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Hundeforum Der Hund
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Protestkacken, Protestpinkeln-gibt es das?

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Ich frage mich, warum so vehement ausgeschlossen wird, daß ein Hund etwas aus Protest macht.

 

Lies doch mal genauer - keiner schließt aus, dass ein Hund ETWAS aus Protest macht. Nur, dass er dafür DIESEN Weg wählt.

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Für mich ist es einfach schwierig vorzustellen, das jedes Mal, wenn ich hier oder wo anders lese, dass ein Hund aus Protest in die Wohnung macht, es auch so ist.

Gerade in Foren liest man das so oft, als wäre es völlig normal, dass Hunde das machen.

Gezieltes Handeln, auch Handlungsketten und auch zeitversetztes agieren halte ich durchaus für moglich, bzw habe es schon oft erlebt.

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Ich frage mich, warum so vehement ausgeschlossen wird, daß ein Hund etwas aus Protest macht.

Ich kann nur für mich sprechen.

Dass mir in dieser Sache (Hund macht rein) diese Formulierung so quersteckt,  liegt wahrscheinlich daran, dass ich so oft so unglaublich entsetzt - wütend - traurig bin, wenn ich höre, wie Hundeverhalten interpretiert wird. Das hat ganz oft so einen bitteren Beigeschmack, als würde der Hund gegen uns arbeiten, als wäre er unverschämt oder undankbar.

Wenn gesagt wird, er macht das aus Protest -da schwingt in meinen Ohren latent der Vorwurf mit, der Hund sei frech und anmaßend. Wie kann der nur protestieren, weil er mal paar Stündchen allein ist! Er hat doch sonst alles!

 

:mellow:

Analog dazu... der Zwingerhund, der stundenlang mit seiner Futterschüssel im Maul im Kreis rennt, der protestiert, dass er zu wenig Fressen bekommt (hab ich schon gehört :( )

Der Hund, der vor Verzweiflung Türen oder Sofa zerbeißt, oder beides, der protestiert natürlich auch, weil man ihn MAL KURZ allein gelassen hat (immer wieder in Foren zu lesen) -und wandert ob der Frechheit in einen gemütlichen Zimmerkäfig, in dem er es richtig gut hat.

Ich schweife ab, ich merks.

So ist das aber, und ich täusche mich lieber einmal zuviel zugunsten der Hunde als einmal zu Ungunsten.

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Juline, ich sehe das ähnlich, vermutlich durch zu viel zeit in Foren ausgelöst.

Denn Fakt ist, es wird zu oft dem Hund Böses unterstellt, wenn sie unsauber sind, spucken, die Wohnung zerlegen oder auch Jagen.

Ich erlebe es hier auch im.Alltag immer wieder, dass Hunde völlig falsch von den eigenen Haltern eingeschätzt werden.

Gestern erst wieder, ein Hund kommt auf Lilly zugeschossen, mit Bürste, Knurren und hochgezogenen Lefzen. Laut Besitzern, der tut nichts, der ist nur laut.

Kuez darauf das Selbe bei Jule.

Unsere Hunde sind sehr gut im Lesen und Deuten anderer Hunde und sind beide direkt ins Defensive gegangenommen. Weil der Hund nicht ohne war.

Gerät der mal an den falschen, geht es böse aUS.

Und passiert hier ständig, dass der Hund unbewusst in stressige Sitätigen gebracht wird, und die Reaktion darauf ist dann bösartig vom Hund.

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So ist das aber, und ich täusche mich lieber einmal zuviel zugunsten der Hunde als einmal zu Ungunsten.

Da stimme ich dir uneingeschränkt zu :yes:

 

"in dubio pro Rex" sollte das ja ungefähr ausdrücken ;)

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Es gab in meiner Zeit mit meinen Hunden nur zwei Situationen, die man als Protestpinkeln oder nachhaltiges Markieren deuten koennte.

1. Alter Hund bekommt wegen seiner alten Knochen und weil der Stuhl, auf dem sie immer lag, eigentlich fuer sie zu klein war, eine grosse weiche kuschelige Decke.

jetzt versuche ich nochmal, weiter zu erzaehlen.

Sie ignorierte aber die Decke, sie wollte ihren Stuhl.

Als dann alle im Wohnzimmer sassen, schaut sie uns an und strullt volle Pulle auf die Decke.

Wir konnten uns dann auf das Arangement Decke auf Stuhl einigen.

2. Nicht mehr zu Hause lebender Sohn kommt zu Besuch und zieht in sein altes Zimmer - mit neuer Freundin. Gepaeck wird abgelegt und beide verschwinden wieder. Als sie in der Nacht zurueck kommen, hat der kleine Hund dort ins Bett gepinkelt.

Die Deutung dieses Tuns ueberlasse ich euch.

Von jemandem hier auch als Protestpinkeln bezeichnet:

Meine erste Huendin meinte auch jedesmal, wenn ich sie aufforderte, z.B. ueber die Strasse zu gehen, sie muesste erst noch Bein heben. Habe das immer verbucht - wie schon beschrieben - unter "eigene Meinung haben". Danach tat sie immer, was ich von ihr verlangt hatte.

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Wenn einer meiner Hunde anfangen würde mit Unsauberkeit würde ich immer MICH hinterfragen, wo ICH etwas ins Ungleichgewicht gebracht habe und empfinde das nicht als Protest des Hundes, sondern als die Möglichkeit, die ihm als Hund nur bleibt, mir Bescheid zu geben, dass was nicht ok ist........weil ichs anders nicht checke...

Wie auch bei andern erwähnt, scheint es doch sehr wichtig zu sein, was man beim Wort "Protest" für Assoziationen hat. Der Protest soll auf einen Misstand aufmerksam machen - insofern wäre das Wort ja völlig okay.

Ich würde es nicht verwenden, weil ich damit bewusstere, gezieltere Handlungen verbinde.

Das Thema erinnerte mich daran, dass auch manche Kinder dazu neigen unter Stress/Veränderungen wieder unsauber zu werden.

Das müssen nicht mal besonders starke Auslöser sein, ist halt jeder anders veranlagt.

Von Protest würde ich wohl dann sprechen, wenn Hund (oder Kind) ganz gezielt in meiner Anwesenheit irgendwo hinmacht.

Wenn es nicht um "Erleichterung" geht, sondern darum, eine Reaktion hervorzurufen.

Natürlich muss man sich da jeweils an die eigene Nase fassen: Was stimmt nicht, dass zu solchen Massnahmen gegriffen wird?

Und dann ist es auch wieder egal, wie "absichtlich" da jetzt vorgegangen wurde. In jedem Falle ist etwas im Argen und man muss herausfinden, was es ist.

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Edit: Ich habe nur teilweise überflogen, gehe auf den Hauptthread ein!

 

Ich würde das ganze vielleicht garnicht als Protest pinkeln oder kacken bezeichnen.

 

Der Auslöser dafür ist schlicht und einfach Stress (ich weiß, so ein schönes Wort in der Hundeausbildung), nein im Ernst, hier haben auch Studien stattgefunden dass Hunde, speziell sehr menschenbezogener Rassen bei Stress z.B durch eine Trennung von der entsprechenden Bezugsperson unkontrolliert Harn oder Kot absetzen.

Das muss oft garnicht sein, wenn man das Haus verlässt sondern es reicht schon dass der Hund nicht in ein Zimmer darf wo man sich aufhällt, somit aus dem "Mensch-Hund" Rudel ausgestoßen wird (aus hündischer Sicht).

 

Wenn man sich die Reaktion eines Hundes ansieht, wenn man nach Hause kommt und er hat mitten im Wohnzimmer ein "Ei" gelegt, sieht man, dass ihm sehr wohl klar ist dass dies nicht richtig war, der Haufen an sich ist jedoch meist kalt (je nachdem wie lange man weg war), da das absetzen von Kot meist in den ersten 15 Minuten passiert, weshalb man beim Training fürs "alleine bleiben" auch immer unter 5 Minuten beginnt und langsam steigert.

 

Als Protest würde ich es dann empfinden, wenn ich zu meinem Hund sage: "Kack da jetzt ja nicht hin" und er macht es dann extra, so wie wenn man kleinen Kindern etwas verbietet.

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Das Thema wird doch sicher wissenschaftlich untersucht worden sein, oder meint ihr nicht? Ich finde leider über Google nichts. 

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Es gab mal einen Versuch mit künstlichen Kothaufen.

Da hat der Hund auch beschwichtigt, obwohl der ja definitiv nicht von ihm war.

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