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Hundeforum Der Hund
KleinEmma

Kann Hunden etwas peinlich sein?

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Ja, und weil sie nicht so denken wie wir, unterscheiden sich wahrscheinlich auch ihre Gefühle in mancher Hinsicht von unseren!

Denn um da manche zu entwickeln, braucht es erstmal unsere ab und zu ziemlich verquere Art des Denkens, für mich KÖNNTE darunter z.B. sowohl Eifersucht als auch Scham fallen!

Aber wie Friederike schon sagte, wir können es nicht wirklich wissen!

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Ninchen, ich weiß nun nicht wie du darauf kommst, dass man (wer?) menschliche Gefühle den Tieren überstülpen möchte. Mich interessiert es ganz oft, wie mein Hund fühlen könnte und was er grade jetzt in diesem Moment empfindet. 

 

Da Emma nicht reden kann, zumindest kann sie die menschliche Sprache nicht :D , kann ich sie zwar fragen, aber Antworten bekomme ich von ihr nicht. Also beobachte ich und versuche irgendwie schlauer zu werden.

 

Und nein, es würde an unserer Beziehung (zwischen Emma und mir) nichts ändern wenn ich wüsste, dass ihr etwas peinlich ist. Bei anderen Gefühlen, die ich an ihr wahrnehme, ist das wieder anders. Wenn ich sehe, dass sie das Gefühl der Angst oder der Unsicherheit hat, weil vielleicht grade der noch rüpelhafte und wilde Galgomix angerannt kommt, dann kann ich eingreifen. 

 

Wenn ich sehe, wie sie sich freudig und fröhlich wälzt, schwappen die Gefühle von Emma auf mich über und ich kann mich sogar mitfreuen, auch wenn sie sich in einem für mich nicht wohlriechenden Algenberg wälzt.

 

Ich sehe auch, wenn Emma Enttäuschung empfindet, zum Beispiel wenn ich mir meine Schuhe anziehe, aber nicht mit ihr spazieren gehen will. Sage ich ihr dann "Nein, wir bleiben hier", werden aus den Stehohren beinahe Hängeohren, der Schwanz klappt nach unten und sie trottet mit gesenktem Kopf weg. Mit einem von mir fröhlichen "Komm mal her kuscheln" ist die Enttäuschung vergessen und mir läuft wieder eine fröhliche Hündin entgegen.

 

Also grundsátzlich nicht sooo falsch, wenn man Tiere beobachtet und ihre Gefühle erkennen lernt. Überstülpen? Es gibt nun einmal Bezeichnungen für jedes Gefühl und diese Bezeichnungen haben sich Menschen ausgedacht. 

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Ich glaube, du hast nicht wirklich verstanden, was ich sagen wollte, wobei ich durchaus eingestehe, dass das an meinem Versuch der Erklärung liegen könnte!

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Vielleicht liegt es an deinen Erklärungsversuchen, vielleicht aber auch an meinen Wattekopf (Erkältung) :D Schlafen wir nochmal drüber.

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Ich glaube eher, das Gefühl ist erstmal das gleiche, aber was wir dann daraus machen, ist sehr unterschiedlich. Weil wir Menschen halt Gefühle "zerdenken" bzw oft genug ja das ursprüngliche Gefühl gar nicht wahrnehmen, weil es sofort im Hirn bearbeitet wird.

Also nehmen wir mal an, Eifersucht basiert eigentlich auf Verlustangst und mangelndem Selbstwertgefühl: Mensch macht sich Gedanken, wieso der Partner wohl so lange mit der Blondine von nebenan quatscht und schwankt zwischen wütend werden, heulen wollen, Nachforschungen anstellen, Pläne zur Verhinderung weiterer Kontakte schmieden usw.

Hund sieht seinen Menschen mit nem anderen kuscheln, geht dazwischen und haut dem anderen Hund eine runter.

EIGENTLICH würde der Mensch auch gerne einfach dazwischen gehen und der Blondine eine runterhauen. (Würde das ganze Prozedere auch ungemein abkürzen und manch schlaflose Nacht ersparen :D )

So ungefähr stelle ich mir das vor.

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Gute Besserung! :)

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:lol:  Cartolina, herrliches Szenario. 

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Denn um da manche zu entwickeln, braucht es erstmal unsere ab und zu ziemlich verquere Art des Denkens, für mich KÖNNTE darunter z.B. sowohl Eifersucht als auch Scham fallen!

Um eifersüchtig zu sein, braucht man doch nicht zu denken oder?

Ich finde das ist ein ganz archaisches überlebenswichtiges Säugetiergefühl ...Angst um den Verlust des Sozialpartners.

Was Gefühle wie Scham angeht, das sehe ich ebenso, dazu muss erstmal ein Gedankengebilde existieren. Das sind schon fast Luxusgefühle, braucht man nicht unbedingt zum Überleben.

Ich denke, je ursprünglicher und existentieller ein Gefühl ist, desto ähnlicher könnte das Erleben sein bei (höheren) Säugetieren und uns Menschen. Ich glaube die "Haupt"-Gefühle des Menschen sind Abscheu, Angst, Eifersucht, Ekel, Furcht, Geborgenheit, Hass, Hoffnung, Liebe, Neid, Reue, Scham, Trauer, Zuneigung.

Bis auf Reue und Scham meine ich sie alle bei Hunden schon gespürt zu haben :)

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Aber da gehört für mich auch erst der Gedankengang zu, dass da jemand vielleicht schöner, schlauer, liebenswerter sein könnte als ich, dass der Partner vielleicht diese Gesellschaft meiner vorziehen könnte und demnächst weg sein könnte...!

Und dann entsteht das Gefühl Eifersucht.

Beim Hund vermute ich da eher eine Ressourcen-Verteidigung, die gibt es jetzt natürlich beim Menschen auch, mag die Vorstufe zur Eifersucht sein, aber ich denke, da fehlen dann die Gedanken, die der Mensch sich über seinen eigenen Wert und seine Bedeutung macht!

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Mh, mh, Reue...denk denk :D 

 

Ich beschreibe mal eine Situation, die hier immer wieder auftritt:
 

Nachbars Hund kommt zu Besuch (nicht alleine, mit Frauchen). Wenn Emma überfordert ist, wird sie hektisch in ihren Bewegung. Ok, sie sieht den Hund am Gartentor, wird hektisch, nervös und bellt fast schreiend. Macht sie nur bei diesem Hund.

 

So, nun Situation, wenn wir Menschen nicht eingreifen würden:

 

Hund kommt in den Garten, Emma rennt hin, hektisch. Nachbars Hund bellt, knurrt, drückt sie runter, hält sie unten. 

 

Emma quietscht, hat Schiss (eingekniffener Schwanz, ganze Haltung zeigt Angst).

 

Irgendwie kommt sie da heraus, aber rennt nicht weg, sondern wirft sich vor ihn. Fängt an zu beschwichtigen, indem sie ihm das Maul leckt und leckt und...

 

Nachbars Hund knurrt, bellt, drückt sie runter, hält sie unten... usw. 

 

 

Wir haben uns schon öfter gefragt, warum Emma wieder zu ihm geht. Was empfindet sie? Warum rennt sie nicht einfach weg.

 

Beim gemeinsamen Spaziergang hält sie Abstand zu ihm. Sie kommt immer - auch wenn ich mit ihr alleine gehe - ganz schnell angeflitzt, wenn sie weiter vorne war. Macht sie das in Gegenwart dieses Hundes, läuft er zu ihr hin und drückt sie runter. Auch dann geht sie anschließend zu ihm, legt sich vor ihn, leckt ihn ab ...

 

Reue für falsches Verhalten? 

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