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Hundeforum Der Hund
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Dominanter Hund VS Selbstbewusster Hund

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Ich habe versucht heraus zubekommen ob Souverän auch ohne Selbstbewustsein geht.

 

 

 

 

Jeder Mensch definiert Dinge ja anders (= ein Grund für teilweise harsche Forendiskussionen ;-)

 

Ja - für mich! - geht souverän auch ohne großes Selbstbewusstsein ... dabei denke ich an den Schutzhund-DSH, der 10000 % gedrillt wurde, auf dem Platz glänzt, weil er dort eben genau weiß, was man wünscht von ihm und er ja ein guter "Arbeiter" ist/sein will.

Dieser Hund kann total souverän durch schwere Prüfungen marschieren und schon auf dem Heimweg vom Platz "bricht er ein".

Oder wird daheim im Zwinger gehalten und null "Selbstbewusstsein" wird gefördert - im Gegenteil, Hund "muss spuren - sonst ...."

 

Andersrum geht es auch, ein durchaus sehr Selbstbewusster kann trotzdem mal an eine echte Grenze kommen. Bsp.: enge Bezugspersonen (= seine Familie/sein Rudel) im Krankenhaus, Hundepension mit z. B. völlig unfähigem Personal, absolut inakzeptable Mitinsassen - z. b. fehlgeprägte, fehl-erzogene ...

Da kann der ansonsten zu 99 % selbstbewusste Hund total überfordert und absolut un-souverän reagieren.

 

Ich hoffe, Du verstehst, wie ich es meine.

Nichts ist statisch - vieles ändert sich mit den Begleitumständen, mit Routinen oder auch durch Krankheiten (ursprünglich sehr souveräner Hund kann durch Schmerzen völlig austicken).

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Es ist immer interessant zu lesen, was verschiedene Forumsmitglieder als souverän oder selbstbewusst bezeichnen.

Beliebt ist in diesem Zusammenhang das Wörtchen "konfliktvermeidend". Und es wundert mich immer.

Auszug aus Wikipedia:

 

Als souverän bezeichnet man [...] die sichere oder überlegene Beherrschung einer Aufgabe.

 

 

Ersetze Aufgabe nun durch Situation.

 

Konfliktvermeidend ist für mich nicht souverän - außer die Aufgabe heißt genau so.

Konflikte entstehen immer, wenn mehrere Individuen aufeinander treffen. 

Man kann so einen Konflikt lösen, in dem man ausweicht/verzichtet - weil es keinen Streit wert ist.

Man kann einen Konflikt aber auch "lösen", in dem man seine Interessen kurz und knackig durchsetzt. Das ist für mich immer noch souverän, wenn die Mittel angemessen sind. 

 

Ein selbstsicherer und souveräner Hund erkennt, wann ihm etwas wichtiger ist, als dem anderen und andersrum genauso.

Und er kann sich angemessen durchsetzen - oder er verzichtet auch mal. Jede Situation ist anders :)

 

Souveränes agieren geht, meinem Verständnis nach, nicht ohne Selbstsicherheit (Selbstbewusstsein).

Dazu braucht es Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und klare "Prioritäten" - das will ich, das mag ich, das mag ich nicht und das geht mal gar nicht.

Das hat nicht jeder Hund (und jeder Mensch). 

 

 

Was nun das Zusammenspiel mit dem Hundehalter angeht - nun, es kommt drauf an :)

Sowohl Hund als auch Halter haben Stärken und Schwächen. Manchmal passen die perfekt zusammen  - und es läuft wie am Schnürchen. In den meisten Fällen gibt es  aber Reibungspunkte. 

 

Hat man einen sehr selbstsicheren Hund, sollte man ihm viel Entscheidungsfreiheit lassen - nachdem die Interessenkonflikte geklärt sind.

Hat man einen sehr unsicheren Hund, sollte man ihm viel Führung (Stütze/Anleitung) geben  - und dann Stück für Stück mehr Entscheidungsfreiheit, so dass er an den Situationen wachsen kann. 

 

Mein "Ideal" ist  erreicht, wenn der Hund auch ohne Kommandos durch bekannte Situationen gehen kann. Weil er weiß, in welchem Rahmen er frei entscheiden darf und ich  darauf vertrauen kann, dass dieser Rahmen auch eingehalten wird.

 

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Ein selbstbewusster Hund weiß, dass er in einem Team ist,

ein dominanter Hund glaubt, alleine das Team zu sein!

LG

Peter

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