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Hundeforum Der Hund
hammanich

Allgemeine Fragen zum Erziehungsaufbau

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Hallo..

 

jetzt habe ich mich in den letzten Wochen mit einigen Themen wie Fressen..Bellen...Rückruf usw. beschäftigt und merke dass ich das ganze mal sortieren muss.

 

Kurze Info:

Aimee ist eine 9monate alte Hündin die ich seit vier Wochen habe. Sie lebte ihr bisheriges Leben in Smeura einem grossen Tierheim in Rumänien. Bevor sie zu uns kam lebte sie vier Wochen auf einer Pflegestelle.

 

Sie ist nicht stubenrein und sehr unabhängig und sehr sehr bewegungsfreudig.

 

Ich weiss ehrlich gesagt nicht wo ich anfangen soll.

  • ....Da sie auch mal ohne Leine laufen können soll macht es wohl Sinn dass sie lernt bei einem Rückruf zu mir zu kommen
  • .....Wieviele Rückrufmöglichkeiten sollte das Repertoire beinhalten? Zwei? (einen gerufen...einen (Not(pfiff)?)
  • .....Wie bringe ich ihr bei dass sie bitte draussen pinkelt und wie lange kann das bei einem Hund in diesem Alter dauern?
  • .....Ein Stopp/Abbruchsignal (sie "beisst" immer die Kinder oder springt anderen Menschen bis zum Ohrläppchen)
  • ....."Bei Fuss gehen"...wäre wohl erst später dran???

Habe ich etwas wichtiges vergessen?

Könnt ihr mir vll gute Literatur empfehlen um mich mal schlau zu lesen?

 

Ich bräuchte einen "fahrplan"damit es für den Hund klar ist was los ist...

Am wichtigesten wäre mir zur Zeit der Rückruf denn es ist mit einem so bewegungsfreudigen Hund extreeeeem anstrengend wenn er nicht mal toben kann.

Die erste Woche hatten wir sie nur an der Leine...sie war aufmerksam und hat einigermassen gut gehört. Dann kam sie an die Schlepp und ca 10 Tage lang klappte es ausgezeichnet sie zurückzurufen. Ich musste zwar sehr aufpassen und den Punkt abpassen an dem ihre Aufmerksamkeit abschweifte  aber es klappte. Dann ist sie mir an einem Tag dreimal in Folge abgehauen. Es war als stünde ein anderer Hund dort. Also wieder konsequent an die Leine. Heute morgen um 5 stand ich mit ihr totmüde im Park... sie hatte nur ihr Halsband um und dann sah sie einen Hasen. In millisek. war sie aus ihrem Halsband draussen und war weg... rufen komplett zwecklos. Ein paar mal habe ich sie entfernt gesehen aber sie tat so als gäbe es mich nicht (obwohl der Hase nun nicht mehr aktuell war) ich bin dann schnell in die Wohnung, habe eine halbe Fleischwurst geholt ihr Geschirr und meinen alten Labbimix. als ich damit wieder runter auf die Wiese kam rannte sie zum Labbi(nicht zu mir und der Fleischwurst).

Also alles von vorne und nicht so schnell denken dass es klappt was????

 

Ich bin nur einen Hund gewohnt den ich seit dem Welpenalter habe und der sich problemlos und fast wie von selbst erzogen hat. Diese HÜndin fordert mich. Manchmal (besonders morgens nach einer mehrfach unterbrochenen Nacht durch Gebell oder Gepinkel) spiele ich mit dem Gedanken sie zurückzugeben. Wenn ich gefrühstückt habe und sie auf ihrer Decke schlummert will ich es schaffen.

 

Habt Ihr tipps?

 

lg

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Vom Grundsatz her würde ich dringend eine Hundeschule oder Trainer empfehlen und auch Geduld. Der Hund ist noch nicht lange bei dir und so was wie Bindung/Vertrauen braucht Zeit und liebevolle Konsequenz. Freilaufgelände habt ihr nicht? Irgendeine Hundeschule die so was zur Verfügung stellen könnte?

Dein Sortieren finde ich gut - das hilft den Wald vor lauter Bäumen wieder zu sehen. :yes:

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Ich finde, du bist viel zu flott!

Dieser Hund muss erstmal ankommen, bevor du die Fragen stellst, die dir da wohl jetzt im Kopf rum schwirren!

Jetzt sollten das erstmal ganz andere sein!

Ihn jetzt schon ohne Leine laufen zu lassen ist bei einem Hund, der sein bisheriges Leben in der Smeura verbracht hat und dessen Welt jetzt auf dem Kopf steht, ziemlich leichtsinnig.

Und nur Halsband würde ich auch sein lassen, du siehst ja, was da passieren kann!

Heute sind es Hasen, morgen erschrickt er vor irgendetwas und ist weg, wäre nicht der erste!

Lernt euch doch erstmal richtig kennen, lass ihn ankommen und verstehen, wie es hier läuft.

Ich glaube auch, dass du sein Bedürfnis nach Bewegung überschätzt, der Hund hat soviel zu verarbeiten, dass ihn das erstmal genug beschäftigen müsste.

Und man kann auch sehr schöne, ruhige Spaziergänge an der Leine machen.

Ich könnte mir vorstellen, dass du Unruhe und Überforderung des Hundes mit "Nicht-Auslastung"

verwechselst, halte dir immer vor Augen, wo und wie er vorher gelebt hast, nichts anderes kannte er bisher!

Solche Hunde brauchen Ruhe, Sicherheit, einen voraussehbaren Tagesablauf, ganz viel Geduld und Hilfe, beim Verstehen dieser neuen und verwirrenden Welt, in die sie da geworfen wurden!

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Hundeschule und/oder Trainer klingt super, ich bin finanziell jedoch sehr knapp bemessen zur Zeit und meine Erfahrungen bisher sind auch eher so määäääßig. Geduld brauche ich wohl wahr:) Nein wir haben kein Freilaufgelände bzwl die wenigen die wir haben teilen sich einige Alkoholiker die ziemlich "ätzende" Hunde haben. Mal gucken vll wenn ich morgens um 8 hingehe habe ich Glück:)

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Eins nach dem anderen :)

Geschirr dran und Schleppleine um sie abzusichern, dann schau das ihr einen Tagesablauf schafft und das du mit ihr rausgehst wenn du merkst das sie unruhig wird

Ich würde auch versuchen erstmal Ruhe reinzubringen und schau mal ob du eine gute Hundeschule findest die dir helfen die wichtigsten Baustellen abzustellen

 

Der Hund ist wahrscheinlich mit allem überfordert was jetzt verlangt wird aber ihr schafft das schon mit viel Geduld und Konsequenz

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Ich finde, du bist zu flott!

Dieser Hund muss erstmal ankommen, bevor du die Fragen stellte, die dir da wohl jetzt im Kopf rum schwirren!

Ihn jetzt schon ohne Leine laufen zu lassen ist bei einem Hund, der sein bisheriges Leben in der Smeura verbracht hat und dessen Welt jetzt auf dem Kopf steht, ziemlich leichtsinnig.

Und nur Halsband würde ich auch sein lassen, du siehst ja, was da passieren kann!

Heute sind es Hasen, morgen erschrickt er vor irgendetwas und ist weg, wäre nicht der erste!

Lernt euch doch erstmal richtig kennen, lass ihn ankommen und verstehen, wie es hier läuft.

Ich glaube auch, dass du sein Bedürfnis nach Bewegung überschätzt, der Hund hat soviel zu verarbeiten, dass ihn das erstmal genug beschäftigen müsste.

Man kann auch sehr schöne, ruhige Spaziergänge an der Leine machen.

Solche Hunde brauchen Ruhe, Sicherheit, einen voraussehbaren Tagesablauf, ganz viel Geduld und Hilfe, beim Verstehen dieser neuen und verwirrenden Welt, in die sie da geworfen wurden!

 

 

Ich weiss dass sie erstmal ankommen muss aber sie muss gleichzeitig auch lernen denn sonst funktioniert unser Zusammenleben nicht. Sie lebt ja nicht alleine hier, meine Kinder finden es ziemlich unschön von ihr ständig "gebissen" zu werden.

Leider braucht sie tatsächlich einiges an Bewegung und ruhige Spaziergänge reichen ihr nicht. Wenn sie ordentlich getobt hat dann schläft sie nachts auch ansonsten tigert sie ununterbrochen rum und pinkelt zu allem Überfluss.

Ich versuche ihr ein gutes Mittelmass aus Bewegung Ruhe und Sicherheit zu verschaffen. Und deshalb brauche ich für mich schon mal einen Überblick wie ich das ganze aufbaue dass es nicht zu wirr für sie und uns alle wird. Der Freilauf mit ihr hat eine Woche sehr gut geklappt. Man kann diese Hunde ja auch nicht verallgemeinern..sie ist gar nicht ängstlich, sehr neugierig und aufgeschlossen nicht wie man sich vll einen typischen rumänischen Tierschutzhund vorstellt. Ich weiss dass ich und sie und wir alle Zeit brauchen aber für meinen Kopf brauche ich einen Fahrplan und dafür brauche ich (lese)Tipps. Vll ein gutes Buch dass ich lese während sie sich hier akklimatisiert?!:)

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Mich wundert total, wie offenbar begeistert sie von Menschen ist, dass sie ihnen bis ans Ohrläppchen hüpft! Das ist für Hunde, die in der Smeura aufgewachsen sind, echt ungewöhnlich. Aber eine gute Voraussetzung, um einen tollen Hund daraus werden zu lassen.

Was hat denn die Pflegestelle über ihr Verhalten erzählt, wie wurde sie da gehalten, was haben die mit ihr gemacht, hatte sie da Hundegesellschaft?

 

Deine Liste ist gut.

Such mal hier im Forum, was Du übers Klickern findest, das wäre für einen unabhängigen Hund vielleicht eine gute Idee, da damit das eigenständige Selbstlernen gefördert wird.

Muss leider los, darum später mehr und auch ein paar Buchtipps.

 

Zum Ernst- Rückruf hatte ich gerade kürzlich hier schon was geschrieben, darum hier die Kopie:

 

Ich habe bei meinen Hunden den Rückruf, einen besonderen Ruf, in hoher Gesangsstimme "ZUUUUURÜCKK!" klassisch konditioniert (ich mag keine Flöten, weil man die 1. vergessen kann und 2. weil davon so viele im Umlauf sind, ist aber bei Hunden mit Familienanschluss eine gute Alternative), also:

Erste Woche in der Küche, wenn sie sowieso schon da waren und ihr Futter erwarteten. Dann gab es mit dem Ruf zeitgleich ein Stück Würstchen, danach das normale Futter.

Zweite Woche, Küche, unabhängig vom normalen Fressen, nach dem Spaziergang, also wenn sie ohnehin schon/noch aktiv waren.

Dritte Woche im Haus, wenn die Herrschaften ruhten.

Vierte Woche im Garten (altern. an Schleppi, störungsfreie Umgebung) ohne Ablenkung.

Fünfte Woche im Garten mit leichter Ablenkung (Leute auf der Straße, unwichtige Hunde auf der Straße),

sechste Woche im Garten mit großer Ablenkung (Lieblingsfeind auf der Straße),

siebte Woche im Auslaufgebiet ohne Ablenkung,

achte Woche im Auslaufgebiet mit leichter Ablenkung (neutrale Hundebegegnungen),

von da an in allen Lebenslagen und mal mit, mal ohne Würstchen. Und mit 100% Zuverlässigkeit!

 

Wichtig ist, dass es immer klappt, dass man also keinen Schritt auslässt und keinen neuen Schritt wagt, wenn der davor noch nicht sicher funktioniert oder wenn man nicht sicher ist, dass der Hund wirklich gehorchen wird. Bei nur einem Fehlversuch sofort einen Schritt zurück gehen und den erst sicher festigen.

 

Schön ist auch, wenn ein zweiter Mensch (im fortgeschrittenen Stadium, also etwa ab Woche 5) Deinen Hund einfach nur schweigend festhält und Du von ihm weg rennst, rumhampelst, quietschtst, Dich also interessant machst und er so lange nicht zu Dir darf, bis Du den Rückruf erklingen lässt. Dann muss er auch sofort losgelassen werden. Er lernt, wenn er diesen Ruf hört, DARF er endlich zu Dir. FREU DICH ECHT, wenn er kommt.

 

Ich befürchte allerdings, wenn Dein Hund sich so selbständig von Dir weg bewegt, wird der gut sitzende Rückruf das Problem nicht lösen, denn er bringt den Hund ja nur zurück, macht Dich aber nicht unbedingt dauerhaft interessanter für ihn. Er kommt, wird belohnt und dann? Leinst Du ihn dann an, um ihn nicht wieder weglaufen zu lassen (Das wird er sich merken)? Oder lässt Du ihn wieder gutgelaunt los düsen (Das wäre rein pädagogisch sinnvoller)? Um ihn dann gleich wieder zu rufen (Das wäre nicht gut)? Wenn Du Deinen besonderen Ernst- Rückruf als Folge seiner Unabhängigkeitsbestrebungen nämlich inflationär anwendest, wirst Du seine Wirkung auf längere Sicht aufweichen. Ich hätte eine Bekannte killen können, deren Hund nicht gehorchte, sich aber im Wald das emsige Zurückkommen meiner Hunde abgeschaut hatte und auf meinen Ruf hin ebenso eilig zu mir geflitzt kam wie meine Süßen. Sie benutzte den Ruf dann selbst, ohne ihn mit ihrem Hund gefestigt zu haben, und eben inflationär, was zur Folge hatte, dass ihr Tommy alsbald natürlich nicht mehr begeistert angewetzt kam. Da hieß es dann, bei Tommy funktioniert das nicht, der ist nicht so auf Würstchen fixiert... :wall:  (war er sehr wohl, sie hatte aber meistens gar keine dabei)

 

Ich würde ein Spiel folgen lassen, ein kleines Slalomlaufen um die Bäume, bei dem er Dir direkt folgen muss, oder eine Balanceübung auf einem Baumstamm (ich würde kein Ballspiel o.ä. folgen lassen, aber das ist Geschmackssache), jedenfalls ein Spielchen mit viel bei Dir spürbarer Freude. Oder ein kleines Nasenrücken- Würstchenstückchen- Geduld- Spielchen, also etwas, das Tempo rausnimmt, seine Konzentration - auch auf Dich - fordert und Spaß macht.

 

Für deutlich später: Dann würde ich es mit "Sterngehen" probieren. Dein Hund dümpelt irgendwo rum, Du drehst ab (ohne Ruf, ohne Ton) und eilst in eine andere Richtung. Er folgt irgendwann. Kommt er direkt zu Dir, wird er ruhig gelobt (mit oder ohne Leckerchen), rennt er an Dir vorbei, lass ihn ziehen, dreh Dich um und wechsle erneut kommentarlos die Richtung u.s.w. Lauf nicht nur hin und her, sondern sieh zu, dass Du in ganz verschiedene Richtungen gehst. Bleibt er schließlich in einer geringeren Entfernung, die Dir angenehm ist, belohnst Du ihn durch ein erneutes kleines Spielchen.

 

Allgemein gilt: Ziel ist es, für ihn interessant zu sein. Wenn er meint, dass bei Dir jederzeit etwas Spannendes passieren kann, wird er sein Interesse stärker auf Dich bündeln und sich weniger weit entfernen, sowohl räumlich als auch geistig. Hoffentlich. Denn es gibt auch einfach sehr selbständige Charaktere, die einen großen Radius zu ihrem "Rudel" leben. Und die machen dann richtig viel Arbeit. ;)

 

Bis später...

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Ich weiss ehrlich gesagt nicht wo ich anfangen soll.

  • ....Da sie auch mal ohne Leine laufen können soll macht es wohl Sinn dass sie lernt bei einem Rückruf zu mir zu kommen
  • .....Wieviele Rückrufmöglichkeiten sollte das Repertoire beinhalten? Zwei? (einen gerufen...einen (Not(pfiff)?)
  • .....Wie bringe ich ihr bei dass sie bitte draussen pinkelt und wie lange kann das bei einem Hund in diesem Alter dauern?
  • .....Ein Stopp/Abbruchsignal (sie "beisst" immer die Kinder oder springt anderen Menschen bis zum Ohrläppchen)
  • ....."Bei Fuss gehen"...wäre wohl erst später dran???

Sich einmal einen Fahrplan zurecht zu legen finde ich wirklich gut und sinnvoll. Vor allem die Prioritäten setzen:

 

Den Freilauf würde ich in der Tat erstmal auf "an der Schlepp" begrenzen, damit sie nun auch keine Erfolge mehr damit hat abzubrizzeln.

Viele Hunde, gerade die bewegungsfreudigen, bestätigen sich schon selbst, in dem sie eben laufen.

 

Zum Rückruf wurde ja schon einiges gesagt, tolle Tipps! Ich muss aber gestehen, den würde ich eher weiter ans Ende der Liste setzen, da er, meiner Meinung nach, erstmal nicht das Wichtigste in eurem Zusammenleben ist.

 

Ich finde 2 verschiedene Rückrufe sinnvoll. 

Einer für "komm mal her und bleib im Radius"

Einer für "jetzt sofort direkt zu mir ans Bein/vorsitzen" etc.

 

Ein paar Fragen habe ich allerdings noch. (wenn ich was überlesen habe, haut mich nicht)

 

Wie alt sind die Kinder?

In welchen Situationen springt die Maus hoch?

Belohnst du sie draußen für kurze Blickkontakte oder wenn sie generell einfach mal selbständig den Kontakt zu dir sucht? (sie läuft z.b. an der Schlepp vor, dreht sich zu dir um und du könntest freudig "primmaaa, weiter!" sagen, also sie dann nicht ran holen, sondern schlicht nur suggerieren, dass du dich freust und sie aber nun weiter darf.)

 

- Stubenreinheit und das Anspringen/beissen wäre meiner Meinung nach das Erste auf der Liste, nebst zusammen raufen/Bindung generell.

 

Stubenreinheit kannst du theoretisch aufbauen wie bei einem Welpen. Nach dem Schlafen, Aktivität, fressen Hund schnappen, kurz lösen lassen, ruhig loben. Wichtig ist die kleine Maus auch zu beobachten, geht die Nase vielleicht vorher mal runter? Verzieht sie sich in eine Ecke oder anderen Raum, ehe sie pinkelt? Vorsichtshalber kann man auch noch mal eine Urinprobe untersuchen lassen, sollte es gar nicht besser werden oder sie doch ungewöhnlich häufig einfach mal laufen lassen.

 

- Beim "beissen" scheiden sich ja oft die Gemüter, bei jungen Hunden brechen die einen mit einem "nein" ab, andere sagen hochfrequent "au aua au" und brechen dann kurz das Spiel ab, um es danach ruhiger wieder aufzunehmen. ( wir haben immer letzteres gemacht, auch, wenn es bei Socke doch recht lange dauerte, bis er das so kapierte)

Vielleicht einmal schauen, ob deine Kinder anders mit ihr spielen können, kleine Tricks, Futter verstecken, Dinge, wo die Maus sich nicht aufspult.

Wichtig ist ja, dass sie lernt, dass Zähne + Haut = doof ist für sie.

Ich muss aber gestehen, dass ich mich da auf Entfernung schwer tue, man müsste es in der Situation sehen ob es Übermut, vllt. eine Maßregelung etc. ist.

 

Selbiges beim Anspringen.

- In welchen Situationen springt sie? Wie reagiert ihr Umfeld darauf? Wie reagiert ihr? Welchen Eindruck macht sie dabei? Aufgeregt unterwürfig, selbstbewusst.. etc.?

 

Es gibt auch hier immer einige Lösungsansätze.

z.b. nicht beachten, wenn sie springt, erst begrüßen, wenn alle vier Pfoten artig auf dem Boden sind oder grundsätzlich auf dem Weg zur Türe anleinen und das Ganze langweilig gestalten. Einfach zur Begrüßung in die Hocke gehen, damit sie nicht springen "muss". Hängt aber eben davon ab, was der Grund für das Verhalten ist.

 

Mit clickern würde ich vielleicht noch so 1-2 Monate warten,die Maus ankommen lassen, Spielregeln erklären und sich zusammen raufen, sie hat ja noch ein Hundeleben lang Zeit alles andere zu lernen, erstmal täte ich jede freiwillige Kontaktaufnahme, insb. draußen bestätigen, ihre Abhauerfolge verhindern. 

Ein Problem bei so sehr bewegungsfreudigen Tierchen ist ja, je mehr du ihnen an Bewegung anbietest, desto mehr Kondition, desto mehr wird es auch oft eingefordert von den Hunden.

Beispiel wie man einen Spaziergang gestalten könnte:

 

Schnapp sie dir, fahre irgendwo hin, wo sie die Umgebung noch nicht kennt, im Gepäck z.b. Fleischwurst, Leberwurst. (ich mache sowas gerne VOR der eigentlichen Fütterung)

- erstmal lösen lassen

- kleines Gebiet mit der Maus ablaufen, schnüffeln lassen 

- Jetzt mal versuchen ihre Aufmerksamkeit zu erregen, guckt sie? Prima! Dann fliegt auch schon das flugfähige Stück Wurst seitlich von dir weg, ruhig in ihre Nähe. Sie läuft hinterher und schnappt es sich? Noch besser, erneut versuchen ihre Aufmerksamkeit zu kriegen, nächstes Stückchen, Ziel- "Fraule meldet sich, geil, da kommt was tolles" Kannst auch direkt eine ganze Hand voll einfach in ihre Nähe werfen, dann hat sie gleich noch Schnuffelarbeit. WIchtig ist, erst, nachdem du ihre Aufmerksamkeit hast und dann unmittelbar.

- Leberwurst klebt toll an Bäumen, mal so auf ihrer Schnuffelhöhe dran schmieren und mit ihr zusammen den Baum auskundschaften, dann die Höhen variieren, lass sie ruhig dabei zu gucken.

 

Wichtig ist, das sie sowas positiv abschließt, also auch zum Erfolg kommt und man ihr zu Anfang ruhig noch etwas mehr dabei hilft.

 

So ein Partyspaziergang dauert vllt. 30-60 Min. max. Immer nur kurze Sequenzen einbauen, bringt mehr als Stundenlanges Futter werfen :)

 

Sind jetzt nur so ein paar Ideen und spiegeln ausschließlich meine Meinung wieder und hoffe es klingt nicht zu wirr :)

 

lg

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Sie lebt ja nicht alleine hier, meine Kinder finden es ziemlich unschön von ihr ständig "gebissen" zu werden.

 

 

Ich stimme Ninchen zu was dein Tempo angeht, aber du hast natürlich Recht, das zubeißen beim Spielen kann und sollte man schon angehen. Gehört ja auch zum Leben dazu, dass sie das kann.

 

 

Mein Weg war folgender:

 

Hund beißt in die Hand beim Spielen, ich mach die Hand zu und halte den Kiefer des Hundes fest. So lange, bis der Hund deutlich zeigt dass er das doof findet (also rückwärts geht oder Maul aufsperrt oder mit der Pfote an meiner Hand rumfummelt). Dann wird SOFORT losgelassen.

Immer, wenn die Hand im Maul war: gleiches Spiel.

das hat hervorragend geklappt und unserem Butch sehr schnell gezeigt, dass Hand im Maul doof ist (und zwar für ihn! ;) )

Wichtig ist, und das solltest du den Kindern (die sind schon etwas älter, nehm ich an?) auch sagen: sofort loslassen wenn der Hund zurückweicht bzw das Maul locker macht.

 

Der Hund soll dabei (so meine Theorie) lernen, dass Hand im Maul = doof, loslassen = nichtdoof.

Das heißt, dass die Menschen auch nicht länger festhalten dürfen als der Hund sie festhält/"beißt", sonst ist es nur Pisakerei und unfair dem Hund gegenüber.

 

 

Was das draußen angeht: Lange Leine dran, Geschirr dran (ausbruchsicher, denn so schnell wie sie aus dem Halsband raus ist, so schnell wird sie auch verstehen wie man aus dem Geschirr kommt) und einfach nur normal spazieren gehen mit ihr. Vielleicht ein wenig Rückrufen, vielleicht ein wenig lernen, wie lang so eine Leine ist (also dass sie dir bei den 10 m nicht den Arm auskugelt) und ansonsten eben nur Kennenlernen der Welt.

 

sitzplatzfuß kann ein Hund auch später noch lernen, das ist erstmal nicht Priorität. Stubenreinheit - hm, hab ich keine großen Erfahrungen mit, würde aber wie bei einem Welpen vorgehen: nach dem Fressen rausgehen, vor dem Schlafen und gleich nach dem Schlafen auch. Habt ihr einen Garten? Das hilft schonmal, dann muss man nicht so hetzen mit Schuhe anziehen etc.

 

Viele Hunde die in eine extrem neue Umgebung kommen haben das Problem, dass sie beim Spaziergang nicht "müssen", dann aber in die Wohnung machen. Das ist meistens/oft darauf zurück zu führen, dass es draußen so furchtbar spannend und aufregend und stressig ist, dass sie nicht KÖNNEN, und erst wenn sie wieder in der sicheren, bekannten Umgebung sind funktioniert wieder alles, da die Anspannung nachlässt.

 

 

Falls das bei deiner Hündin der Fall ist, ist erstmal Routine wichtig, also nicht zu lange Strecken Gassi gehen, immer die gleiche Strecke, immer gleiche /oder fast gleiche Zeiten.

Dann kann Hund sich entspannen und dann "geht" es auch draußen :)

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