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Hundeforum Der Hund
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Dauergestresster Kleinsthund - wie erziehen?

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Heute geht es um den Hund einer Nachbarin, inzwischen wohl auch lieben Freundin :wub:  Sicher nicht unerfahren mit Hunden, aber leider völlig frustriert und fertig mit den Nerven wenn es um ihren Hund geht. Zu dem ist sie jetzt im 7. Monat schwanger und ich habe ab Mitte März frei und dachte, man könne sie mal ein bisschen entlasten (sie freut sich über das Angebot) :lol:

Ich könnte in meinen Semesterferien locker 1mal täglich mit ihm arbeiten (der eigene Hund ist ja inzwischen so langweilig problemlos beim Gassigehen :ph34r: ). Mirza würde ich da halt Zuhause lassen, zumindest anfangs, hatte heute mal beide probeweise an der Leine, geht zwar, aber arbeiten kann ich so nicht mit ihm. 

 

Nun, die Ursache allen Übels ist ein Prager Rattler mit gerade mal 2kg, der aber mehr Terror verbreiten kann als so manch Großer :huh:

Ein Hundetrainer hat schon nach einigen Stunden (und 500€ Kosten) das Handtuch schmeißen müssen, ohne dass es einen Fortschritt gegeben hätte. Meine Erfolgschancen stehen also nicht so dolle, ne? :ph34r: Zumal es jetzt kein sonderlich schlechter Trainer war (aber auch keiner der als ganz besonders gut gilt). 

 

Problem ist Dauerstress. Sobald es ans Gassigehen geht ist er auf 180. Es wird gekläfft, gewuselt, etc. ALLES ist der Feind und wird tobend verbellt, wäre keine Leine dran, er würde sich drauf stürzen und angreifen, sprich man muss auch tierisch auf ihn aufpassen, selbst eine wehrhafte Katze könnte ihn ernsthaft verletzen. Also egal ob Katze, anderer Hund (DIE Katastrophe), Mensch (auch Passanten, die ihn gar nicht beachten) oder Pferd, alles bedeutet massiven Stress für ihn. Auch sonst hampelt er nur an der Leine rum, sprich selbst wenn mal nichts da ist ist er gestresst. 

Das hat auch körperliche Symptome, permanent Durchfall, Schuppen etc... Er würgt sich selbst dermaßen an seinem Halsband, dass er dann anfängt zu husten. 

Es findet auch keine Gewöhnung statt, auch die Nachbarn, die er seit 3 Jahren täglich sieht werden immer noch genauso verbellt. 

 

Frauchen geht schon seeehr ungern gassi (ist aber nicht so, dass er deshalb nicht raus kommt), oft geht sie halt Wege die keiner nimmt und fährt sogar noch ein bisschen weg, weil sie niemand begegnen möchte - es ist halt ein Spießrutenlauf. 

Wobei der Kleine wirklich unendlich viel Energie hat, aber durch eine beidseitige Patellaluxation kann er halt auch nicht endlos viel gassigehen (ne Stunde geht aber). 

 

Schilddrüse etc wurde nicht untersucht (liegt halt auch nicht in meiner Hand), was versucht wurde war Adaptil - wirkungslos. Drinnen ist er ausgeglichener, aber sobald sich draußen was tut und er es sieht, ist er auch da gestresst. 

Da der letzte Trainer so kläglich gescheitert ist, haben die Besitzer jetzt auch keine große Motivation dahingehend nochmal zu investieren, sonst hätte ich zu jemand geraten, der sich wirklich auskennt und evtl auch mit Unterstützung von Medikamenten arbeitet. Nur vor allem bei ihrem Freund ist halt keine große Lust da irgendwas zu ändern (er muss aber auch nicht mit ihm gassigehen). 

 

Es ist übrigens eine Privatabgabe (warum wohl :ph34r: ), der Hund kam mit 9 Monaten und ist jetzt seit 3 Jahren bei ihnen - Verhalten unverändert. 

 

Nun: Wie fange ich da an? :huh: Er nimmt z.B. wegen dem Stress kein Futter, auch keine Superleckerlis. 

Grundproblem wäre wohl mal ordentlich an der Leine gehen. Aber wie mache ich das bei einem 2kg Hund ohne ihm aus Versehen alle Knochen zu brechen? Große Hunde blockiere ich, der Hundetrainer hat das bei ihm auch versucht, aber es ist halt echt schwer :blink:  Habs heute auch mal versucht und irgendwann zwischendrin kam ein entsetzter Aufschrei von dem Zwerg, ich muss ihn wohl mal erwischt haben (habs nicht mal gemerkt) :unsure: Hoffentlich ist es bis März warm genug für meine Barfußschuhe, dann schließe ich zumindest mal ernste Verletzungen aus... 

Eine Idee wäre, dass ich ihn drinnen an den Klicker gewöhne (wobei er generell ein Mäkler vor dem Herrn ist) und dann hoffe, dass das Klicken auch bei gehobenem Stresslevel zu ihm durch kommt. 

 

Ideen?  ;)

 

 

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Ich würde ihn erstmal über die Nase in der Wohnung beschäftigtigen .Hausleine dran wenn er rumflippt drauf stehen ,Ruhe durch Aufmerksamkeit belohnen .

.....Aussenreize auf ein Minimum reduzieren.

Wirklich in Ruhe laufen .

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Was Du da beschreibst, habe ich in 13kg Format hier bei mir mit zusätzlich massiver Abwehraggression gegen Menschen.

Vielleicht komm ich dazu, später oder morgen was dazu zu schreiben. Muss jetzt zum Pferd.

Wir haben Wege beschritten, die nicht alltäglich sind und sind ein großes Stück weiter gekommen. 

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Wenn er am Halsband würgt, wie wäre es mit einem Geschirr? Würde mir mal als Erstes einfallen. Wie reagiert er auf Spielzeug? Kann er sich konzentrieren (falls ja, unter welchen Umständen)? Orientiert er sich an Deinem Hund? Wenn der so problemlos ist, vielleicht wäre das erst mal ein guter Lehrmeister und Ruheanker?

 

Ich würde vor allem versuchen, den Wicht runterzufahren, um überhaupt eine Kommunikation zu ermöglichen. Und gemeinsames Schnuffeln beruhigt ungemein. Arbeiten erst, wenn er sich konzentrieren kann. Sonst wird es eher mehr Konflikte geben, zumal jetzt auch noch die Führungsperson wechselt... :think:

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Geschirr würde ich auf jeden Fall anziehen.So ein Zwer würgend im HB ,Ne lass mal .

Er muss auch eine positive Verknüpfung zum Mensch finden.

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Geschirr hat er meines Wissens nach nicht  :think: 
Und von jeglichem Spielzeug hatte der Hundetrainer damals abgeraten um ihn nicht zu pushen. 

 

Schnüffeln geht aktuell noch gar nicht - zu gestresst.

Was meine angeht - er orientiert sich leider nicht wirklich an ihr. Sobald wir uns sehen will er knurrend auf sie drauf stürmen und dann ist sie ihm egal, manchmal geht er ihr an den Hintern um zu schnüffeln, aber das ist eher selten. Völlig problemlos ist die Zicke sicher nicht, aber beim Gassigehen halt ziemlich gelassen und leinenführig und mit dem Zwerg hat sie eine Engelsgeduld, aber er pöbelt trotzdem alles an, auch wenn sie gar nix tut. 

 

Menschen wie Frauchen mag er an sich und auch mich mag er ganz gerne, es ist also nicht so, dass er prinzipiell was gegen Menschen hat. Im Gegenteil, mit den vertrauten Menschen ist er sehr freundlich. 

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Na - so ein Zwergengeschirr dürfte nicht die Welt kosten...das würde ich auch erstmal probieren.

Und ich würde mich darauf einstellen,daß es Erziehungsversuche/Verhaltensänderungen bei Tieren eher Monate und Jahre dauern als Wochen und Tage.Und auch dem Frauchen das so vermitteln...nutzt ja nix,wenn ihr nicht am gleichen Strang zieht.

Ich würde auch erstmal in der Wohnung anfangen.Klicker finde ich gar nicht verkehrt.Reizarme Umgebung,und nur ganz wenig Futter geben(am besten gar nicht,aber das funktioniert wahrscheinlich nicht),damit so eine Futterbelohnung dann doch einen Reiz hat irgendwann.

Und (s.o.) mich darauf einstellen,daß es ein Weilchen dauert,bis der Hund auf den Klicker wenigstens ein bißchen reagiert.

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Schilddrüse etc wurde nicht untersucht (liegt halt auch nicht in meiner Hand)

Das wäre aber mein erster Schritt!

Wenn deine Nachbarin /Freundin sich freut, dass du etwas unternehmen möchtest, könnte sie dir schon ein Stückel entgegenkommen, indem sie die SD untersuchen lässt. Sonst kannst du trainieren, bis du selbst gaga bist :) falls da was nicht in Ordnung ist.

Weißt du wie der Hund aufgewachsen ist? Depriviert vielleicht?

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Nein, ich weiß nur, dass er schon so war als er kam. Ja, hab heute schon mal die Schilddrüse angesprochen, mal schauen, vielleicht macht sie es ja :)

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Ich würde Dir - und den Besitzern - das Buch von Maria Hense empfehlen: Der hyperaktive Hund

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