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Hundeforum Der Hund
KleinEmma

Kann Hunden etwas peinlich sein?

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Zumal: warum ist es denn dem Menschen peinlich? Doch auch "nur", weil er die Konsequenzen befürchtet (Gelächter oder ausgrenzung oder böse Blicke). Von daher wären es ja genau die Dinge, die auch ein Hund (@stormsong) befürchten würde...

 

Wo ist dann der Unterschied?

Der Unterschied ist die Evolution, und die soziale Entwicklung, die wir durchschritten haben, der Hund aber nicht.

 

Niemand, (na gut ganz primitive Vollkoffer) würde über einen Rollifahrer lachen, der mit seinem Rollstuhl nach hinten überkippt, unsere Evolution, sagt uns der ist schwach, der braucht Hilfe.

 

Über einen gesunden Menschen lacht man wenn man weiß, dem ist nichts passiert, er war halt unachtsam,tolpatischig. Das ist in weiten Teilen auch ein Lachen, das nicht nur aus der Situationskomik stammt, sondern auch ein Ventil für Erleichterung ist.

Man muss nicht helfen, und weiß das es demjenigen eigentlich gut geht.

 

Derjenige dem das Missgeschick passiert ist, ärgert sich darüber das es ihm vor den anderen passierte, und schämt sich dafür den Hilfereflex bei den anderen ausgelöst zu haben. Das klärt sich aber schnell auf und bleibt doch in der Regel ohne Konsequenz für das zukünftige Leben.Sein Rang und sozialer Status bleibt davon unberührt.

 

Wie sieht das beim Tier aus? Elefanten mal ausgenommen, die ebenfalls wie der Mensch als Gruppe versuchen zu helfen.

Mir ist kein Raubtier bekannt, das aus eigenem Antrieb einem anderen Tier das sich nicht mehr alleine Versorgen kann Lebenshilfe anbietet.

Daher hat Schwäche zeigen, bei einem Tier ganz andere Konsequenzen, das fängt schon damit an das andere Rudelmitglieder evtl. glauben jetzt in der Hierachie aufsteigen zu können.

 

Ich denke es hat einen Grund warum auch unsere Haustiere nicht jedes Wehwechen sofort anzeigen, und es lieber stumm ertragen.

Es ist keine Scham, es ist einfach in ihrem Instinkt, nicht schwach zu wirken, weil die Konsequenz nach Ihrem angeborenen Denkschema ungleich härter ausfällt.

Sie denken nunmal in Ihrem instiktivem Schema, nicht in unserem.

 

Übrigens war unser Lachen, früher wohl auch mal ein Zähnefletschen, bis es sich durch die Evolution zu einer viel breiteren Ausdrucksweise entwickelt hat. das war in der Zeit als wir unsere schwachen/(wertlosen) Gruppenmitglieder, auch sich selbst überlassen haben.

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Der Unterschied ist die Evolution, und die soziale Entwicklung, die wir durchschritten haben, der Hund aber nicht.

 

:think: Evolution hat Wölfe zu Hunden gemacht (bzw hat aus den gemeinsamen Vorfahren von Wolf und Hund Hunde und Wölfe gemacht) und aus den Vorfahren von Mensch und Schimpanse den Menschen und den Schimpansen.

 

 

Niemand, (na gut ganz primitive Vollkoffer) würde über einen Rollifahrer lachen, der mit seinem Rollstuhl nach hinten überkippt, unsere Evolution, sagt uns der ist schwach, der braucht Hilfe.

 

 

Nö. Das sagt uns die Erziehung.

 

Über einen gesunden Menschen lacht man wenn man weiß, dem ist nichts passiert, er war halt unachtsam,tolpatischig. Das ist in weiten Teilen auch ein Lachen, das nicht nur aus der Situationskomik stammt, sondern auch ein Ventil für Erleichterung ist.

Man muss nicht helfen, und weiß das es demjenigen eigentlich gut geht.

 

 

 

Derjenige dem das Missgeschick passiert ist, ärgert sich darüber das es ihm vor den anderen passierte, und schämt sich dafür den Hilfereflex bei den anderen ausgelöst zu haben. Das klärt sich aber schnell auf und bleibt doch in der Regel ohne Konsequenz für das zukünftige Leben.Sein Rang und sozialer Status bleibt davon unberührt.

 

Aha? Wo steht das?

Und ich bezweifle einfach, dass wir so komplett die Kontrolle über unsere menschlichen Instinkte haben, dass wir NICHT über sozialen Status nachdenken, bzw unbewusst diesen im Hinterkopf behalten.

 

Wie sieht das beim Tier aus? Elefanten mal ausgenommen, die ebenfalls wie der Mensch als Gruppe versuchen zu helfen.

 

Und Delfine und Wale und Rabenvögel und...

 

Mir ist kein Raubtier bekannt, das aus eigenem Antrieb einem anderen Tier das sich nicht mehr alleine Versorgen kann Lebenshilfe anbietet.

 

Da gab es mal eine Löwin, die eine Gazelle adoptierte (nachdem sie die Mutter gefressen hatte). Klar hatte die Löwin nen leichten Sockenschuss, aber passiert ist es dennoch. Hunde lassen Rehkitze und andere Kleintiere an sich säugen, Wildschweine säugen nicht nur die eigenen Jungen, und auch beim Wolf ist bekannt, dass nicht-gebärende Wölfe bei der Aufzucht der Jungen helfen.

 

Ach, und Delfine sind "Raubtiere" (korrekter: Greifsäuger)

 

Daher hat Schwäche zeigen, bei einem Tier ganz andere Konsequenzen, das fängt schon damit an das andere Rudelmitglieder evtl. glauben jetzt in der Hierachie aufsteigen zu können.

 

Nochmal: glaubst du nicht, der Mensch ist unbewusst vielfach immer noch so?

 

Ich denke es hat einen Grund warum auch unsere Haustiere nicht jedes Wehwechen sofort anzeigen, und es lieber stumm ertragen.

Es ist keine Scham, es ist einfach in ihrem Instinkt, nicht schwach zu wirken, weil die Konsequenz nach Ihrem angeborenen Denkschema ungleich härter ausfällt.

Sie denken nunmal in Ihrem instiktivem Schema, nicht in unserem.

 

Keine Frage, das seh ich genauso.

 

Übrigens war unser Lachen, früher wohl auch mal ein Zähnefletschen, bis es sich durch die Evolution zu einer viel breiteren Ausdrucksweise entwickelt hat. das war in der Zeit als wir unsere schwachen/(wertlosen) Gruppenmitglieder, auch sich selbst überlassen haben.

 

Ach?

 

Schimpansen grinsen ebenfalls nicht NUR aus Drohung,und auch dort sind Adoptionen bekannt. Vielleicht nicht an der Tagesordnung, aber es kommt vor.

 

Neeee... sorry. Ich bin immer noch überzeugt dass da mehr geht im Tier. Bzw dass unser ach-so menschliches Verhalten viel zu oft abgekoppelt wird von unseren Instinkten. Und wenn WIR noch so oft instinktgesteuert agieren - warum sollen dann nicht beim Tier dieselben Emotionen ausgelöst werden können wie bei uns?

 

Ich sage nicht "es ist so", ich sage "solange mir keiner den wissenschaftlichen Gegenbeweis liefert, bleibe ich offen"

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Ich sage nicht "es ist so", ich sage "solange mir keiner den wissenschaftlichen Gegenbeweis liefert, bleibe ich offen"

Das ist ja auch Dein gutes Recht, und Beweise habe ich nicht, bin ja auch nur ein "Hobbysoziologe" der seine Weisheiten aus seinen eigenen Erfahrungen und Kenntissen ableitet.

 

Mit anderen Standpunkten kann ich gut umgehen und Leben, ich muss nicht immer Recht haben! :)

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Ich hab bei Facebook mal ein Video eingestellt. Darauf zu sehen:Sammy, Maya, Paula und Hope, wie sie ein Stück Holz ankläffen, was auf diesem Weg niemals vorher gelegen hat.

Am Ende des Videos sieht man, wie sie ihren Irrtum erkennen. Und JA, das ist denen verdammt peinlich :D

Von Sammy könnte ich Dutzende solcher Situationen erzählen :so

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So eine Situation hatten wir vorgestern auch, Tina. Wir fuhren zu einem Haus, um das sich mein Mann kümmert. Ich ging zu Fuß mit Emma den Weg hoch und am Wegesrand stehen verschiedene Skulpturen. Unter anderem steht dort in Menschengröße eine Frauenskulptur aus Beton. Emma hat diese Frau angebellt, bis sie merkte, dass es nur Beton ist. In dem Moment hat sie sich ganz schnell umgeschaut und scheinbar höchst interessiert geschnüffelt :D 

 

Also mir kommt es weiterhin so vor, als könnten sie Peinlichkeit empfinden. Ebenso glaube ich auch, dass Tiere oftmals unterschätzt werden. Vielleicht sind wir gar nicht die Krone der Schöpfung und die Tiere lachen insgeheim über uns...oder finden uns total peinlich  :lol:

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Also Konrad Lorenz hat

sogar seinen Gänsen Momente des "sich Schämens" unterstellt.

In "Das Jahr der Graugans".

 

Weshalb sollten Hunde solch Verhalten nicht zeigen?

 

Ob den Menschen eine Moral angeboren ist, darüber streiten sich die Gelehrten seit

mehr als 2000 Jahren.

 

Da viel klügere Menschen als ich es bin,

keine wissenschaftlich überprüfbaren Beweise der anborenen menschlichen Moral

vorweisen konnten,

halte ich mich an Epikur,

der sagte es sei moralisch lustbetont zu leben.

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Hmm,

 

ich bin ja alt und habe ein Leben mit Tieren verbracht,

wenn es darum geht, Situationen aufzuzählen,

die man nicht, ich auch nicht, erklären kann,

lege ich mal los.

 

Mein erster Hund hatte sich beim Spiel

mit einem anderen Hund einen Dorn eingetreten,

er quietschte kurz, kam humpelnd zu mir, ließ mich den Dorn entfernen, setzte sich neben mich

und stupste mich ein paar mal mit der Nase an.

 

Die Stute meiner Frau war Leitstute in der Weidegruppe.

Eines Tages hatte eine sehr alte Norweger-Stute eine böse Kolik,

die Besitzerin war in Urlaub, meine Frau und ich warteten auf den Tierarzt

und durften mit ansehen, wie Natschi, so heißt die Stute meiner Frau,

die Norweger-Stute stützte,indem sie sich an sie lehnte, damit sie nicht umfiel.

Das tat sie bis der Tierarzt kam, der, er war  schon in den reiferen Jahren, gar nicht

verwundert war und erzählte, dass er solch ein Verhalten schon des öfteren von Leitstuten 

gesehen habe.

 

Mein Border Collie hatte durch einen Arbeitsunfall einen komplizierten

Beinbruch, der durch einen außen Fixateur stabilisiert werden musste,

Jeden Abend hat mein ACD die Stellen, an denen die Schrauben

ins Bein des BC geführt wurden, abgeleckt.

 

Dass der Cattle Dog keinen anderen Hund in der Nähe

seines verletzten Freundes duldete, so lange bis dieser wieder richtig fit war,

fand ich nicht ungewöhnlich.

 

Mein kleiner Spock leckt dieser Tage mehrmals

täglich über die Stelle an der meinem Kater eine bösartige Warze entfernt wurde.

 

Ach,

ich hör mal auf, sonst schreibe ich ja den ganzen Tag

und ich bin vergrippt..

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Unabhängig davon, was ich denke/glaube, überlege ich mir manchmal bei diesen, doch relativ häufigen Fragestellungen nach evtl. Eifersucht, Scham usw., warum das für uns eine solche Wichtigkeit besitzt, bei unseren Hunden diese "Fähigkeiten" zu entdecken, sozusagen, unsere menschliche "Gefühlswelt" wiederzufinden?

In meinen Augen haben Hunde (Tiere) ganz bestimmt Gefühle, und die sind sicher nicht schlechter als unsere, aber doch wahrscheinlich anders!

Ich stelle mir das ein bisschen so vor, wie bei Kleinkindern, bis zu einem gewissen Alter sind die frei von Gefühlen wie z.B. Eifersucht, Scham, Mitleid, zumindest in der Form, wie wir es später kennen.

Ich weiss es nicht, nur manchmal fürchte ich, wir werden den Hunden nicht gerecht, wenn wir unsere eigene Gefühlswelt für so erstrebenswert halten, dass wir sie ihnen unbedingt überstülpen möchten, was ich natürlich auch mache!

Verstehen wir sie dann besser, ist das der einzige Weg zu diesem Verstehen oder erschwert/verhindert es genau dieses?

Ich hoffe, hier versteht jemand, was ich meine!:)

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Wenn unsere Amy einen Haufen macht muss ich mich wegdrehen... Sie schaut mich dann immer sehr erbost an wenn ich mal in ihre Richtung schaue :D

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Ninchen 50000 x gefällt mir.

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