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Hundeforum Der Hund
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Panikattacken beim Gassigehen (Schüsse)

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Ich bin gerade völlig ratlos und traurig, in den letzten Tagen knallt es ständig wenn wir gassigehen und nicht nur einmal sondern oft in kurzen Abständen. 

Angst vor Schüssen hatte die Maus ja schon immer, aber dadurch, dass es jetzt einfach nie aufhört, wird es immer schlimmer.

Sie möchte kaum noch nach draußen, während wir zwischenzeitlich so weit waren, dass wir nach einem Knall noch unseren Spaziergang fortsetzen konnten (ich bin stur weiter gelaufen) und sie sich wieder beruhigt hat, muss ich jetzt ständig abbrechen, weil es ja immer wieder knallt und sie immer mehr Panik bekommt. 

 

Sie kämpft dann wie eine Löwin und will einfach nur nach Hause. Sie, die sonst nie zieht hängt sich mit ihrem ganzen Gewicht in die Leine und kämpft... Die Körperhaltung ist dabei geduckt und der Schwanz ist eingekniffen.  

 

Und ich weiß nicht mehr was ich tun soll... Ja wie reagiert man in so einem Fall? Sie ist nicht mehr ansprechbar, nimmt kein Futter, reagiert nicht auf Berührung...

 

Wenn sie richtig kämpft halte ich sie fest, damit sie sich nicht verletzt (und komme mir dabei brutal vor, weil sie ja dann auch gegen mein Festhalten kämpft) und sobald sie nur noch zieht gehen wir heim. Ans Weiterlaufen ist nicht mehr zu denken, dazu hat sie zu viel Panik...

Ich habe es auch schon versucht mich mit ihr hinzusetzen, aber auch hier, sie bekommt immer mehr Panik und ich komme mir wieder gemein vor.  

 

Ich würde ihr so gerne irgendwie helfen, nur ich weiß nicht mehr wie... Sobald wir drinnen sind ist dann wieder alles wieder gut sie frisst und ist normal. 

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Ich würde mal mit dem TA oder einem Heilpraktiker über eine Dauergabe eines Beruhigungsmittel sprechen. Olivia brauchte auch lange Zeit etwas gegen Stress und Louis bekommt nun Johanniskraut.

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Ich hatte es angesprochen (da letztes Silvester und die Zeit danach so schlimm war), sowohl beim TA als auch beim Trainer und mir wurde jeweils strikt davon abgeraten, diese Mittel wären nicht ohne und würden den Hund nur ruhigstellen, aber er würde die Angst genauso erleben. 

Bachblüten hatte ich mal versucht - bringt gar nix. Johanniskraut kenne ich vom Mensch, hmm, ich werde es nochmal ansprechen, vielleicht wechsele ich auch den TA, wie gesagt, meine war strikt gegen die Gabe von irgendwas, das "härter" ist als Bachblüten. 

 

Im Grunde bin ich schon viel durchgegangen, im Hinblick auf Silvester, aber eine richtige Lösung habe ich nicht gefunden. Es gibt Ohrenschützer für Hunde, aber die sind für Jäger gedacht, die Schüsse werden also nur so gedämpft, dass sie das Gehör nicht schädigen, Mirza reagiert aber auch auf leise (sprich weit entfernte) Schüsse. 

Thundershirt wollte ich ihr eigentlich nicht antun, da sie schon Geschirre doof findet, aber vielleicht versuche ich es doch...

 

Es ist so schade, sie ist sonst draußen so ausgelassen und liebt es ihr Ding zu machen, rennt fröhlich durch die Gegend, schnüffelt, markiert jeden Grashalm... Und jetzt mag sie nicht raus, wirft sich auf den Rücken wenn ich mit der Leine komme, bleibt stehen, verweigert.

Das "Optimum" ist dass sie Fuß läuft ohne mir ein Bein stellen zu wollen. Sonst sprintet sie los sobald wir auf dem Feldweg sind, jetzt geht sie trotz 10m Schlepp keinen Schritt vor mich. 

 

Hab jetzt beschlossen nur noch in der Nähe des Hauses gassi zu gehen, bis sich die Situation beruhigt und draußen mit dem Futter zu trainieren und zu spielen (bevor es knallt frisst sie ja, auch wenn sie nur noch mit Misstrauen raus geht). Hatte vorhin den Klicker mit und sie hat freudig mitgemacht, auch wenn sie keineswegs entspannt war. Immerhin... 

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Vielleicht wären die Tabletten ja eine mögliche Alternative?

 

http://www.ceva.de/Produktwelten/Produkte/ADAPTIL-R-Jetzt-entspannt-Tabletten-fuer-Welpen-und-adulte-Hunde

 

Max reagiert ja sehr ängstlich auf Menschen und bei uns helfen die Tabletten. Ich muss ihm dann 2 Stück geben (schmecken wohl sehr gut, so schnell wie die weg sind), allerdings ca. 3 Std. vorher. Er ist dann zwar nicht ganz angstfrei, aber sein Bellen ist deutlich weniger bis gar nicht.

 

Für ab und zu, wo wir für ihn, in extreme Situationen kommen war es ein Versuch wert und es hilft ihm

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Hmm, ich werde es ansprechen, aber ich stehe dem kritisch gegenüber. 

 

Ich habe selbst heftige Prüfungsangst und mir wurde vom Arzt (Neurologe) ebenfalls gesagt, es gibt nichts, das nachweislich wirkt, außer die Mittel, die wirklich müde machen und ruhig stellen. Wenn es nicht mal für Menschen etwas einigermaßen Harmloses gibt, das gezielt gegen Angst hilft, warum sollte es dann bei Hunden anders sein?

 

Ich habe Bachblüten, Johanniskraut, Globuli, B-Vitamine und Baldrian auch an mir versucht, Wirkung = 0. 

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Angst hat Max immer noch, nur halt nicht so extrem.

 

Ich hab mir auch überlegt, soll ich oder soll ich nicht. Ich bin kein Freund von Tabletten.

Da wir die nur selten brauchen, war es ein Versuch der ca. 11 EUR gekostet hat.

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Hast du ein Auto?

Dann könntest du etwas weiter weg fahren, um ihr wenigstens ab und zu einen schönen, angstfreien Spaziergang zu bieten.

Nicht dass sich dieses Misstrauen gegen "draußen" als allgemeine Angst festsetzt.

mir wurde jeweils strikt davon abgeraten, diese Mittel wären nicht ohne und würden den Hund nur ruhigstellen, aber er würde die Angst genauso erleben.

Damit waren sicherlich Muskel-Entspannungsmittel (Relaxantien) gemeint. Die haben tatsächlich keinen Einfluss auf die psychische Verfassung.

Die Tabletten, die von Andrea genannt wurden, wirken aber auf die Biochemie des Gehirns -ich würde sie ausprobieren.

Ein wohl ähnliches Mittel ist Calmex

http://www.petmeds.de/Hunde/Hundeapotheke/Nerven-und-Verhalten/Calmex-Kapseln-fuer-Hunde/p/I0004844

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Der Hund einer Bekannten ist auch seit einer Weile panisch bei Knallen - war früher nie ein Problem, ist vermutlich durch erhöhten Umzugsstress entstanden.

 

Meine Bekannte fragte ihre Tierärztin, welche auch viel mit alternativen Mitteln arbeitet, und die riet ihr ebenfalls zu einem Beruhigungsmittel - welches weiß ich nicht, ist aber das, was viele TÄ für Silvester empfehlen. Es soll allerdings nicht dauerhaft gegeben werden sondern nur für die harte Zeit und man beginnt schon 6 Wochen vorher damit und es soll noch ein paar Wochen/Tage nach Silvester weiter gegeben werden.

 

Zusätzlich benutzt meine Bekannte auch Rescue-Tropfen - keine Ahnung ob das wirkt.

 

Unser alter Marlowe war auch ziemlich panisch bei Schuss und Knall, das beschriebene Verhalten kenne ich gut :( Allerdings gab es damals noch kein gutes Beruhigungsmittel und er war zum Glück auch nicht so extrem, so dass wir zumindest Silvester "nur" mit Zittern überstanden haben. Bis er dann im Alter taub war, da war alles wieder gut :D

 

Die Wirkung von Mitteln auf Hund und Mensch sind nicht immer gleich. Es kann daher durchaus sein, dass Johanniskraut bei deinem Hund wirkt, auch wenn es bei dir wenig Erfolg hatte.

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Das stimmt nicht, es gibt sowohl beim Menschen als auch beim Hund durchaus Medikamente, die nicht sedieren und müde

machen, sondern tatsächlich angstlösend sind.

So, wie du den Zustand deines Hundes beschreibst, scheint er mir während dieser Angstattacken nicht mehr aufnahmefähig zu sein und um überhaupt irgendetwas trainieren zu können, müsste er da erstmal rausgeholt werden.

Solche Ängste neigen übrigens dazu, sich auszuweiten.

Aufpassen muss man tatsächlich beim Wirkstoff der Medikamente, viele Tierärzte geben immer noch Mittel, wie z.B. Sedalin und das ist bei Geräuscheangst tatsächlich kontraproduktiv.

Edit

Das "stimmt nicht" bezog sich jetzt natürlich auf das, was Märzhase geschrieben hat!

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Ich weiß nicht, ob das in irgendeiner Weise hilft, aber ich hab mal mit meiner Trainerin gesprochen über die Angst vor bestimmten Geräuschen. Sie hatte mir vorgeschlagecn Geräusche in 'white noise' umzuwandeln. Ihr eigener Hund hatte auch Angst vor Schüssen. Sie hat es damit gelöst, dass sie in der Nähe von Jägern ihren Hund 'tracken' lies. Bei der Arbeit sind die Hunde so konzentriert, dass sie sich nicht sehr leicht durch Geräusche ablenken lassen und alles andere Hintergrundgeräusch wird. Natürlich arbeitet man den Hund am Anfang weiter entfernt von der Geräuschquelle. Sie empfiehlt Fährtenarbeit häufig bei ängstlichen Hunden mit verschiedenen Problemen und ich kann es nur empfehlen. Vielleicht wäre das ja was für euch um Selbstvertrauen aufzubauen.

Alles Gute,

Sarah

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