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Hundeforum Der Hund
Anouk88

Tierheimhund beißt und terrorisiert meinen Mann

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Tina+Sammy

Ich will nicht ausschließen, dass wir sein Verhalten verschuldet haben, aber Nero hatte von vorn herein diese Spleens- es eskaliert nur seit 9 Monaten. Am Anfang hat er sich auch bei mir häufiger steif gemacht und nach mir geschnappt. 

Nero wurde uns im TH als sehr ängstlicher Hund vorgestellt (sein ehemaliger Halter soll einen ziemlichen Dachschaden gehabt haben). Mit der Ängstlichkeit konnten wir händeln, aber Aggressivität ist eine andere Kiste. Ich bin auch etwas argwöhnisch, was die TH- Mitarbeiter betrifft. Uns wurde gesagt, dass er sich mit Kindern und Rüden nicht versteht- das er aber nicht aggressiv ist. Eine Mitarbeiterin hat mich dann mal kurz beiseite genommen und mir gesagt, dass Nero eine sehr starke Hand braucht- ich konnte das damals nicht richtig einordnen und dachte, dass sie andeutet, dass ich ihn nicht verhätscheln soll (ist ja ein häufiger Fehler bei ängstlichen Hunden)...mittlerweile denke ich, dass sie etwas anderes meinte.

Ich kenne (entgegen deiner Meinung), das Phänomen, das TH- Hunde am Anfang sehr verschüchtert sind und ihre Macken erst nach der Eingewöhnungsphase ans Licht kommen...

Wir haben Nero von Anfang an strikt erzogen und ihm kaum etwas durchgehen lassen. Ich denke ehrlich gesagt nicht, dass wir dieses Problem komplett selbst fabriziert haben...ich glaube es war die ganze Zeit über da, wurde aber durch anfängliche Scheu und fehlendes Vertrauen kaschiert.

 

PS: Wie würdest du dich denn nach so einem Angriff verhalten (wenn kurzes Einsperren während ich meinen Mann verarzte so unsinnig ist)?

 

Sorry, dass ich mich jetzt erst nochmal zu Wort melde, habs total vergessen...

 

Ich hab nie geschrieben, dass es unsinnig ist, den Hund wegzusperren, um den Mann zu retten/verarzten.

Ganz im Gegenteil. Natürlich geht die Sicherheit eines Menschen IMMER vor!

Mir gings eher darum, dass ein gut passender Mauli drauf ist, damit der Hund nicht wieder und wieder diese Erfolge hat.

Aber das scheint ja mittlerweile der Fall zu sein, wie ich hier raus lesen konnte :)

 

Ist es nicht eigentlich völlig egal, was genau in der Vergangenheit des Hundes geschehen ist?

Ich finds immer wieder erstaunlich, dass das gesellschaftlich bei menschlichen Straftätern immer für Empörung sorgt, wenn jemand wegen schlechter Kindheit auffällig wird, es bei Hunden aber völlig legitim ist, wenn sie beschädigend beißen, weil sie es ja sooo schwer hatten.

 

Meine beiden Rüden hatten auch einen mehr als schlechten Start ins Leben und gerade der Kleine hatte nullkommanull Scheu, seine Zähne einzusetzen.

Scheiss auf die Vergangenheit, das gibt´s nicht.

Erst hat er gebissen, weil er Angst hatte, dass ich ihm was tue. Also Vertrauen aufgebaut und zugesehen, dass Situationen, in der er der Meinung war, er müsste sich verteidigen, erst gar nicht auftraten.

Und dann kam er irgendwann ums Eck und hat das Verhalten, was er in der Not gelernt hatte eingesetzt, um seinen Willen durchzusetzen.

Da gab´s dann auch mal eins vor die 12. Irgendwann ist einfach Ende im Gelände.

 

Dass die Schilddrüse nicht ok ist, ist nicht sooo schlimm, da kann ich dich beruhigen :)

Die üblichen Medikamente haben keine Nebenwirkungen. Einzig, dass man sie alle 12 Stunden geben soll, ist am Anfang etwas nervig, weil man ständig die Uhr im Auge behält.

Ich hab mir angewöhnt, überall Tablettenblister zu haben, im Handschuhfach usw., damit ich immer und überall die Jungs mit ihren Hormonen versorgen kann :)

 

Am Allerwichtigsten finde ich weiterhin, dass ihr euch einen der hier empfohlenen Trainer ins Haus holt, bevor sein Verhalten sich weiter festigt.

Es wäre einfach extrem unfair, wenn Dein Mann aktuell einen Trainer verweigert, aber bei der nächsten Attacke den Hund ins Tierheim abschiebt.

Dort wird er aufgrund der bei euch entstandenen Vorgeschichte sehr schlechte Aussichten auf eine erneute Vermittlung haben...

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