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Hundeforum Der Hund
Cony

Alterserscheinungen und wie man damit umgeht?

Empfohlene Beiträge

 

Was Medis angeht bin ich relativ pragmatisch... wenns Weh macht, gibts ne Pille und gut... wenn die Niere irgendwann Hallo sagt, sehen wir weiter... aber bis dahin ists ja noch lang (hoffentlich :D )

 

Ja, irgendwann habe ich dann bei Rusty auch so entschieden. Lieber eine kürze gute und schmerzfreie Lebenszeit im Alter, als eine medikamentenfreie (man was ja doch nicht wie viel länger es dann wäre) längere Lebenszeit im Alter.

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Olivia ist langsam alt geworden und wir konnten uns irgendwie gut damit arrangieren. Als sie letztes Jahr kurz vor ihrem 14. Geburtstag gehen musste, waren wir zwar nicht weniger geschockt, aber irgendwie vorbereitet.

Bei Louis stelle ich nun mit entsetzen fest, dass er in den letzten Wochen richtig alt geworden ist! Er wird am 1. März 10 und wir dachten, dass wir nun wenigstens 2- 3 Jahre einen fitten Hund an unserer Seite haben werden, aber dem ist nun nicht so.

Louis hat/hatte Probleme mit dem Rücken, der Schulter, der Muskulatur, jetzt neu auch mit der Pfote und dann seine Angstzustände.... Wir werden sicherlich immer noch 2- 3 Jahre mit ihm haben, nur leider nicht mehr so unbeschwert wie gedacht! :(

Wir haben einen kranken, alten Hund gehen lassen und vermutlich hat sich Louis gedacht, dass er diese Lücke wieder schließen müsste. :huh:

Aber auch er hat natürlich gute und sehr gute Tage, die wir in vollen Zügen genießen,  :wub:  aber an den schlechten Tagen tue ich mich schwer, ihn so zu sehen. :unsure:

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Unsere Senioren :wub: :wub:

Bei Morando werden es Ende Januar 2,5 Jahre, dass er bei uns lebt. LEBT. Das ist wichtig, denn er stand kurz nach seiner Ankunft dank Ehrlichiose echt mehr als auf der Kippe. Aber er hat sich ins Leben zurückgekämpft und seither genießt unser sardischer Sonnenschein fast jeden Tag. Mittlerweile ist er 14, aber neugierig, frech und verschmust. Ich freue mich einfach über jeden Tag, den wir gemeinsam verbringen dürfen, weil es anfangs einfach überaupt nicht so aussah, als würde er überhaupt seinen ersten Winter bei uns erleben. Er hört schlechter und auch die Sehkraft lässt nach. Macht aber nichts, denn er orientiert sich stark an unseren anderen Hunden, so dass das nur auffällt, wenn man darauf achtet. Ansonsten ist er fit und ich hoffe, dass das noch lange so bleibt. Zu gerne sehe ich ihm dabei zu, wie er mit Zampa draußen um die Wette flitzt oder voller Elan buddelt.

Nonna kam vor knapp einem Jahr zu uns, ist nun 15. Auch sie erkrankte, kaum dass sie bei uns war, an Anaplasmose, hatte Werte, die den Tierarzt sehr ernst werden ließen. Doch unsere Spinoneomi wollte leben und tut das auch :-) Wenn sie so da liegt, dann sieht sie schon seit dem Sommer recht dünn aus. Aber kaum gehen wir raus, erwachen die Lebensgeister. Sie ist dann trotz ihres Alters außer Rand und Band. Bei Rehsichtung eh. Heute waren wir im Wald und sie war total in ihrem Element. Jagdhund halt. Krankheiten? Mal ein Blutohr, mal eine Zahnreinigung, mal irgendwas ins Pfötchen getreten. Nichts, was ein junger Hund nicht auch haben könnte. Ansonsten sind ihre Blutwerte top und eine Stunde laufe ist überhaupt kein Problem. Ich wünsche mir mindestens noch einen gemeinsamen Sommer mit ihr und derzeit hat es nicht den Anschein, als würde das nicht klappen.

Wir haben einen erstklassigen Tierarzt und auch eine sehr gute Physiotherapeutin für die Hunde. Gutes Futter, angemessene Bewegung und viel Liebe gehören natürlich auch dazu. Und trotz allem auch täglich die Angst vor dem Abschied ... aber vorrangig freue ich mich einfach über jeden Tag, wo es beiden gut geht!

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Mein Süsser wird dieses Jahr auch 11 Jahre alt und ich merke auch, dass er alt wird. Er ist grauer geworden, langsamer,

Erholungsphasen nach Verletzungen dauern länger, im Sommer hatte er arge Probleme mit der Wärme. Als es kälter

war, ging es ihm wieder besser, wir konnten sogar zweimal die Woche einen großen Spaziergang machen, was alle glück-

lich gemacht hat. :D

Nur leider ist er dann auf 2 zugefrorenen Pfützen ausgeruscht und seit dem geht es ihm nicht so gut. Mal denken wir

jetzt geht es aufwärts und am nächsten Tag ist es wieder ganz schlecht. Leider hat er schon mit 6,5 Jahren mit dem linken

Hinterbein Probleme und genau das ist wieder betroffen. 

Wir freuen uns über jeden Tag, den wir gemeinsam verbringen dürfen und hoffen, dass es noch ein paar Jahre werden. :wub:

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Schmerzen sind purer Stress und Stress verkürzt das Leben und vernichtet Lebensqualität.

Darum habe ich meinen Hunden, wenn sie Schmerzen hatten, immer Medis dagegen gegeben, schon um dem Schmerzgedächtnis keine Chance zu geben.

Von Menschen weiß man, dass Schmerzen, die lange bestehen, chronifizieren und das wünscht man wirklich Niemandem.

 

Darum gebe ich meinen Hunden, was sie brauchen, um eine gute Lebensqualität zu haben und richte mich nach ihren Bedürfnissen, was Bewegung, Futter und Ruhe betrifft.

Als meine Altchen nicht mehr so lange Gänge machen konnten wie die jüngeren Hunde, bin ich doppelt Gassi gegangen. Bei angenehmen Temperaturen konnten sie dann im Auto warten bis die Jüngeren zurück kamen und im Auto haben sie sehr gerne gewartet (lieber nah dabei als ganz zuhause). War's zu warm oder kalt, bin ich mit Allen eine kleine Runde bei uns gelaufen und dann mit den Jungen in den Wald gefahren für die große Runde.

 

Ich finde alte Hunde wunderbar, ihre Weisheit, Gelassenheit, das Vertrauen, das sie in ihre Menschen haben, ihre schrägen Ideen, den Altersstarrsinn, Schrullen und Macken; eben große Persönlichkeiten. Und sie rühren mich.

Natürlich denkt man immer öfter an den bevorstehenden Abschied, aber wenn ich mir dann sage, ich tue Alles, damit sie ihre restliche Lebenszeit so schön wie nur möglich verleben können, dann beruhigt mich das wieder und ich weiß, dass ich stark genug sein werde, auch den schrecklichen richtigen Zeitpunkt zu erkennen, wenn es nötig wird.  

 

Für viele "Schwächen" gibt es Lösungen und Hilfsmittel und eigentlich braucht man nur gut hinzuschauen und Geduld mit den Senioren. Lieben tut man sie ja sowieso. :wub:

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Hallo,

 

mein Doggie hatte bis zum 15ten Lebensjahr so gar keine Einschränkungen.

 

Nartürlich hätte man, wenn man die Möglichkeit gehabt hätte,

im direkten Vergleich gesehen, dass er weniger Vollgas als mit 6 oder 8 Jahren gegeben hat,

aber mir haben immer noch Leute erzählt,

"der wird auch mal ruhiger, wenn er alt wird".

Tja, da war er aber  schon 15.

 

Aber so etwa ab dieser Zeit lief er mitunter eigenartig schief.

Ich bin natürlich zum Doc, und der hat mich gleich mit dem Hund zu einer

Dame die eine Osteopathie-Praxis betreibt, verwiesen.

 

Der Hund hatte eine leichte Spondylose,

die Behandlung war ein voller Erfolg,

denn sie löste einige Blockaden so erfolgreich, dass mein tapferer Vierbeiner

einen dicken Dröhner in die Praxis setzte.

 

Mir war das wahnsinnig peinlich,

aber die sehr nette Osthepatin meinte,

dass solch eine Reaktion durchaus nicht selten sei,

und doch zeige, dass der Hund sehr gut auf die Threapie anspreche.

 

Doggie ging bis zu seinem Tod mit über 17

einmal im Monat zur Behandlung und sie hat ihn

für solch einen alten Hund wirklich munter und fröhlich laufen lassen.

 

Doggie mit knapp 17:

 

dsc_0570_passender_322.jpg

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Gestern habe ich mal wieder Fotos unserer beiden verstorbenen Hunde angeschaut. Und erst dann fiel mir auf, wie alt meine Hündin schon aussah. Für mich sah sie aber noch jung aus, als die Fotos gemacht wurde. Das war so 1-2 Jahre vor ihrem Tod. Wenn Leute sagten, "die ist aber schon alt oder", habe ich mich gewundert, wieso die so denken. Schon verrückt, wie anders der Blick des Hundehalters auf den Hund ist, als der Außenstehender.

 

Kimba war aber bis auf die letzten 4-5 Monate fit. Sie war immer ein Wirbelwind und drehte auch im Alter noch ihre Spinnerrunden.

 

Bei Lucky war es anders. Die Arthrose machte sich bereits bemerkbar, als er etwa 9 Jahre alt war, aber zunächst nur leicht. Während Kimba irgendwie plötzlich alt und krank wurde, ging es bei Lucky langsam.

 

Nun sind ja beide nicht besonders alt geworden, zumindest für meine Begriffe nicht. Lucky wurde etwa 12 1/2. Bei Kimba wissen wir es nicht genau, aber schätzungsweise war sie am Ende ihres Lebens auch erst 11 oder 12.

 

Meine erste Hündin wurde 15, die zweite 16 und ich hoffe, dass Emma, die ja erst 2 Jahre jung ist, auch wieder ein hohes Alter erreicht.  

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Über 17 J. alt - wow, das ist großartig!

Ein sehr schönes Foto von deinem Hund!

Meiner wird erst 8 im Februar... und doch merke ich bereits, dass er älter wird.

Er hat immer noch sein Temperament, seinen ernsten Willen "etwas zu tun", und wenn wir draußen "spielen", was für ihn "arbeiten" bedeutet, dann ist er voll konzentriert und gibt auch körperlich alles.

Jedoch werden die Ruhepausen länger, vormittags ist er gaaaaanz gemütlich und will eigentlich seine Ruhe haben.

Kann auch sein, dass es am Wetter liegt, es hat in den letzten Wochen fast nur geregnet, aber ein langer Spazier mit Spiel, Spaß, Spannung reichen ihm mittlerweile aus - "früher" hatten wir das 2x täglich, oder im sogar noch ein bischen mehr.

Diensthunde werden in seinem Alter in Rente geschickt. Die wurden vielleicht körperlich stärker beansprucht, ich weiß das nicht so genau. Der halbe Malinois in Blaze kennt auch nur "an" oder "aus" - wenn er eine Aufgabe erledigt, dann körperlich und geistig zu 100%, da gibt und gab es kein gemütliches "okaaaayyy... dann mach ich das halt mal".

Durch die Verletzungen die er in den letzten Jahren hatte (Ellbogen mit OP, beide Knie), bin ich sehr vorsichtig geworden. Jede kleine Gangunregelmäßigkeit die ich bemerke, läßt mich einen Gang zurückfahren, bis ich sicher bin, er hat nur einen Schritt mal ein bischen schräg gesetzt.

Hier hat es in den letzten Wochen auch nur geregnet, dann bekommt er einen Regenschutz-Mantel, damit sein Rücken trocken bleibt.

Vielleicht ist all das was ich so bemerke einfacht nur altersgerecht, ich merke bei mir ja auch, dass ich keine 20 mehr bin.

;-)

Mir ist jedoch eingentlich ständig bewußt, wie vergänglich alles ist... und ich versuche jeden Moment und alles wirklich zu genießen, auch Kleinigkeiten einen hohen Stellenwert zu geben.

Wenn ich im Regenbogen_Thread lese, dann weine ich fast immer und es schleichen sich Bilder ein, wie es bei uns sein wird, wenn Blaze's Zeit gekommen ist. Irgendwie morbide... ich habe aber so das Gefühl, dass ich mich auf den Tag, die Situation, den Schmerz vorbereiten kann. Kann man vermutlich nicht...

In dieser Gewissheit freue mich über jeden Blick von Blaze, wenn er seine Schnauze an meine Hand stupst, wenn er mit seinem Propeller-Wedeln fragt "darf ich auf's Sofa?", sein Lachen, wenn es mal nicht regnet und wir, wie gestern mal wieder, den Weg in den Wald einschlagen, wie er sich über sein Fresschen freut, wenn er "verständnisvoll und wissend" guckt, wenn ich sage "ich muss zum Yoga, bleib schön hier" und all die kleinen Dinge des Alltags.

Also ich freu mich eigentlich sehr oft und viel :-) und bin doch unterschwellig traurig, dass er schon 8 ist und keine 3 mehr, dass die gemeinsame Zeit läuft und läuft und läuft und irgendwann in ein paar Jahren vorbei ist.

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Hallo zusammen,

 

ich habe gerade Eure Beiträge gelesen und fand sie allesamt sehr schön und einfühlsam geschrieben.

 

In mir schwelen noch die Erfahrungen mit meinen beiden anderen Hunden und die Angst, so etwas könnte sich wiederholen.

 

Damals musste ich meinen 15jährigen Pudel-Schnautzer-Mix aufgrund einer plötzlichen Erkrankung einschläfern lassen und seine Partnerin - eine Terrier-Mix-Hündin - trauerte so stark, dass sie 4 Wochen später so rapide abgebaut hatte, dass wir auch sie gehen lassen mussten.

 

Wenn man das einmal erlebt hat und wie hilflos man zusehen muss, dass alle ärztliche Hilfe nicht gegen die seelische Trauer ankommt, dann möchte man das nicht noch einmal erleben. Trotzdem habe ich wieder 2 Hunde aufgenommen und ihnen ein gutes Zuhause gegeben, da ich jeden Tag sehe, wieviel mehr Lebensqualität da ist, wenn man 2 Hunde gleichzeitig im Haus hat - für die 4-Beiner und natürlich auch für die Menschen.

 

So - nun will ich die traurigen Gedanken beiseite schieben und das Hier und Jetzt noch genießen!

 

Liebe Grüße

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Man muss es nehmen, wie es ist, hilft ja nix. g075.gif

Unsere Hunde haben es doch gut, da immer jemand für sie da ist, bis zum Ende. So viele Hunde haben niemanden, der sich um ihr Wohlergehen sorgt.

Und ich vermutlich auch nicht, wenn ich mal alt und schwach bin.

 

Also, unterm Strich ist es doch gar nicht so übel, als Hund in unserer liebevollen Obhut alt werden zu können. :)

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