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Hundeforum Der Hund
Emanuela

Gewalt oder zu empfindlich?

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Hallo,

 

heute wende ich mich mit einer Frage zu euch. War gestern in einer neuen Hundeschule. Ich habe das Problem angesprochen das ich meinen Hund inzwischen 3mal das Sitz Kommando geben muss bis der gnädige Herr seinen Hintern runterbekommt und selbst dann noch sehr lahm. Wenn ich was zu fressen in der Hand habe gehts schneller.

Nun wollte mir die Trainiern das zeigen und nahm mir die Leine aus der Hund. Sie gab das Sitz Kommando und mein Hund saß. Dann loef sie etwas mit ihm und gab wieder das Sitz Kommando, aber mein Hund setzte sich nicht, er sah mich die ganze Zeit an. Sie zog dann die Leine in die Luft hoch. Nicht ruckartig, schon langsam aber das Halsband drückte sehr deutlich gegen den Hals meines Hundes. Sobald er saß nahm sie den Druck raus und meinte, das täte ihm nicht weh und ich hätte ihm die Unart eben anerzogen. Ja, dass weiß ich. Auf langer Sicht ist es sicherlich mein Fehler das der Hund erst beim dritten Mal seinen Hintern auf den Boden schwingt. Ich habe mir geschworen meinen Hund nichts anzutun was ich als Gewalt definiere, ich weiß das es unter Hundetrainern viele gibt die es nicht drauf haben, aber da steht ja immer noch irgendwie ein ´Trainer´ vor einem. Mein Hund machte jetzt auch kein verstörten Eindruck, starrte mich nur die ganze Zeit an.

 

Ich bin jetzt sehr verunsichert. Ist das Gewalt oder einfach die Konsequenz aus seinem Ungehorsam? Lieber noch mal tausend Mal mit Leckerlies und Co üben bis der Hintern eben wieder unten ist oder zwei- drei Mal mit ´Druck´ arbeiten?

 

Sie hat das auch ´nur´ 4mal gemacht. Danach hatte ich ihn wieder an der Leine und war froh drum und bei mir hatte er dann auch den Hintern fast sofort am Boden und ich habe diese Technik nicht angewandt, zweifelhaft ob ich es gemacht hätte, hätte er sich nicht gesetzt...

 

lg

 

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Als gewaltätig würde ich das nicht betrachten, habe das auch schon oft so gesehen, der Ruck mit der Leine wird auch oft beim Training der Leinenführigkeit angewendet.

Prinzipiell bin ich aber der Meinung, dass das Sitzkommando auch anders umsetzbar wäre. Mein Hund würde die Kommandos nie bei einer Fremden Person umsetzen, schon gar nicht, wenn er mit dem Blick bei mir ist und die Situation nicht versteht. Wenn das Sitz mit dem Leckerlie erst mal gut funktiniert passt das ja, man baut das halt so auf, dass es nicht für jedes Sitz ein Leckerli gibt und dann irgendwann garn nicht mehr nötig ist. Wenn mein Hund beim Sitz zögert, geb ich ihm ein leichten Druck auf den Hintern nach unten.

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Viele Trainer sind der Meinung, dass man den Hund körperlich penetrieren muss, damit es klappt. Ich habe mich früher an einen Trainer gewendet, weil ich Probleme hatte meinem Hund Zecken zu entfernen und er jedesmal schnappen wollte. Sie war der Meinung er müsste mal kräftig unterworfen werden und hat ihn auf den Rücken gedreht. Er hat geschrien und gezappelt und tat mir richtig leid. Ergebnis: sinnlos....habe ich nie wieder zugelassen...jetzt darf ich mein Hund überall anlangen und wenns ihm doch mal unangenehm ist und er versucht zu schnappen, dann reicht ein Blick von mir und ein paar beruhigende Worte und das Thema ist gegessen.

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Arbeitet die Trainerin nach der Fichtlmeier-Methode? 

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Ich würde den Hund nicht mehr aus der Hand geben in der Hundeschule. Für mich ist das Gewalt.

 

Das "Sitz" ist eine sehr einfache Übung für einen Hund. Entweder hat der Hund die Übung nicht verstanden oder andere Gründe, warum er sie nicht ausführt.

 

Wie alt ist Dein Hund? Wie lange ist er schon bei Dir?

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Es ist sicherlich keine Gewalt, wenn an der Leine gezupft wird, ...da gibt es andere Geschichten. Und das die Trainer aufm Platz den Hund mal an die Leine nehmen kommt auch öfter vor. Ist auch kein Unding.

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Wenn du die Methode hinterfragst und dich damit unwohl fühlst, dann übe es weiterhin so wie du es gemacht hast, und wenn er dein Kommando ignoriert leichter Druck des Hinterns mit der Hand nach unten. Wenn dir viele Sachen Unbehagen bereiten, sprich es an oder orientier dich im Notfall neu um.

 

Ich gehe davon aus, dass du einen Großen Hund hast?

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Es ist sicherlich keine Gewalt, wenn an der Leine gezupft wird, ...da gibt es andere Geschichten. Und das die Trainer aufm Platz den Hund mal an die Leine nehmen kommt auch öfter vor. Ist auch kein Unding.

 

Für mich ist es sehr wohl Gewalt, wenn ich die Leine so straff ziehe, dass das Halsband den Hund würgt. Und so kenne ich diese Methode zumindest.

Meine Hunde lernen, ohne gewürgt zu werden.

Und die Leine meiner Hunde bekommt kein Trainer in die Hand. Weshalb auch. Gute Trainer können erklären, was getan werden soll und müssen es nicht zeigen.

Edit: Wobei ich eh kein Problem damit habe, wenn ich meinem Hund zwei oder auch dreimal SITZ sagen muss.

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Sicher gibt es Schlimmeres, aber nett ist das nicht. Und vor allem auch nicht nötig! Meine Güte, so wichtig ist es ja nicht, dass der Hund "sitz" macht. Ich würde meine Hunde jedenfalls nicht auf diese Art uns Weise erziehen bzw. mache es auch nicht. Mich würde es sehr stören, wenn jemand so mit meinem Hund umspringen würde.

 

Dein Bauchgefühl sagt dir ja auch, dass das nicht dein Weg ist. :)

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Klingt nach Anton Fichtlmeier. Der verwendet die Leine als Signalhilfe, und das Signal für "Sitz" ist, wenn ich mich recht erinnere, die Leine vorsichtig nach oben zu ziehen, so dass der Hund über das Halsband das Signal bekommt, sich hinzusetzen. Allerdings ohne dass dem Hund die Luft abgewürgt wird. 

 

Die Fichtlmeier-Methode sehe ich nicht als Gewalt an. Ob es sich bei der in der Hundeschule angewandten Methode tatsächlich darum handelt und es Dir nur als ein "Abwürgen" erschien oder ob dort tatsächlich unsachgemäss gearbeitet wurde, können wir hier aus der Ferne natürlich nicht beurteilen.

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