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Hundeforum Der Hund
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Dominanter Hund VS Selbstbewusster Hund

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Ein vergleich der mir gestern als ich mit Paul auf Gassi-Runde war einfiel.

 

Wir wünschen uns alle einen Selbstbewusten Hund, doch wenn der Hundehalter mit dem Selbstbewustsein das der Hund entwickelt hat nicht mehr zurecht kommt.

 

Dann kommt der Hilfe Ruf, " Mein Hund ist Dominant".

 

Aber liegt darin nicht die Herrausforderung in der Hundehaltung, mit einem Selbstbewusten Hund umzugehen und ihn auch zu Führen ?

 

Ich finde das es eine Überlegung wert ist. Ich bin mir durchaus Bewust das die Übergänge fliessend sind, je nach Sichtweise von den eizelnen Hundehalter abhängig.

 

Ich bin auf Eure Antworten gespannt.

 

 

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Ich verstehe den Zusammenhang nicht. Dominanz ist eine situative Geschichte, die nicht statisch ist und keineswegs eine Charaktereigenschaft. Selbstbewusstsein hingegen hat im eigentlichen Wortsinne jeder Hund - auch wenn er den ausgeleierten Spiegeltest nicht besteht, aber es gibt auch andere Testmöglichkeiten. Eigentlich ist schon der Name genug.

 

Beides hat auch mit Führung irgendwie nicht direkt was zu tun...

 

Deine Begrifflichkeiten sind unklar. :???

 

so weit

Maico

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Das Zauberwort heißt doch "Führung".

Wenn ich mir die meisten HuHalter in meiner Umgebung vor dem geistigen Auge Revue passieren lasse, dann "führen" die nicht.

Die halten die Leine fest, oder fragen konditionierte Befehle ab, oder lassen den Hund einfach machen...

Mir kringeln sich häufig die Fußnägel hoch, wenn mir einer zuruft "mein Hund ist dominant".

Ich sehe dann einen

- distanzlosen Hund

- ängstlichen Hund

- unsicheren Hund

- Hund, der keine hündische Kommunikation gelernt hat

- Hund, der keine Grenzen kennt

oder oder oder...

aber nur ganz selten einen wirklich dominaten Hund.

Dominanz entsteht erst im Zusammenspiel, ein Individuum allein für sich betrachtet, kann kaum dominant sein - wem gegenüber auch?

Kommt ein 2. Individuum dazu, und ggf. eine Resource - dann stellt sich heraus, wie die Kommunikation verläuft und der lauteste/heftigste/prolligste Hund ist mitnichten der dominantere ;-)

meistens ist der der unsichere, der nicht weiß, wie er mit der Situation umgehen kann/soll.

Eine Herausforderung sind solche Hunde ganz bestimmt.

Eine andere Herausforderung ist der ZU WENIG selbstbewußte Hund. Auch da zeigt sich schnell, ob der HuHalter "führt", im Sinne von managen, den Hund ermutigen auch mal ne Situation selbst zu regeln, dem Hund die Erlaubnis zu geben, sich auch mal ein Stück weit auszuprobieren und so durch möglichst viele Erfolgserlebnisse, Selbstvertrauen und Selbstbewußtsein zu entwickeln.

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Vileicht geht es ja auch genau darum.

 

Wann haben wir es mit Selbstbewustsein zu tun und wann mit Dominanz ?

 

Kennen wir unsere Hunde gut genug um den Unterschied zu erkennen ?

 

Wie gehen wir damit um ?

 

Sicher, es ist schwer eine Antwort zu finden, es gibt ja auch keine Geschichte an der wir uns lang Hangeln können.

 

Das ist aber Absicht.

 

Hier ist nicht der Hund gefragt sondern der Hundehalter.

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Meinst Du anstatt selbstbewusst evtl. selbstsicher/Selbstvertrauen im Vergleich zum  reaktiven Hund, der dazu neigt, Ressourcen zu verteidigen und auch schnell in Selbstverteidigung über geht?

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Nein, ich meine die Hundehalter die ihre Hunde nicht richtig Kennen und Einschätzen können.

 

Junkersfrau hat schon verstanden was ich meine.

 

 

Es geht um die Hundehalter und nicht um die Hunde.

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Da sehe ich das Zauberwort "Führung" aber ebenso potentiell missverständlich, wie "dominant" und "selbstbewusst".

Wie soll man seinen Hund "richtig" einschätzen, wenn man schon bei den Begrifflichkeiten keine konkrete Vorstellung von dem hat, was es aussagen soll?

 

Wenn Du die Frage stellst: "Wann haben wir es mit Selbstbewustsein zu tun und wann mit Dominanz ?"

Dann fragst Du nach Dingen, die als nicht definierte Begrifflichkeiten in den Köpfen der HH rumgeistern - ebenso, was "Führung" betrifft.

Jeder versteht etwas anderes darunter und deshalb ist das Ergebnis eines jeden Hundehalters, wenn er seinen Hund nach diesen Begrifflichkeiten einordnet und seinen eigenen Führungsstil, etwas absolut subjektiv Interpretiertes, was objektiv nichts mit dem Hund oder dem Umgang damit konkret zu tun hat.

 

Klar weiß ich, was Junkersfrau beschreibt - treffe ich auch tagtäglich.

 

Du stellst auch die Frage: "Aber liegt darin nicht die Herrausforderung in der Hundehaltung, mit einem Selbstbewusten Hund umzugehen und ihn auch zu Führen ?"

 

Also: Was verstehst DU , als Hundehalter, unter selbstbewusster/dominanter Hund und "Führung"?

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Dadurch, dass viel angeblich "dominantes" Verhalten grade aus Unsicherheit resultiert, wird für mich hier noch unklarer, was gemeint ist. Mein Hund wäre doch im Grunde dominant (situativ), wenn eine essenzielle Resource knapp wäre, mit einem anderen Lebewesen darum kämpft und gewinnt. Wie gehe ich damit um? Gar nicht, kommt eigentlich nicht vor?

Wenn du meinst, wie gehe ich damit um, wenn mein Hund "aggressives" Verhalten zeigt - meine Kleine (5 Monate) bellt und schnappt leicht, wenn sie Angst hat oder frustriert ist. Schnappen nur wenn man sie mal aus Reflex von etwas wegschieben will, wo sie grade dran kaut. Dann versuche ich ihr entweder die Ansgt zu nehmen oder sage "aua" und verlasse kurz den Raum, je nach Situation. Gibt ja leider noch genug Leute, die dann anfangen, ihren Hund "zurückzudomonieren". Und wenn sie mal groß ist, werde ich mit ihrem Verhalten ähnlich umgehen wie jetzt, "Alpha-Zeug" kommt uns nicht ins Haus.

Weiß nicht, ob das deine Frage beantwortet?

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Also: Was verstehst DU , als Hundehalter, unter selbstbewusster/dominanter Hund und "Führung"?

 

Deine Frage beantwortet sich fast von alleine.

 

Ich führe den Hund und nicht umgekehrt.

 

Ich führe einen Selbstbewusten Hund, bei unserer ca 2stündigen Hunderunde brauche ich keine 10 Befehle oder Ordnungsrufe.

 

Mein Hund komuniziert mit mir weil er weiß das ich vieles von ihm verstehe, sollte es mal nicht klappen dann versucht er es erneut mit einer anderen Gestik.

 

Also mein Hund teilt mir etwas mit.  Nehme ich die Komunikation auf oder breche ich sie sofort ab ?

 

Wie weit lasse ich mich auf eine Komunikation mit dem Hund ein oder lasse sie überhaupt zu ?

 

Fragen die nicht nur das Zuhause betreffen, nein auch draußen, grade Draußen dort ist es Wichtig die Körpersprache vom Hund richtig zu verstehen und zu deuten.

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Aber mal ganz davon ab.

 

Gibt es überhaupt den Dominanten Hund ? Sind es nicht wir Hundehalter die aus einem Selbstbewusten Hund einen Dominanten Hund machen ?

Woran mag es liegen das wir uns das Steuer aus der Hand nehmen lassen ? Sind es Ängste ? Oder ist es einfach die übertriebene Fürsorge ?

oder ist es eine Mischung aus beidem ?

 

Ich bin der Meinung das es einen wirklich Dominanten Hund nicht gibt.

 

Das ist ein Konstrukt das wir selber geschaffen haben.

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