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Hundeforum Der Hund
jakomaho

Wie definiert ihr Dominanz???

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@ Katja:

das mit der Tür mach ich mit Meggie auch so wie es mir gerade passt. Ich reite da nicht auf Rangordnungsprinzipien rum!

Aber ich kann das jederzeit so machen wie ICH das will.

Und die Frauchen auf die ich angespielt habe, die können das eben nicht mehr beliebig handhaben (weil sie sich bei Hundi nicht mehr durchsetzen können und das Theater des Hundes fürchten...).

Ich tue mir etwas schwer damit, Dominanz- und Machtverhältnis so wie Hans-Georg beschreibt streng zu trennen...

Einen Hund, der zum kompletten Familientyrannen geworden ist nur als schlecht erzogen, aber gar nicht als dominant zu verstehen, will auch noch nicht so recht durch meine Gehirnwindungen...

:Oo

LG

Rike mit Meggie.

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Huhu Rike,

dann stell Dir doch einfach vor, Du würdest so einen Hund in Deine Hände "kriegen".

Meinst Du der würde sich dann immer noch so benehmen, wenn Du das nicht möchtest?

Vielleicht einer von 1000 ;)

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also so ganz blick ich da nicht und muss mich jetzt mal als dumm outen:

Hier ist von Dominanzgesten die Rede und es werden auch immer wieder die selben angesprochen: als erster durch die Tür, Füße ablecken usw..

Hunde (aber auch andere in dieser sozialen Form lebende Gemeinschaften) lernen durch ihre Eltern und ihre Umfeld. Und da kann die Erziehung doch sehr vielfältig aussehen: gelassen, streng, rabiat, unsicher usw..

Gehen wir davon aus das jeder Hund der zuerst durch die Tür geht dominant wäre, müssten diese o.g. Dinge als Wissen beim Hund doch genetisch verankert sein. Wie kann er es sonst wissen wenn es ihm evtl. doch gar nicht beigebracht wurde (die meisten haben die Aufzucht ihrer Hunde nicht miterlebt).

Desweiteren ist der Begriff Dominanz ja nicht einfach vom Himmel gefallen sondern als Leitfaden braucht der Mensch die Definition.

Und die ist hiermit doch gegeben (wiederhole jetzt einfach mal):

Wiki: Biologie: Individuum A schränkt die Rechte und Freiheiten von Individuum B ein und gesteht sich selber diese Rechte und Freiheiten zu, was von B akzeptiert wird. Dominanz ist immer beziehungsspezifisch und ist zeit- und situationsabhängig.

Es ist doch für uns nur wichtig zu verstehen das 1. Dominanz nicht immer negativ sein muss (siehe Blindenführhunde) sondern auch sehr hilfreich und 2. Dominanz nicht an pauschal beschriebenen Handlungen festgemacht werden kann, sondern eher daran ob Individuum B eine Handlung akzeptiert (je mehr umso dominanter der Andere).

Akzeptiert B aber nicht und A gibt auch nicht nach ist es dann ein Machtkampf (denn der Dominante steht damit ja nicht fest). Je häufiger dies jedoch vorkommt, umso mehr ist die Gemeinschaft gefährdet.

Darum ist es viel wichtiger Situationsbezogen zu entscheiden ob man gerade der Dominantere sein muss oder ob es der Gruppe nicht vielleicht dienlich ist dies auch mal einem anderen zu überlassen.

Oder :???

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Darum ist es viel wichtiger Situationsbezogen zu entscheiden ob man gerade der Dominantere sein muss oder ob es der Gruppe nicht vielleicht dienlich ist dies auch mal einem anderen zu überlassen.

Oder :???

Deswegen bin ich auch der Meinung es gibt keinen generell dominanten Hund, es gibt ihn nur Situationbezogen.

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Hallo iris81,

Den Begriff Dominanzgeste habe ich in diesem Thema für mich nicht verwendet, denn Dominanz beinhaltet für mich die doch oftmals fließenden Übergänge von Laut- in Körpersprache und umgekehrt.

Hallo iris81,

Dieses Konstrukt (Schlafzimmer/Sofa) von Dir lässt in der Tat Gedankenspiel zu.

Z. B. warum verhält der Hund sich überhaupt so?

Welche Ereignisse sind dem Ganzen vorausgegangen und haben letztendlich diese Situation herbeigeführt?

Dieses Konstrukt (Situation) hat aber mit meiner Frage nur indirekt zu tun und wird dadurch nicht beantwortet, denn Du erklärst anhand dieses Beispiels nur, was Dominanz für Dich ist oder sein könnte, aber nicht wie der Hund anders, auf alternativen Wegen für den Menschen schlüssig, seine Dominanz anzeigen könnte.

Mit anderen Worten, wie soll der Hund mit dem Menschen verbal/nonverbal „Dominanz“ kommunizieren?

Interpretiert der Mensch verbale/nonverbale Signale von Hunden falsch, stellt das doch nicht das Instrumentarium der Dominanz (Gesten) infrage, sondern ist ein Hinweis darauf, wie schwierig es für uns Menschen sein kann, den Hund richtig zu lesen.

LG Hans Georg

Verstehen stellt besondere Anforderungen, Missverstehen nicht (G. Roth).

Wie Du hier sehen kannst Zitat von Dir s. u. nachfolgend, habe ich diesen Ausdruck von Dir übernommen, um wiederum Dir zu antworten.

Hallo!

...kann ich nur unterschreiben. Und selbst wenn es Dominanz von Hunden über Menschen tatsächlich gibt, glaube ich nicht, dass sie sich in den immer wieder gerne angeführten "Dominanzgesten" seitens der Hunde äußert.

Viele Grüße, Iris

Verbal/nonverbal“Dominanz“ kommunizieren, da gehört auch ein Geräusch dazu Liebe iris81!

LG Hans Georg

Verstehen stellt besondere Anforderungen, Missverstehen nicht (G. Roth).

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dann stell Dir doch einfach vor, Du würdest so einen Hund in Deine Hände "kriegen".

Meinst Du der würde sich dann immer noch so benehmen, wenn Du das nicht möchtest?

Vielleicht einer von 1000 ;)

kicher,

so etwa ... :D

Aber zurück zum Hunderudel (wo Dominanz ja nicht bezweifelt wird):

Je nach Gegenüber kann ein und der selbe Hund sehr dominant sein,

und dann wieder gar nicht (sondern gaaanz klein...)!

Ist dieser Hund nun dominant oder nicht?

Je nach Umfeld - ja ODER nein (siehe A-B-Definition)

So ähnlich funktioniert das auch in der Hund-Mensch-Beziehung...

LG

Rike mit Meggie.

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Hans-Georg, ich glaube, ich habe mittlerweile in diesem Thema ziemlich deutlich gemacht, wie ich zu dem Thema Dominanz stehe. Wenn du eine andere Meinung dazu hast, sei sie dir gegönnt.

Ich finde nicht, dass man sich an dem von mir eingeführten Begriff "Dominanzgeste" derartig aufhängen muss. Ich habe jedenfalls keine Lust, mich mit dir auf weitere Wortklaubereien und Haarspaltereien einzulassen, lieber Hans-Georg.

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Hallo iris81,

Meine Position zu diesem Thema ist auch klar, scheinbar hast Du sie nicht wahrgenommen was aber nicht so wichtig ist.

Hi Hans-Georg!

Doch, für mich stellt es das Instrumentarium der hündischen Dominanz über Menschen (nicht das hündische Instrumentarium im Allgemeinen) infrage, eben weil zur Dominanz nicht nur ein A gehört, das dominiert, sondern auch ein B, das sich dominieren lässt. Zeigt der Hund irgendwelche angeblichen "Dominanzgesten", die der Mensch nicht als solche akzeptiert (sprich, er lässt sich dadurch nicht einschränken), dann hat der Hund salopp gesagt Pech gehabt, dann wird das nix mit der Dominanz.

Aber abgesehen davon hatte ich dir ja schon recht gegeben, dass es wohl Dominanzgesten geben muss. Nur für mich sind diese eben nicht Füße lecken und alle anderen X-mal erwähnten Beispiele.

Viele Grüße, Iris

Ich kann Dir mal ein Beispiel geben, da Du Dir ja nicht vorstellen kannst, dass Füße lecken womöglich Ausdruck von Dominanz sein könnte.

Ein Bekannter von mir war im Sommer zu besuch bei einer Familie mit einem großen Hund.

Ich verkürze, er saß draußen auf der Terrasse und der Hausherr ging nach drinnen um etwas zu holen, just in diesem Moment fing der Hund der bei ihm unterm Tisch lag an, ihm intensiv die Füße zu lecken, obwohl er das sehr eklig fand, als er den Kopf des Hundes wegschieben wollte, störte der sich kein bisschen daran, er wagte nicht mehr sich zu rühren und der Hund leckt genüsslich weiter.

Ist das nun für dich Dominanz oder nicht?

LG Hans Georg

Verstehen stellt besondere Anforderungen, Missverstehen nicht (G. Roth).

Alles sollte so einfach wie möglich, aber auch nicht einfacher sein (A. Einstein)

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Hallo Mark,

Hierauf zu antworten hatte ich schon fasst vergessen, aber nur fasst.

Sprich: empfindet der Hund solche Gesten, wie du beschreibst, wirklich als Dominanzgeste des Menschen?

Wahrscheinlich nicht ... beantworten lässt sich das jedoch nicht, denn dazu müsste man schon Hund sein, wenn es um Empfindungen geht. Umkehrschluss: Das kann selbst Hans - Georg damit nicht beantworten :D

Empfindungen die ein Hund zeigt, wie zum Beispiel Unterwürfigkeit, kann in den verschiedensten Situationen aus dem Kontext von Ursache – Wirkung, in dem es gezeigt wird, recht klar erschlossen werden. Der Hund bewertet als Erstes eine gegebene Situation, nach dem er sie wahrgenommen hat, das in Bruchteilen von einer Sekunde, um dann entsprechend zu reagieren, empfindet er sie als bedrohlich, zeigt er Unterwürfigkeit. Welche Motivation seiner gezeigten Reaktion (Unterwürfigkeit) dabei zugrunde liegt, kann verschiedene Ursachen haben, wie z. B. das Herrchen schimpft mit ihm oder ruft ihn mit ärgerlicher Stimmung zu sich oder nimmt ihm einen Knochen weg oder fordert ihn auf zurückzubleiben, um die Haustür für den Besuch zu öffnen, oder jagt ihn vom Sessel runter usw. usf.

Da Hunde sehr direkt ihre Empfindungen ausdrücken, können wir auch beurteilen ob sie eine gegebene Situation z. b. durch Körpersprache des Menschen als Dominanz(geste) empfinden.

Der Körper des Hundes ist das exakte Spiegelbild dessen, wie er im Augenblick seine Umwelt empfindet. (E. H. W. Aldington, 1986).

LG Hans Georg

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Mein Hund wurde als dominant bezeichnet, weil er sich älteren Hunden gegenüber nicht einschüchtern lässt und sich ihnen mit erhobener Rute und stehendem kamm nähert. Auch weil er wenn er gepinkelt hat, nochmal scharrt, um seinenGeruch zu verteilen! Ich finde das jetzt nicht weiter dramatisch solange er den anderen Hunden gegenüber nicht aggressiv wird, und sich, wenn er keine Chance sieht, unterwirft, was er tut, wenn auch nicht gerne! Mir gegenüber zeigt er kein Dominanzverhalten! Das ist wichtig!

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