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Hundeforum Der Hund
KleinEmma

Kann Hunden etwas peinlich sein?

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 ... dann würde die Mehrheit der Menschen in allen Fällen die gleiche Entscheidung treffen.

Glücklicherweise sind wir ja nie in einer solchen Situation.

Eigentlich sind wir das doch, zumindest in der Theorie.

 

Der gesellschaftliche Konsens oder Tenor sagt uns ein Menschenleben ist wertvoller als das jeden Tieres.

Ich frage aber mal bewusst provokant...warum sollte mir das Leben eines Menschen, den ich gar nicht kenne, wichtiger sein als das Leben meines Hundes, der seit 10Jahren mit mir lebt?

 

Also meine Antwort fällt da nicht Gesellschaftskonform aus...sorry!

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Aber die komplexen oder nicht komplexen Gefühle haben doch nichts damit zu tun, ob Tier oder Mensch fremdbestimmt oder selbstbestimmt lebt. Um bei deinem Beispiel mit der Pampa in Alaska oder wo auch immer zu bleiben: Menschen haben diese umfangreiche Gefühlswelt, warum sitzen dann die allermeisten nicht in der Pampa, weil sie dort evtl. selbstbestimmt leben können?

 

Vielleicht meinst du eher den Unterschied in der Denkfähigkeit zwischen Mensch und Tier? 

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Och, stormsong... Bei der Abwägung MEIN Hund gegen mir FREMDEN Menschen ... Da fiele die Entscheidung bei weitem nicht so einheitlich aus, wie bei den von mir genannten Beispielen

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Frage mich, woher ein Hirsch weiß, wie gross sein Geweih ist - er sieht es ja nie im Vergleich zu den anderen ...

Ha!

 

Das war genau mein Gedankengang auch! :D

 

 

@Stormsong: ich denke wir werden uns in diesem Punkt zumindest nicht einigen - müssen wir ja auch nicht :)

 

Ich würde nicht sagen, dass Tiere weniger komplexe Gefühle haben. Wie schon jemand hier schrieb werden sie aber nicht so ewig herumdenken an ihren Gefühlen und sie einfach hinnehmen.

 

Aber ich geh sogar noch einen Schritt weiter und sage, dass auch der Mensch gar nicht soooo komplexe Gefühle hat. Er denkt mehr. Aber fühlen?

 

Wie schon gefragt: ist denn die Liebe die ein Mensch seinem Partner gegenüber empfindet wirklich anders als die Liebe, die ein Pinguin empfindet?

 

Nur weil die Tiere nicht hingehen und ihre Gefühle in Gedichten und Geschichten ausdrücken die dann andere Lesen heißt es ja nicht, dass sie nicht mindestens ähnlich entstehen.

 

In meinen Augen unterscheiden wir Menschen uns vor allem darin, dass wir alle unsere Gefühle benennen und hinterfragen und erkennen wollen und vielfach ihnen mehr Wert beimessen als einer komplexen biochemischen Reaktion unseres Körpers. Dabei ist es meist ja nichts anderes als genau das. Wir können mehr anfangen mit unserem Verstand als ein Tier, und sicher ist auch nicht alles übertragbar... aber sind die selben Organe, Hormone und Reaktionszentren vorhanden, dann werden die Abläufe schlicht sehr ähnlich ausfallen.

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Vielleicht ist mein Standpunkt auch eine Art Selbstschutz, denn wenn ich dem Tier das gleiche zugestehe wie einem menschen, dann müsste ich akzeptieren das ich Unrecht begehe, weil ich ein Tier so halte wie wir das heute in unserer Wertegemeinschaft tun.

 

Aber, ich glaube immer noch nicht daran das meinem Hund jemals irgendetwas peinlich war! Soooo! :D

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Ich weiß nicht, ob Hunde "komplexe Gefühle" haben, aber Scham, die sie vermeintlich zeigen, ist meistens einfach Stress- oder Angstverhalten. Kein Wunder, wenn so viele Menschen sie für ihre "Fehler" bestrafen, durch Ausschimpfen oder was auch immer.

 

Ob Hunde komplexe Gefühle haben, hat für mich auch nichts damit zu tun, ob es moralisch in Ordnung ist, sie als Haustiere zu halten. Immerhin habei ch den festen Eindruck, dass es sehr wohl möglich ist, Hunde so zu halten, dass es ihnen super geht. Mein Hund darf keine gefährlichen Sachen machen, und er muss schon irgendwie in mein Leben passen, aber es ist *meine* Verantwortung, das zu gewährleisten und es dem Hund so beizubringen, dass es ihm Spaß macht. Ob er jetzt Scham empfinden kann ist da volkommen irrelevant. Finde es nur sehr unangenehm, wenn Leute "Schamverhalten" in Hunden als süß bezeichnen - der Hund findet das Ganze nämlich meistens so gar nicht lustig und ist eingeschüchtert/hat Angst.

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MissWuff, vielleicht haben sie in manchen Fällen Angst vor Strafe, wenn der Halter glaubt, der Hund würde sich schämen. In den von mir beschriebenen Beispielen (siehe erster Beitrag in diesem Thread) glaube ich nicht, dass die Hunde Angst vor Bestrafung hatten, denn ich schimpfe nicht aus wenn sie hinfallen oder ausrutschen.

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Ich glaube, dass ganz viele menschliche Gefühle durch unsere Art zu denken überhaupt erst entstehen und dass man eigentlich vermuten könnte, genau diese dann bei Hunden eben so nicht zu finden.

"Peinlichkeit" z.B. gehört für mich dazu.

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MissWuff, vielleicht haben sie in manchen Fällen Angst vor Strafe, wenn der Halter glaubt, der Hund würde sich schämen. In den von mir beschriebenen Beispielen (siehe erster Beitrag in diesem Thread) glaube ich nicht, dass die Hunde Angst vor Bestrafung hatten, denn ich schimpfe nicht aus wenn sie hinfallen oder ausrutschen.

 

War auch nicht direkt auf dein Beispiel bezogen. Es könnte aber gut sein, dass der Hund sich erschreckt hat und deswegen "vorsichtshalber" Beschwichtigungssignale gezeigt hat, um Gefahr abzuwenden, so klang es jetzt für mich auf Anhieb.

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 Ich glaube allerdings weniger daran dass es komplett anders ist - dafür sind sich die meisten Säugetieren in ihren chemischen und physikalischen Abläufen doch zu ähnlich. Bei Insekten und vermutlich auch Vögeln, Reptilien, Fischen und Amphibien kann ich mir das hingegen gut vorstellen, diese Tiere sind einfach gebaut als der Mensch. Wobei vermutlich die mit dem fremdesten Gemüt die Insekten wären.

 

Deswegen sind die Darstellungen von Außerirdischen so häufig insektenähnlich. :)

 

Ich glaube, dass es ganz natürlich ist, dass man Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede zu sich selbst sucht. Das muss gar nicht wertend sein! Es geht eigentlich nur ums Verstehen. Wir können ja nur in den uns bekannten Begriffen denken, und natürlich schränkt das ziemlich ein. Und ich als Normalo bin von Kants Denkvermögen auch nochmal Lichtjahre entfernt.

Also bleibt mir gar nichts anderes übrig, als in menschlichen Kategorien zu denken. Wenn wir sagen: Den Hunden ist nichts peinlich und sie verhalten sich aus dem und dem Grund so - dann ist das doch auch wieder menschlich gedacht. Geht ja auch gar nicht anders, weil ich ein Mensch bin.

Oder ich muss akzeptieren, dass eine Sache zu abseitig ist, als dass ich sie verstehen könnte. Aber so abseitig sind die Hunde für uns nicht. Glaube ich. :D

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