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Hundeforum Der Hund
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Neufundländer in einer Stadtwohnung halten? Tierquälerei ?

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Ich wohne in Wien und wollte eben fragen ob es Tierquälerei ist einen Neufundländer in einer 70 m2 Wohnung zu halten trotz viel Auslauf? ich würde öfters in einen Wald gehen und zu einem See fahren. Nur er würde eben in einer Großstadt leben. Ist das artgerecht?

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So lange der Hund keine Treppen laufen muss ist die Größe der Wohnung kein Problem. 

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Hallo,

 

habe ein Seminar/Vortrag von Frau Dr. Wechsler besucht und die Psychologin ist auch der Ansicht, dass es nicht auf die Größe der Wohnung ankommt, sondern auf die

 

regelmäßigen angemessenen Spaziergänge oder Beschäftigung (Spiele) in der Wohnung.

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Neben den Treppen, die ich auf nicht zuviele erweitern möchte, sind die Quadratmeter ausreichend, solange er die auch nutzen darf und kann, d.h. nicht alles vollgestellt ist oder er nur auf ein Zimmerchen beschränkt ist.

 

Überlegen sollte man aber bei solch einem Hund, was man tut wenn man den Hund aber mal tragen muss, weil er erkrankt oder verletzt ist, auch da sind Treppen dann auch ein Problem. ausserdem gibt es einen Plan B, wenn man selbst mal ausfällt, gibt es jemanden der so einen Bär für Dich Sachkundig ausführen kann?

 

Aber von der Größe der Wohnung ist das keine Tierquälerei.

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Also ich kann jetzt nur für die beiden Neufundländer sprechen die ich kenne (einer war unsere und die andere hat Freunden gehört).

Beide haben in einem Haus mit Garten gelebt und haben sich wirklich (da frei Wahl) sehr viel mehr im Garten aufgehalten als im Haus.

Treppen sollte ein Neufundländer nach Möglichkeit nicht steigen müssen.

 

70m² kann reichen, kommt auf die Aufteilung an. So ein Hund hat schon ein Gewisses "Ausmaß" und sollte sich schon locker frei bewegen können im Wohnraum.

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Gleich vorweg: Ich kann dich verstehen. Ich wollte damals auch unbedingt einen Hund und musste fast 20 Jahre darauf warten, bis die Lebensumstände passten. Daher klingt meine Antwort in deinen Augen wahrscheinlich wahnsinnig uncool. Damals wollte ich das auch nicht hören...

 

Du weißt nicht, wo und wie lange du arbeitest. Du weißt nicht, ob du nicht Vollzeit arbeitest (was zum Bestreiten des Lebensunterhaltes mit Hund höchstwahrscheinlich notwendig sein wird) bzw. ob es vielleicht vorwiegend nur VZ-Stelle gibt. Du weißt nicht, mit wem du wirklich wohnen wirst und wie sich dein junges Leben noch verändert.

Daher erneut mein Rat: Melde dich im Tierheim als Gassigänger und sammle Erfahrung mit ganz unterschiedlichen Hunden ohne den Blick "ist DAS mein Hund?". Einfach Erfahrungen und Eindrücke sammeln. Letztens waren es noch Elos oder der Mischling aus dem Tierheim...

 

Dann wartest du ab (ja, es ist hart, ich weiß), wie sich dein Leben entwickelt. Erstmal muss man lernen, die Verantwortung für sich (eigene Wohnung, eigenes Leben, Job) zu übernehmen. Die Rahmenbedingungen sollten zumindest zum Zeitpunkt der Anschaffung passen (was später kommt, weiß man ohnehin nicht). Also passende hundetaugliche Wohnung mit Hundeerlaubnis finden... hundegeeigneten Job...Geld... Zeit...ggf. Unterstützung im Falle von Weiterbildungen / Krankheit / Urlaub etc. Erst dann sollte man darüber nachdenken, Verantwortung für eine Fellnase zu übernehmen.

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Und rein praktisch... ich habe mal einen nassen Neufundländer gerochen... In einer typischen Stadtwohnung kann ich mir den nicht vorstellen. Die nassen 40cm Hund kann ich mal eben in ein Handtuch wickeln und abrubbeln. In einem Haus hab ich bei einem Neufundländer idealerweise einen gefliesten Vorflur oder einen Nebeneingang in die Waschküche.

 

Ich stelle mir gerade vor... es ist 5:30, du gehst im Regen mit deinem Neufundländer durch den Wald. Um 6:30 bist du wieder zuhause, er schüttelt sich ausgiebig im weiß gestrichenen Treppenhaus und hinterlässt Matschspuren auf der Treppe. Du feudelst eben das Treppenhaus und erklärst deiner empörten Nachbarin, die immer durch den Spion schaut, dass er sich nieee wieder im Treppenhaus schütteln wird. In der Wohnung versperrst die Küche, da dein Hund sonst den Mülleimer plündert. Du springst unter die Dusche und willst mit einer schwarzen Hose das Haus verlassen, um zur Arbeit zu fahren. Dein Hund reibt seinen Nassen Kopf zum Trocknen an deiner Hose. Da er groß ist, erreicht er dabei genau eine brisante Region. Neben dem Reißverschluss ist es also feucht, sandig und haarig. Du flüchtest aus der Wohnung, weil du eh spät dran bist und dein Chef keine Verspätungen duldet. Das nur, weil dein Hund auf dem Rückweg noch mit dem Goldi getobt hat und nicht hören wollte... Dein nasser Hund legt sich daheim genüsslich auf das Sofa und das Bett, das ist so schön weich... Als die Nachbarin über deiner Wohnung auf Stöckelschuhen das Treppenhaus runterklackert, schlägt dein Hund an. Der Kontrolletii von nebenan notiert sich das Bellen und beschwert sich beim Vermieter... warum er nur so einen großen Hund in der Wohnung erlaubt hat...

Nach 9 Stunden (8 Stunden arbeit, 1 Stunde Pause & Weg - sehr human gerechnet), kommst du völlig erledigt nach Hause. Arbeiten ist ungewohnt... Zunächst feudelst du den See auf dem Laminat auf... in den Fugen ist schon das Holz aufgequollen... Du musst noch dringend rumtelefonieren, denn in zwei Wochen sollst du zu einer Fortbildung ans andere Ende des Landes - für 3 Tage gilt es eine Betreuung zu finden. Doch dein Rüde ist unkastriert und den nimmt kaum eine Hundepension. Zudem musst du die Pension mit dem Zug erreichen (natürlich Zustzkosten fürs Kinderticket), da du wegen der Tierarztkosten und Futterkosten noch keinen Führerschein machen konntest bzw. du dir noch kein Auto leisten konntest.

Dein Hund fordert aber nach 9 Stunden (vieeel zu lang) nun Bewegung ein. Dein Kühlschrank ist auch noch leer... nochmal alleine lassen? Zeitgleich ruft dein Freund (du wirst nicht die nächsten 15 Jahre Single sein) an und fragt, ob du Lust auf Sport / Kino / Konzert / Party / Radtour hast...

 

Die Rasse ist zweitrangig... Passt ein Hund derzeit überhaupt in dein Leben?

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Ich glaube nicht, dass es auf die Größe der Wohnung ankommt, wobei natürlich auch Hunde ab einer gewissen Größe/Masse sich mal umdrehen können sollten, ohne gleich sämtliche Tische abzuräumen.

Allerdings gibt es schon Rassen, die sich wirklich gerne und viel draussen aufhalten wollen, und zu denen gehören Neufundländer.

Für mich kämen solche Hund nur in Frage, wenn ich ihnen einen Garten bieten könnte.

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Hier lebt zwar kein Neufi, aber ein Berner, da gibts schon gewissen parallelen.

 

Wir leben hier auf ca. 200 qm, ebener Fläche, mit angeschlossenem Hof /eingezäuntem großen Garten.

Zuhause diskutieren wir immer wieder, wie das so wäre mit unserem Tier in einer 3 Zimmer Wohnung.

Ich glaube da würde sich keiner von uns wohlfühlen. So ein großer Hund ist schon "einnehmend". Er ist recht trampelig, d.h es sollte nicht viel rumstehen. Unser weihnachtsbaum wird z.B. doppelt gesichert, da Herr Hund manchmal nicht weiss, welche Ausmaße er hat.

 

Ich kann dir sagen, so ein haarknäul macht einiges an Dreck, unsere weissen Wände sind so gut wie nicht mehr weiss. Auf seiner Körperhöhe eher gelb :D da Herr Hund sich gerne mal anlehnt oder an der Wand entlang läuft.

 

Im Sommer, wenn er Baden geht, sind wir froh darüber, ihn zum trocknen in den Garte schicken zu können...und ja es müffelt. Es wär gelogen würd ich sagen er riecht immer gut :D

 

Allein der Flur zwischen Haus und Wohnungstür sieht nach dem Gassi aus wie Sau wenn wir nach Hause kommen, zwar werden die Pfoten vorher abgeputzt, aber was sich alles im Fell ansammelt, bekommst du so schnell gar nicht raus.

Würden das deine Mitnachbarn mit machen? Hast du Lust nach jedem Gassi das Treppenhaus zu putzen?

 

Meiner ist eine richtige Landpomeranze, wir leben direkt am Feld und Herr Hund genießt das auch. Ich hatte ihn auch schon zu Übungszwecken mit in der Stadt, war mir allerdings sichtilich unwohl, da nicht jeder Mitmensch lust auf so ein großes Tier hat. Er sabbert, verliert Haare, im Aufzug fahren geht eigentlich nur wenn gerade keiner drin war, da ICH das fremden Menschen nicht zumuten wollte... Auch S-Bahn fahren ist nicht so schön...

Es IST kein Stadthund, er ist nicht handlich, nie sauber...

 

Gustav kann sich aussuchen wo er sein möchte, im Haus oder draussen...

Jetzt rate mal wo er mit seinem Dicken Pelz bei Minusgraden am liebsten ist?

Nicht in der überheizten Wohnung, sondern draussen im Schnee, in der Kälte...

 

Ich persönlich, würde mich für so ein Kalb niemalsnicht entscheiden, wenn wir nicht so wohnen würden wie wir es tun.

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Ich glaube wie alle anderen auch, dass man auch einen großen Hund gut in einer Wohnung halten kann und dass es vielmehr auf das Individuum ankommt, ob es für den Hund gut ist oder nicht. Und das kann auch duch die Rasse beeinflusst werden. Und wie schon gesagt wurde scheinen Neufundländer keine klassischen Wohnungshunde zu sein.

Aber abgesehen davon ist ein kleinerer Hund sehr viel praktischer, wenn man nicht viel Platz hat. Vor allem auch, wenn du vielleicht mal eine Fremdbetreuung brauchst. Das findet man doch deutlich schneller für einen kleineren/leichteren Hund. Es muss ja kein Kleinhund sein, es gibt auch größere Hunde, die weniger Raum einnehmen als so ein Bär.

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