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Hundeforum Der Hund
hammanich

Aggressionen rund ums Fressen

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Hallo..

wie im Thread "Kläfferei" beschrieben haben wir (mein Freund, meine beiden Söhne, mein Labbimix(10) und meine Katze(12)) einen Hund aus dem Tierschutz(Rumänien). Sie lebt jetzt seit vier Wochen bei uns und es ist sehr aufregend;)

Ich bin unsicher wie ich die beiden Hunde füttern soll. Anfangs haben sie gut nebeneinander gegessen, dann bin ich dazu übergegangen sie nur noch aus der Hand zu füttern um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Das führt dazu dass sie ihr Futter über den Tag verteilt  aus der Hand bekommt und der Labbimix sein Essen abends auf dem Balkon.

Nun ist es so dass der Labbi nach dem Essen reinkommt und sie nach ihm schnappt. Sie ist ganz aufgeregt riecht an ihm und wird aggressiv.

Dann haben wir es so probiert, dass (während der Labbi frisst) ich mit ihr drinnen einige Übungen mache...und sie dabei ihr Futter bekommt. Der Labbi ist dabei VOR ihr fertig und schon wieder in der Wohnung . Sie kommt dann dazu, riecht und schnappt und knurrt. Mitlerweile ist es so, dass er immer wenn er vom Balkon kommt eins aufs Dach bekommt...bzw. bekommen WÜRDE wenn wir das nicht unterbinden würden indem wir sie festhalten und NEIN sagen.

Ich habe gar keine Ahnung was die richtige Vorgehensweise wäre...gestern habe ich dem Labbi essen gegeben und ihn vor ihren Augen drin essen lassen. Erst dann bekam sie etwas.Und trotzdem ist sie hinterher direkt zu ihm. Da habe ich abgelenkt indem ich an beide noch eine Banane verfüttert habe. Wenn ich beide aus der Hand füttere benimmt sie sich.

 

Was wäre die schlauste Art das Thema Essen zu regeln, habt ihr Anregungen für mich?

 

LG

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Macht sie das Gleiche auch ohne Essen?

Also wenn er vom Balkon reinkommt und nicht gegessen hat?

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Hm ob es sich da um Futteraggression handelt oder doch um eine Ressourcenverteidigung(Personenbezogen).

 

Du bist die Ressource und beschäftigst dich mit der Hündin und der Labbi kommt dazu und wird abgewatscht.

 

Versuch mal dich mit der Hündin ohne Futter zu beschäftigen wenn das Verhalten dann nicht gezeigt wird dann ist das Problem das Futter ansonsten liegt es anders.

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Wenn Beide aus der Hand gefüttert werden, benimmt sich die Hündin doch, oder?

 

Möglicherweise massregelt sie ihn dann im Zusammenhang mit dem Balkon deshalb, weil er sich ohne sie, ohne ihre Erlaubnis quasi alleine zum Futter besorgen entfernt hat?

Was macht sie beim Spazierengehen, wenn er sich ohne sie weiter entfernt und dann zurückkommt?

Bekommt sie ALLES Futter ausschließlich aus der Hand?

 

Aufmerksamkeit kann man sich nicht nur über Futter erarbeiten. Ich persönlich würde nie ausschließlich Handfütterung machen. Wenn es vorher neibeneinander mit Füttern geklappt hat, würde ich das wieder so machen und ganz einfach der Hündin wenig in die Schüssel geben, evtl. mit Wasser dazu, dass sie länger mit Schlabbern beschäftigt ist, aber dass sie weiterhin gemeinsam Fressen können und so beschäftigen, dass sie ihn dabei akzeptieren kann, ohne zu massregeln.

Das bringt nur miese Stimmung zwischen den Hunden, wenn sie so unterschiedlich gehandhabt werden, sodass sich einer zurückgesetzt fühlt oder auch erhöht - meine Erfahrung.

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Das Problem ist hausgemacht.

Dadurch, dass sie immer wieder Futter von Dir erwartet, ist Dein anderer Hund natürlich den ganzen Tag ein Futterkonkurrent.

Sie ist auch  nie richtig satt, weil das Futter über den ganzen Tag verteilt wird.

 

Ich würde die Handfütterung lassen.

Eine Handfütterung fördert weder die Bindung, noch bekommt man echte Aufmerksamkeit.

 

Gib beiden das Futter in der Schüssel und füttere sie ein paar Meter auseinander.

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Ja mitlerweile macht sie das auch wenn er ohne gefressen zu haben vom Balkon kommt da sie seinen alleinigen Aufenthalt auf dem balkon wohl mit dem Fressen verbindet.

Wenn ich mich ohne Futter mit ihr beschäftigt und der Labbi kommt dazu dann findet sie das zwar auch nicht immer grandios aber sie schnappt nicht nach ihm o.ä. sondern versucht sich nur anderweitig in den Vordergrund zu drängeln.

Wenn ich beide aus der Hand füttere wird sie zwar ein bisschen hektisch im Blick aber ja , sie benimmt sich.Beim spazieren gehen interessiert es sie nicht wo er ist.

Ja bis auf Ausnahmen (wenn abends noch etwas übrig ist) bekommt sie alles aus der Hand wobei ich das verändern wollte...hin zu Hälfte aus der Hand und Hälfte aus der Schüssel. Um die Essenssituation zu üben.

Ich weiss dass ich mir Aufmerksamkeit nicht ausschliesslich über Futter erarbeiten kann das ist ja auch nicht das einzige was ich mit ihr mache um eine Bindung zwischen uns aufzubauen. Futter ist jedoch ziemlich wirksam und machtvoll.

Dass mit dem Wasser beim Futter ist eine gute Idee.

Ich weiss dass sich zwischen Handfutter und Leckerligabe etc. die Geister scheiden aber ich habe es für den Anfang als gut befunden. Die Frage ist nur wie ich es aufteile und dosiere ohne dass Futterneid entsteht. Ob die gleichzeitige Fütterung geklappt hat weil das Konzept besser war müsste ich ausprobieren. Der Hund verändert sich zur Zeit täglich. Sie ist ja auch erst vier Wochen hier und hat sich am Anfang sicherlich nicht getraut ganz sie selbst zu sein..wir erleben gerade ihr volle Entfaltung:)

Meint ihr nicht eine Mischung aus Handfutter und Fütterung aus der Schüssel wäre ein guter Weg?

 

LG

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Da gibt es doch diese Fressnäpfe hier: http://www.amazon.de/Trixie-25032-Napf-Slow-Feed/dp/B003RKS2EQ

Damit sollte es möglich sein, dass sie langsamer frisst.

 

Ich würde das mit der Handfütterung erstmal lassen, so lange die Hündin so aggressiv reagiert. Beide gleichzeitig füttern und Lecker "gerecht" verteilen, damit kein Futterneid entsteht. Auf keinen Fall eine Sondersituation wie mit dem Balkon schaffen.

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Sehe ich wie Gabyg.

 

Wenn ich beide aus der Hand füttere wird sie zwar ein bisschen hektisch im Blick

Das zeigt einigermaßen deutlich, dass es ihr Stress macht und somit kann die Handfütterung sogar kontraproduktiv sein.

Es gibt einfach Hunde, die bei Thema Fressen ziemlich hochfahren, nicht mehr gut lernen, sich nicht mehr konzentrieren können, aus welchen Gründen auch immer, und denen es schwer zu schaffen macht, in Konkurrenzsituationen zu stehen. Was du aber erreichen möchtest, ist Bindung, Lernen, Ruhe, Vertrauen -das schaffst du wahrscheinlich nicht, wenn sie die ganze Zeit halbhungrig und in innerer Anspannung ist (wann bekomme ich was? wo ist der andere Hund? bekommt er auch was?)

An ihrer Reaktion -Rüde abwatschen- ist ersichtlich, dass sie total angespannt ist.

Spielt sie gern? Zergelt sie? Liebt sie es gestreichelt zu werden? Ich würde an deiner Stelle eine andere Art der Belohnung suchen und das Füttern unterwegs ganz einstellen oder zumindest auf ein Minimum (Belohnungsleckerchen) reduzieren. Beobachten, ob sie dadurch gelassener wird.

Und das "normale" Futter zweimal am Tag im Napf hinstellen, Rüde im anderen Raum, Tür zu. Mit festem Ritual und ohne so Spielchen wie Warten oder Sitz machen vor dem Napf, das kann verunsichern und Futterneid verstärken.

Wer weiß ob sie schon mal richtig Hunger litt, das kann prägen.

Würde mich freuen, wenn du weiter berichtest, das ist ein Thema, mit dem sich viele Mehrhundhalter rumschlagen.

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Ich weiss dass sich zwischen Handfutter und Leckerligabe etc. die Geister scheiden aber ich habe es für den Anfang als gut befunden. Die Frage ist nur wie ich es aufteile und dosiere ohne dass Futterneid entsteht. Ob die gleichzeitige Fütterung geklappt hat weil das Konzept besser war müsste ich ausprobieren. Der Hund verändert sich zur Zeit täglich. Sie ist ja auch erst vier Wochen hier und hat sich am Anfang sicherlich nicht getraut ganz sie selbst zu sein..wir erleben gerade ihr volle Entfaltung:)

Meint ihr nicht eine Mischung aus Handfutter und Fütterung aus der Schüssel wäre ein guter Weg?

 

 

 

Nichts gegen einen Plan, das ist immer ne gute Sache. Aber wenn der Hund so eindeutig nicht mit deinem Plan zurecht kommt, muss man ihn vermutlich doch umschmeißen.

 

Dass sie sich noch einleben muss ist klar und das wird auch noch dauern. Aber nimm ihr doch so viel Stress wie möglich erstmal weg - sie hat so schon genug um die Ohren.

 

Sieh es mal so: der Hund lebte in Rumänien vermutlich auf der Straße. Was ist dort die wichtigste Ressource, um die man kämpfen muss?

 

Futter!

 

Wenn sie nun bei dir lernt, dass sie nicht um Futter kämpfen muss, dass es ihr (zu bestimmten Uhrzeiten) zu Verfügung steht, ohne Bedingungen, meinst du nicht, dass es ihr dann hilft zu entspannen?

 

Das würde ja Leckerli nicht ausschließen, allerdings würde ich einen frisch eingetroffenen Hund vielleicht noch nicht mit Keksen und Lernkommandos vollstopfen, sondern mich darum kümmern dass sie die Grundregeln im Leben versteht. Sowas wie "der Labrador wird nicht gefressen", oder "um 5 gibt es Futter", oder "wenn Herrchen Licht aus macht ist Schlafenszeit".

 

Das ist alles neu für sie!

 

Im Moment hat sie für solche Dinge gar keine Zeit, denn sie ist ständig damit beschäftigt, zu sehen wann sie wieder Futter bekommt.

 

 

 

Nur so als Gedankenanstoß :)

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Ein festes Futterritual wird Ruhe bringen, das glaube ich auch.

Ich würde auch die Normalmahlzeiten vollständig geben und daneben nur besondere Leckerchen zum Üben verwenden.

 

Ich habe immer mit vielen Hunden gelebt und gearbeitet und habe über Jahre hinweg bei einigen Züchtern Hunde gehütet, hatte selbst mal 5 Hunde, die gleichzeitig und zusammen gefüttert wurden und ich glaube, dieser Weg ist sehr gangbar: Jeder Hund hat seinen festen Platz an dem er sein Futter bekommt. Dem Schnellfresser kann man zwei große Suppenlöffel über Kreuz in den Napf auf das Futter legen, das bremst ein wenig, tut nicht weh, verschlucken wird er die Löffel auch nicht. Wenn er dennoch zuerst fertig ist, wird er von anderen Hunden abgeblockt. Ich habe die Hunde dabei nicht festgehalten, sondern mich so aufgebaut, dass klar war: Du kommst hier nicht vorbei! Sind die Hunde fertig, werden die Näpfe ohne Gegenkontrolle aufgehoben und weggestellt.

Ich habe die Näpfe immer mit Namen verteilt und das haben die Hunde schnell begriffen. Ich mag es lieber, wenn alle Hunde in einem Raum fressen, weil ich die Situation beobachten und kontrollieren können möchte.Wenn der Napf Bjelka hieß, ging auch Lulu da nicht ran und wartete selbstverständlich an ihrem Fressplatz auf den Napf Lulu. Ich habe keine zusätzlichen Warteübungen gemacht, weil ich bei 5 (oder mehr) Hunden keine völlig unnötige Erregung provozieren wollte. Denn Ruhe ist ein wesentlicher Faktor.

 

Wenn sich Deine Hündin beim Schmusen zwischen Deinen alten Hund und Dich drängelt, würde ich das als respektlos auch Dir gegenüber verstehen, denn das steht ihr nicht zu, Du bist nicht ihr Eigentum. Ich würde sie entweder wegschieben (hängt davon ab, ob sie das zusätzlich aufregt und sie sich gegen die schiebende Hand stemmt oder das zulässt) oder, wenn sie das eher drängender macht, würde ich einen Schritt zur Seite gehen, mich zwischen die Hunde bringen und ihre Störungen so unwirksam machen.

Wenn ich Bjelka streicheln wollte, habe ich sie benannt und es war klar, es geht um sie, um keinen anderen Hund.

 

Mit meinen Gasthunden (2 Griechen, 2 Rumäninnen) mache ich das auch immer so, sowohl beim Fressen als auch bei allen anderen Aktivitäten, wie Streicheln, Halsband anziehen, an- oder ableinen, abtrocknen, spielen, Auto ein- und aussteigen, üben und belohnen. Und obwohl das bei ihnen zuhause teilweise nicht so gehandhabt wird, haben sie das ganz fix kapiert.  Auch mein eigener alter Hundejunge kommt damit gut zurecht.

 

Ich glaube, der beste Plan für Dich wäre, dass Du Dich selbst davon überzeugst, Deine Fütterungstechnik WIRD FUNKTIONIEREN. Je überzeugter Du von dem bist, was Du willst und tust, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Hunde dein Handeln nicht in Frage stellen. Und da bist Du auf dem besten Weg, denn Du machst Dir Gedanken, liest, was andere Hundehalter dazu denken und wirst Deine Lösung daraus finden. Das ist schon mal super.

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