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Hundeforum Der Hund
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Protestkacken, Protestpinkeln-gibt es das?

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@Riko

Wie sahen denn die Sanktionen für "ins Haus pinkeln" aus?

Und wie habt ihr reagiert, wenn ihr morgens die Pfütze gefunden habt?

Ins Haus absichtlich pinkeln - ohne zu markieren - würde als Protest ja nur Sinn machen, wenn es eine entsprechende Reaktion hervorruft.

Ich kann mir gezielte Unsauberkeit durchaus vorstellen, wenn der Hund dafür Aufmerksamkeit (egal ob positive oder negative) bekommt.

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@dieDanji

 

Die Pfütze ist morgens natürlich weg gemacht worden aber im bei sein der Hündin das wahr der Fehler.

 

Somit hat sie für ihr Verhalten Aufmerksamkeit bekommen. Ja das ist jetzt schon ca. 10 Uhr her und ich habe das für mich so abgespeichert. Den Fehler habe ich begangen.

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Wieder mal vermenschlicht interpretiert, in tausend anderen Dingen wird dem Hund das Bewußtsein abgesprochen, eine Selbstreflektion zu haben.
Aber aus "Protest", also mit Bewußtsein von der Wirkung seiner Tat, soll der Hund seine Notdurft verrichten, um uns zu ärgern?

Die einfachste -und ich halte das für die wahrscheinlichste- Erklärung ist die, dass ein erhöhtes Stresslevel zu Harndrang und Entleerung des Darms führt. Das sind völlig simple physiologische Prozesse.
In den meisten Fällen, in denen Hundebesitzer von diesem Verhalten berichten, ist irgend etwas vorgefallen, was den Hund in permanenten Stress versetzt. Nimmt man die Stressoren weg, hört auch das Verhalten auf.

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 Protestpinkeln-und Kacken?
Auweiha - bald werden unsere Hunde mit Plakaten demonstrieren gehen, Sitzstreiks vor dem Freßnapf durchführen und in den Hungerstreik gehen......

Ich hab hier so einen angeblichen Protestpnkler-und Kacker zuhause.
Wurde die ersten 11 Lebensmonate nicht stubenrein - weder bei den Vorbesitzern, noch auf der Pflegestelle. Immer schön heimlich noch dazu, damit ihn keiner sanktionieren kann. So ein Miestvieh aber auch..... :o

 

Sobald ich die ersten Tage auch nur einen Schritt ohne ihn aus dem Wohnzimmer machte, war sofort ein kleiner See vor der Türe. Der strebte damit voll die Weltherrschaft an, nach dem Motto: "Trau Dich bloß nicht ohne mich raus, sonst setzt es was!"

Der hat auch nach ewig langen Spaziergängen zuhause seine geschäfte verrichtet, sobald man abwesend war.

...........nur die ersten Tage lang. Und von einem Tag auf den anderen wars vorbei mit den angeblichen Protestlackerln und Häuferln.

Er macht jetzt nur noch, wenn er es echt nicht mehr halten kann - und das kann er definitiv NICHT, weil seine Blase (irreparabel geschädigt) für den Inhalt einfach zu klein und dehnungsunfähig ist oder wenn er mit Struvit zu tun hat......und da legt er dann aus Gewohnheit auch mal nen Haufen dazu.

Na und?

Der Kerle hatte Verlustängste, war immens verunsichert, total gestresst und hatte nie gelernt, dicht zu halten, trotz 11 Monate Aufenthalt in Transportbox bei Abwesenheit der Vor-Besitzer.

Die Weltherrschaft hat er immer noch nicht erreicht. Im Gegenteil. Der ist froh, wenn er in Ruhe gelassen wird und keine Verantwortung übernehmen muss.

Die "Kontrollackerl" beim Verlassen des Zimmers hörten nach wenigen Tagen ganz von selbst auf, als er zur Ruhe kam, 

 

Wenn einer meiner Hunde anfangen würde mit Unsauberkeit würde ich immer MICH hinterfragen, wo ICH etwas ins Ungleichgewicht gebracht habe und empfinde das nicht als Protest des Hundes, sondern als die Möglichkeit, die ihm als Hund nur bleibt, mir Bescheid zu geben, dass was nicht ok ist........weil ichs anders nicht checke...

 

 

.

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Benny hat bei den Vorbesitzern auch aus Protest in die Bude gemacht :Oo

Bei mir war er vom ersten Tag an stubenrein.

Ansonsten ist zu dem Thema hier schon alles gesagt, was auch meine Gedanken dazu sind.

Nein, ich glaube nicht daran, dass Hunde so denken: jetzt leg ich der mal nen ordentlichen Haufen auf den Teppich und dann wird sie ja sehen, was sie davon hat, mich allein zu lassen.

Strange... Vor allem im Jahr 2014.

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ich bin im Grunde der Hauptmeinung hier und halte es für viel wahrscheinlicher, dass Hunde stressbedingt so reagieren.

Andererseits - wenn ein Hund nachts an den Braten geht, an den er tagsüber nicht gehen würde, dann gehen wir ja durchaus davon aus, dass er weiß was er tut und wann er es tun muss. Also schon eine überlegte Handlung vollzieht.

 

Wäre es dann nicht rein theoretisch möglich, dass einige Hunde in der Lage sind, ihren Unmut mit einer Pfütze kund zu tun?

 

Wie gesagt, ich denke schon dass (vorausgesetzt der Hund ist sonst stubenrein) in 80% der Fälle es eine Form der Stressbewältigung ist, in 19% der Fälle wirkliches Markieren (zB wenn ein fremder Hund im Haus ist oder der Hund in einem fremden Haus zu Besuch ist) und dann eben noch 1 % übrig ist für wirkliche Spezialisten ;)

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Da sehe ich aber schon einen kleinen Unterschied. Im Falle des Bratens bekommt der Hund direkt in dem Moment, in dem er ihn schnappt, seine Rückmeldung. Ein Donnerwetter, wenn er es im Beisein seines Menschen versucht, und einen lecker Happen, wenn er es nachts tut. Das macht Sinn.

 

Anders beim Lösen im Haus. Da müsste der Hund in der Lage sein, die morgendlichen Reaktionen seines Menschen in diesem Moment vorherzusehen und den ewig langen Belohnungsaufschub bis dahin bewusst in Kauf zu nehmen. Und daran glaube ich nun wirklich nicht. Eine reine physiologische Ursache ist wohl am wahrscheinlichsten, oder die Erleichterung des Hundes, irgendwas zu machen - aber keine gezielte Aktion.

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Ich sehe da schon noch einen Unterschied. 

Meine ist auch so, wenn ich da bin guckt sie (mein) Essen nicht mal an, schnüffelt nicht, nichts. Wenn ich weg bin (und sie schaut, dass ich es wirklich bin) wird geklaut was das Zeug hält.

So gibt es ja auch Hunde, die Anfangs durch Bestrafung fehlverknüpft haben, dass sich lösen Bestrafung bedeutet und dann lieber heimlich drinnen ihr Geschäft machen als beim Gassigehen draußen.

 

In beiden Fällen will der Hund ja direkt etwas, nämlich einmal das Futter und einmal die Erleichterung und dabei der Bestrafung entgehen. 

Aber drinnen heimlich sein Geschäft zu machen, weil Hund weiß, dass es den Besitzer ärgert, ist ja nochmal eine ganz andere Nummer. Da müsste Hund ja wollen, dass der Besitzer sich aufregt, aber eben nicht jetzt?! Sondern erst irgendwann wenn er es entdeckt?! 
Widerspricht doch völlig dem, dass es immer heißt, man darf Hunde nicht für etwas bestrafen, was sie in unserer Abwesenheit getan haben, denn sie können es nicht mehr verknüpfen. Und das hier wäre ja noch komplexer.

 

Ich hoffe es ist irgendwie verständlich ^_^

Edit: Zu spät, Silkies konnte es besser ausdrücken^^

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Wäre es dann nicht rein theoretisch möglich, dass einige Hunde in der Lage sind, ihren Unmut mit einer Pfütze kund zu tun?

Den Gedanken mal weiter gedacht.

1. Voraussetzung wäre, dass sie wissen, dass wir reinpinkeln blöd finden. Ok kann sein dass sie das wissen.

2. Voraussetzung wäre, dass sie das absichtlich tun, um uns mitzuteilen, dass sie etwas blöd finden. Soweit einverstanden?

 

Ich habe noch in keiner einzigen Situation draußen gesehen bzw. interpretiert, dass ein Hund pinkelt, um seinen Unmut oder sein Unwohlsein kundzutun. Sondern nur in Situationen, die  schon  genannt wurden -markieren, Angeberei, sexuell motiviert (Status anzeigen), Beschwichtigen, Unsicherheit, Stress, Übersprungshandlungen.

Ich denke gerade an das heftige Gepinkel der Welpen und Junghunde in der ersten Viertelstunde auf dem Hundeplatz :) -Stress, Unsicherheit etc. siehe oben.

Aber niemals Unmut.

 

Und es erschiene mir unlogisch, dass ein Hund ein Verhalten nur drinnen zeigen soll, draußen aber nicht.

 

Oder?

Hat jemand draußen schon mal einen Hund pinkeln gesehen mit der Absicht, Unmut auszudrücken?

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Im Falle des Braten Klauens sehe ich das als ganz natürliches Verhalten. Sobald die Beute "freigegeben", also alleine gelassen wird, darf sich jeder daran bedienen, der sie erwischt.

Selbst wenn in Anwesenheit des Menschen das Klauen bestraft wird, heißt das für den Hund zuallererst, es ist tabu, wenn Mensch da ist und seinen Anspruch anmeldet. Sobald aber der Mensch (oder Artgenosse) sich verdünnisiert, heißt das im Normalfall für den Hund, die Beute steht jetzt zur Verfügung, wenn der "Eigentümer" lange und weit genug weg ist. Die Klauen nicht bewusst, sondern weil das eben so ist - ausser, man hats ihnen verständlich beigebracht, dass es Tabus gibt, die auch in Abwesenheit des Menschen gelten. Freilebend wären die schön blöd, wenn sie sich da an solche Tabus halten würden. Da ist Allgemeingut, was nicht gerade unmittelbar als Tabu erklärt wird.

 

Meine klauen nicht mehr. Da kann am niedrigen Wohnzimmertisch sogar ne Schüssel Hundefutter stehen und die bleibt unberührt, weil alles am Tisch tabu ist. Stünde die Schüssel am Boden, wäre die leer, sobald ich raus ginge, weil ich am Boden nix für tabu erklärt habe. Trotzdem kann ich auch einzelne Dinge als tabu erklären, sodass sie das am Boden nicht anrühren............aber wozu? Ich ess ja nicht am Boden....lach....

 

Was das Geschäfte verrichten im Haus betrifft: Irgendeinen Grund hat der Hund immer, das zu tun. Aber bewusst uns ärgern? Da glaub ich in keinem Prozentchen dran.

Und wenn einer das wirklich machen würde um Aufmerksamkeit zu bekommen, dann sollte sich der Mensch hinterfragen, wo er die Beziehung zum Hund derart inkorrekt gestaltet hat, dass der Hund nötig hat, auf diese Art und Weise um Aufmerksamkeit zu buhlen.....................

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