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Hundeforum Der Hund
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Falsche Philosophie?

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Es gibt ein Thema das mich schon ein paar Monate beschäftigt, und das ich nun gerne angehen würde.

 

Es gibt hier in meiner Heimatstadt Wuppertal keinen Tierrettungsdienst, sondern nur Tierärzte die mehr oder weniger mobil auf Notfälle reagieren können oder wollen.

Die Ehtik z.B ein Hippokratischer Eid entfällt ja in dieser Berufsgruppe völlig, es sind Unternehmer mit einem Medizinstudium.

 

Nun gibt es gerade hier in einer Stadt mit großen Finanz-, und Arbeitspolitschen Problemen, aber auch eine Menge Tiere, die bei sozial schwachen Menschen leben. Einige haben einen sozialen Abstieg hinter sich, andere waren noch nie auf der Sonnenseite des Lebens.

 

Gleichzeitig gibt es in und um Wuppertal/Solingen/Remscheid aber auch so eine Art alten Industrieadel, Hauptsächlich die Werkzeugindustrie ist hier stark vertreten, und manche davon sind zu global Playern aufgestiegen, obwohl sich die Firmen meist noch zu 100% in Familienbesitz befinden.

Dieser Industrieadel wird also von Menschen geführt, die mir teilweise persönlich bekannt sind, und bei denen ich oft den Eindruck hatte das Sie erstens so eine Art Lokalpatrioten seien (Viel Stolz auf Ihre Heimat) und zweitens auch gerne bei für Sie sinnvollen regionalen Projekten als Sponsoren fungieren.

 

Nicht wenige dieser "Bonzen" sind selber Hundehalter, einige davon auch aktive Jäger mit eigenen Jagdrevieren, die gerne hervorheben das ihre Tätigkeit der Wildpflege diene, und somit der allgemeinheit zugute käme.

Ein gewisse Anzahl von Leuten dieser Gruppe ist auch im örtlichen Tierschutzbund Mitglied oder dort Föderer/ Sponsor.

 

Der örtliche Tierschutzbund aber, verfolgt eine Philosophie die ich zwar verstehen kann, aber nicht teilen mag.

Das Dogma dort lautet, wenn wir einem Notleidendem Tier helfen müssen, das einen Halter/Besitzer hat, der aber die medizinische Versorgung finanziell nicht stemmen/tragen kann, erfolgt eine Wegnahme des Tieres.

Verstehen kann ich die Argumentation sehr gut, man möchte verhindern das sich Menschen gedankenlos Tiere anschaffen, für die Sie die Verantwortung gar nicht tragen können.

 

Aber mir drängt sich dabei auf, das Tiere leiden, unversorgt bleiben. gar qualvoll oder unnötig sterben, weil dadurch der Weg zum Tierarzt ausbleibt.

 

Meine Gedankengänge gehen derzeit in die Richtung eine mobile regionale Tierrettung aufzubauen, bei der jedes Tier versorgt wird, und bei der die Kosten durch einen Trägerverein/Sponsoren für sozial schwache Tierhalter übernommen werden.

 

Die technische bzw. Betriebswirtschaftliche Seite ist aber derzeit nicht mein Problem, viel eher sehe ich mich in einem philosophischem Dilemma.

 

Untergrabe ich die Philosophie des Tierschutzvereins, nehme Ihnen evtl. (je nach Überzeugungskraft) Sponsoren und Mittel ab um meine Überzeugung durchzusetzen, öffnet man damit die Büchse der Pandora, und verleitet leichtsinnige Menschen dazu sich Tiere anzuschaffen?

Oder sollte man solch ein solches Projekt in jedemfall zum Nutzen der sonst leidenen Tiere angehen?

 

 

Eure Meinung hätte ich dazu gerne gehört/gelesen.

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Ich denke nicht, dass Wegnahme unter diesen Umständen leichtsinniges Tiere anschaffen verhindert, sondern sogar eher noch fördert und natürlich, dass Tiere leiden müssen, weil die Besitzer sich unter diesen Umständen keine Hilfe fürs Tier annehmen trauen.

Ey - wo leben wir denn?

Klar gibts "faule Säcke", die sich nix um ihre Tiere schei*** und denen sollten tatsächlich die Tiere abgenommen werden, ABER: Nach welchen Kriterien wird da ausgewählt?

Das Leben ist oft nicht fair und man kommt schnell mal in Situationen, in denen ein finanzieller Engpass eintritt und eine OP oder teuere Dauermedis nicht mehr drin sind im zur Verfügung stehenden ,  dass Wohlhabende solche Bedingungen an das gespendete Geld knüpfen. Bedingungen, die Macht ausstrahlen - Macht über Menschen, die nicht das erreicht haben, wie die Spender. Klar - Tiere sind immer unschudig UND verdienen daher Hilfe, immer und überall, aber dabei die Menschen derart außer Acht lassen...schon menschenverachtend zu behandeln........finde ich persönlich die falsche Philosophie.

 

Man könnte ja Bedingungen daran knüpfen, wie zB Mithilfe in einer Tierschutzorga oder sonstiges, wenn man meint, man mag nur Geben, wenn man was dafür bekommt , aber ich persönlich finde, dass man pauschal nie Tiere abnehmen darf, nur weils am Geld fehlt.....................

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Ich finde deine Idee super :) und ich wünsche dir, dass dein Projekt zustande kommt. Es ist halt so, dass sich die Gesellschaft verändert, viele Leute haben trotz Arbeit kaum genug Geld und müssen vom Amt aufstocken oder velieren ihren Job und sind dann ganz schnell im Hartz 4 Bezug. Wenn jeder in so einer Situation wegen Tierarztkosten sein Haustier abgeben muß sind die Tierheime rappelvoll, was ist dann mit chronisch kranken/älteren Tieren, die keine Vermittlungschance mehr haben? Füttern die TH die bis zum Lebensende durch wenn kein Platz mehr vorhanden ist? Geld ist ja in den allemeisten TH auch nicht viel vorhanden....Vielen Menschen und ihren Tieren ist viel besser geholfen wenn sie unterstützt werden bei Tierarztbesuchen, mit Medikamenten ect. Im Tierheim kosten diese Tiere doch auch Geld, dazu noch Futter, Strom, Mitarbeiterkosten ect.

 

Wie ist es denn in den Städten die solch eine Organisation haben, z. B. Düsseldorf, Berlin, Frankfurt? Gibt es dort mehr unüberlegt angeschaffte Haustiere? Bei den Tiertafeln ist es ja so das nur Tiere unterstützt werden die schon vor dem Bezug von Sozialleistungen vorhanden waren. Im Prinzip ja auch vernünftig aber diejenigen die sich ein Tier angeschafft haben obwohl sie auf staatliche Hilfe angewiesen sind  (Hartz 4, Rente, Sozialhilfe) bleiben dann auf der Strecke. Da spielt es auch keine Rolle aus welchem Grund sich der chronisch kranke H4-Bezieher sich einen Hund geholt hat (nichts macht einsamer als Armut!) oder die arme Frührenterin einer ungewollten oder lästig gewordenen Katze ein zuhause gibt. Es gibt soviele Beispiele und Fälle, da wäre Mensch & Tier mit einer gewissen finanziellen Unterstützung geholfen aber leider gibt es auch Negativbeispiele (kenne ich leider auch, H4 Empfänger schafft sich Hund an um damit Welpen zu produzieren und Kohle zu scheffeln :wall: ) Aber die "guten" von den "schlechten" Tierhaltern auseinanderzuhalten fällt schwer wenn man die Menschen nicht kennt.

 

Ein Verein, welcher finanziell schwachen Menschen bei Tierarztkosten unterstützt, findet meine absolute Zustimmung (m. M. sollte es sowas Deutschlandweit geben) aber die Kostenübernahme sollte an bestimmte Voraussetzungen und Regeln gekoppelt sein, z. B. eine Ratenzahlungsregelung, auch wenn es nur 10 € monatlich sind und die sollte jeder Tierhalter aufbringen können und auch müssen, die Tiere sollten gepflegt sein und man sollte sich von der Wohnsituation und dem Zusammenleben und dem Umgang von den Menschen mit ihren Tieren überzeugen können  (wenn man nichts zu verbergen hat ist das ja auch kein Problem wenn man Fremde Hilfe in Anspruch nehmen möchte), Tiermessis oder Leute, die ihre Tiere verwahrlosen lassen würden so schon "aussortiert" werden. Auch wäre es eine Möglichkeit das die Leute, welche die Unterstützung annehmen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten den Verein unterstützen als Gegenleistung, z. B. Spendensammeln, Basare oder Flohmärkte organisieren oder dafür Kuchen backen, stricken, häkeln (für den Verkauf), es gibt unendlich viele Möglichkeiten wie man helfen könnte :)

 

Hier gibt es auch keine Tierrettung, bei einem Notfall muß man zum Tierärztlichen Notdienst und dieser berechnet schon mal den 3-fachen Satz. Wenn man nicht sofort zahlen kann wird das Tier einbehalten :no:

 

Ich wünsche dir ganz stark, dass du dein Projekt verwirklichen kannst *daumendrück*. Ich hoffe für die Zukunft, das dein Projekt Schule macht und es Deutschlandweit weitere Organisationen geben wird die Mensch&Tier in Notlagen helfen können.

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Finde die Idee auch super..aber nicht neu  :) .

 

Schau mal hier:

http://magazin.mydog365.de/wissen/tierarzthilfe-beduerftige/

 

und hier:

http://www.ifaw.org/deutschland/aktuelles/das-ifaw-tierarztprojekt-bei-der-tiertafel-eine-zwischenbilanz

 

Absatz Bedürftige Tierhalter:

http://www.tierhilfelid.de/projektdeutsch.htm

 

 

Immer mal wieder müssen wir Tieren helfen, deren Halter von Hartz 4 leben und für Tierarztkosten in Notfallsituationen nicht aufkommen können. Diese Hilfseinsätze werden genau geprüft. Unterstützt werden nur spezielle Einzelfälle. Die Bedürftigkeit der Tierhalter muss belegt werden und eine Unterstützung ist an konkrete Prüfungen und Bedingungen gebunden. Es werden nur Fälle unterstützt, wo die Tiere bereits vor der finanziellen Notlage durch Hartz 4 vorhanden waren. Kaum ein Fall hält den Prüfungen stand. Selten werden die Bedingungen erfüllt, die wir stellen müssen, um Tierwohl zu gewährleisten. Die Anfragen in diesem Bereich sind derart angestiegen, dass knallharte Bedingungen eingehalten werden müssen, damit nicht unsere Unterstützung den Nährboden für weiteres Tierelend bietet. In Einzelfällen wurden Tierarztkosten übernommen, Medikamente gekauft, Sachspenden oder Futterspenden ausgehändigt und weitere Anlaufhilfestellen genannt. Ziel dieser Hilfe ist es, dass  Tierhalter, die vor der finanziellen Notlage Tiere besaßen, diese nicht abgeben müssen in den Tierschutz, wenn das Geld knapp wird.

 

Und ne Petition:

https://www.openpetition.de/petition/online/tieraerzte-fuer-hartz-iv

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Nur um das nochmals klarzustellen, Ich denke das die Leute mit dem nötigen Kleingeld, durchaus Gutes tun wollen, und auch als Sponsor zu gewinnen wären.

 

Auch vermute ich keine Machtpolitik hinter der Philosophie des Tierschutzvereins, eher die Furcht davor finanziell überfordert zu sein. Der Tierschutzbund leistet hier eine sonst hervorragende Arbeit (soweit ich/Nichtmitglied das beurteilen kann), und betreibt das örtliche Tierheim, ein städtisches gibt es nicht!

Es gab auch Fälle wo der Verein finanziell mit zinslosen Krediten half, aber das ist nur in Einzelfällen so, grundsätzlich heißt es, das Tier wird weggenommen wenn der Halter seiner Verantwortung nicht nachkommen kann.

 

Betroffene Tiere, sind Tiere von Obdachlosen, Hartz4 Empfängern, Minijobbern, und ein immer größer werdender Anteil von Altersarmut, Rentner mit Minirenten.

 

Wie schon beschrieben, ich denke technisch bekommt man solch ein Projekt ans Laufen, aber es könnten Mittel die bisher an den Tierschutzverein flossen, dort abgezogen werden und in dieses Projekt fliessen.

 

Und irgendwie stecke ich da in einem Dilemma, was mich derzeit noch abhält Vollgas zu geben!

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Ich kann die Auffassung verstehen oder kann mir vorstellen wie sie zustande gekommen sind.

Wahrscheinlich gab es einfach (gefühlt, gezählt?) zu viele Menschen die den TS ausgenutzt haben.

 

Hier in Berlin gibt es viele arme Menschen, wirklich arme, selbtverschuldet arme, unverschuldet in die Misere geratene. Geringverdiener, Rentner mit Minilöhnen.

Zum einen Teil ist halt die Frage, wer erwrbt sich das Recht geholfen zu werden. Wo ist die Grenze. 1200€ im Monat? Was ist wenn ich 1202€ habe? Dann muß ich auf einmal alles zahlen? Wäre das fair?

Was ist mit einer klassischen Familie? Vater, Mutter, 2 Kinder. Vater normalverdiener, Mutter Minijob. Sie kommen über die Runden, aber ne teure OP wäre auch hier nicht drin.Das Leben ist sehr teuer geworden.

Dann kommt im Gegenzug jemand an: ich habe XYZ, bin Hartz IVer oder, oder, oder. Bekommt hier Vergünstigungen, da Zuschläge, usw. und bekommt auch noch seine Hasutiere finanziert. Die Familie bekommt Nullkommakeine Vergünstigungen und hat am Ende pro Person auch nicht viel mehr.

 

Was ich damit meine ist, dass es da keine einfache Lösung gibt. Fair schon mal gar nicht.

Ich finde den Ansatz nicht schlecht erstmal nur denen zu Helfen wo das Tier schon vorher da war.

Spätere Anschaffung muß selber fianziert werden, oder man braucht mindestens ein Attest vom Arzt.

 

Was ich eine schöne Lösung finde gerade für rüstige Rentner: private Pflegestellen für die ganzen Tierheimtiere. Die die nett sind aber wegen, Alter, Aussehen usw nicht vermittelt werden. Passend zu den Möglichkeiten von Rentner oder Hartz (da muß man gerade bei Hunden gucken wie das wird wenn mal wieder gearbeitet wird, was ja Ziel sein sollte, gelle) oder oder oder. 

Das wird dann kein süßer Welpe, aber ein Haustier was wirklich hilfe braucht, es entlastet die Tierheime, und das eingesparte Geld könnte dann in Futter und Medizin für die Hunde bei den Rentner, Hartzer (also die die Tiere aufgenommen haben) hinfließen. Also win win Situation.

Hach wäre das eine schöne tolle Welt wenn das gehen würde.

 

Was ich nicht sinnvoll finde: einfach anhand eines Gehaltsnachweises eine pauschale Kostenübernahme zu ermöglichen. Das wird garantiert ausgenutzt. Ich kenne in meinem entfernten Bekanntenkreis genügend Hartzer/ Geringverdiener die nämlich genau so sind. Da wird sich mal eben ein Tier angeschafft und wenn sie zahlen müssen wird rumgejammert, weil sie ja kein Geld verdienen. Was diese Personengruppen aber weder vom Rauchen, einem Auto, noch von kurzen Urlaubstrips abhält (was sich andere arbeitende nicht leisten können).

Daher muß man wirklich gut schauen wer wirklich hilfebedürftig ist. Wenn man das kann ist die Idee gut.

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Wenn Du denkst, Du könntest Sponsoren dafür gewinnen, dann lass Dich nicht von irgendwas abhalten!

Ich finde die Idee sehr gut und bei ähnlichen Projekten konnte durchaus sinnvoll vielen geholfen werden.

 

@Fellinchen: Danke für Deinen Beitrag! Dem schließe ich mich vollkommen an.

 

stormsong: Wenn Dein Gefühl Dir sagt, es ist richtig, dann zerbrich Dir doch nicht den Kopf drüber, ob das die Philosophie des anderen Vereins untergräbt. Gott sei Dank gibts unterschiedliche Philosophien...............

Meine Meinung zu dieser Philosophie hab ich schon geschrieben.

 

Bei uns in der Region gibts einen Verein, an den man sich in Notlagen wenden kann und ich finde, die machen das Klasse!

Klar wird nicht einfach nur Geld ausgezahlt und den Tierhaltern damit auch nicht die Verantwortung abgenommen. Da wird jeder einzelne Fall genau geprüft und meine Meinung ist, dass jeder einzelne Fall, bei dem Tier und Halter geholfen wurde, eine ganz, ganz wertvolle Sache ist! 

http://www.lichtblickepassau.de/was-haben-wir-bisher-gemacht/der-fall-elisabeth-schon/

 

Ich würde Ideen wie Deine jederzeit unterstützen, wenn sie durchdacht ausgearbeitet sind.

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Wenn Du denkst, Du könntest Sponsoren dafür gewinnen, dann lass Dich nicht von irgendwas abhalten!

Ich finde die Idee sehr gut und bei ähnlichen Projekten konnte durchaus sinnvoll vielen geholfen werden.

 

@Fellinchen: Danke für Deinen Beitrag! Dem schließe ich mich vollkommen an.

 

stormsong: Wenn Dein Gefühl Dir sagt, es ist richtig, dann zerbrich Dir doch nicht den Kopf drüber, ob das die Philosophie des anderen Vereins untergräbt. Gott sei Dank gibts unterschiedliche Philosophien...............

Meine Meinung zu dieser Philosophie hab ich schon geschrieben.

 

Bei uns in der Region gibts einen Verein, an den man sich in Notlagen wenden kann und ich finde, die machen das Klasse!

Klar wird nicht einfach nur Geld ausgezahlt und den Tierhaltern damit auch nicht die Verantwortung abgenommen. Da wird jeder einzelne Fall genau geprüft und meine Meinung ist, dass jeder einzelne Fall, bei dem Tier und Halter geholfen wurde, eine ganz, ganz wertvolle Sache ist! 

http://www.lichtblickepassau.de/was-haben-wir-bisher-gemacht/der-fall-elisabeth-schon/

 

Ich würde Ideen wie Deine jederzeit unterstützen, wenn sie durchdacht ausgearbeitet sind.

Danke für diesen Link, Ich glaube ich werde mich mal mit den Leuten dort in Verbindung setzen.

 

Wie schon gesagt ich sehe kaum Probleme darin Geld für das Projekt zu beschaffen, eher darin wie man es verteilt/einsetzt.

 

Bei den Philosophien klemmts halt immer noch, Mein Anliegen ist es den Tieren zu helfen- möglichst allen, denn die können nichts dafür das sie bei Holzköpfen leben, denen schon vorher klar war das sie die Verantwortung nicht tragen können.

 

Keinesfalls möchte ich diesem Klientel suggerieren das sie nun einfach irgendwelche Tiere anschaffen können, weil andere Ihnen den Tierarzt bezahlen.

Und selbst da muss ich relativieren, Ein Rentner oder Hartz4 Empfänger hat mehr Zeit für das Tier als ein berufstätiger Mensch, wahrscheinlich ist ein Tier dort viel eingebundener, und wird liebevoll gehalten.

 

Also wie unterscheidet man die Holzköpfe von den "Guten"? 

 

Vielleicht können mir die Leute von den Lichtblicken da weiterhelfen, man muss das Rad ja nicht neu erfinden!

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So, mal eine kurze Wasserstandsmeldung. Viele Puzzleteile sind es die man zu einem Bild zusammenfügen muss.

 

Zur Auflösung des Konfliktes, wem kann wie geholfen werden, habe ich noch keine abschließende Lösung gefunden.

 

Ich sprach gestern mit dem Vorsitzenden der im Link geposteten Organisation Lichtblicke, vielen Dank nochmal fürs posten.

Er verstand mein Problem sofort, konnte mir aber auch kein Patent nennen, er verstand auch das es hier in einem Ballungsraum mit großen sozialen Problemen ungleich dringender ist, dieses Problem zu lösen, bevor man in blindem Aktionismus tätig wird.

Sein Tipp war mich mal mit der Tiertafel in Verbindung zu setzen wie die das Problem handhaben.

 

Das Gespräch mit der örtlichen Tiertafel führte ich heute morgen, doch leider gab es auch dort keine Patentlösung für mich, ausser dem Lösungsansatz Hartz4/Renten und Einkommensbescheide zu prüfen, und Hilfe an Bedingungen zu knüpfen.

 

Ein weiteres Gespräch im neuen Jahr ist mit dem Veterinäramt geplant, denn es muss geklärt werden wie Tieren geholfen werden kann, die von Menschen gehalten werden, die leichtsinnig angeschafft wurden, und denen man nicht einfach so die Tierarztrechnungen abnehmen kann. Und nur das Veterinäramt ist befugt Wegnahmen durchzuführen.

 

Bisher ist klar, eine stätdische Unterstützung wird es erstmal nicht geben, mit Ausnahme der Fraktion der Grünen, wünschten mir alle anderen Fraktionen viel Glück, verwiesen aber auf die brisante Haushaltslage der Stadt.

Die Grünen, haben mich zu einem zweiten Gespräch für Mitte Januar eingeladen.

 

Klar auch, es kann nur mit der Gründung eines Trägervereins überhaupt stattfinden, Tierärtze dürfen nicht Ehrenamtlich in ihrem Berufsfeld arbeiten, da dies eine Steuerpflichtige Tätigkeit ist, und somit den Tatbestand der Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung bedeutet.

Laut der Tierarztkammer Nordrhein, müsste ein Tierarzt der dabei erwischt wird, sogar mit dem Ausschluss aus der Kammer rechnen.

 

Daher ist eine Gründung eines Vereins notwendig, die die Tierarztrechnungen nach GOT prüft und übernimmt. Man kann aber vorschreiben das der Tierhalter sich nur von Tierärzten betreuen lässt die das Vertrauen des Vereins besitzen.

Tierärzte dürfen den Rechnungsbetrag spenden, müssen dann aber die Steuern dafür abführen, die sie anschließend wieder absetzen können, sobald der Verein als gemeinnützig anerkannt ist.

 

Ganz schön viel PuuuH und Bürokratie, wo ich mich frage ob das ein Verein mit Ehrenämtlern überhaupt stemmen kann, und wo ich denn solch engagierte Leute finden kann.

Die Idee finden viele toll, aber mitarbeiten will da irgendwie keiner! *g*

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Puh, da hast Du Dir ja ein Mammutprojekt vorgenommen!

 

Ich finde es schwierig zu entscheiden.

 

Ein Hund ist oftmals die einzige Lebensfreude eines Rentners der keinen Familienanschluß hat, ein Hund ist oftmals das einzige was einen (ich sag´s mal ganz plump) Harz4ler dazu bewegt einen Tagesrhytmus beizubehalten.

 

Gerade weil ein Hund bedingungslos liebt ist er oft Bezugspunkt, Brücke, Partner..... aber auch Anreiz etwas an der Situation zu ändern.

 

Nimmt man diesen Menschen den Lebensinhalt weg, was bleibt ihnen dann noch?

 

Das Problem ist einfach die Spreu vom Weizen zu trennen.

 

Es wird immer versucht werden zu bescheißen, Dich über´n Leisten zu ziehen!

 

Du wirst niemals 100%ig Sicherheit haben.

 

Ich glaube von dem Gedanken mußt Du Dich frei machen und ersetzen durch: Ich versuche mein Bestmögliches zu geben!

 

Edit:

Wenn das Konzept steht könntest Du ganz simpel das Lokalblättchen und andere Presse einladen.

 

In dem Artikel könnte man ja auch einen Aufruf starten.

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