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Hundeforum Der Hund
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Protestkacken, Protestpinkeln-gibt es das?

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Ich verstehe dann aber den Zusammenhang zwischen "Protest" und Besitzanspruch nicht!?

Also ich habe mit solch einem Verhalten auch keinerlei Erfahrung, daher kann ich nur spekulieren, das dies ein gemäßigter Protest sein könnte.

 

So ungefähr, du befindest Dich in meinem Revier, beachte mich meine Regeln u.Grenzen. was genau im individuellen Einzelfall da vom Tier "beklagt" wird, kann wohl nur ein genaues Beobachten der jeweiligen Situation ergeben.

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Ich würde es weniger als Protest sehen, sondern mehr als eine Art Übersprungshandlung, um inneren Stress abzubauen. Dieser Stress kann natürlich auch durch veränderte Lebensumstände ausgelöst sein, oder durch unangenehme Situationen. Aber zu einem wirklichen Protest gehört meines Erachtens nach die direkte Verbindung von "ich will das nicht", die sich so äußert. Bei Hunden sehe ich das eher als einen Prozess mit etwas mehr "Umweg": Etwas passt ganz und gar nicht. Der Hund fühlt sich extrem unwohl und kann seine Situation nicht direkt lösen (etwa durch Bellen, das nun wirklich Protest darstellen kann). Dadurch steigt der Stresslevel, und dieser bahnt sich dann seinen Weg. So gesehen: Protestbellen o.ä. ja, Protestpinkeln nein - eher Stresspinkeln.

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So ungefähr, du befindest Dich in meinem Revier, beachte mich meine Regeln u.Grenzen

Das ist ja ein interessanter Gedankengang (deinerseits, meine ich) :)

Gestern hat unser Gastrüde (10, absolut stubenrein) eine Zimmerpflanze, die halb im Raum stand, angepinkelt.

Das war, während wir mit Tschuli rauften, unser Abendritual, dabei geht es laut und lustig zu.

Er konnte wohl nicht mit dieser Situation umgehen, wusste nicht wie er sich verhalten soll, da er kurz zuvor in sein Körbchen geschickt worden war, traute er sich auch nicht, das Ganze durch Maßregelung von Tschuli zu beenden. Überhaupt- er weiß, dass wir nicht dulden, dass er Tschuli maßregelt (das gäbe Klopperei -hatten wir schon :wacko: )

Er war verunsichert, gestresst. In dem Fall sehe ich das Pinkeln als reine Übersprungshandlung an, ausgelöst durch einen inneren Konflikt.

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Ich denke schon das es mit Veränderungen im Alltag zu tun hat. Protest kann man es nennen oder eben auch eine Reaktion auf einen veränderten Ablauf im Alltag.

 

Meine Hündin ist ein sehr reinlicher Hund und die würde eher platzen als ins Haus zu Pinkeln. Selbst im Garten mag sie sich nicht lösen. das gleiche galt für Riko.

 

Es handelt sich bei uns um einen Zeitraum wo Riko noch lebte. Bei diesem wurde ein Tumor an der Pfote operativ entfernt und das sorgte im nachinein dafür das Riko mehr Aufmerksamkeit in Form von Wundkontrolle und Verbandwechsel bekam als ihm aus Sicht der Hündin zustand. Ich muss sagen Riko war kein Schmuser dem genügte meine Nähe und wir verstanden uns blind. Streicheleinhaiten waren eher wenig am Tag.

 

Nach ein paar Tagen dann fanden wir im Wohnzimmer morgens regelmäßig eine Pfütze. Beide Hunde waren zu dem Zeitpunkt kerngesund wenn man von der OP bei Riko mal absieht.

 

Tatsache ist mit dem Verheilen der Wunde und dem entsprechend weniger Aufmerksamkeit für Riko war das Thema Pfütze im Wohnzimmer erledigt.

 

Ich denke schon das in diesem Zusammenhang die Hündin auf die entsprechende Situation reagiert hat.

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Mal ganz allgemein:

 

Hier mal eine Definition von Protest...

 

 

das deutliche Ausdrücken, dass man mit etwas nicht einverstanden ist und eine Änderung verlangt.

 

Ist der Umgang mit dem Hund nicht ein ganz anderer, wenn ich ihn für protestierend halte, als wenn ich sein Verhalten mit Angst und Stress begründe?

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Ich denke schon das es mit Veränderungen im Alltag zu tun hat. Protest kann man es nennen oder eben auch eine Reaktion auf einen veränderten Ablauf im Alltag.

So wie ich das lese kannst du dich auch mit anderen Formulierung abfinden?

Für mein Sprachempfinden steckt hinter dem Begriff "Protest" ein absichtsvolles, zweckorientiertes Handeln. Die Absicht, Unmut auszudrücken.

Und genau das mag ich nicht glauben, dass Urin- oder Kotabsatz gezielt zu diesem Zweck (Strafen, Unmut kundtun) eingesetzt wird.

Deshalb finde ich den Begriff Protest völlig unpassend.

Edit

Ist der Umgang mit dem Hund nicht ein ganz anderer, wenn ich ihn für protestierend halte, als wenn ich sein Verhalten mit Angst und Stress begründe?

Ja eben! :)

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Mit Protestpinkeln oder -kacken hab ich keine Erfahrungen gemacht, zum Glück. Aber es gibt Hunde die fähig sind aus Protest etwas zu tun. Sicherlich ist nicht jeder Hund die hellste Kerze auf der Torte, aber einige sind durchaus fähig zu sowas. Und genau der selbe Hund ekelte sich auch vor Hundesch....  Das Kerlchen hatte einige Special Effects, aber Genie und Wahnsinn liegen ja bekanntlich sehr nah beieinander.

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Ich bin hin und her. Ich sehe schon den Zusammenhang und somit auch eine Form des Protestes. Denn wenn sie in meiner Anwesenheit gepinkelt hätte, wäre natürlich die Geschichte abgebrochen worden und eine entsprechende Sanktion darauf erfolgt.

 

Und weil sie genau weiss wenn ich schlafe denn ist das halt eine sichere Sache wenn sie das tut, hat sie das halt Nachts gemacht.

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Es kann zu Unsauberkeit wegen starkem seelischen Stress kommen, grad zu den Feiertagen, ein sensibler Hund kann stark verunsichert werden, wenn sich der Alltagstrott plötzlich aendert. das ist eher ein Hilfeschrei als dass es Protest ist. Worte wie Protest, Stehlen, einen ärgern wollen, Schuldzuweisungen, etc. implementieren eine gewisse menschengemachte Moral, die unserer Erziehung entspringt, ein Tier aber nicht erfassen kann!

Bei stressbedingter Unsauberkeit einfach den Stress abstellen, ansonsten oefter rausgehen. Bei Wetterumspruengen wie gerade, verkneifen es sich empfindliche Hunde auch, da muss man eventuell länger raus und warten bis auch gemacht wurde.

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Und weil sie genau weiss wenn ich schlafe denn ist das halt eine sichere Sache wenn sie das tut, hat sie das halt Nachts gemacht.

 

Ich würde das eher so sehen: Durch die ganze veränderte Situation stieg der Stresslevel stark an. Gleichzeitig war aber auch die Hemmung, wie du ja selbst schreibst, ohnehin schon hoch, und in deiner Gegenwart sicher noch höher. Was unterm Strich nur dazu führt, dass der Druck im Kessel noch steigt. Nachts dann war der innere Überdruck immer noch da, die Hemmung aber durch deine Abwesenheit etwas geschwächt. Somit brach sich das ganze dann in diesem Moment Bahn. Unter normalen Umständen dagegen ist der innere Druck (hoffentlich) minimal, die Hemmung hoch, also passiert nix. Ein Nachdenken im Sinne von "jetzt ist er nicht da, nun kann ich" würde ich da nicht unterstellen.

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