frage an die "Dominanzgläubigen" ;) :

Denkt Ihr das ein "dominanter" Hund besonders intelligent ist oder eher nicht?

*LOL*

:klatsch::klatsch:

Soll das eine Scherz- oder Fangfrage sein?

- oder meinst Du das wirklich ernst...?

Also wenn man Dominanz im Rudel mal positiv auslegt,

dass das die wirklich souveränen und starken Tiere sind,

dann können das eigentlich nicht die dümmsten der Spezie sein...

:Oo:Oo

Dominanz negativ gesehen, mit Aggression und Machtgehabe z.B.: bei den zitierten Negativ-Herrchen würde ich mal in die Ecke der Dummheit schieben...

LG

Rike.

:D:D

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Huhu Rike,

freue mich, dass ich zu Deiner Erheiterung beitragen konnte ;)

Ich meine die Frage sehr ernst.... und bin mega gespannt auf die Antworten .... :)

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Hallo Katja,

Dominanz in einem Hunderudel kann man nicht auf ein Merkmal wie Intelligenz reduzieren, es gehört mehr dazu, denn in einer hierarchisch organisierten Rudelstruktur sind kognitive Fähigkeiten, Stärke, Selbstbewusstsein, agonistisches Verhalten, soziale Kompetenz, Koalitionen usw. um nur einige zu nennen, notwendig, denn auch subdominante Hunde müssen einen Teil dieser Merkmale besitzen.

Letztendlich ist es aber von den Hunden und der Situation abhängig.

LG Hans Georg

Verstehen stellt besondere Anforderungen, Missverstehen nicht (G. Roth).

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Mir geht es mehr um das sogenannte "dominante" Verhalten dem Menschen gegenüber, denn viele Hunde leben ja gar nicht in einem Rudel.

Hier kommt ja auch sehr oft die Meinung, der Hund "könnte" dominant gegenüber seines Menschen sein, weil er dies oder jenes tut...

Wie schlau ist dieser Hund?

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Wie schlau ist dieser Hund?

Ich glaub nicht das es ein extra schlauer Hund ist, Dominanz ist eine Veranlagung die in den Genen festgelegt ist noch vom Stammvater Wolf. Nur bei den einen kommt die Veranlagung durch und bei den anderen eben nicht. Dominanz hat für mich auch nichts mit mangelhafter Erziehung zu tun, man muss nur wissen als Halter wie man vorhandener Dominanz beim eigenen Hund begegnet.

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Man weiß ja noch nicht ansatzweise, ob Dominanz nun maßgeblich vererbt wird oder eher Umwelteinflüsse dafür verantwortlich sind. Wie wir gelernt haben hängt Dominanz immer zwangsläufig von dem Gegenüber ab. Lässt dieser sich nicht einengen, kann Dominanz gar nicht ausgeübt werden.

Wie auch immer: Ich denke wir gleiten ab in viel zu viele Details. Man sollte sich eher klar machen, dass Dominanz selbstverständlich sowohl bei Menschen als auch bei Hunden existiert. Zudem, dass sich Dominanz gegenüber Hunden höchstwahrscheinlich stärker ausdrückt als gegenüber Menschen. Und gegenüber rudelfremden Hunden wird dominantes Verhalten (Weg verstellen, verprügeln, runter drücken usw.) wesentlich häufiger und deutlicher auftreten, als im eigenen Rudel.

Es wäre auch nicht schlecht, wenn wir uns einfach mal an der gängigen Definition von Dominanz orientieren.

Aus meiner Sicht ist zu dem Thema alles gesagt. Bevor es zerredet wird, sollten wir uns mal zusammen reißen und auch nicht zu tief in Bereiche vorstoßen, die mitunter sowieso sehr fraglich sind.

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Viele namhafte Hundetrainer sagen, dass man den "Verstand" eines Hundes mit dem eines Kindes von ca. 3-5 Jahren vergleichen kann.

Wie soll dann bitte eine Dominanz gegenüber eines "normalen" Erwachsenen möglich sein?

Ganz ehrlich das ist mir zu "hoch" .....

Mein Hund lebt nicht in einem Rudel, ist halt ein Einzelhund. Ich würde niemals im Leben auf die Idee kommen, sie wäre dominant, nur weil sie mir ihre Pfote oder ihre Schnauze aufs Bein legt. Dann bettelt sie um irgendwas ..... ok ... ich kann drauf eingehen oder es lassen .... fertig !!!!

Wenn sie mir in die Leine geht, weil eine Katze unseren Weg kreutzt.......... finde ich das eine Frechheit/Unerzogenheit oder sonst was , aber bestimmt nicht dominant ....

Wenn sie ihren Hundefreund vom Spielzeug weg"brüllt* ist das für mich nicht dominant... , denn bei ihm weiß sie das es funktioniert... Bei anderen Hunden traut sie sich das nicht ....

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