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Hundeforum Der Hund
KleinEmma

Kann Hunden etwas peinlich sein?

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Es gibt Situationen in denen es mir so vorkommt, als könnte Hunden etwas peinlich sein.

 

Beispiel heute Morgen: Emma flitzt einen Hang hoch und wollte dann wieder zu mir auf den Weg kommen. Allerdings war dort die Böschung steil, wenn auch nicht sehr hoch. Der Schiefer an dieser Stelle war nass und sie verlor den Halt, rutschte ab und landete ungewollt schnell am Wegesrand. 

 

Es war nichts passiert, also keine Verletzung oder so was. Sie schaute mich kurz an und blickte dann schnell wieder weg, schnüffelte kurz herum und ging dann mit einem kurzen Gähnen normal weiter.

 

Ein anderes Beispiel ist schon länger her. Hier sind Felder oft stufenförmig angelegt. Lucky rannte wie ein geölter Blitz über ein Feld und übersah, dass das Feld zu Ende war. Hinter mir hörte ich also ein "Buff". Ich drehte mich um und sah, wie Lucky wieder aufstand und von einer Staubwolke eingehüllt war. 

 

Auch er schaute kurz zu mir, blickte dann nach oben, als sei da etwas ganz Interessantes, bevor er weitertrabte.

 

Habt ihr auch solche Beispiele?

 

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Jessy unser Jack Russel Terrier wurde öfters mal geschorren das das Fell sehr kurz war. Beim ersten Heimkommen hat (der Mistkerl) von Freund meiner Mum sie ausgelacht und als hässlicher Köter betitelt. Jessy verschwand im Körbchen und kroch praktisch nur noch über den Boden raus. Jedesmal wenn sie jetzt geschoren wurde, auch als er schon längst weg war und man ihr freundlich sagte: Na wie siehts du den aus? Verkroch sie sich ins Körbchen.

Naja wobei ich denke das die Reaktion des Gewissen Kerles sie verunsichert hatte, aber das sich das so einprägte

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wenn  Malva ein lauteres Tönchen entfleucht oder ihr Bauch laut gluckert, schaut sie sich um , guckt mich an und wieder zum Bauch , mal lauschend in der Gegend rum. so "huch war ich das ?" ...nein..kann nicht sein....

ich finde da guckt sie dann auch so "peinlich berührt" also rein menschlich gedacht

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Ich habe kürzlich etwas über schlechtes Gewissen bei Hunden gelesen.

Versuchsanordnung: HH legt in einem Raum ein Leckrrchen hin, sagt dem Hund, dass er es nicht nehmen darf und geht rsus. Eine neutrale Kontrollperson ist noch im Raum. Einige Hunde nehmen das Leckerchen, einige nicht.

Als der HH wieder reinkam, sagte die Kontrollperson, unabhängig was der Hund gemacht hat, entweder, dass der Hund das Leckerchen genommen hat oder nicht.

Die Hunde haben dann ein 'schlechtes Gewissen' gezeigt, wenn die Kontrollperson gesagt hat, er habe das Leckerchen gefressen. Offenbar haben die HH in diesen Fällen etwas anders geschaut, ein kleines Stirnerunzeln oder so. Der Hund hatte kein schlechtes Gewissen, aber gemerkt, dass der HH nicht zufrieden war.

Vielleicht hast du die Augen verdreht oder sonstwie reagiert, dass der Hund das Gefühl hatte, dass es nicht so toll war ;)

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Die Augen habe ich nicht verdreht. Also im Fall von Lucky (im wahrsten Sinne des Wortes  :lol: ) habe ich den Fall erst durch dieses Geräusch und die Staubwolke mitbekommen. Mein Blick war dann wahrscheinlich eher erstaunt.

 

Bei Emma heute Morgen war ich zuerst erschrocken, als ich sah, wie sie abrutschte. Das kann Emma aber nicht gesehen haben, weil sie damit beschäftigt war, sich irgendwie aufzufangen. 

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Ich schreibe mal ganz pragmatisch und spassbefreit: nein.

 

Peinlichkeit setzt Moral voraus (Gewissensbildung, also gesellschaftlich geschaffenes und erlerntes VH umgangssprachlich u. schlecht erklärt) und ist mMn im Säugetierreich nicht vorhanden. Falls es so etwas wie einen erlernten Kodex innerhalb einer Tierart gibt, wird es wohl nicht derselbe sein wie unserer?!

 

Vielleicht so ähnlich wie bei Babys/Kleinkindern.

 

Ich stelle mir unser (wenn auch nur geringfügig anderes) VH als Auslöser für etwaige Vhsweisen des Hundes vor und für alles andere könnten Erklärungen taugen wie: der Hund muss sich nach Sturz erstmal sortieren, gucken ob er den Auslöser sieht, etc...

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Jessy unser Jack Russel Terrier wurde öfters mal geschorren das das Fell sehr kurz war. Beim ersten Heimkommen hat (der Mistkerl) von Freund meiner Mum sie ausgelacht und als hässlicher Köter betitelt. Jessy verschwand im Körbchen und kroch praktisch nur noch über den Boden raus. Jedesmal wenn sie jetzt geschoren wurde, auch als er schon längst weg war und man ihr freundlich sagte: Na wie siehts du den aus? Verkroch sie sich ins Körbchen.

Naja wobei ich denke das die Reaktion des Gewissen Kerles sie verunsichert hatte, aber das sich das so einprägte

 

Wenn ich den Freund und sein Verhalten mal rausnehme - mein Maikey macht exakt das gleiche. Jedes Jahr nach dem Scheren verdrückt er sich erst Mal 2-3 Stunden sobald er zuhause von meinen Eltern bewundert wurde.

Dabei kann ich keine negativen Reize finden, weder im Studio noch danach (Leckerchen bekommen, ausgiebiger Spaziergang, völlig neutral-normales Verhalten meiner Eltern) 

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Falls es so etwas wie einen erlernten Kodex innerhalb einer Tierart gibt, wird es wohl nicht derselbe sein wie unserer?!

Da erinnere ich mich an einen Artikel, den ich kürzlich gelesen habe -war glaub ich sogar hier im Forum verlinkt, hatten wir das Thema nicht vor ein paar Monaten schon mal?

Es hieß so ungefähr, höhere soziale Saugetieren zeigen durchaus an, wenn ihnen ein Fehler unterlaufen ist, damit der Rest der Mannschaft nicht annimmt, sie seien geistig der körperlich minderbemittelt.

Als Beispiel: Wolf läuft gegen Baum :D -kann ja mal passieren, wenn man nach hinten guckt-  andere sehen das. Dieser Wolf muss nun durch sein Verhalten klarmachen, dass das ein blödes Versehen war, also Zeichen geben, dass es ihm (vermenschlicht:) peinlich ist, um nicht  ....ja wie soll ich es nennen... unfähig oder krank zu wirken.

 

Ich such den Artikel mal, der Gedankengang war schlüssig.

Edit hier isser

http://www.zeit.de/zeit-wissen/2014/03/tiere-bewusstsein-peinlichkeit

"Ich halte es für wahrscheinlich, dass zumindest soziale Tiere so etwas wie Peinlichkeit kennen", sagt auch der Evolutionsbiologe Marc Bekoff, der mehrere Bücher über Tier-Emotionen geschrieben hat. "Wenn ein Löwe gegen einen Baum läuft und nicht signalisiert, dass es ihm peinlich ist, könnten andere glauben, er habe es absichtlich gemacht und sei verrückt. Dann wird er womöglich vom Rudel verstoßen." Zeigt er aber, dass es ihm peinlich ist, demonstriert er, dass es ein Missgeschick war und er sich sonst "normal", also wie alle anderen, verhält.

Das ist zwar nur eine Theorie, aber plausibel. (...)

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Hm, woher kommt denn beim Menschen das Peinlichkeits-Empfinden? :think: Wir sind ja auch Säugetiere, und man soll ja nicht annehmen, dass alle unsere Reaktionen auf Moral basieren. Immerhin gibt es so viele verschiedene Moralvorstellungen, aber fast allen Menschen wird es peinlich sein, wenn sie gegen eine Wand laufen - auch wenn keiner lacht.

 

Wobei natürlich Peinlichkeit nicht gleich Peinlichkeit ist.

Ein körperliches Ungeschick würde ich vermutlich anders bewerten als ein geistiges, also zB ist mir peinlich wenn ich gegen einen Baum laufe, ebenso wie mir peinlich ist, wenn ich einen schlechten Witz mache.

 

Sind das die gleichen Mechanismen bei mir, die zu ähnlichen Gefühlen führen :think:

 

Ich bin noch unschlüssig. :)

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Hm gute Idee Lemmy, könnte schon sein, dass Peinlichkeitsgefühle bei Tieren und Menschen den gleichen Ursprung haben: das Ansehen bei anderen ist in Gefahr gebracht.

Indem ich zeige, dass es mir peinlich ist, zeige ich auch, dass mir an ihrer Wertschätzung etwas liegt.

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